Filmpaekgehäuse. Die Erfindung betrifft ein Filmpackge- häuse aus Blech. Solche Gehäuse, die eine Vorder, und Hinterwand aufweisen, zwischen welchen ein Federrahmen zur Aufnahme der Filmblätter sich befindet, .sind an sieh b'e- kannt. Bei diesen besteht jedoch der Nach teil, da-ss, zum Herausnehmen eines belich teten.
Filmes ein abnehmbares Verschlussteil vorgesehen ist, dessen Handhabung in der Dunkelkammer sich äusserst .schwierig ge staltet, -da dasselbe nur .schwer wieder auf gesetzt werden kann und leicht in der Dun kelheit verlegt wird.
Es ist auch schon ver sucht worden, Filmpackgehäuse ohne ein ab nehmbares Vers-chlussteil herzustellen, bei welchem zum Herausnehmen belichteter Filme entweder das Filmpackgehäuse aufge- klappt wird oder aber die beiden Gehäuseteile gegeneinander verschoben werden. Bei der ersteren Ausführung besteht jedoch,der Nach teil, dass beim Herausnehmen eines belich teten Filmes leicht ein Auseinanderfallen des Gehäuses eintreten kann.
Im zweiten Falle erfolgt durch die Verschiebung der bei den Gehäuseteile zueinander leicht ein Ver schieben oder Stauchen dem Filme, so dass die selben beschädigt werden. Zur Vermeidung dieser Übelstände hat man schon versucht, vollkommen ,geschlossene Filmpackgehäuse herzustellen, welche oben einen Klappdeckel tragen.
Bei diesen besteht jedoch der Nach teil, dass ein Herausnehmen der belichteten Filme bezw. ein Einlegen derselben, sehr er schwert ist, da das Filmpackgehäuse zum Einlegen nicht auseinander genommen wer den kann und belichtete Filme zum Heraus- nehmen an ihrem obern Ende nicht freigelegt werden können.
Durch die vorliegende Erfindung sollen diese Nachteile beseitigt werden. Das ihren Gegenstand bildende Filmpackgehäuse aus Blech gehört zu jenen Gehäusen, deren Teile nach dem Einlegen ,der Filmblätter mittelst umlegbarer Zungen fest miteinander verbun- den werden; seine Eigenart besteht :darin, dass der das Herausnehmen belichteter Filme ermöglichende Verschlussschieber so auf dem Gehäuse geführt ist, dass er, ohne vom Ge- bäuse gelöst zu werden, verschoben werden kann.
Der Vorteil dieses Filmpackgehäuses be steht darin, dass zum Herausnehmen belich teter F ilmi@ lediglich der Verschlusssthieber zu verschieben ist, so dass das Abnehmen eines losen Gehäuseteils in Fortfall kommt.
Die Zeichnung stellt den Erfindungsge genstand in einer beispielsweisen Ausfüh rungsform dar, und zwar zeigen: Fig. 1 die Rückwand des Filmpaekge- häuses mit dem verschiebbaren Verschluss- schieber in Ansicht, Fig. ? einen Schnitt A-B der Fig. 1, Fig. 3 das zusammengesetzte geschlossene F'ilmpackgehäuse in Ansicht, Fig. 4 einen Schnitt C-D der Fig. 3,
Fig. 5 das Filmpackgehäuse in Ansicht mit heruntergeschobenen: Verschlussschieber zum Herausnehmen belichteter Filme, Fig. 6 einen Schnitt E-F der Fig. 5, Fig. 7 den Verschlussschieber in perspek tivischer Darstellung.
Das Filmpackgehäuse besteht aus der Rückwand a, mit den daran befindlichen Seitenwänden<I>b.</I> An den Seitenwänden<I>b</I> wind Zungen c vorgesehen, welche nach dem Einlegen des die Filme d haltenden, Feder rahmens e mit den Seitenwänden f der Vor derwand g durch Umleben verbunden werden, indem dieselben in entsprechende Schlitze der Seiten@vände f eingreifen. Unten wird die Vorderwand mit der Rückwand durch eine umgebogene Blechkante h verbunden, so dass insgesamt ein vollkommen geschlossenes Ge häuse entsteht.
Auf der Rückwand a be findet sich der mit einem Filzstreifen i ver sehene Verschlussschieber 1c, welcher aus einem U-förmig gestalteten Blechstück be steht, das über die Rückwand gesteckt wird und so geführt ist, dass dasselbe, ohne vom Gehäuse gelöst zu werden, nach unten ver schoben werden kann. Die Verschiebung des Verschlussschiebers nach unten ist durch eine Aussparung 1 der Rückwand' a begrenzt.
Ein Abziehen des Versehlussschiebers nach oben wird durch die Zungen c, welche diesem gleichzeitig als Anschlag dienen, verhindert, da dieselben in Aussparungen n2 des seitlich umgebogenen Verschlussschiebers eingreifen.
Durch die U-förmige Ausführung des Ver- schlussschiebers ist derselbe federnd, wobei die Federung noch durch an der Innenwand angebrachte Ausbuchtungen n verstärkt wird. Die Aussenwand des Verschlussschiebers wird also immer an die Rückwand a des Gehäu ses herangezogen, welche kleine Vorsprünge r trägt, worauf die Unterkante desselben auf steht, so dass ein selbsttätiges Verschieben nach unten vermieden wird.
Erst :durch Vor ziehen des Verschlussschiebers von der Rück wand a -des Filmpackgehäuses ist ein Her unterschieben desselben und somit ein Frei legen der obern Filmkante zum Herausneh men der Filmblätter möglich. Beim Herum ziehen der Filme von vorne nach hinten wer den dieselben am Herausziehen aus :dem Ge häuse durch die an dem Federrahmen; ange brachten Vorsprünge t gehindert, über wel chen sich; wiederum ein Filzstreifen s zum Abdichten des Gehäuses befindet.
Damit die Filme sich mit Sicherheit gegen die Vor sprünge t legen., ist an. :dem Verschlussschie- ber eine besondere Erhöhung u vorgesehen, welche die Filme gegen die Rückseite des Federrähmens drückt. Durch Verschieben des Verschlusss.chiebers in der oben beschrie benen Weise werden die Varsprünge t frei- gelegt, so dass ein leichtes Herausnehmen der belichteten Filmblätter möglich ist.
Um beim Herumziehen der Filme von :der Vorder- nach der Rückseite die Schichtseite nicht mit der scharfen Kante p der Vorderwand und über haupt nicht mit Blech in Berührung zu brin gen, wird ein entsprechend gefalztes Papier q in die Rückwand eingelegt, welches auch die Seitenwände b der Rückwand a seitlich überlappt, wodurch noch die Lichtdichtheit des Gehäuses gesichert ist.