CH189818A - Verfahren zur Herstellung eines Pflanzenschutz-Spritzmittels. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Pflanzenschutz-Spritzmittels.

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CH189818A
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CH
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Georg Dr Jegen
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Georg Dr Jegen
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N25/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests
    • A01N25/24Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests containing ingredients to enhance the sticking of the active ingredients

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung eines   Pnanzenscnutz-Spritzmittels.   



   Es ist bekannt, dass die Erreger der Pflanzenkrankheiten, vor allen die tierischen, verschieden.Entwicklungsphasen durchlau  fen,    die in ihren   LebensäuBerungengrosse    Unterschiede aufweisen.



   DaB die einzelnen Lebensphasen der Schädlinge gegen die einwirkenden BekÏmp  fungsmittel    sehr verschiedene Widerstandsfähigkeit aufweisen, ist feststehend. Diese    Tatsache wurde aber bisher zu wenig berück-    sichtigt.



   So haben die durchgeführten Unter  suchungen    an verschiedenen SchÏdlingen, darunter Carpocapsa pomonella, Hyponomeuta, Psylla   pirisuga    und andere mehr, ergeben, da¯ die Empfindlichkeit im Herbst bei oder bald nach   Laubblattfall für    den   gröBten. Teil    der in   Frage kommenden Sohäd-    linge   zwei-bis dreimal gröBer    ist als gegen das Frühjahr hin.



   Bis jetzt wurde die sogenannte Winterbehandlung immer   ausgan. gs    Winter, also im Februar oder März, durchgef hrt. Dadurch hat man den   Sehädling    nicht in seiner emp  findliohsten Entwicklungsphase erfaBt und    deshalb auch   mit den stärksten Konzentra-      tionen    nur mangelhaften Erfolg erzielt.



   Durch Vermeidung starker Gifte, wie Arsen, werden die natürlichen Faktoren in der Bekämpfung, wie die   Vögel    und die in den Schädlingen schmarotzenden Kleintiere, auch besser geschont, so daB sie uns im Kampfe zur Gesunderhaltung von Pflanze und Frucht auch besser   unterstiitzen.      



   Gemäss dem arsenfreien Pflanzensschutz-    verfahren, nach dem Patent Nr. 189817 desselben Erfinders, zu dessen Ausführung nach dem vorliegenden Verfahren hergestellte Spritzmittel besonders geeignet sind, wird bei oder bald nach   Laubblattfall    im Herbst, zweckmässigerweise nach Lösung der Baumscheibe im Umkreise von 20 bis 30 cm vom   Stamme,    mit einer   karbolineumhaltigen    Lo  sung gespritzt.    Als solche kann orteil  hafterweise    eine   4-5% ige Losung einer    Mischung von 50 % Obstbaumkarbolineum und   50% eines soda.

   haltigen Eaftmittels    verwendet werden, wobei man Abt¯tungsziffern bis   90%erreicht.Da.sHaftmittel,überdes-    sen Zusammensetzung weiter unten näheres folgt, enthält neben Soda, oder einem andern   mineralisehen    Alkali, beispielsweise Pottasche, ein   organisches Colloid,    beispielsweise das f r ähnliche Zwecke schon verwendete Casein (siehe zum Beispiel Ullmann, Enzykl.   d.      techn.    Chemie, Bd. IX 1932, Seite 36 unter "Fluidan"), oder Leimgelatine mit einem   Kupfe, rsalzzusatz.   



   Zum völligen Erfolg des Verfahrens gehort eine zweite   Spritzbehandlung    vor   Knospenschwellung    im   Vorfrühjahr mit    einer Mischung von   Kupfervitriollösung    mit dem genannten Haftmittel. Mit Erfolg ver  wendet werden 4-6%    ige Losungen einer Mischung von 50% Kupfervitriol und 50% Haftmittel je nach der Entwicklung der zu behandelnden Bäume. Durch diese Behandlung wird von den bei der Herbstbehandlung lebend gebliebenen Schädlingen noch der gr¯¯te Teil vernichtet. So werden nun die    Sommerbeha. ndlungen, also die Behandlungen    während der   Vegetationszeit, erleichtert und    reduziert.



   Die Sommerbehandlungen werden zweck  mässigerweise    mit einer   t/2 % igen Lösung    einer Mischung von 50% Kupfervitriol und 50% Haftmittel ausgeführt.



   An den neuen Spritzmitteln ist das er  wähnte    Haftmittel wesentlich. Es bezweckt die Bindung der wirksamen Bestandteile, wie, für die   Herbstbehandlung,    der Phenole, Benzin und   Benzolderivate    im   Karbolineum,    einerseits, und anderseits der im Haftmittel selbst enthaltenden Soda ; für die   Frühjahrs-    und die   Sommerbehandlungen, die    des   Kupfervitriols und der    Soda, und zwar in einem die gespritzten Bäume bedeckenden Belag. Dieser Belag g gibt die wirksamen Bestandteile nur sukzessive bei Zutritt von Feuchtigkeit ab.

   Er wirkt nach dem Prinzip der   Minimaldosen.    Eine langandauernde Einwirkung in minimalen Dosen erreicht ein besseres Ergebnis als kurze heftige   Einwir-      kung, die zudem noch auf das vegetative    Ge  webe    der Pflanze nachteilig einwirkt. Es verhält sich hier gleich wie in der modernen   Wundbehandlung in der    Medizin.



   Das   Herbstspritzmittel    wird zweckmässigerweise folgendermassen hergestellt. Es wird verwendet : a) Obstbaumkarbolineum von der auch bisher in der Schädlingsbekämpfung gebrÏuchlichen Beschaffenheit ; b) das erwähnte Haftmittel ; dieses besteht zweckmässigerweise aus 10 Teilen kal  zinierter    Soda plus 1 Teil   Casein.    Die beiden Bestandteile werden so gr ndlich   a. ls möglich    gepulvert und vollständig gemischt.



   Zur Herstellung von 100 Liter Spritzbrühe werden a) in einem Gefäss 2 kg Obstbaumkarbolineum mit Wasser auf 10 Liter verdünnt ; b) in einem andern Gefäss 2 kg   Haft-    mittel in heissem Wasser gelost und auf 10 Liter mit Wasser verdünnt ;    c)    die Lösung b wird hierauf zu der Lö  sung a unter gutem Rühren gegossen    ; d) im   Spritzbehälter    wird hierauf die Mischung auf 100 Liter mit Wasser verd nnt.



   Es ist wichtig, da¯ die Lösung g b in die Lösung a und nicht umgekehrt gegossen wird, da ansonst die Wirkung weitgehend beeinträchtigt wird.



   DasVorfrühjahrsspritzmittel wird zweek  mässigerweise    folgendermassen hergestellt. Es wurden verwendet : a) Kupfervitriol fein gepulvert, b) Haftmittel wie oben beschrieben.



   Zur Herstellung von 100 Liter Spritzbrühe werden : a) in einem Gefäss 2 kg Kupfervitriol   ge-    löst und auf 10 Liter mit Wasser verdünnt ; b) in einem andern Gefäss 2 kg   Haft-    mittel in hei¯em Wasser gut gelöst und dann auf 10 Liter mit Wasser verdünnt ; c)   Losung    b wird zu Lösung a gegossen wie oben ; d) im Spritzbehälter erfolgt Verdünnung auf 100 Liter.



     Für die Sommerbehandlungen    wird das s Spritzmittel zweckmässigerweise wie f r das   Vorfrühjahr    hergestellt, wobei jedoch nur   2, 50    g   Kupfervitriol und 260    g Haftmittel auf 100 Liter Losung genommen werden.



   Man kann für die Herstellung der Spritzmittel auch leicht versendbare fertige TrockenprÏparate herstellen, die vor der Verwendung einfach in Wasser   aufzulosen    sind, und zwar beispielsweise, für die   Herbstbehandlung,    aus 10 Teilen calc. Soda,   1    Teil   Caseinnatrium,    2,5 Teile   Karbolineum    und 0,1 Teil Naphthalin, und für die Frühlings-und Sommer  bella. ndlung    aus 10 Teilen   calc. Soda, 1    Teil Caseinnatrium, 9 Teile Kupfersulfat und   (),    1 Teil Naphthalin.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Pflanzen schutzspritzmittels durch Misehung, dadurch gekennzeichnet, daB ein mineralisches Alkali und ein organisches Kolloid zwecks Erzielung einer Haftwirkung verwendet werden.
    UNTERANSPRUCHE : 1. Verfahren nach Patentanspruch, zur Her stellung eines Spritzmittels f r den Herbstgebraueh, dadurch gekennzeichnet, dass dem erwähnten Gemisch eine orga nische, fÏulniswidrige Komponente bei gemengt wird.
    2. Verfahren nach Patentansprueh, zur Her stellung eines Spritzmittels für den Vor frühjahrs-und. Sommergebrauch, dadurch gekennzeichnet, dass dem erwähnten Ge misch Kupfervitriol beigemengt wird.
CH189818D 1936-02-06 1936-02-06 Verfahren zur Herstellung eines Pflanzenschutz-Spritzmittels. CH189818A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3215654A1 (de) * 1981-04-27 1982-11-18 Erdoekemia Erdoegazdasagi Bioaktives ueberzugs- und befestigungspraeparat fuer den pflanzenschutz

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3215654A1 (de) * 1981-04-27 1982-11-18 Erdoekemia Erdoegazdasagi Bioaktives ueberzugs- und befestigungspraeparat fuer den pflanzenschutz

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