CH192589A - Verfahren zur Herstellung von Hochdruckformen mit elastischer Druckschicht. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hochdruckformen mit elastischer Druckschicht.

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  Verfahren zur Herstellung von     Hoehdruekformen    mit elastischer Druckschicht.    Die Erfindung     bezieht    :sich auf ein     Ter-          fa.hren    zur Herstellung von Hochdruckfor  men mit     elastischer        Druckschicht.        Bisher     bekannte Hochdruckformen     dieser    Art     sind     entweder     Kauts:chuk-Druckformen,        wie    sie  z.

   B. beim     Anilindruek        verwendet    werden,  oder     Metalldruckformen,    welche     einen    Gummi  überzug     besitzen.    Das Verfahren gemäss der  Erfindung     besteht    nun     darin,        dass,    über die       Druckform,    welche beliebiger Art sein kann,  eine dünne Haut aus,     elastischem    Material,  z. B. aus     Kautschuk,    gelegt und durch  Vakuum daran festgesaugt wird.

   Auf     diese          Weise        kann,dio    Haut der Druckform     unter     dem Einfluss,     des        äussern        Luftdruckes    so voll  kommen angepasst werden,     dass.    ,die     Umrisse     der     Bildträgerelemente        und    alle Unebenhei  ten der     Druckform    in sämtlichen Feinheiten  an der Oberfläche der Haut wieder erschei  nen.  



  Der     wesentliche        technische    Unterschied  zwischen den nach     bekannten    Verfahren her  gestellten Druckformen und der     aus    dem    Verfahren gemässe ,der Erfindung     resultieren-          den        besteht    somit     in    der Hauptsache     darin,     da,     bei        .den.        bekannten    Formen die     elastische          Druckschicht        entweder    durch     den;

      Baustoff  der     Druckform.        ,selbst    gebildet     wird    oder  doch fest mit der     Druckform    verbunden ist,  während bei .der     aus,dem        erfindungsgemässen          Verfahren,    hervorgehenden     Druckform        die     elastische     Druckschicht    zwar     innig,

      aber       nicht        dauernd        miUder        Druckform        in    Verbin  dung     steht.        Dadurch    werden     ganz    erheb  liche     technische    Vorteile erzielt.

       Einmal        ist     die     Herstellung    einer Druckform     gemäss    der  Erfindung     -einer        Vakuumform    - wesent  lich einfacher als die     Herstellung    der bisher       zum    Drucken mit     elastischer        Druckschicht     verwendeten     Druckformen.    Zum     andern    lässt  sich die     Druckform        gemäss-        der    Erfindung  leicht     abändern,

      was bei den     Druckformen     der     bekannten    Verfahren     nicht    möglich     ist.          Drittem    können zur Herstellung     einer          Vakuumdruckform    leicht     bearbeitbare    und  billige     Werkstoffe        vereendet    werden, auch      solche, die sonst für     Druckzwecke    überhaupt  nicht in Betracht     kommen.        .Schliesslich    wird  durch Verwendung der neuen Druckform die  Möglichkeit     :

  geschaffen,    dass sich auf nor  malen     Druckmaschinen    grosse     Flächen,    voll  flächig drucken lassen, was bisher im Hoch  druck nicht     möglich    war.  



  Die technische     Durchführung,des,    Verfah  rens sei     beispielsweise        zunächst    an der     Her-          stellung    einer     Druckform    für einen. einfar  bigen     Druck    ohne Tonwerte, z.

   B. ein Plakat,       erläutert.    Zur     Anfertigung    der     Druckform     werden die Druckbildelemente (Buchstaben,  Figuren     usw.)    auf     ein        geeignetes        Material     von gleichmässiger Stärke, wie     Karton,    Blech  usw.     übertragen    und herausgearbeitet. Die  Bildübertragung und die Ausarbeitung kann  mit bekannten     technischen    Mitteln, z. B.  Atzen oder Prägen, aber auch von Hand,  z. B. durch     Ausschneiden    oder dergleichen  vorgenommen werden.

   Die Bildträger wer  den dann auf eine     Fundamentfläche    gesetzt  und mit einer dünnen     elastischen        Kautschuk-          haut        bedeckt,    deren     über,die    Bildträger     vor-          stehende        Ränder    an der     Fundamentoberfläche     zweckmässig     angeklebt    werden.

   Darauf wird  die     zwischen        Bildträgern    und Haut vorhan  dene Luft     abgesaugt.        Infolge    des erzeugten       Vakuums    wird die Haut durch     den:    äussern       Luftdruck    fest auf die Bildform und auf das       diese        tragende    aber nicht mit     druckende          Fundament    auf     gepresst,    wobei sieh die Haut  den     vorhandenen    Konturen vollkommen an  passt.

   Bei dieser     Herstellungsweise    der       Druckform    lassen sich sogar sonst für     Bild-          träger    nicht     geeignete,    gegenüber den     ge-          bräuohlichenStoffen    aber wesentlich billi  gere     Materialien,    wie z. B. Löschpapier,  Sandpapier,     Textilien,        verwenden,    wodurch  die     Herstellung        unter        Umständen    erheblich       vereinfacht    und     verbilligt    wird.

   Die durch  das     Vakuum        aagepresst        elastische    Haut legt  sich so fest auf das     Fundament    und die,dar  auf befindlichen     Bildträger    auf,     dali:    die  Bildträger an das     Fundament    fest ange  drückt werden, so     dass        eine    besondere Befesti  gung der Bildträger am Fundament, z. B.

    durch     Ankleben,    Überflüssig     ist.       Handelt es sich um einen. einfarbigen  Druck mit verschiedenen     Tonwerten,    so wird  das     Druckbild    wie eben beschrieben übertra  gen, die     Druckbildfläche    aber den erforder  lichen Tonwerten entsprechend     reliefartig     ausgearbeitet,     ähnlich        wie    es beim Tiefdruck  geschieht.

       Infolge    der verschiedenen Höhen  lagen innerhalb des Reliefs entstehen ent  sprechend     unterschiedliche    Druckauswirkun  gen, die     ,durch    die     Eigenart    der     elastischen     Haut die gewünschten     Tonwerte    bringen. Es  ergeben sich so ohne Raster satte Tiefen bis  zur allerfeinsten     Tonabstufung.     



  Für mehrfarbige     Drucke        wird    das Her  stellungsverfahren sinngemäss auf die in be  kannter Weise hergestellten     Farbauszüge    an  gewandt.  



  Die     technischenund        wirtschaftlichen.Vor-          teile    des neuen     Verfahrens:    sind, wie schon       angedeutet,    verschiedener     Art.    An     Stelle    der  bisher in der     .Setzerei        angewandten:

      Schrif  ten,     Linien,    Druckbilder aus     Metall    oder  Holz,     Linoleumschnitte        usw.    können nach der  Erfindung     Druckformen        verwendet    werden,  die billig und     einfach,    z.

   B. durch Ausschnei  den aus     Karton,    selbst aus sonst     zum          Drucken    nicht verwendbaren     Werkstoffen,          herzustellen        sind.    Selbst     tonwertige,    nicht  zu     detailreiche        Bildträger    können durch       Handausschnitte    erreicht werden, indem man  die Bildträger stufenweise     mit    sich von  Stufe zu     :Stufe        verringernder    Breite und  Höhe aufbaut.

   Mit dem     erfindungsgemässen     Verfahren lassen     sich    auch leicht Musterun  gen des     Druckbildes    erreichen,     indem    zwi  schen die     Druckform    und die     elastische    Haut       entsprechende        Zwischenlagen.,    z. B.     ein        Stück          Gardinengewebe,        eingebracht    werden.  



  Nach Aufhebendes Vakuums und Ent  fernen der Haut sind     die    Bildträger zur Her  stellung genauer     Passer    und zur     Vornahme     von     Änderungen        jederzeit    frei zugänglich;  nach Beendigung     des        Druckes    können sie,  wie die Elemente anderer Druckformen, ab  gelegt und     weiter    verwendet werden.

   Ebenso  lässt     sich    die Haut nach     entsprechender    Vor  bereitung zur     Bildung    neuer     Druckformen          weiter        verwenden.              Die        elastische    Haut passt sich auch den  Unebenheiten des zu     bedruckenden    Materials  leicht an, so dass     mit        geringeren    Farbmengen  und ohne Zurichtung     gedruckt    werden kann,  wodurch sich das Durchschiessen eventuell       erübrigt.     



  Die nach dem Verfahren     hergestellte          Druckform    kann sowohl in     Flach-    wie auch  in     Runddruckmaschinen    angewendet werden.  In     besonderen        Fällen.,    z. B. bei älteren Ma  schinen, kann es     zweckmässig    sein, auch den  Zylinder zur Unterstützung des     Verfahrens     mit einem     elastichen        Belag    zu überziehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Hoch druckformen mit elastischer Druckschicht, dadurch gekennzeichnet, dass, auf die Druck form eine dünne elastische Haut aufgelegt und an dieser mittels Vakuum festgesaugt wird. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren, zur Herstellung von Hoch- druckfOrmen mit elastischer Druckschicht nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass, die Druckform aus auf eine Grundplatte lose aufgelegten, aus beliebi gem Material ausgeschnittenen Zeichen. gebildet wird, welche auf der Grundplatte durch die darüber gelegte,
    durch Vakuum angesaugte dünne elastische Haut fest gehalten werden. 2. Verfahren zur Herstellung von Roch- ,druckformen. mit elastischer Druckschicht nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, .dass, der Bildträger vor dem Auflegen der Haut .den:
    erforderlichen Tonwerten entsprechend reliefartig aus- gearbeitet wird, so dass! infolge der ver schiedener Höhenlagen innerhalb des Re liefs und der Nachgiebigkeit der elasti- scher, Haut entsprechend unterschiedliche Druckauswirkungen entstehen.
CH192589D 1935-05-17 1936-05-14 Verfahren zur Herstellung von Hochdruckformen mit elastischer Druckschicht. CH192589A (de)

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