CH178201A - Verfahren zum Färben von Leder. - Google Patents

Verfahren zum Färben von Leder.

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CH178201A
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Gesellschaft Fuer Chemis Basel
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Chem Ind Basel
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/02Material containing basic nitrogen
    • D06P3/04Material containing basic nitrogen containing amide groups
    • D06P3/32Material containing basic nitrogen containing amide groups leather skins
    • D06P3/326Material containing basic nitrogen containing amide groups leather skins using metallisable or mordant dyes

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Description


  Verfahren zum Färben von Leder.    Es wurde gefunden,     .dass    man Leder echt  färben kann, wenn man zum Färben Kupfer  verbindungen von     Azofarbstoffen    verwendet,  die nach dem Schema  
EMI0001.0003     
  
    R@ <SEP> R3
<tb>  Ri <SEP> <U>--T</U> <SEP> R4       aufgebaut sind, wobei     R,    die     Tetrazoverbin-          dung    eines mindestens eine     Sulfogruppe    ent  haltenden     Diphenylradikals,        R2    ein min  destens zwei     Hydroxylgruppen    enthalten  des, zu zweimaliger Kupplung befähigtes       Arylradikal,

          R3    eine lackbildende Gruppen  enthaltende     Diazoverbindung    und     R..,    eine  Kupplungskomponente darstellt.  



  Zum Aufbau der     Azofarbstoffe    des obi  gen Schemas, deren Kupferverbindungen ge  mäss vorliegendem Verfahren verwendet wer  den sollen, kommen als     Tetrazoverbindun-          gen    eines mindestens eine     Sulfogruppe    ent-    haltenden     Diphenylradikals        (R,)    die     Tetrazo-          verbindungen    von     Benzidin-mono- & -disulfon-          säuren,        wie    zum Beispiel von     Benzidin-2.        2'-          disulfonsäure,

      die noch weitere     Substituen-          ten,        wie    zum Beispiel Halogen,     Alkyl-    oder       Nitrogruppen    enthalten     können,    in     Betracht.     Als mindestens zwei     Hydroxylgruppen    ent  haltende, zu zweimaliger Kupplung be  fähigte     Arylradikale        (R2)    können beispiels  weise 1.     3-Dioxybenzole    und     Dioxynaphtha-          line,    wie 1 .     3-Dioxybenzol    selbst oder 1.

   3  Dioxybenzol-4-karbonsäure,     1.3-Diogyben-          zol-5-karbonsäure,        1.2.3-Trioxybenzol-5-          karbonsäure,    1     .5-Dioxynaphthalin,        2.6-Di-          oxynaphthalin,    sowie deren     Sulfonsäuren,          Nitro-,        Alkyl-    und     Iialogensubstitutionspro-          dukte,    so weit ;diese zu zweimaliger Kupp  lung befähigt sind, verwendet werden.

   Als  lackbildende Gruppen enthaltende     Diazover-          bindungen        (R")    kommen die     Diazoverbindun-          gen    der Benzol- und     Naphthalinreihe,    die in       o-Stellung    zur     Diazogruppe    eine     Hydroxyl-,          Carboxyl-,        Alkoxygruppe    oder die Salizyl-      Säuregruppierung enthalten, in Betracht.

   Sol  che     Diazoverbindungen    sind beispielsweise  die     Diazoverbindungen    der     o-Aminophenole,     o -     Aminonaphthole,    o -     Aminoalkoxybenzole,          o-Aminoalkoxynaphthaline,        Anthranilsäuren,          o-Aminonaphthalinkarbonsäuren,        Aminosali-          zylsäuren,    sowie die     Sulfonsäuren,        Nitro-,          Alkyl-    und     Halogensubstitutionsprodukte     dieser Körper.

   Als Kupplungskomponenten       (R4)    können beliebige     Phenole    und Amine  der Benzol- und     Naphthalinreihe,    sowie ihre       Sulfonsäuren,        Nitro-,        Alkyl-    und Halogen  substitutionsprodukte und auch zur Kupp  lung mit     Diazokomponenten    befähigte     Azo-          farbstoffe    verwendet werden.  



  Der Aufbau der     Azofarbstoffe    obigen  Schemas durch Einwirkung der     Diazoverbin-          dungen    auf die Kupplungskomponenten kann  in verschiedener Reihenfolge durchgeführt  werden, und je nach der gewählten Reihen  folge, sowie der Natur der     Diazoverbinduu-          gen    können die Kupplungen in neutralem,  saurem oder alkalischem Medium, wie bei  spielsweise in Soda,     Bikarbonat,        Erdalkali-          hydroxyd,        Ätzalkali,    Ammoniak,     Pyridin,     Essigsäure oder Salzsäure enthaltendem Me  dium erfolgen.

   Ebenso kann die     Kupferung     der Farbstoffe mit den verschiedensten    kupferabgebenden     Yi",teln    durchgeführt wer  den; solche sind beispielsweise Kupfersulfat,       Iiupferchlorid,Tetrammincuprisulfat,    Kupfer  sulfat,     Kupferazetat,    gegebenenfalls in Gegen  wart von organischen Basen, wie beispiels  weise     Pyridin.    Das kupferabgebende Mit  tel kann auf     einen    lackbildende Gruppen  enthaltenden Zwischenfarbstoff oder erst auf  den     fertiggebildeten        Polyazofarbstoff    einwir  ken gelassen werden;

   ferner kann die     Kupfe-          rung    im Färbebade oder gleichzeitig mit de.  Herstellung der Farbstoffe durchgeführt  werden.  



  Die nach dem vorliegenden Verfahren zu       verwendenden    kupferhaltigen Farbstoffe fär  ben in beliebiger Weise gegerbtes Leder in  .den verschiedensten, insbesondere braunen  Farbtönen; diese Färbungen sind gleich  mässig und sehr echt.  



  <I>Beispiel 1:</I>  Man lässt neutralisiertes Chromleder (Box  calf, Rindbox,     Chevreaux,        Chevrettes)    im  Fass in der drei- bis vierfachen Menge Was  ser von 60   C laufen. Während des     Drehens     wird ,durch die hohle Achse eine Lösung des  kupferhaltigen Farbstoffes aus dem     Azo-          farbstoff     
EMI0002.0050     
    zugegeben. Nach etwa 40 Minuten ist der  Farbstoff vom Leder aufgenommen, worauf       %vie    üblich gefettet wird.  



  Das derart gefärbte Leder zeigt, einen  gleichmässigen vollen gelbbraunen Farbton  von guten Echtheitseigenschaften.  



       Beispiel   <I>2:</I>  Gut     aufgewalktes    vegetabilisch gegerbtes  Schaft- oder Ziegenleder wird, wie es in Bei  spiel 1 angegeben ist, neutral gefärbt. Am       Schlusse    des Färbens     wird    die Hälfte des  Gewichtes der angewandten     Farbstoffmenge     an Ameisensäure zugegeben, worauf 10 bis    15 Minuten weiter gefärbt wird. Nachher  wird gespült.  



  Das derart gefärbte Leder besitzt den  gleichen Farbton wie das nach Beispiel 1 ge  färbte Leder.  



  Ferner kann auch im     Bürstverfahren    neu  tral mit kalter     Flotte    gefärbt werden.  



  Die folgende Tabelle enthält einige :der  bei dem vorliegenden Verfahren als Aus  gangsprodukte für die Herstellung der  Kupferverbindungen zur     Verwendung    kom  menden Farbstoffe unter Angabe der mit  den Kupferverbindungen auf Chromleder er  zielten Farbtöne:

      
EMI0003.0001     
  
    Tetrazo- <SEP> Erzielter <SEP> Farbton
<tb>  komponente
<tb>  Azokompo- <SEP> Diazo- <SEP> Azokomponente <SEP> R4 <SEP> mit <SEP> der
<tb>  R.i <SEP> nente <SEP> R2 <SEP> Icomponente <SEP> R3 <SEP> Cu-Verbindung
<tb>  1. <SEP> 4.4'-Diamino- <SEP> 1..3-Dioxy- <SEP> 2-Amino-l- <SEP> 1. <SEP> 3-Dioxybenzol <SEP> gelbbraun
<tb>  diphenyl- <SEP> Benzol <SEP> oxybenzol
<tb>  2'-disulfon- <SEP> 4-sulfonsäure
<tb>  I <SEP> säure
<tb>  2. <SEP> " <SEP> 1. <SEP> 3-Diaminobenzol <SEP> dunkelgelbbraun
<tb>  3. <SEP> @, <SEP> 1-IVIethyl-2. <SEP> 4-diamino- <SEP> dunkelgelbbraun
<tb>  Benzol
<tb>  4.1 <SEP> " <SEP> j <SEP> 2-Amino- & -oxynaphthalin- <SEP> rotbraun
<tb>  I <SEP> 6-sulfonsäure
<tb>  I <SEP> I
<tb>  " <SEP> 2-Phenylamino-8-oxynaph- <SEP> dunkelrotbraun
<tb>  thalin-6-sulfonsäure
<tb>  <B>6.1</B>
<tb>  1.

   <SEP> - <SEP> Amino- <SEP> 8 <SEP> - <SEP> oxynaphthalin- <SEP> violettbraun
<tb>  3.6-disulfonsäure
<tb>  7. <SEP> I <SEP> @@ <SEP> " <SEP> 2 <SEP> - <SEP> Amino <SEP> - <SEP> 5 <SEP> - <SEP> oxynaphthalin- <SEP> gelbbraun
<tb>  7-sulfonsäure
<tb>  g, <SEP> I <SEP> @@ <SEP> I <SEP> I <SEP> 2-Phenylamino-5-oxynaph- <SEP> rotbraun
<tb>  i <SEP> thalin-7-sulfonsäure
<tb>  g_ <SEP> 2-Amino-l-oxybenzol-4-sul- <SEP> gelbbraun
<tb>  I <SEP> fonsäure-azo-1.3-dioxy  Benzol
<tb>  10. <SEP> 4-Nitro-l-aminobenzol-a:

  zo- <SEP> dunkelbraun
<tb>  1-amino-8-oxynaphthalin  3 <SEP> . <SEP> 6-disulfonsäure
<tb>  (sauer <SEP> gekuppelt)
<tb>  I1. <SEP> 4-Nitro-l-aminobenzol-azo- <SEP> dunkelrotbraun
<tb>  2-amino-8-oxynaphthalin  , <SEP> 6-sulf <SEP> onsäure
<tb>  (sauer <SEP> gekuppelt)
<tb>  I2. <SEP> " <SEP> 2-Amino-8-oxynaphthalin- <SEP> dunkelbraun
<tb>  6-sulfonsäure-azo-1 <SEP> . <SEP> 3  diaminobenzol
<tb>  r
<tb>  13. <SEP> I <SEP> ,; <SEP> 2-Amino-18-oxynaphthalin- <SEP> rotbraun
<tb>  3 <SEP> . <SEP> 6-disulfonsäure
<tb>  4-Nitro-2- <SEP> 1-Oxy-3-aminobenzol <SEP> dunkelgelbbraun
<tb>  amino-l  14. <SEP> ! <SEP> oxybenzol
<tb>  :

   <SEP> I       
EMI0004.0001     
  
    - <SEP> Erzielter <SEP> Farbton
<tb>  Tetrazo
<tb>  Azokompo- <SEP> Dinzo- <SEP> Azokomponente <SEP> Ri <SEP> mit <SEP> der
<tb>  <B><U>Pol</U></B> <SEP> nente <SEP> Ra <SEP> komponente <SEP> Rs <SEP> Cu-Verbindung
<tb>  15. <SEP> t4.4'-Diamino- <SEP> .3-Dioxy-? <SEP> 4-Nitro-2- <SEP> 1-1Vlethyl-2 <SEP> . <SEP> 4-diamino- <SEP> dunkelgelbbraun
<tb>  I <SEP> dipheny <SEP> l- <SEP> Benzol <SEP> amino-l- <SEP> Benzol
<tb>  2'-disulf <SEP> on- <SEP> oxybenzol
<tb>  säure
<tb>  16. <SEP> " <SEP> - <SEP> 2-Amino-8-oxynaphthalin- <SEP> rotbraun
<tb>  6-sulfonsäure
<tb>  17, <SEP> je <SEP> 2-Amino-5-oxynaphthalin- <SEP> rotbraun
<tb>  1 <SEP> . <SEP> 7-disulfonsäure
<tb>  18. <SEP> 4.4'-Diamino- <SEP> . <SEP> 3-Dioxy- <SEP> 4-Chlor-2- <SEP> 1 <SEP> .

   <SEP> 3-Diaminobenzol <SEP> lunkelgelbbraun
<tb>  diphenyl- <SEP> benzol-4- <SEP> amino-l  3.3'-disulfon- <SEP> karbon- <SEP> oxybenzol
<tb>  säure <SEP> säure
<tb>  19. <SEP> 4.4'-Diamino- <SEP> 2-Amino-l- <SEP> 1.3-Diaminobenzol-4- <SEP> dunkelgelbbraun
<tb>  diphenyl- <SEP> oxybenzol- <SEP> sulfonsäure
<tb>  3-sulfonsäure <SEP> 4 <SEP> . <SEP> 6-disulfon  säure
<tb>  20. <SEP> <B>ei</B> <SEP> ee <SEP> 2-Amino- <SEP> 1.3-Dioxybenzol <SEP> rotbraun
<tb>  4. <SEP> 6-dinitro  1-oxybenzol
<tb>  21. <SEP> .. <SEP> 6-Amino-l- <SEP> 3-Amino-l-oxybenzol <SEP> gelbbraun
<tb>  oxy-2-carb  oxybenzol  4-sulfonsäure

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Färben von Leder, ge kennzeichnet durch die Verwendung von Kupferverbindungen von Azofarbstoffen, die nach dem Schema EMI0004.0005 R2 <SEP> RS <tb> Ri <SEP> <U>- <SEP> r</U> <SEP> R4 aufgebaut sind, wobei R,. die Tetrazo- verbindung eines mindestens eine Sulfo- gruppe enthaltenden Diphenylradikals, R. ein mindestens zwei I3ydroxylgrup-. pen enthaltendes,
    zu zweimaliger Kupp lung befähigtes Arylradikal, R3 eine lackbildende Gruppen enthaltende Di- azoverbindung und R4 eine Kupplungs komponente darstellt. Il. Nach dem Verfahren gemäss Patentan spruch I gefärbtes Leder.
CH178201D 1934-11-24 1934-11-24 Verfahren zum Färben von Leder. CH178201A (de)

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