CH192573A - Verfahren zur Herstellung einer organischen Bromverbindung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer organischen Bromverbindung.

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CH192573A
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Claere Dr Hunsdiecker
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  Verfahren zur Herstellung einer organischen     Bromverbindung.       In "Monatshefte für Chemie", Band 14,  Seite 83 ff., wird von     Simonini    ein Verfahren  beschrieben, nach dem man durch Einwir  kung von Jod auf die Silbersalze der Fett  säuren ein Produkt erhält, das beim Erhitzen  in 002,     AgJ    und einen Ester R     #    C00     #    R  zerfällt, wobei R das Kohlenwasserstoffradi  kal der     Pettsäure    darstellt. Es wäre nahe  liegend gewesen, einen gleichen Reaktions  verlauf bei Verwendung von Chlor und Brom  an Stelle des Jods zu erwarten.  



  Es wurde nun gefunden, dass die Reak  tion der Silbersalze mit     Cblor#    oder Brom  gänzlich anders verläuft, und zwar nach  folgender Gleichung:       R#C00#Ag+Br2=R#Br+COa+AgBr     Man erhält also aus fettsauren Silbersalzen  mit Chlor oder Brom unter Abspaltung eines       C-Atoms    neben     AgCI        bezw.        AgBr    die     Alkyl-          halogenide.    Die Reaktion ist nicht auf die  Silbersalze beschränkt; sie verläuft vielmehr  auch bei zahlreichen andern Metallsalzen in    gleichem Sinne, insbesondere aber bei denen  der ersten, zweiten und dritten Gruppe des  periodischen Systems der Elemente.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist nun  ein Verfahren zur Herstellung einer organi  schen Bromverbindung, das dadurch gekenn  zeichnet ist, dass man auf ein Metallsalz der       Palmitinsäure    elementares Brom einwirken  lässt. Das so erhältliche     Pentadecylbromid     ist in der Literatur bereits beschrieben. Es  kann als Ausgangsmaterial für organische  Synthesen, z. B. in der     Textilbilfsmittel-          industrie,    zur Herstellung 'von     Farb-    und  Riechstoffen,     Weichmachungs-    und     Emulgier-          mitteln    dienen.  



  Als besonders geeignet erwiesen sich das  Silbersalz, die     Mercuro-    und     Mercurisalze,     sowie das     Thallosalz    der     Palmitinsäure.     



  Vorteilhaft arbeitet man in Gegenwart  von indifferenten     Lösungs-    oder Verdünnungs  mitteln, wie Luft,     C014,        CHCls    oder Äther.  



  Die folgenden Beispiele erläutern das  Verfahren der Erfindung.      <I>Beispiel</I>     r:     1     Mol    gut getrocknetes,     palmitinsaures     Silber wird bei einer Temperatur von 30  bis 50   mit einem mit Bromdampf beladenen  Luftstrom behandelt, bis kein Brom mehr  absorbiert wird.

   Aus der     pasteusen    Blasse  wird durch Auspressen oder besser Extra  hieren mit Äther oder dergleichen das     Penta-          decylbromid    gewonnen und kann, falls er  forderlich, durch Vakuumdestillation leicht       gereinigt        werden.        Ausbeute        etwa        80        %        der     Theorie.  



  <I>Beispiel 2:</I>  1     Mol    gut getrocknetes     Silberpalmitat     wird mit     CC14    zum Brei angerieben und all  mählich 1     Mol        Br2    unter gelegentlichem  Kühlen zugegeben. Die Weiterverarbeitung  erfolgt wie in Beispiel 1. An Stelle von     CCI.,     lässt sich mit gleichem Erfolg auch     CHCla     oder     trocli:enet    Äther verwenden. Ausbeute       75-80        %        der        Theorie.     



  <I>Beispiel 3:</I>  Zu 120 g     Merouropalmitat    wird bei zirka  60-80 0 eine Lösung von 35 g Brom in  100     cm3        C014    gegeben. Die     C02-Abspaltur)g     erfolgt etwas langsamer als bei den Silber  salzen; man filtriert vom entstandenen     Mer-          curo-    und     Mercuribromid    ab, schüttelt das  Filtrat mehrmals mit warmem     Wasser    aus  und erhält schliesslich     Pentadecylbromid    in  einer Ausbeute von 50 bis 60 g.  



  <I>Beispiel</I>  75 g sehr gut getrocknetes     Mercuripal-          mitat    werden unter schwachem Erwärmen  mit einer Mischung von 40 g Brom in 150 cm'       CCI4    versetzt. Nach dem Aufhören der C02  Entwicklung wird noch kurze Zeit am Wasser  bad erwärmt und anschliessend filtriert und  eingedampft. Hierbei scheiden sich schwarze,  quecksilberhaltige Verunreinigungen aus, von  denen abgegossen werden kann. Zur Tren  nung von weiteren Verunreinigungen wird  im Vakuum destilliert. Man kann aber auch  mit     Pyridin    1-2     Stunden    auf 100-110 0  erhitzen, alsdann in wenig Alkohol lösen und  mit überschüssigem Äther ein     Pyridiniumsalz     ausfällen.

   Dieses -enthält die Gesamtmenge    des     Pentadecylbromids    als     Pentadecylpyridi-          niumbromid.    Ausbeute 60-70     0%o    der Theorie.  <I>Beispiel 5:</I>  160 g trockenes     Mercuripalmitat    wird mit  100     cm3        C82    gemischt und alsdann in einem  mit     Rück$usskühler    versehenen Kolben nach  und nach mit 22 cm'     Br2    versetzt.

   Es ent  wickelt sich ein gleichmässiger     C02-Strom.     Nach beendeter Umsetzung wird vom aus  geschiedenen     HgBr2        abfiltriert    und das     EgBr2     gründlich mit     CS2    ausgewaschen. Der Schwe  felkohlenstoff wird auf dem Wasserbade ab  destilliert und der Rückstand in gutem Va  kuum fraktioniert.

   Man erhält rund 100 g       Pentadecylbromid    vom Kp. 170-175 0, das       sind        75        %        der        nach        der        Theorie        zu        erwar-          tenden    Ausbeute an     Bromid.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer organi schen Bromverbindung, dadurch gekennzeich net, dass man auf ein Metallsalz der Palmi- tinsäure elementares Brom einwirken lässt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Silbersalz der Palmitinsäure verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Mercurosalz der Palmitinsäure verwendet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Mercurisalz der Palmitinsäure verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Thallosalz der Palmitinsäure verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in Anwesenheit eines indifferenten Verdünnungsmittels arbeitet. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in Anwesenheit eines indifferenten Lösungsmittels arbeitet.
CH192573D 1935-04-08 1936-03-19 Verfahren zur Herstellung einer organischen Bromverbindung. CH192573A (de)

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