CH167015A - Einrichtung zum selbsttätigen Stillsetzen einer elektrischen Lokomotive von einem geschlossenen Haltesignal aus. - Google Patents

Einrichtung zum selbsttätigen Stillsetzen einer elektrischen Lokomotive von einem geschlossenen Haltesignal aus.

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CH167015A
CH167015A CH167015DA CH167015A CH 167015 A CH167015 A CH 167015A CH 167015D A CH167015D A CH 167015DA CH 167015 A CH167015 A CH 167015A
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CH
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stop signal
relay
voltage
signal
locomotive
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
    • B60L3/00Electric devices on electrically-propelled vehicles for safety purposes; Monitoring operating variables, e.g. speed, deceleration or energy consumption
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Description


  Einrichtung zum selbsttätigen Stillsetzen einer elektrischen Lokomotive von einem  geschlossenen Haltesignal aus.    Es sind bereits Einrichtungen bekannt,  welche gestatten, Lokomotiven von einem ge  schlossenen Haltesignal aus selbsttätig, ohne  Zutun des Führers, zum Stehen zu bringen.  Bei diesen Einrichtungen wird jeweils auf  mechanischem, elektrischem, magnetischem  oder optischem Wege eine     Beeinflussung    der  Lokomotive vom Bahnkörper aus vorgesehen.  Es liegt auf der Hand, dass die Herstellung  solcher Einrichtungen bei den grossen in  Frage kommenden     Fahrgeschwindigkeiten     und bei der zu fordernden Unempfindlich  keit gegenüber Witterungseinflüssen bedeu  tende Schwierigkeiten verursacht.  



  Diese Nachteile werden ohne Verwen  dung der eingangs erwähnten Beeinflus  sungsmittel bei elektrischen Lokomotiven er  findungsgemäss dadurch vermieden,     dass     durch das Schliessen des Haltesignals ein  Stück der Fahrleitung vor dem Haltesignal  spannungslos gemacht wird und auf der Loko  motive ein     Kontaktrelais    vorgesehen ist, das  beim Einfahren derselben in die spannungs-    lose Strecke abfällt und eine Schnellbrem  sung einleitet, wobei der     Hauptschalter     durch die Wirkung seines Nullspannungs  relais ausgeschaltet wird.  



       Fig.    1 und 2 zeigen Einzelheiten eines  Ausführungsbeispiels der Erfindung: Die  Fahrleitung F ist durch eine Überbrückungs  leitung U um den spannungslos zu machen  den, also     abtrennbaren    Teil     S    herumgeführt,  damit die Speisung der     dahinterliegenden          Fahrleitungsabschnitte    nicht unterbrochen  wird. Das Haltesignal H ist mit dem     Strek-          kenschalter    0 so gekuppelt, dass bei geschlos  senem Signal der Schalter geöffnet und bei  geöffnetem Signal der Schalter geschlossen  ist, damit im letzteren Falle die Schutz  strecke     S    unter Spannung steht, so dass die  Züge normal verkehren können.

   Der Pfeil  gibt die Fahrrichtung an. Die Kupplung  zwischen .dem Haltesignal H     und,dem    Schal  ter 0 braucht natürlich keine mechanische zu  sein. Der Schalter 0 kann auch     elektrisch     ein- und ausgeschaltet werden, wobei die           Steuerleitungen    zum Beispiel über Kontakte  an demjenigen Organ geführt werden, durch  welches das Signal betätigt wird. Die Aus  lösung des Schalters geschieht am besten     in     bekannter Weise durch einen Magneten, wel  cher bei Unterbruch des Steuerstromes ab  fällt und dadurch die Verklinkung des Schal  ters freigibt.

   Es besteht dadurch die Ge  währ, dass beim Versagen der Fernsteue  rungseinrichtung des Schalters derselbe in  geöffnetem Zustande und somit die Schutz  strecke     S    vor dem Haltesignal spannungslos  ist. Durch die Streckentrenner T ist das  Stück S vom Reste der Fahrleitung isoliert.  



  Die Lokomotive wird, wie Fig. 2 zeigt,  dadurch stillgesetzt, dass ein auf der Lokomo  tive vorgesehenes Relais     R,    dessen Wicklung  W beim Einfahren der Lokomotive in die  spannungslose Strecke, wie alle andern  Apparate der Lokomotive, spannungslos  wird, abfällt und dadurch ein Steuerstrom  kontaktpaar K, betätigt, am besten öffnet.  Dieses Kontaktpaar, das durch den Druck  knopfschalter D1 überbrückt werden kann,  braucht nicht notwendigerweise auf den  Hauptschalter der Lokomotive zu wirken, da  derselbe ohnehin mit Nullspannungsaus  lösung versehen ist und somit öffnet, sobald  die     Maschine    in die spannungslose Strecke  gelangt.

   Hingegen muss das Relais auf die  durchgehende Bremse, sei es eine     Luftdruck-          oder    eine Luftsaugebremse, wirken. Es ist  nicht unbedingt notwendig, aber sehr zweck  mässig, wenn die Bremse über einen bekann  ten, sogenannten Sicherheitsapparat betätigt  wird, bei dem zum Beispiel nach Öffnung  eines Kontaktes, welcher normalerweise vom  Führer mittelst der Hand oder des Fusses ge  schlossen gehalten ist, die durchgehende  Bremse zum Ansprechen gebracht wird, und  zwar erst nach Ablauf eines einstellbaren  Weges von der Grössenanordnung von 100 m.

    Diese Einrichtung hat den Zweck, die Loko  motive selbsttätig stillzusetzen, wenn der  Führer von Unwohlsein     befallen    wird und  infolgedessen längere Zeit auf keinen der im  Führerstande angeordneten Druckknöpfe  drücken kann. Das Kontaktpaar K1 des    Relais     R,    welches die Lokomotive nach dem  Einfahren in die spannungslose Strecke still  setzen soll, ist demnach in Reihe geschaltet  mit dem Kontaktpaar     bezw.    den parallel ge  schalteten Kontaktpaaren     h-_    des Sicherheits  apparates für     Einmannbedienung.    Dieses neu  dazu kommende Kontaktpaar     K,    ist durch  einen weiteren Druckknopf     D,,,    im Führer  stande zu überbrücken.

   Die Länge der span  nungslosen Strecke vor dem Signal ist min  destens gleich dem grössten Bremsweg zu be  messen, der bei Schnellbremsung in     Betracht     kommt, plus dem     ain    Sicherheitsapparate ein- .  gestellten Wege, welcher ablaufen muss, be  vor der Sicherheitsapparat die Schnellbrem  sung einleitet. Diese Gesamtlänge wird im  allgemeinen noch etwas kürzer sein als der  Abstand zwischen Haupt- und     Vorsignal.     



  Es spielt sich dann im Betriebe folgen  des ab  Im Falle eines geschlossenen     Signales     wird der Führer zunächst das geschlossene       Vorsignal    erblicken, worauf er den Fahr  schalter auf 0     stellen    und den Zug auslaufen  lassen wird.

   Kurz nachdem     Vorsignal    wird  er in die spannungslose Strecke einfahren,  deren Beginn ihm durch ein an einem Maste  befestigtes Zeichen und ferner     dureh    das  Ausfallen des Hauptschalters     aü7ezeigt    wird;  letzteres sofern er nicht den Hauptschalter  schon vorher     ausgeschaltet    hat, um eine voll  ständig     funkenfreie    Einfahrt in die span  nungslose Strecke zu erzielen.     Lu    Moment  des Wegbleibens der Spannung beginnt der  Ablauf des Sicherheitsapparates, und der  Führer hat nach Durchlaufen der am Sicher  heitsapparat     eingestellten    Strecke das An  sprechen der Schnellbremse zu gewärtigen.

    Er wird normalerweise, das heisst wenn er       aktionsfähig    ist, hierauf nicht warten, son  dern die durchgehende Bremse in gemässig  tem Masse zur Wirkung bringen. Um das  Ansprechen der Schnellbremse zu vermeiden,  genügt es, wenn er auf den zuerst erwähnten       Druelcnkopf        D"    drückt, welcher das Kontakt  paar     K1    des infolge der     Spannungslosigkeit     abgefallenen Relais R, überbrückt. Er setzt  dadurch den Sicherheitsapparat ausser Funk-      tion, sofern er dabei auch noch einen der nor  malerweise zu dem Sicherheitsapparate gehö  renden Einmanndruckknöpfe D2 herabdrückt.

    Der Druckknopf D, braucht nicht     dauernd     niedergedrückt zu werden, sondern kann los  gelassen werden, sobald der Sicherheitsappa  rat durch das Drücken des Knopfes zum  Stehen und wieder in seine Ausgangslage ge  bracht wurde. Der Sicherheitsapparat tritt  wieder von neuem in Funktion. Doch muss  nun die eingestellte Strecke wiederum in  ihrem ganzen Betrage durchlaufen werden,  bis die Schnellbremsung eintritt. Praktisch  genügt es also vollständig, wenn der Führer  alle paar Sekunden kurz auf den Knopf D1  drückt, um das Einleiten der Schnellbrem  sung immer wieder hinauszuzögern.

   Diese  Anordnung hat den grossen Vorteil, dass der  Führer, welcher seine Hände schon für die  Bedienung der durchgehenden Bremse und  und für die Betätigung eines der für die  Einmannsicherheitsvorrichtung vorhandenen  Druckknöpfe D2 braucht, nicht auch noch  dauernd einen weiteren Druckknopf D1 zu  betätigen braucht. Anderseits ist die Not  wendigkeit der wiederholten Betätigung die  ses Druckknopfes eine sozusagen absolute  Sicherheit dafür, dass der Führer das Signal  nicht überfährt. Sobald er die Wieder  holung der Betätigung des Druckknopfes ver  gessen würde, so würde nach Ablauf des am  Sicherheitsapparat eingestellten Weges die  Schnellbremsung unfehlbar eintreten und  dies auch dann, wenn er den üblichen Druck  knopf der Sicherheitssteuerung nicht los  gelassen hätte.  



  Sollte nachüberfahren des geschlossenen  Vorsignals das Hauptsignal vor Erreichen       desselben    sich wieder öffnen und die Strecke  damit wieder unter Spannung kommen, so  hat der Führer nichts zu tun, als den Loko  motivhauptschalter wieder einzuschalten und  in gewohnter Weise die durchgehende  Bremse zu lösen, sofern .dieselbe, sei es selbst  tätig, sei es durch ihn persönlich, bereits in  Funktion gesetzt worden war.  



  Es ist sehr zu empfehlen, die Wicklung       1T'    hinter dem Hauptschalter anzuschliessen.    Dadurch wird nicht nur erreicht, dass etwaige  Kurzschlüsse in dieser Wicklung durch den  Hauptschalter ausgeschaltet werden, sondern  es ergibt sich auch noch eine erhöhte Sicher  heit für :den Fall, dass beim wiederholten  Verzögern des Einsetzens .der     Bremswirkung     durch Drücken des Druckknopfes     Dl    die Ma  schine zuletzt doch über das geschlossene  Haltesignal hinausfährt und dadurch wieder  unter eine spannungsführende Leitung  kommt.

   Das Relais B würde dann bei vor  dem Hauptschalter an Spannung liegender       ZVicklung        y1'        -wieder    anziehen und der  Sicherheitsapparat ausser Betrieb kommen,  wodurch die Schutzwirkung .der     Einrichtung     aufhören würde. Ist die Wicklung     W    aber  hinter dem Hauptschalter abgezweigt, so       wird    das Wiedereinschalten des Relais R erst  möglich sein nach     Wiedereinschalten    des  Hauptschalters, welches der Führer von  Hand durch Betätigen eines     Griffes    vor  nehmen muss.

   Damit ist die Gefahr des  Überfahrens des Signals vollständig ausge  schlossen, denn entweder     ha.t,der    Führer das  geschlossene Signal überhaupt nicht bemerkt.  dann wird er auch .den     Druckknopf        D,    nicht  drücken, oder er hat es bemerkt und das Ein  setzen der Bremswirkung mit Hilfe des  Druckknopfes     Dl    verzögert, dann wird die  Maschine, wenn der Führer aus irgend einem  Grunde das Bewusstsein verliert, trotzdem  zum Stehen gebracht, weil er den Haupt  schalter nicht mehr einschalten kann.  



  Die Schnellbremse muss aber auch am  Ansprechen verhindert werden, wenn eine       aus    irgendwelchen Gründen spannungslose       Gefällstrecke    befahren werden soll, sofern       ,das    Gefälle so stark ist, dass der Zug     ohne     Zuführung elektrischer Energie sich abwärts  bewegt. Dieser     Betriebsfall        entspricht    aller  dings nicht einer unbedingten Notwendig  keit, es können die Züge auch an ihren  momentanen Standorten zurückgehalten wer  den, bis die     Fahrdrahtspannung        vTieder    er  scheint.  



  Als besonderer Vorteil der Einrichtung  ist zu erwähnen, dass sie auf der Lokomotive  im allgemeinen nur ganz geringe Kosten      verursacht. In der Tat wird die selbsttätige  Stillsetzung von elektrischen Lokomotiven  hauptsächlich bei Einmannbetrieb in Frage       kommen,    wo die Nichtbeachtung eines Halte  signals bedeutend wahrscheinlicher ist als  beim Zweimannbetrieb. Einmännig bediente  Lokomotiven sind aber immer mit dem  Sicherheitsapparat ausgerüstet. Es genügt  also vollständig ein weiteres Hilfsrelais anzu  bringen, welches an eine ganz beliebige von  der Fahrdrahtspannung abhängige Hilfs  spannung in der Lokomotive angeschlossen  werden kann, und einen Druckknopf, welcher  das Kontaktpaar des Relais durch Nieder  drücken zu überbrücken gestattet.

   Es     ist     also gerade diejenige Einrichtung billig, wel  che, da sie auf allen Fahrzeugen vorhanden  sein muss, besonders ins Gewicht fällt.  



  Höhere Kosten bedingt die Ausrüstung  der Strecke. Es gehört zu jedem Hauptsignal  ein Streckenschalter, der imstande sein muss,  eine gewisse Leistung zu unterbrechen für  den Fall, dass sich eine Maschine bei zunächst       geöffnetem    Hauptsignal unter der Strecke S  befindet.     Sollte    aus irgendeinem Grunde das  Hauptsignal noch im letzten Moment ge  schlossen werden, so hat der Schalter 0 die  von der Lokomotive aufgenommene Leistung  zu unterbrechen. Zum Schalter gehört eine  Ein- und     Ausschaltvorrichtung    entweder  mechanischer Natur, mit dem Hauptsignal  gekuppelt, oder eine Fernsteuerungseinrich  tung, vorzugsweise bedient von derjenigen  Stelle aus, von der auch das Signal gesteuert  wird.

   Diese relativ teuren feststehenden An  lagen brauchen nun aber bei Mangel an genü  genden     Mitteln    nicht bei allen Hauptsignalen  angebracht zu werden, sondern man kann da  mit beginnen, nur die Hauptsignale an beson  ders gefährdeten Punkten auszurüsten, wie  zum Beispiel an einspurigen Strecken, wo  eine Nichtbeachtung des Signals besonders       schwerwiegende    Folgen hat.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum selbsttätigen Stillsetzen einer elektrischen Lokomotive, ohne Zutun des Führers, von einem geschlossenen Halte signal aus, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Schliessen des Haltesignals ein Stück der Fahrleitung vor dem Haltesignal spannungslos gemacht wird und dass auf der Lokomotive ein Kontaktrelais vorgesehen ist, .das beim Einfahren derselben in die span nungslose Strecke abfällt und eine Schnell bremsung einleitet, wobei der Hauptschalter durch die Wirkung seines Nullspannungs- relais ausgeschaltet wird.
    ZTNTERANSPRüCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Kontakte .des Kontaktrelais durch einen Druck knopf überbrückt werden, so dass die Ein richtung jederzeit ausser Betrieb gesetzt werden kann. 2.
    Einrichtung nach Unteranspruch 1, da ,durch gekennzeichnet, dass für die Ein leitung der Schnellbremsung vom Kon taktrelais aus eine Sicherheitseinrichtung für Einmannsteuerung verwendet wird, ,die das Ansprechen der Bremse erst nach Ablauf eines bestimmten Weges oder einer bestimmten Zeit veranlasst, so dass der Druckknopf, mit welchem die Kon takte des auslösenden Relais überbrückt werden können, nicht dauernd, hingegen periodisch niedergedrückt werden muss, wenn die Schnellbremsung bei spannungs loser Strecke hinausgezögert werden soll. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, da .durch gekennzeichnet, dass das Kontakt relais hinter dem Hauptschalter ange schlossen ist.
CH167015D 1932-12-23 1932-12-23 Einrichtung zum selbsttätigen Stillsetzen einer elektrischen Lokomotive von einem geschlossenen Haltesignal aus. CH167015A (de)

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