CH184635A - Schalteinrichtung an selbstkassierenden Filmgeräten. - Google Patents
Schalteinrichtung an selbstkassierenden Filmgeräten.Info
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Description
Schalteinrichtung an selbstkassierenden Filmgeräten. Die Erfindung bezieht sich auf eine Schalt einrichtung an selbstkassierenden Filmgeräten. Diese Einrichtung, die zum Beispiel durch ein eingeworfenes Geldstück betätigt wird, hat die Aufgabe, das Filmgerät in Betrieb zu setzen und nach Ablauf des Films selbst tätig wieder abzuschalten. Die Filmgeräte werden bei der Schalteinrichtung gemäss der Erfindung durch einen mittels eines Schalt hebels auslösbaren Impuls in Betrieb gesetzt und unter Einwirkung einer Stelle des Films mit abnormaler Breite wieder ausser Betrieb gesetzt.
Dabei arbeiten der Schalthebel und ein den Filmrand abtastender Hebel so zu sammen, dass durch den vom Schalthebel ausgehenden Impuls, beim Anliegen des Ab tasthebels an einer Stelle des Films mit nor maler Breite, den Stromkreis des Filmgerätes steuernde Kontakte der Schalteinrichtung in die Schliesslage gebracht werden, aus der sie durch die Veränderung der Stellung des Ab tasthebels beim Vorbeilaufen einer Stelle anormaler Filmbreite wieder entfernt werden.
Bei einer bekannten Einrichtung, bei der der Ablauf des Films ebenfalls durch Stellen anormaler Filmbreite gesteuert wird, ist die verwendete Schalteinrichtung nicht zuverläs sig, weil bei ihr der Kontakt zwischen den spannungsführenden Zuleitungen, die an zwei feststehende Kontaktschienen angeschlossen sind, erst durch das eingeworfene Geldstück selbst hergestellt werden muss, wobei also das Geldstück als ein Teil der Stromleitung ver wendet wird.
Diese Einrichtung hat gegen über der vorliegenden Erfindung den Nach teil, dass keine genügende Kontaktsicherheit erreicht ist, weil erstens der Schaltdruck sehr klein ist, da er nur durch das Eigengewicht des eingeworfenen Geldstückes ausgeübt wird, und weil zweitens die Geldstücke einer steti gen Abnützung unterworfen sind und deshalb den Zwischenraum zwischen den Kontakt schienen nicht immer gleichmässig überbrük- ken. Es treten dadurch zahlreiche Öffnungs- und Schliessungsfunken auf, durch welche die Kontaktschienenoberfläche aufgerauht und oxydiert wird,
so dass nach einiger Betriebs zeit die Stromleitung unter Umständen ganz unterbrochen sein kann.
In den Abbildungen sind beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstan des dargestellt.
Die Fig. 1 und 2 zeigen einen Schalter in der betriebsbereiten Stellung, ehe ein Geld stück eingeworfen ist, in Seiten- und Vorder ansicht. Der Film befindet sich dabei in der in Fig. 3 gezeichneten Stellung; in Fig. 4 ist der gleiche Schalter im Augen blick des Einschaltens und in Fig. 5 im Augenblick des Ausschaltens dargestellt; Im Augenblick des Ausschaltens befindet sich der Film in der in Fig. 6 dargestellten Lage; in den Fig. 7, 8, 9 und 10 ist je eine weitere Ausführungsform in zwei verschiedenen Stel lungen dargestellt.
In den Fig. 1 bis 6 bedeutet 1 eine an einem Winkelhebel 2 befestigte Druckrolle, an der der Filmrand entlangläuft und dabei den Winkelhebel entgegen der Kraft einer Schraubenfeder 3 gegen eine Blattfeder 4 drückt. Diese Blattfeder wird dadurch gegen einen Bügel 5 gepresst, der verhindert, dass sich die Schalterkontakte 6 schliessen können. 7 ist ein Hebel, der durch das Gewicht eines eingeworfenen Geldstückes um seinen Dreh punkt nach abwärts bewegt werden kann. Durch ein eingeworfenes Geldstück wird der Bügel 5 durch den Hebel 7 in die Höhe ge hoben (Fix. 4), so dass die durch den Winkel hebel 2 vorgespannte Feder 4 nach rechts nachfolgen kann, bis sich die Kontakte schlie ssen.
Der Bügel 5 besitzt auf seiner Innen seite einen stiftförmigen Fortsatz 8, der beim Einschalten in eine Aussparung in der Blatt feder 4 einschnappt, so dass der Bügel nicht mehrherunterfallenkann, solangedieKontakte eingeschaltet sind. Der Hebel 7 kehrt nach dem Herabfallen des Geldstückes wieder in seine Ruhelage entsprechend Fig. 1 und 2 zurück.
Solange die Druckrolle 1 während des Filmablaufs an Stellen normaler Filmbreite anliegt, bewirkt der Winkelhebel 2 durch den Druck auf die Blattfeder 4 eine Sperrung gegen das Ausschalten der Schalterkontakte. Erst wenn die Druckrolle 1 nach dem Ab lauf des Films in eine im Filmrand vorge sehene Aussparung ausweichen kann (Fix. 6), so dass der Winkelhebel 2 von der Feder in seine Ruhelage gedrückt wird, kann sich die Blattfeder 4 entspannen und die Schalter kontakte werden voneinander abgehoben (Fix. 5). Dabei gibt die Feder 4 den Fort- satz 8 des Bügels 5 frei, so dass letzterer in seine Ruhelage zurückfällt.
Infolge der Träg heit der umlaufenden Teile des Filmschalt- werkes kann der Film nach dem Abschalten noch ein kurzes Stück weiter laufen,.bis die Aussparung im Filmrand an der Druckrolle 1 vorbeigelaufen und der Schalter wieder in die in Fig. 1 dargestellte Bereitschaftsstellung gebracht ist.
Wird wieder ein Geldstück eingeworfen; so bewegt sich der Hebel 7 wieder nach un ten und die Vorgänge wiederholen sich in derselben Reihenfolge.
Eine andere beispielsweise Ausführungs form des Erfindungsgegenstandes ist in Fig.7 und 8 dargestellt. Fig. 7 zeigt den Schalter in betriebsbereitem, Fig. 8 in eingeschaltetem Zustand. Der Hauptunterschied zwischen die ser und der zuerst beschriebenen Bauform besteht darin, dass statt der offenen Kontakte 6 eine Quecksilberschaltröhre 14 verwendet ist. Auch hier drückt der eine Filmrand gegen eine Druckrolle 9, so dass ein Hebel 10 mit einer Nase 11 entgegen der Kraft der Schrau benfeder 12 abgelenkt wird. Durch ein auf den Hebel 13 fallendes Geldstück wird dieser nach unten bewegt und dadurch die Schalt röhre 14 um ihren Drehpunkt 24 gekippt.
Ein an der Schaltröhre 14 befestigter Hebel 15 wird dabei ebenfalls nach abwärts bewegt und von der Nase 11, die den Hebel 15 nur bei der Abwärtsbewegung vorbeilässt, fest gehalten, nachdem sich der Einschaltvorgang vollzogen hat (Fix. 8). In dieser Stellung wird die Schaltröhre 14 so lange gehalten, bis die Druckrolle 9 in eine Aussparung im Film rand ausweichen kann. Dabei gibt die Nase 11 den Hebel 15 frei und die Schaltröhre 14 wird unter dem Einfluss der Feder 12 in ihre Ausgangsstellung zurückgezogen, wodurch der Stromkreis unterbrochen wird.
Noch eine weitere beispielsweise Aus führungsfort des Erfindungsgegenstandes ist in Fig. 9 und 10 dargestellt. In Fig. 9 ist wieder die betriebsbereite Stellung vor dem Einschalten und in Fig. 10 die Schalter stellung nach dem Einschalten dargestellt. In der betriebsbereiten Stellung (Fig. 9), in welcher der Film mit seiner normalen Breite an der an einem Winkelhebel 16 befestigten Druckrolle 17 anliegt, nimmt der lange Schen kel des Winkelhebels 16 eine nahezu hori zontale Lage ein. Dabei wird eine Feder 18 gespannt.
Wird nun durch ein Geldstück der Hebel 19 entgegen der Kraft einer Feder 20 nach abwärts bewegt, so wird der Hebel 21, an dem die Quecksilberschaltröhre 22 be festigt ist, mitgenommen. Dabei verlagert sich das Quecksilber in der Schaltröhre, so dass diese das Übergewicht bekommt und kippt, bis der auf dem Heber 21 befestigte Bolzen 23 auf dem Winkelhebel 16 aufliegt. Bei dieser Bewegung werden die Kontakte in der Schalt röhre durch das Quecksilber überbrückt, so da1S der Stromkreis geschlossen ist (Fig. 10).
Wenn nach dem Ablauf des Films die Druck rolle 17 wieder in die Aussparung im Film rand eingreift, wird der Winkelhebel 16 von der Feder 18 in die strichpunktierte Lage hochgezogen. Dabei wird der Hebel 21 mit genommen und die Quecksilberschaltröhre wird wieder in die dem ausgeschalteten Zustand entsprechende Stellung (Fig. 9) zurückgekippt. Erst durch den erneuten Einwurf eines Geld stückes wird der Schaltvorgang wieder ein geleitet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Schalteinrichtung an selbstkassierenden Filmgeräten mit endlosem Film, welche die Filmgeräte durch einen mittels eines Schalt hebels auslösbaren Impuls in Betrieb setzt und unter Einwirkung einer Stelle des Films mit abnormaler Breite selbsttätig wieder ausser Betrieb setzt, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalthebel und ein den einen Filmrand abtastender Hebel so zusammenarbeiten, dass durch den vom Schalthebel ausgehenden Im puls, beim Anliegen des Abtasthebels an einer Stelle des Films mit normaler Breite, den Stromkreis des Filmgerätes steuernde Kon takte der Schalteinrichtung in die Schliess lage gebracht werden,aus der sie durch die Veränderung der Stellung des Abtasthebels beim Vorbeilaufen einer Stelle des Films finit abnormaler Breite wieder entfernt werden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Schalteinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der den Filmrand berührende Abtasthebel als Winkelhebel ausgebildet ist und gleich zeitig eine Sperrvorrichtung gegen das Ausschalten der Kontakte bildet. 2.Schalteinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch eine die Kontakte betätigende Blattfeder (4), die vermittels des Winkel hebels beim Vorbeilaufen von Stellen normaler Breite des Films gespannt ist und sich beim Vorbeilaufen von Stellen abnormaler Breite entspannt, und ferner gekennzeichnet durch einen Bügel (5), der in der Bereitschaftsstellung das Ein schalten der Kontakte durch die ge spannte Blattfeder verhindert, jedoch durch eine durch den Schalthebel (7) be wirkte Bewegung das Schliessen der Kon takte ermöglicht und bei Entspannung der Blattfeder selbsttätig in seine Bereit schaftsstellung zurückgeht. 3.Schalteinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Blattfeder selbst die Schaltkontakte trägt. 4. Schalteinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zum Spannen der Blattfeder der von dem einen Filmrand betätigte Winkelhebel (2) zwischen dem eingespannten Ende der Blattfeder und derjenigen Stelle der Blattfeder angreift, an welcher der Bügel die Einschaltbewe gung der Blattfeder verhindert. 5.Schalteinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkelhebel am freien Ende seines einen Schenkels eine am Filmrand anliegende Rolle trägt und mit dem freien Ende seines andern Schen kels in Bereitschaftsstellung an der Blatt feder anliegt. 6. Schalteinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der in der Bereit schaftsstellung die Einschaltung der Kon takte sperrende Bügel einen Fortsatz besitzt, der bei der Einschaltbewegung in eine Aussparung der Blattfeder ein schnappt und die Blattfeder hierdurch zum Einschalten freigibt, die ihrerseits den Bügel in dieser Stellung festhält. 7.Schalteinrichtung nach Patentanspruch mit Kippschalter (14), gekennzeichnet durch einen vom einen Filmrand beweg ten, mit einer Nase (11) versehenen Hebel (10), dessen Nase sich in der der nor malen Breite des Films entsprechenden Stellung des Hebels (10) in einer solchen Lage befindet, dass sie ein Kippen des Schalters aus der eingeschalteten Lage in die ausgeschaltete Lage verhindert. B. Schalteinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, gekennzeichnet durch einen zum Ausschalten unter Vor spannung stehenden Kippschalter, der durch den Schalthebel eingeschaltet wer den kann und einen Anschlag (15) be sitzt, der beim Einschalten in der der normalen Breite des Films entsprechen den Stellung des Hebels (10) hinter die Nase (11) gelangt und ein Ausschalten des Schalters verhindert. 9.Schalteinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass als Kippschalter eine Quecksilberschaltröhre verwendet ist. 10. Schalteinrichtung nach P4tentanspruch mit Kippschalter (22), gekennzeichnet durch einen vom einen Filmrand beweg ten, durch eine Feder unter Spannung stehenden Hebel (16), der in seiner der norcnalen Breite des Films entsprechen den Stellung den Schaltweg eines Kipp schalters (22) freigibt und beim Vorüber laufen der Stelle abnormaler Breite des Films den Schalter (22) in seine Aus schaltstellung zurückführt.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE184635X | 1934-07-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Family
ID=5719096
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH184635D CH184635A (de) | 1934-07-25 | 1935-07-22 | Schalteinrichtung an selbstkassierenden Filmgeräten. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH184635A (de) |
-
1935
- 1935-07-22 CH CH184635D patent/CH184635A/de unknown
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