CH192586A - Verfahren zur Herstellung einer Filtermasse zum Reinigen und Enthärten von Wasser. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Filtermasse zum Reinigen und Enthärten von Wasser.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung einer Filtermasse zum Reinigen und Enthärtenvon Wasser. Die vorliegende Erfindung bezieht sieh auf ein neues Verfahren zur Herstellung ein-er Filtermasse zum Reinigen und Ent härten von Wa & ser durch Behandlung von basenaustauschenden Massen, die an sich ein hohes basenaustausehendes Vermögen haben und bezweckt, diese Massen für ihren Vor- iven4un,gsz,%##.eck, nämlich zum Reinigen und Enthärten von Wasser besonders brauchbar zu machen.
Insbesondere handelt<I>es sieh</I> dabei um die Behandlung natürlieher Zeolit- tone und als ein Beispiel für einen solchen Ton mag der sogenannbe Keuperton genannt werden, der bekanntlich z.
B. in Südsoliweden in meterdicken Schichten unter der ETdOI:ler- f läche gefunden wird. Derartige Tone eignen sich nieht unmittelbar zur Verwendung in Wasserfiltern, weil sie gegenüber den mecha nischen und chemischen Einwirkungen des Wassers keine genügende Widerstandsfähig keit besitzen.
Um diese Widerstandsfähigkeit zu erreichen, hat man seit langem vorgeschla,- gen, derartige Tone zuhrennen. Es hat sich Jedoch ergeben" dass", wenn wirkliclieine genü gende Stabilität des Materials erreicht wer den soll, die Brenntemporatur so hoch goe- wählt wer-den muss, dass die basenaustauschen- den Eigenschaften, die, diese Tone, an sich.
in hohem Mass,e besitzen, grösstenteils verloren gehen. Aus diesem<B>Grund</B> hat man auch be reits alles mögliche versucht, um die Brenn temperatur herabzusetzen.
Die vorliegende Erfindung gibt ein neues Verfahren an, durch das den basenaustau- sehenden Massen eine bisher unbekannte Halt barkeit gegeben werden kann, ohne dass darunter ihr Basenaustafflellvermögen leidet. Zweokmässigerw,eise wird eine Masse, von an sich hohem basenaustauschendem Vermögen, z. B. Ton verwendet.
Die Erfindung ist da durch gekennzeichnet, dass. die basenaus- tauschende Maese zwei aufeinander foluen- den B.rennprozessen ausgesetzt -wird, wobei ihr zwischen den beiden Brennprozessen min destens ein Stoff zugesetzt wird, der der Ma,sse naoli der zweiten Brennung eine er- höhte Festigkeit verleiht.
Dabei hat es sich herausgestellt, dass: es vorteilhaft ist, dass. die erste Brennung unter höheren Temperaturen erfolgt als die zweite. Als Zusatzstoffe <B>kom-</B> men in erster Linie organische Stoffe in Frage, die nach erfolgter zweiter Breunung, die in diesem Falle ohne Luftzutritt bezw. in einem geschlossenen Behälter vorgenommen wird, innerhalb der Poren :der Masse ein wider8#ta,n.d,sfä,h%oles Skelett aus Kohle bilden.
Na,chstehend soll ein Beispiel des Verfah rens, gemässi der Erfindung, bei dem unter Zusatz organischer Stoffe gearbeitet wird, gegeben werden,. Roller Zeolitton, beispiels weise also Keuperton, wird zunächst in kleine Stücke von etwaä bis, 10,<U>mm</U> zerkleinert, die bei einer Temperatur von über 4001' ge brannt werden.
Eine vorteilhafte Temperatur liegt etwa bei 6,50,' <B>C.</B> Durch diese Bren- nung, der na;burgemäss auch ein gewöhnlicher Trockenprozess vorausgelien Icaun, wird nicht nur -die in dem rohen Ton befindliche FeueIi- tigkeit ausgetrieben, sondern gleichzeitig er- C hält das Rohmaterial dadurc,11 eine pcyröse, aber verhältnismässig widerstandsfähig,- Form.
Die Tonkörner werden sodann mit ein-er nüs- sigen organischen Muse getränkt, die so be schaffen ist, dass, sie 'bei der nachfolgenden Erliitzung unter Luftabschluss, zu Kohle wird. Es kommen hierfür beispielsweise Zucker lösungen, Melasse, Ole, gelöste Zellulose, Leim, Sulfitlauge, Teerprodukte und -der gleichen mehr in Frage.
Der in dieser Weise getränkte Ton wird dann eventuell nach einem voraus,-,--gangenen weiteren Trocken- prozess einem zweiten Brennprozess unterwor fen, und zwar in einem abgeschlossenen Be hälter und vorzugsweise bei Temperatur zwi- sehen etwa 400 bis<B>700 ' C.</B> Dadurch verbren nen die Zusiatzstoffe und bilden innerhalb der Poren der Masse --in verzweigtes Skelett aus Kohle.
Die fertiggebrannte Maese wird, wenn diese8 nicht schon nach der ersten Bren- nung geschehen ist, auf eine endgültig er- wünselibe, Korngrösse gebracht, wonach sie auch noch einer Nadibellandlung unterwor fen werden kann, beispielsweise mittels eines Salzes, wie Kaleiunichlorid und Wasserglas, welclie- Nachbehandlung aber nicht unbedingt erforderlich ist.
Falls sie vorgenommen wird, ist es zweckmässig, dass die Mmse zuerst mit Wasserglas, dann mit Kalciumchlorid und schliesslich noch ein-mal mit Wasserglas be handelt wird.
Die inden Porender Körnohender Masse durch die zweite Brennung erzeugte skelett artig verzweigte _poröse, Kohle bindet dieBin- zelnen Teilchen der Körnchen.
derart fest zu sammen, dass, es nicht erforderlich ist, zudi,-- sein Zweok unerwünseht hohe Brenntempe raturen anwenden zu müssen, durell die be- kanntlieh die, basenaustauschenden Eigen schaften der Masse in hohem<B>Masse</B> leiden.
Es hat sich gezeigt, dass durch das Verfah ren naohder Erfindung die ineollanisohe und chemiselie Haltbarkeit der MaÄsse so gross wird dass,,die Masse auch von den versellie densten Wässern, wie sie in der Natur vor kommen, nicht oder kaum nennenswert an gegriffen wird.
Auf Grund der erfindungs gemäss erzielten Festigkeit kann man weiter hin die 3#lame auch noch feiner zerteilen als dieses bisher zweckmässig war, und da das Basenausta,uschvermÖgen von der Korngrösst der Masse abhängig ist"d. h. 'bei abnehmen der Koingrösse zunimmt, so, wird dadurel-1 gleichzeitig eine Verbess, erung, dieses Ver mögens erzielt.
Durch die erste Breunung wird der Ton nicht nur getrocknet, sondern so weit erhitzt, dass eine Art Sinterung be ginnt, die, jedoch unterbrochen wird, bevor dast chemisch gebundene Wasser in nennens wertem Grad ausgetrieben ist. Wie bereits erwähnt, bleibendie Körner der Masse wäh.- rend,des ersten Brennprozesses- porös und sie erhalten gleichzeitig eine solche.
Festigkeit, .dass ihre Struktur und Bindekraft selbst bei einer eventuellen durch die Zusatzstoffe ver- ursaeliten Aufschw-ellung nicht in Frage ge stellt wird.
Infolge der späteren Nachbeliandlung mit Wasserglas und Kaleiumehlorid, wobei sieh in den Poren der Masse selbst, sowie in den Poren der Kohle Silikate bilden, kann der Basenaustauschprozess, gegebenenfalls noch mehr beschleunigt werden und die Härte der' Masse noch mehr gesteigert Werden.
Unter Umständen können die vorerwähn ten organischen Zusätze auch ganz oder teil weise durch nicht organisclie Zusätze ersetzt werden. Nachstehend sei noch ein Beispiel für nicht organische Zusätze zwischen den Brennungsprozessen angeführt, das dartut, wie eine Filtermasse von der nötigen Festig keit und<B>,</B> gutem Basenaustausehvermögen hergestellt werden kann.
Der rohe Ton wird bis ungefä-hx, <B>500 '</B> gebrannt, darauf zerkl-ei- nert und in eine gewünschte Korngrösse über- fü,hrt. Diese Masse wird :darauf mit Wasser glas getränkt, beispielsweise mit Wasserglas vom spezifischen, Gewicht-<B>== 1,06.</B> Der noch feuchten 31asse wird ein Salz, beispielsweise Natriumaluminat, beigemisclit, und zwar in Form. eines trockenen Pulvers und in einer Menge, die beispielsweise etwa<B>ä%</B> des Ge wichtes der Masse entsprechen kann.
Diese feuchte Masse, bleibt zweckmässig zunächst eine Zeitlang, etwa 24 Stunden, liegen und wird hierauf getrocknet. Socla-nu erfolgt eine zweite Brennung bei ungefähr<B>65,0',</B> die nicht in einem geschlossenen Behälter vor sich zu gehen braucht, worauf die Masse ge- gübenenfalls auch noch einer Na,.ehbeha.nd- lung unterzogen werden kann, wie sie vorher bereits im ersten Beispiel geschildert worden ist.
Auch in diesem Fall kann, wie ersiellt- lich,die Brenntemperatur zur Erreiellung der erforderlichen Festigkeit der Masse verhält- nismässi <B>g</B> gering sein, wodurch ein hohes Basenaustausclivermögen gewährleistet wird. <B>en</B> Naturgemäss, ist die Erfindung nicht auf die beispielsweise -wiedergegebenen Arbeits weisen beschränkt.
Bei der vorbeschriebenen Arbeits-weise mit Kohle kann es vorteilhaft sein, die erste Brennung mit höherer Tempe- ratur,durchzufüh#ren als die zweite.
So kann beispielsweise, wenn Sulfitlauge der Masse als kolilenbildende Substanz zugesetzt wird, die Masse zunächst beispielsweise bei<B>6.50'</B> gebrannt werden und -danach bei niedrigerer Temperatur, etwa bei 400<B>'</B> oder #darüber, wo bei die letzte Brennung in Gegenwart der Sulfitlauge und in einem geschlossenen Be- hälter vorgenommen wird.
Fü.r die Walil der <B>g</B> igneten Brenntemperaturen- gilt im allge meinen, dass sie höher gehalten, werden<B>kön-</B> nen<B>je</B> kürzer gebrannt werden so.11. Wie auch bereits erwähnt, könnendie organischen Zusatzstoff-e anch nur teilweise durch un- organis ehe Imprägnierunggsmittel ersetzt wer den. In einem solchen Falle werden also z. B. zwei Zusatzstoffe, wie z. B.
Melasse und Wasserglaslösung nach der ersten Bren- nung hinzugefügt,<B>so</B> dass die danach fol- gende Brennuno, sowohl in Gegenwart der organiselien, als auch der unorganischen Zu satzstoffe vor sich geht, und zwar in diesem Falle in einem ges#elilos-seneuB,
eliälter. Indie- sem Falle ist eine -nachträgliche Häxtung mit Wasserglas und Kaleiumühlorld nicht erfor- derlie,11.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer Filter masse zum Reinigen und Enthärten -von Wassser, dadurch gekennzeichnet, dass eine ba,senaustausehende, Masse zwei aufeinander folgenden Brennprozessen unterworfen wird und dass ihr zwischenJen beiden Brennungen mindestens ain Stoff zugesetzt wird, Jerder Masse nach der zweiten Brennung eine<B>er-</B> höhte Festigkeit verleiht.UNTERANSPRüCHE: <B>1 .</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeiehnet, da3 die erste, Br#eunung bei höherer Temperatur erfolgt als die zweite.Verfahren nach Patentanspruch, daclurcii gekennzeichnet, dass. als Zusatzstoffe or- ga,nische. Stoffe Verwendung finden, die so beschaffen sind, dass nach erfolgter zweiter Brennung, die ohne Luftzufuhr vorgenomm en wird, innerhalb der Poren -der Masse, ein diese zusammenhaltendes verzweigtes Skelett aus Kolil#e entstellt.<B>3.</B> Verfahren nach Patentamspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Zusatzstoffe nicht organische Stoffe Verwendung finden. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadur-,li gekennzeichnet, dass:,die Zu#satzstoffe'teils o#rganischer, teils nicht organischer Natur sind.<B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadureh gekennzeichnet, dass die fertig gebrannte Muse -einer Nachbehandlung mittels eines neutralen Salzes und Wasserglas unter worfen wird, und zwar zuerst mit Wasser <B>glas,</B> darauf mit Salz und dann nochmals mit Waseerglas. <B>6.</B> Verfahien nach Patentansprueh und Un teranspruch<B>3,</B> dadurch gekennzeichnet, .dass als Zusatzstoff Wasserglas verwen det wird.<B>7.</B> Verfahren nach Patentanspruch und En- temnsprue,h <B>3,</B> dadureh gekennzeichnet, dass ab Zusatzstoff Natriumaluminat ver wendet wird. <B>8.</B> Verfahren nach Patentansprucli und Un teranspruch 4, dadurcli gekennzeiohnet, dass als Zusatzstoff hIelasse verwendet wird.<B>9.</B> Verfahren nach Pätentanspruch und Un teranspruch<B>5,</B> dadurch gekennzeichnet, dass als neutrales Salz Kaleiumclilorid verwendet wird.
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