CH178221A - Verfahren zur Herstellung eines Tetrazolabkömmlings der Terpenreihe. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Tetrazolabkömmlings der Terpenreihe.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Tetrazolabkömmlings der Terpenreihe. Es ist bekannt, dass man durch Behand lung von Carbonylverbindungen mit Stick stoffwasseratoffsäure in Gegenwart von Ka talysatoren allgemein zu Tetrazolen gelangt.
Es wurde gefunden, dass man ausgehend vom Kampfer nach diesem Verfahren ein Tetrazol der Formel C1oH1BN4 erhält. Dieser neue Stoff besitzt in seiner therapeutischen Anwendung analeptische Wirkung, die stärker ist und länger anhält, als die des bekannten Pentamethylentetrazols. Vom Kampfer unter scheidet er sich besonders in seiner Wirkung durch das Fehlen lähmender Eigenschaften und durch die erheblich grössere Löslichkeit in Wasser.
Das beschriebene Verfahren lässt sich sowohl mit natürlichem, 'wie mit syntheti schem Kampfer durchführen. Ausgehend vom synthetischen Kampfer erhält man ein optisch inaktives Produkt. Dagegen drehen die aus den optisch aktiven Formen hergestellten Produkte die Ebene des polarisierten Lichtes, zum Beispiel dreht das aus natürlichem, rechtsdrehenden Kampfer hergestellte Tetra- zol die Ebene des polarisierten Lichtes nach links. Unterschiede in der Wirkung der opti schen aktiven und der razemischen Verbin dungen sind, wie beim Kampfer selbst, nicht feststellbar.
Das neue Verfahrensprodukt, Kampfer tetrazol, stellt einen weissen, kristallinen Körper dar, dessen Schmelzpunkt bei 242 bis 2430 liegt und der in allen gangbaren organischen Lösungsmitteln spielendleicht, in Wasser etwas schwerer löslich ist. Er gibt mit Quecksilberchlorid eine weisse kri stallinische, charakteristische Doppelverbin dung vom Schmelzpunkt 203-208 . Wegen seiner bemerkenswerten Eigenschaften soll er therapeutisch und als Ausgangsprodukt für die Herstellung von Heilmitteln Verwendung finden.
<I>Beispiel Z:</I> In eine Lösung von 30,4 gr (0,2 lflol) Kampfer in 250 cm' Benzol Chloroform oder dergleichen, enthaltend 0,5 Mol Stickstoff wasserstoff'säure, werden bei einer Tempera tur von 85-400 unter Rühren 100 gr Anti- monpentächlörid als Katalysator eingetropft. Nach beendeter Umsetzung wird Alkalilauge zugegeben und das Reaktionsprodukt mit Benzol ausgeschüttelt.
Der nach Abdestillie- ren des Benzols hinterbleibende Rückstand wird mit Wasserdampf behandelt, wodurch etwas unveränderter Kampfer, sowie ent standenes Kampfolensäurenitril entfernt wer den. Alsdann wird mit verdünnter Salzsäure angesäuert und das ausfallende Tetrazol mit Äther aufgenommen. Die Ausbeute beträgt 75 vom Hundert der Theorie.
Die Reinigung des Rohproduktes kann erfolgen durch Umkristallisieren der Queck- silberdoppelverbindung (Schmelzpunkt 208') aus Wasser oder durch Umkristallisieren des Tetrazols aus Benzol, Äther, Propylalkohol oder verdünnter Salzsäure. Der Schmelzpunkt des reinen Produktes liegt bei 242-2431. Die Razemverbindung und die optisch aktive Form zeigen keinen Unterschied im Schmelz punkt.
<I>Beispiel 2:</I> In ein Gemisch von 250 cmg 2,2 n-Stick- stoffwasserstoffsäure in Benzol mit 55 gr Zinntetrachlorid als Katalysator und 15 cmg konzentrierte Schwefelsäure werden bei 35 bis 441 30,4 gi- Japankampfer in Benzol gelöst eingetropft. Das Aufarbeiten geschieht wie bei Beispiel 1. Erhalten werden etwa 15 gr Kampfertetrazol vom Schmelzpunkt 242-2430.
Das Produkt ist linksdrehend. <I>Beispiel 3:</I> In eine Lösung von 30,4 gr Kampfer in 250 cms benzolischer Stickstoffwasserstoff säure werden 80 cms konzentrierte oder auch 100 prozentige Schwefelsäure als Katalysator unter Rühren eingetropft. Nach dem Auf arbeiten und Entfernen der Nebenprodukte erhält man das Kampfertetrazol in einer Ausbeute von 20 vom Hundert der Theorie
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Tetrazol- abkömmlings der Terpenreihe, dadurch ge kennzeichnet, dass man Kampfer in Gegen wart eines Katalysators mit Stiekstoffwasser- stoffsäure behandelt. Das neue Verfahrensprodukt, Kampfer- tetrazol, stellt einen weissen, kristallinen Körper dar, dessen Schmelzpunkt bei 242 bis 2430 liegt und der in allen gangbaren organischen Lösungsmitteln spielendleicht, in Wasser etwas schwerer löslich ist.Er gibt mit Quecksilberchlorid eine weisse, kri stallinische, charakteristische Doppelverbin dung vom Schmelzpunkt 203-2080.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE178221X | 1933-07-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH178221A true CH178221A (de) | 1935-07-15 |
Family
ID=5704918
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH178221D CH178221A (de) | 1933-07-22 | 1934-07-16 | Verfahren zur Herstellung eines Tetrazolabkömmlings der Terpenreihe. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH178221A (de) |
-
1934
- 1934-07-16 CH CH178221D patent/CH178221A/de unknown
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