CH178221A - Verfahren zur Herstellung eines Tetrazolabkömmlings der Terpenreihe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Tetrazolabkömmlings der Terpenreihe.

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CH178221A
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tetrazole
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Karl Friedrich Schmidt
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Knoll Ag
Karl Friedrich Schmidt
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  Verfahren zur Herstellung eines     Tetrazolabkömmlings    der     Terpenreihe.       Es ist bekannt, dass man durch Behand  lung von     Carbonylverbindungen    mit Stick  stoffwasseratoffsäure in Gegenwart von Ka  talysatoren allgemein zu     Tetrazolen    gelangt.  



  Es wurde gefunden, dass man ausgehend  vom Kampfer nach diesem Verfahren ein       Tetrazol    der Formel     C1oH1BN4    erhält. Dieser  neue Stoff besitzt in seiner therapeutischen  Anwendung     analeptische    Wirkung, die stärker  ist und länger anhält, als die des bekannten       Pentamethylentetrazols.    Vom Kampfer unter  scheidet er sich     besonders    in seiner Wirkung  durch das Fehlen lähmender Eigenschaften  und durch die erheblich grössere Löslichkeit  in Wasser.  



  Das beschriebene Verfahren lässt sich  sowohl mit natürlichem, 'wie mit syntheti  schem Kampfer durchführen. Ausgehend vom  synthetischen Kampfer erhält man ein optisch  inaktives Produkt. Dagegen drehen die aus  den optisch aktiven Formen hergestellten  Produkte die Ebene des polarisierten Lichtes,    zum Beispiel dreht das aus natürlichem,  rechtsdrehenden Kampfer hergestellte     Tetra-          zol    die Ebene des polarisierten Lichtes nach  links.    Unterschiede in der Wirkung der opti  schen aktiven und der     razemischen    Verbin  dungen sind, wie beim Kampfer selbst, nicht  feststellbar.  



  Das neue Verfahrensprodukt, Kampfer  tetrazol, stellt einen weissen, kristallinen  Körper dar, dessen Schmelzpunkt bei 242  bis 2430 liegt und der in allen gangbaren  organischen Lösungsmitteln     spielendleicht,     in Wasser etwas schwerer löslich ist. Er  gibt mit Quecksilberchlorid eine weisse kri  stallinische, charakteristische Doppelverbin  dung vom Schmelzpunkt 203-208  . Wegen  seiner bemerkenswerten Eigenschaften soll er  therapeutisch und als Ausgangsprodukt für  die Herstellung von Heilmitteln Verwendung  finden.

        <I>Beispiel Z:</I>  In eine Lösung von 30,4     gr    (0,2     lflol)     Kampfer in 250 cm' Benzol Chloroform oder  dergleichen, enthaltend 0,5     Mol    Stickstoff  wasserstoff'säure, werden bei einer Tempera  tur von     85-400    unter Rühren 100     gr        Anti-          monpentächlörid    als Katalysator eingetropft.  Nach beendeter Umsetzung wird     Alkalilauge     zugegeben und das Reaktionsprodukt mit  Benzol ausgeschüttelt.

   Der nach     Abdestillie-          ren    des Benzols hinterbleibende Rückstand  wird mit Wasserdampf behandelt, wodurch  etwas unveränderter Kampfer, sowie ent  standenes     Kampfolensäurenitril    entfernt wer  den. Alsdann wird mit verdünnter Salzsäure  angesäuert und das ausfallende     Tetrazol    mit  Äther aufgenommen. Die Ausbeute beträgt  75 vom Hundert der Theorie.  



  Die Reinigung des Rohproduktes kann  erfolgen durch     Umkristallisieren    der     Queck-          silberdoppelverbindung    (Schmelzpunkt     208')     aus Wasser oder durch     Umkristallisieren    des       Tetrazols    aus Benzol, Äther,     Propylalkohol     oder verdünnter Salzsäure. Der Schmelzpunkt  des reinen Produktes liegt bei     242-2431.     Die     Razemverbindung    und die optisch aktive  Form zeigen keinen Unterschied im Schmelz  punkt.  



  <I>Beispiel 2:</I>  In ein Gemisch von 250     cmg    2,2     n-Stick-          stoffwasserstoffsäure    in Benzol mit 55     gr          Zinntetrachlorid    als Katalysator und 15     cmg     konzentrierte Schwefelsäure werden bei 35  bis 441 30,4     gi-    Japankampfer in Benzol    gelöst eingetropft. Das Aufarbeiten geschieht  wie bei Beispiel 1. Erhalten werden etwa  15     gr        Kampfertetrazol    vom Schmelzpunkt  242-2430.  



  Das Produkt ist linksdrehend.  <I>Beispiel 3:</I>  In eine Lösung von 30,4     gr    Kampfer in  250     cms        benzolischer    Stickstoffwasserstoff  säure werden 80     cms    konzentrierte oder auch  100     prozentige    Schwefelsäure als     Katalysator     unter Rühren eingetropft. Nach dem Auf  arbeiten und Entfernen der Nebenprodukte  erhält man das     Kampfertetrazol    in einer  Ausbeute von 20 vom Hundert der Theorie

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Tetrazol- abkömmlings der Terpenreihe, dadurch ge kennzeichnet, dass man Kampfer in Gegen wart eines Katalysators mit Stiekstoffwasser- stoffsäure behandelt. Das neue Verfahrensprodukt, Kampfer- tetrazol, stellt einen weissen, kristallinen Körper dar, dessen Schmelzpunkt bei 242 bis 2430 liegt und der in allen gangbaren organischen Lösungsmitteln spielendleicht, in Wasser etwas schwerer löslich ist.
    Er gibt mit Quecksilberchlorid eine weisse, kri stallinische, charakteristische Doppelverbin dung vom Schmelzpunkt 203-2080.
CH178221D 1933-07-22 1934-07-16 Verfahren zur Herstellung eines Tetrazolabkömmlings der Terpenreihe. CH178221A (de)

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