CH199892A - Steuermechanismus, insbesondere für Druckgasschalter. - Google Patents

Steuermechanismus, insbesondere für Druckgasschalter.

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CH199892A
CH199892A CH199892DA CH199892A CH 199892 A CH199892 A CH 199892A CH 199892D A CH199892D A CH 199892DA CH 199892 A CH199892 A CH 199892A
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  • Preventing Unauthorised Actuation Of Valves (AREA)

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      Steaermechanismus,    insbesondere für     Druckgasschalter.       Bei den bekannten     Druckgasschaltern     wird der Schaltraum, in dem sich die     Lei-          stungsunterbrechungskontakte    befinden, in  der Regel mit Druckluft aufgefüllt, ehe die  Kontaktstifte von der Schalterwelle in Bewe  gung gesetzt werden. Hierbei' wird das  Löschventil von Hand oder durch     FErnsteue-          rung    pneumatisch geöffnet.

   Derartige An  ordnungen verursachen jedoch einen verhält  nismässig grossen     Druckgasaufwand,    einerseits  weil das Druckgas noch nach erfolgter Ab  schaltung abströmt, da das Schliessen des  pneumatischen Ventils verhältnismässig spät  erfolgt, anderseits weil     durch    die     voizeitige     Auffüllung der     Blaskanäle    Druckluft durch  die nicht zu vermeidenden     Undichtheiten    am  Düsenkontakt abströmen kann.  



  Es ist zwar bei     Druckgasschaltern    be  kannt,     Blasluftventile    zu     verwenden,    die me  chanisch mittels eines Kniegelenkes gesteuert  werden. Hierbei handelt es sich jedoch um  Steuerungen, bei denen an jede Kniegelenk-         stellung        eine        bestimmte        Offnungsw-eite    des       Ventils        gebunden    ist. Bei derartigen Steue  rungen kann das Ventil somit in     Zwischen-          stellungen    der Schaltkontakte nicht     beein-          flusst    werden.

   Dazu lassen die     angegebenen     Ventile lediglich das im Schaltraum des       Druckgasschalters    eingeschlossene Druckgas       ausströmen,        während    nach der Abschaltung  ein anderes Ventil den Zustrom des Gases  zum     Schaltraum    absperrt.  



  Durch die     Anwendung        eines    in entspre  chender Abhängigkeit vom Schalterantrieb  arbeitenden Steuermechanismus kann man da  gegen das     Löschventil    auch während der  Schaltbewegung     wieder    schliessen und selbst  beim Ausschalten aus einer Zwischenstellung  der Schaltkontakte, wie sie z. B. durch ein  fehlerhaftes Einschalten bedingt     sein    kann,  die     Bespülung    der Kontakte mit dem Druck  mittel herbeiführen.

   Hierzu wird entspre  chend der     Erfindung    das Kniegelenk zwi  schen     einer        Wellenkurbel    und dem anzu-      bebenden Ventil vorgesehen und dem Knie  gelenk mindestens eine Klinke derart zu  geordnet, dass das Ventil sowohl bei der An  fangsstellung, als auch bei einer andern  Stellung des Antriebsmechanismus für die  Schaltkontakte durch einen Steuermechanis  mus geöffnet werden kann,     und    dass der  Steuermechanismus nach einem bestimmten  Ventilhub selbsttätig     entsperrt    und das Ven  til damit wieder geschlossen wird.  



  Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel des Erfindungsgegenstandes darge  stellt.     Fig.    1 zeigt dabei den Steuermecha  nismus mit dem Löschventil,     Fig.    2 Einzel  teile des Steuermechanismus nach     Fig.    1 und       Fig.    3 eine besondere Ausführungsform der  Stufenklinke.  



  An einer zweckmässig mit der Schalt  antriebswelle verbundenen Kurbel 1 ist mit  tels eines Zapfens 7" ein Kniegelenk ge  lagert, das aus im Zapfen 7 gelenkig ver  bundenen Teilen 3 und 4 besteht. Teil 4 ist  mittels eines Langloches 17 am Bolzen 11  des Hebels 15 beweglich eingehängt. Das  Anheben des in bekannter Weise abgefeder  ten     Blasventils    2     aus    der     Anfangsstellung     wird durch eine dem Kniegelenk 3, 4     zu-          neordnete    Klinke 5 erzielt, die noch ehe das  Kniegelenk am Bolzen 11 angreift, mit ihrer  Stirnfläche 6 den Bolzen 11 und das Ventil  anhebt.

   Das Anheben des Ventils von einer       Zwischenstellung    aus wird durch .das Knie  gelenk 3, 4 bewirkt,     dessen        Teil    4 nach     einem          bestimmten    Hub mit der     untern        Begrenzungs-          fläche    des Langloches 17 auf den Bolzen 11  einwirkt. Die in der Zeichnung mit A be  zeichnete Stützlänge der Klinke 5 ist dabei  grösser als die mit B gekennzeichnete Stütz  länge des Teils 4, so dass beim Hub aus der  Anfangsstellung stets Klinke 5 zuerst zum  Eingriff kommen wird. Die Einwirkung auf  den Bolzen 11 schwenkt den Hebel 15 nach  oben und bringt mittels eines z.

   B.     kugel-          bezw.    zylinderförmigen nicht näher bezeich  neten     Vorsprunges    das Ventil zum Öffnen.  



  Die Klinke 5     ist    auf dem mittleren, die  Teile 3 und 4 des Kniegelenkes verbindenden  Gelenkbolzen 7 aufgesetzt; sie kann aber    auch auf einem in der Zeichnung durch ge  strichelte Linien angedeuteten Zapfen 7' ge  lagert sein, der eine beliebige Lage unter  dem Kniegelenk 7 einnimmt. Eine weitere  Möglichkeit zur Lagerung der Klinke 5 be  steht im Aufsetzen auf den antreibenden       Kniegelenkbolzen    7". An der Klinke 5 greift  eine Feder 10 derart an, dass sie die Klinke       unter    den Bolzen 11 und zugleich das Knie  gelenk 3, 4 in die Sperrlage zieht.

   Der Teil  3 des Kniegelenkes 3, 4 ist mit einem oder  mehreren     Vorsprüngen    13 ausgerüstet, die  beim     entsperrten    Kniegelenk 3, 4 die Klinke  5 an der     Nocke    13' vom Bolzen 11 abziehen.  Die Klinke 5 kann zur Betätigung des Ven  tils 2 in weiteren Zwischenstellungen mit  einer oder mehreren Stufen oder mit einer  Kurvenbahn versehen sein. Der     Krümmungs-          mittelpunkt    der     Kurvenbahn    soll dabei, um  flache Kurven zu erhalten, möglichst ausser  halb des Klinkendrehpunktes liegen.  



  Um das     selbsttätige        Entsperren    des  Schaltmechanismus zu bewirken, sind Vor  richtungen vorgesehen, die das Kniegelenk 3,  4 nach einem     bestimmten        Ventilhub    durch  knicken. Zu diesem Zweck ist der Steuer  mechanismus mit einem an der Verlängerung  des schwenkbaren Hebels 15 drehbaren Win  kelhebel 8 und zum Beispiel das Ventil  gehäuse mit einem     zweckmässig    einstellbaren  Anschlag 9 ausgerüstet, der als Schrauben  spindel     ausgebildet    sein kann. Nachdem die  Ventilspindel 2 einen bestimmten Hub, z. B.

    entsprechend der in der Zeichnung ange  gebenen Entfernung C, zurückgelegt hat,  legt sieh der     Winkelhebel    8 gegen den An  satz 9 und wird bei einer weiteren Bewegung  der Teile des Steuermechanismus durch die  Kurbel 1 nach oben im     Uhrzeigersinn    ge  dreht,' so dass der     Winkelhebel    8 auf das  Kniegelenk 3, 4 einwirkt     und    dieses durch  drückt.     Hierdurch    wird auch jede unbeab  sichtigte weitere Öffnung des Ventils 2 durch  den Steuermechanismus ausgeschlossen.  



  Der Mechanismus arbeitet im Verlauf  einer Schaltbewegung etwa. folgendermassen.  In der     Einschaltstellung    liegt das Knie  gelenk 3, 4 gestreckt zwischen Bolzen 11     und         Zapfen 7", wie     Fig.    1 zeigt.     Kurbel    1       sch-,venkt    beim Ausschalten im Uhrzeigersinn,  dabei gleitet Teil 4 im Langloch 17 nach  oben, bis die -     Klinke    5 am Bolzen 11 an  greift und das Ventil 2 öffnet. Hebel 15       wird    jetzt solange nach oben geschwenkt, bis  Hebel 8 am Stift 9 zum Anschlag kommt,  im rechtsläufigen Sinne schwenkt und mit  seiner Nase das     Kniegelenk    3, 4 durchdrückt.

    Vorsprung 13 am Teil 3 zieht die Klinke 5  jetzt mittels der     Nocke    13' vom Bolzen 11  ab, so dass das Ventil sich unter der Wirkung  der Ventilfeder wieder schliessen kann. Beim  Einschalten drückt das Langloch 17 mit sei  ner     obern    Begrenzungsfläche den Bolzen 11  nach abwärts, während die     Klinke    5 am Bol  zen 11 so lange anliegt, bis das Kniegelenk  in     eine    solche Strecklage gekommen ist, dass       öie    Stirnfläche 6 der     Klinke    5 unter dem  Zug der Feder 10 wieder unter den Bolzen  11 gleiten und ihre Bereitschaftslage für das  Ausschalten einnehmen kann.  



  Wird die Einschaltbewegung infolge  einer Fehlschaltung nur zum Teil vollführt,  so dass die     Klinke    nicht unter den Bolzen 11  zu liegen kommt, so     kann    mittels des Lang  loches 17 beim     Wiederausschalten    in einer  bestimmten Zwischenstellung trotzdem ein  Öffnen des     Ventils    2 erfolgen. Sobald näm  lich Kurbel 1 in der     Uhrzeigerrichtung     schwenkt, gleitet Teil 4 im Langloch 17 nach  oben und öffnet in einer bestimmten Stellung  des Kniegelenkes 3, 4 mit der untern Begren  zungsfläche des Langloches 17 Ventil 2. Im  weiteren Verlauf arbeitet der Mechanismus  dann wie bei einer vollen Ausschaltbewegung.  



       Ausser,    wie angegeben, eine     Klinke    mit  einer geraden oder kreisförmigen Stirnfläche  zu verwenden,     kann    die Klinke 5 mit  einem oder mehreren treppenförmigen Absät  zen versehen sein     (Fig.    3), die das Betätigen  des Ventils in weiteren     Zwischenstellungen     ermöglichen. An Stelle der Absätze kann die       Stirnfläche    der     Klinke    5 auch nach einer       hvolvente        bezw.    Spirale verlaufen.  



  Um ein weiches Anschlagen der den Öff  nungsweg des Ventils 2 begrenzenden Vor  richtungen 8, 9 zu bewirken, können die An-    Schläge insbesondere aus stossdämpfendem  Material ausgeführt, oder mit stossdämpfen  den Auflagen     ausgerüstet,sein.     



  Ferner kann ein Anschlag 16 vorgesehen  sein. der den unter     Einwirkung    des sich  schliessenden Ventils zurückfallenden Mecha  nismus abfängt. Auch dieser Anschlag wird  mit Vorteil stossdämpfend ausgeführt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Steuermechanismus, insbesondere für Druckgasschalter, zur Betätigung eines me chanisch mittels eines Kniegelenkes gesteuer ten Löschventils, dadurch gekennzeichnet, dass das Kniegelenk (3, 4) zwischen einer MTellenkurbel (1) und dem anzuhebenden Ventil (2) vorgesehen und dem Kniegelenk (3, 4) mindestens eine Klinke derart zugeord net ist, dass das Ventil (2) sowohl bei der Anfangsstellung, als auch bei einer andern Stellung des Antriebsmechanismus für die Schaltkontakte durch den Steuermechanismus geöffnet werden kann,
    und dass der Steuer mechanismus nach einem bestimmten Ventil- hub selbsttätig entsperrt und das Ventil damit wieder geschlossen wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Steuermechanismus nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stütz länge (B) der Klinke (5) grösser ist als die Stützlänge (A) des Kniehebels (4).
    2. Steuermechanismus nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Klinke (5) auf dem die Teile (3, 4) des Kniegelenkes ver bindenden Gelenkbolzen (7) aufgesetzt ist. 3. Steuermechanismus nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Klinke (5) auf einem Zapfen (7') gelagert ist, der unter dem die Teile (3, 4) des Kniegelenkes verbin denden Kniegelenkbolzen (7) angeordnet ist. 4.
    Steuermechanismus nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Klinke (5) an dem an treibenden, die Kurbel (1) mit dem Teil (3) des Kniegelenkes (3, 4) verbindenden Kniegelenkbolzen (7 ") gelagert ist. 5. Steuermechanismus nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Be- tätigung des Ventils (2) die Klinke (5) mit mindestens einem Absatz (6) ver sehen ist. 6.
    Steuermechanismus nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinke (5) zum Betätigen des Ventils (2) in ihrem obern Teil nach einer Kurve mit mindestens einem Krümmungsmittel- punkt verläuft, wobei dieser Krüm- mungsmittelpunkt nicht in der Klinken drehachse (7 bezw. 7' bezw. 7") liegt.
    7. Steuermechanismus nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Teil (3) des Kniegelenkes (3, 4) einen Vorsprung (13) aufweist, der beim entsperrten Knie gelenk (3, 4) die Klinke (5) von einem Bolzen (11) abzieht, auf den beim Öff nen des Ventils der Steuermechanismus einwirkt. B. Steuermechanismus nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das selbst tätige Lösen des Steuermechanismus vom Ventil nach einem bestimmten Öffnungs weg des Ventils durch das Durchknicken des Kniegelenkes (3, 4) erfolgt.
    9. Steuermechanismus nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zum Durch knicken des Kniegelenkes (3, 4) nach einem bestimmten Weg am Steuermecha- nismus ein Winkelhebel (8) und am Ven tilgehäuse ein einstellbarer Anschlag (9) vorgesehen sind. 10. Steuermechanismus nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die aufein- anderschlagenden Teile des Steuermecha- nismus durch Auflagen aus stossdämp fendem Stoff geschützt sind.
CH199892D 1936-10-22 1937-10-16 Steuermechanismus, insbesondere für Druckgasschalter. CH199892A (de)

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