CH158486A - Verfahren zur Fertigstellung von Hohlglasgegenständen, insbesondere Medizinflaschen, während des Kühlprozesses. - Google Patents
Verfahren zur Fertigstellung von Hohlglasgegenständen, insbesondere Medizinflaschen, während des Kühlprozesses.Info
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
Verfahren zur Fertigstellung von Hohlglasgegenständen, insbesondere Medizinflaschen, während des Kühlprozesses. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zur Fertigstellung von Hohlglasgegen- ständen, insbesondere Medizinflaschen wäh rend des Kühlprozesses.
Die nach bisher bekannten Verfahren her gestellten Hohlglasgegenstände müssen, be vor sie in Gebrauch genommen werden, ge spült werden, bei welchem Vorgange sich die auf den Innenflächen der Hohlglasgegen- stände vorhandenen, überaus feinen Kapillar öffnungen bezw. gapillarvertiefungen mit Wasser vollsetzen. Da nun das Glas einen mehr oder weniger grossen Überschuss an Alkali enthält, der im Wasser löslich ist, so sättigt sich die in den gapillaröffnungen oder gapillarvertiefungen vorhandene Wassermenge mit dem vorhandenen Überschuss an Alkali.
Dieser Nachteil tritt ganz besonders bei Me dizingläsern in Erscheinung, indem die mit Alkali gesättigten Wassermengen in die in derartige Flaschen eingeführte Flüssigkeit übergehen. Diese Nachteile werden durch das Ver fahren gemäss der vorliegenden Erfindung dadurch zu vermeiden gesucht, dass die her gestellten Hohlglasgegenstände, insbesondere Medizinflaschen, im unmittelbaren Anschluss an eine indirekte Kühlung, z. B. in einem Muffelofen, wobei unter indirekter Kühlung eine Kühlung verstanden ist, bei welcher die zu kühlenden Glasgegenstände mit den Feuer gasen nicht in direkte Berührung kommen, d. h. die Glasgegenstände werden von den Feuergasen nicht direkt bespült, sondern zwischen den Feuergasen und den zu küh lenden Gegenständen sind Zwischenwände, z.
B. in Form eines Muffelofens, zwischen geschaltet, für kurze Zeit einem Heissluft strom, z. B. bis 800 , ausgesetzt werden. Der Heissluftstrom darf natürlich nicht so lange wirken, dass durch ihn ein Erweichen und damit eine Deformation der Gläser eintritt.
Es hat sich gezeigt, dass die Alkaliabgabe derart behandelter Gläser ganz bedeutend verkleinert wird. Es ist zweckmässig, die so behandelten Flaschen nach Entnahme aus dem Kühlofen sofort, zum Beispiel durch einen Korken zu versehliessen und sie un- gespült im geschlossenen Zustande dem Ver braucher zuzuführen.
Durch die nach der indirekten Kühlung durch den heissen Luftstrom hervorgerufene Wiedererhitzung der Flaschen werden alle Keime, die irgendwie im Innern der Flaschen sich angesetzt haben sollten, getötet und die Flaschen kommen infolge ihrer Lieferung im geschlossenen Zustande keimfrei zum Ver braucher, so dass jede Spülung mit Wasser entbehrlich wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Fertigstellung von Hohl glasgegenständen, insbesondere Medizin flaschen, während des Kühlprozesses, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlglasgegenstände im unmittelbaren Anschluss an eine indirekte Kühlung für kurze Zeit einem Heissluftstrom ausgesetzt werden. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die indirekte Kühlung in einem Muffelofen erfolgt.
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