Kleinschreibmaschine. Mit Rücksicht auf das über Walzen und dergleichen durch die Schreibmaschine hin durch zu bewegende Papier ergibt sich für die Schreibmaschine eine erhebliche Breite, so dass die Benutzung der heute üblichen Schreibmaschinensysteme zur Herstellung einer Kleinschreibmasebine wenig aussichts reich ist.
Die Kleinschreibmaschine gemäss der Er findung stützt sich während des Schreibens lediglich lose auf dem zu beschreibenden Pa pier ab, und zwar mittelst senkrecht zur Zei lenrichtung angeordneter, drehbar gelagerter Walzen, die bei jedem Typendruck mit Hilfe eines Schaltgetriebes derart verdreht werden, dass die ganze Schreibmaschine auf dem Pa pier um eine Buchstabenbreite nach rechts weitergeschoben wird.
Durch diese lose Abstützung der Ma schine auf dem Papier und der Weiterschal tung der Maschine gegenüber dem Papier statt wie heute üblich des Papiers gegenüber der Maschine, ergibt sieh die Möglichkeit einer ganz erheblichen Verkleinerung.
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An <SEP> sich <SEP> bekannt <SEP> ist <SEP> es, <SEP> Druckapparate
<tb> über <SEP> dem <SEP> zu <SEP> beschreibenden <SEP> Papier <SEP> lose <SEP> zu
<tb> verschieben.
<SEP> Im <SEP> vorliegenden <SEP> Fall <SEP> handelt
<tb> es <SEP> sich <SEP> aber <SEP> um <SEP> eine <SEP> sich <SEP> fortschaltende <SEP> und
<tb> über <SEP> das <SEP> Papier <SEP> rollende <SEP> Schreibmaschine.
<tb> Vorteilhaft <SEP> ist <SEP> es <SEP> dabei, <SEP> eine <SEP> oder <SEP> beide
<tb> Walzen, <SEP> auf <SEP> denen <SEP> sich <SEP> die <SEP> Schreibmaschine
<tb> über <SEP> das <SEP> Papier <SEP> bewegt, <SEP> derart <SEP> anzuordnen,
<tb> dass <SEP> sie <SEP> in <SEP> der <SEP> Papierblattebene <SEP> schräg <SEP> ein stellbar <SEP> sind, <SEP> so <SEP> dass <SEP> die <SEP> gesamte <SEP> Schreib maschine <SEP> die <SEP> Bewegung <SEP> vom <SEP> Zeilenende <SEP> zum
<tb> neuen <SEP> Zeilenanfang <SEP> machen <SEP> kann,
<SEP> ohne <SEP> dass
<tb> die <SEP> Walzen <SEP> das <SEP> Papier <SEP> verlassen.
<tb> Die <SEP> Schreibmaschine <SEP> kann <SEP> einen <SEP> in <SEP> drei
<tb> Raumrichtungen <SEP> verschiebbaren <SEP> Typenwäh ler <SEP> aufweisen, <SEP> der <SEP> zum <SEP> Beispiel <SEP> mit <SEP> Hilfe
<tb> einer <SEP> lose <SEP> in <SEP> eine <SEP> napfförmige <SEP> Vertiefung
<tb> des <SEP> Typenwählers <SEP> eingesetzten, <SEP> für <SEP> solche
<tb> Zwecke <SEP> an <SEP> sich <SEP> bekannten <SEP> stiftförmigen
<tb> Handhabe <SEP> verschoben <SEP> wird.
<tb> Dies <SEP> hat <SEP> insbesondere <SEP> auch <SEP> den <SEP> Vorteil,
<tb> dass <SEP> das <SEP> Wählen <SEP> und <SEP> Schreiben <SEP> eine <SEP> erheb liche <SEP> Ähnlichkeit <SEP> mit <SEP> dem <SEP> handschriftlichen Schreiben erhält, wodurch das Erlernen we sentlich erleichtert wird.
Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn zur Einstellung des mit Hilfe der stiftförmi- gen Handhabe zu bewegenden Typenwählers eine Schreibplatte mit einer Durchbrechung mit in sich zurücklaufender zickzackförmi- ber Begrenzungslinie vorgesehen ist, wobei jede Zackenecke zum Beispiel einem Buch staben. oder einer ganzen Buchstabengruppe entsprechen kann.
Vorteilhaft ist es dabei, die Schreibplatte derart schwingbar zu lagern, dass sie durch den von der stiftförmigen Handhabe mitge nommenen Typenwähler nach dessen Anlegen an eine der Zackenecken ohne Richtungs änderung weiterbewegt werden kann, wobei. das Ganze derart ausgebildet sein kann, dass durch diese Weiterbewegung der Druck mechanismus ausgelöst wird.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstan des, und zwar zeigt: Fig. 1 die Draufsicht der Maschine, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A-B von Fig. 3, Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie C-D der Fig. 2 und Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie F-G der Fig. 1.
Der ganze Mechanismus der Maschine ist auf einer Tragplatts 25 (Fig. 1, 3 und 4) angeordnet. Diese Platte ruht mit ihrem lin ken und rechten Ende auf je einer in der Platte drehbar gelagerten Doppelwalze 26 und 27. Diese Walzen, zweckmässig aus Gummi mit einer Stahlwelle angefertigt, ruhen auf dem zu beschreibenden Papier.
Auf dem Führungsbolzen 1 (Fig. 1 und 4) sind die Schlittenführung 2 und der Zahn stangenschlitten 3 von oben nach unten und auf der Schlittenführung 2 ist der Schlitten 4 von link nach rechts verschiebbar gelagert. Innerhalb dieses Schlittens 4 ist der Typen wähler 6, welcher in seinem obern Ende eine konische Bohrung enthält und welcher durch die beiden Federn 7 immer in der Mittellage gehalten wird, um den Bolzen 5 schwenkbar gelagert. Unterhalb der Schlittenführung 2 ist die Anschlagplatte 8 angeordnet, welche einen Zickzackausschnitt hat, bei welchem die Zacken auf der rechten und linken Seite gegeneinander versetzt sind.
Dieser zick- zackförmige Ausschnitt der Anschlagplatte 8 begrenzt die Bewegung des Schlittens 4 und der Schlittenführung \?. Der Zahnstangen schlitten 3, welcher die Bewegung der Schlit tenführung 2 und demnach auch die Auf und Abbewegung des Schlittens 4 zwang läufig mitmacht, trägt an seinem linken Ende eine Zahnstange mit Keilverzahnung 9, bei welcher jede der Zahnliicken einer Ecke des Zickzackausschnittes der Anschlag platte 8 entspricht. In diesem Zahnstangen schlitten 3 ist ferner die Doppelzahnstange 10 durch ihre beiden bolzenförinigen Enden relativ zu diesem beweglich angeordnet.
In die linke Verzahnung dieser Doppelzahn stange 10 greift der Zahnsektor 11, dessen Achse 12 im Zahnsta.ngenschlitten 3 drehbar gelagert ist. Aus dieser Anordnung ergibt sich ohne weiteres, dass ein Verschwenken des Zahnsektors 11. eine relative Verschiebung der Zahnstange 10 gegen den Zahnstangen schlitten 3 zur Folge hat. Auf dem Zahn sektor 11 ist der Zapfen 13 vorgesehen und auf diesen ist die Sperrklinke 14 drehbar ge lagert, welche durch eine nicht gezeichnete Feder in eine Zahnlücke der Verzahnung 15 des Zahnstangenschlittens 3 eingreift. Die rechtsseitige Verzahnung der Zahnstange 10 greift in das Zahnrad<B>16</B> (Fig. 1 und 3) ein.
Die mit diesem Zahnrad fest verbundene Welle 17, welche durch die ganze Maschine von oben nach unten durchgeht, trägt in ihrem untern Ende das Typenrad 18. Dieses ist ein Radkörper, an dessen Umfang die Typenhebel 19 drehbar um die Welle 20 an- Cleordnet sind. Jeder Typenhebel 19 trägt au seinem äussern Ende je eine Type 21. Die Typen selbst können, wie gezeichnet, auf einem greis angeordnet sein, oder auch auf zwei oder mehreren. Letzteres ist für die. Verringerung der Dimension der Maschine notwendig. In diesem Falle können, müssen aber nicht, sämtliche Typenhebelwellen 20 auf einem Kreis angeordnet sein, weil die Typenhebel 19 wesentlich weniger breit sind als die Typen 21.
Jeder Typenhebel selbst wird durch eine Feder 22 nach oben gegen den Anschlag 23 gepresst. Die Typenhebel 1.9 sind nicht auf einem ganzen Kreis, son dern auf einem Sektor angeordnet (Fig. 2). Aus obigem ist klar ersichtlich, dass die Be wegung des Schlittens 4 durch die geschil derten Zwischenelemente auf das Typenrad 18 übertragen wird.
Um dabei jeweils die gewünschte Type in die Schreibstellung, die sich unter dem Hammer 24 befindet, zu bringen, wird der in der Hand gehaltene Schreibstift 48 (Fig. 4) mit seiner angebo- genen Spitze in die schon weiter oben er wähnte konische Bohrung des Typenwählers 6 hineingedrückt und durch Bewegung des Schreibstiftes 48 in die mit dem gewünsch ten Buchstaben versehene Ecke der An schlagplatte 8 eine Drehung der Typen scheibe 18 in dem entsprechenden Masse her vorgerufen.
In die Tragplatte 25 ist gemäss Fig. 2 und 3 der Rohrkörper 28 eingeschraubt, auf welchem das Gehäuse 29' einer Spiralfeder 29 angebracht ist, das auf seinem Umfang den Zahnkranz 30. und an seinem obern Ende das Kettenrad 81 trägt. Der Zahnkranz 30 greift in das Ritzel 31 ein, welches mit dem untern Teil der Kupplung 32 fest verbunden ist. Der obere Teil der Kupplung 32 ist fest verbunden mit dem Transmissionsrad <B>33,</B> welches wiederum in das Zahnrad 34 ein greift.
Das Kettenrad 81 (Fig. 2 und 3) ist durch die Kette 35 mit den beiden Ketten rädern 36 und 37, welche auf den Wellen der beiden Doppelwalzen 26 und 27 fest auf sitzen, zwangläufig verbunden. (Nur der obere Kettenstrang ist in Fig. 2 gezeichnet, der untere der Deutlichkeit halber weggelas sen.) Diese Kette führt über eine Reihe von Rollen, Umkehr- und Spannrollen. Das wei ter oben genannte Zahnrad 34 sitzt auf der Schwungscheibe 38 (Fig. 2 und 3) fest auf.
Die Drehung der beiden Walzen 26 und 27
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und <SEP> damit <SEP> die <SEP> Fortbewegung <SEP> der <SEP> ganzen <SEP> Ma schine <SEP> von <SEP> links <SEP> nach <SEP> rechts <SEP> um <SEP> die <SEP> Schritt weite <SEP> der <SEP> Schrift <SEP> erfolgt <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Wählen,
<tb> respektive <SEP> Einstellen <SEP> eines <SEP> Buchstabens <SEP> vor
<tb> dem <SEP> Schreiben <SEP> desselben. <SEP> Die <SEP> Übrsetzungs verhältnisse <SEP> des <SEP> oben <SEP> beschriebenen <SEP> Getriebes
<tb> sind <SEP> nun <SEP> derartig, <SEP> dass <SEP> diese <SEP> Fortbewegung
<tb> der <SEP> gesamten <SEP> Maschine <SEP> um <SEP> eine <SEP> Schrittweite
<tb> einer <SEP> ganzen <SEP> Umdrehung <SEP> der <SEP> Schwung scheibe <SEP> 3,8 <SEP> entspricht.
<SEP> Auf <SEP> der <SEP> Schwung scheibe <SEP> 38 <SEP> ist <SEP> ein <SEP> hervorstehender <SEP> Zahn <SEP> 39
<tb> drehbar <SEP> und <SEP> federnd <SEP> angeordnet. <SEP> Dieser
<tb> Zahn <SEP> steht <SEP> unter <SEP> dem <SEP> Druck <SEP> einer <SEP> Spiral feder <SEP> und <SEP> wird <SEP> durch <SEP> den <SEP> Anschlag <SEP> 82 <SEP> des
<tb> Ankers <SEP> 40 <SEP> in <SEP> der <SEP> in <SEP> Fig. <SEP> 2 <SEP> gezeichneten
<tb> Lage <SEP> gehalten. <SEP> Dieser <SEP> Anker, <SEP> der <SEP> ziemlich
<tb> genau <SEP> dem <SEP> Anker <SEP> einer <SEP> Pendeluhr <SEP> entspricht,
<tb> wird <SEP> durch <SEP> die <SEP> Zugstange <SEP> 41 <SEP> (Fig.
<SEP> 1 <SEP> und <SEP> 2)
<tb> ausgelöst, <SEP> wodurch <SEP> die <SEP> Schwungscheibe <SEP> bei nahe <SEP> eine <SEP> ganze <SEP> Umdrehung <SEP> ausführen <SEP> kann,
<tb> so <SEP> lange, <SEP> bis <SEP> sie <SEP> an <SEP> den <SEP> zweiten <SEP> Anschlag <SEP> 83
<tb> des <SEP> Ankers <SEP> 40 <SEP> anstösst.
<SEP> Bei <SEP> der <SEP> durch <SEP> die
<tb> Zugstange <SEP> 41 <SEP> hervorgerufenen <SEP> Schwenkung
<tb> des <SEP> Ankers <SEP> 40 <SEP> zur <SEP> Freigabe <SEP> der <SEP> Schwund scheibe <SEP> 38 <SEP> schaltet <SEP> sich <SEP> die <SEP> Sperrklinke <SEP> 42
<tb> in <SEP> die <SEP> Nase <SEP> des <SEP> Ankers <SEP> 40 <SEP> ein, <SEP> so <SEP> da.ss <SEP> eine
<tb> Zurückbewegung <SEP> des <SEP> Ankers, <SEP> der <SEP> unter <SEP> dem
<tb> Zug <SEP> einer <SEP> nicht <SEP> gezeichneten <SEP> Feder <SEP> steht,
<tb> nicht <SEP> möglich <SEP> ist.
<tb> Der <SEP> Anker <SEP> 40 <SEP> ist <SEP> selbst <SEP> in <SEP> dem <SEP> Bolzen <SEP> 4 <SEP> 9
<tb> auf <SEP> dem <SEP> im <SEP> Lager <SEP> 44 <SEP> gelagerten <SEP> Hammer hebel <SEP> 46 <SEP> gelagert.
<SEP> Ein <SEP> zweiter <SEP> Hammerhebe <SEP> 1
<tb> 46' <SEP> ist <SEP> im <SEP> Lager <SEP> 45 <SEP> gelagert. <SEP> An <SEP> den <SEP> Enden
<tb> 47 <SEP> und <SEP> 47' <SEP> dieser <SEP> Hebel <SEP> ist <SEP> der <SEP> Hammer <SEP> '?4
<tb> vorgesehen. <SEP> Damit <SEP> befindet <SEP> sich <SEP> der <SEP> untere
<tb> Anschlag <SEP> 83 <SEP> des <SEP> Ankers <SEP> 40 <SEP> in <SEP> einer <SEP> solchen
<tb> Lage <SEP> zu <SEP> dem <SEP> Lager <SEP> 44 <SEP> des <SEP> Hammerhebels
<tb> 46, <SEP> dass, <SEP> wenn <SEP> nach <SEP> erfolgter <SEP> Auslösung <SEP> die
<tb> Schwungscheibe <SEP> 38 <SEP> und <SEP> mit <SEP> ihr <SEP> ihr <SEP> hervor stehender <SEP> Zahn <SEP> 39, <SEP> nachdem <SEP> er <SEP> beinahe <SEP> eine
<tb> ganze <SEP> Rotation <SEP> ausgeführt <SEP> hat,
<SEP> auf <SEP> den <SEP> An schlag <SEP> 83 <SEP> des <SEP> Ankers <SEP> 40 <SEP> aufschlägt, <SEP> durch
<tb> diesen <SEP> Aufschlag <SEP> die <SEP> Hammerhebel <SEP> 46, <SEP> 46'
<tb> und <SEP> damit <SEP> der <SEP> Hammer <SEP> 294 <SEP> nach <SEP> unten <SEP> ge stossen <SEP> werden. <SEP> Durch <SEP> die <SEP> Rotation <SEP> der
<tb> Schwungscheibe,-die <SEP> eine <SEP> relativ <SEP> grosse <SEP> Masse
<tb> hat. <SEP> wird <SEP> bei <SEP> dem <SEP> Anschlag <SEP> des <SEP> Zahnes <SEP> 39
<tb> auf <SEP> den <SEP> Anker <SEP> 40 <SEP> der <SEP> Stoss <SEP> des <SEP> Hammers <SEP> 24 nach unten ein sehr kräftiger. Der Hammer 24 befindet sich oberhalb der erwähnten Schreibstelle des Typenrades 18, so dass der gerade eingestellte Buchstabe kräftig auf das Papier aufgeschlagen wird.
Die zum An trieb der Schwungscheibe 38 dienende Feder 29 wird beim Verschieben der Schreib maschine vom Zeilenende zum neuen Zeilen anfang zwangbeweglich aufgezogen.
Oberhalb der Schlittenführung 2 ist die Schreibplatte 50 (Fig. 1 und Fig. 4) ange ordnet, welche auch einen zickzackförmigen Ausschnitt hat, welcher demjenigen der An schlagplatte 8 entspricht. Diese Schreib platte 50 ist in den Schlitzen 51 nach oben und unten verschiebbar. An ihr fest auf genietet sind die beiden Stifte 52 und 53, welche an dem Gelenkstück 54 anliegen, das um die 'Welle 55 drehbar ist.
Aus Fig. 1 ist ohne weiteres zu ersehen, dass sowohl eine Aufwärtsbewegung der Schriftplatte 50, wie auch eine Abwärtsbewegung der Schrift platte 50 eine Drehung des Gelenkstückes 5-6 in ein und derselben Richtung, und zwar ent gegen dem Drehsinn des Uhrzeigers, bewirkt. <B>An</B> dem Gelenkstück 54 ist die Zugstange 56 befestigt, die durch Vermittlung des MTin- kelhebels 57 die schon weiter oben erwähnte Zugstange 41 bewegt.
Zum Schreiben wird also der Stift 48 bezw. der Schlitten 4 so lange bewegt, bis der Typenwähler 6 an die Anschlagplatte 8 anschlägt. Dadurch, dass der Typenwähler 6 jedoch schwenkbar in dem Schlitten 4 gela gert ist, wird der Schreibstift 48 nach erfolgtem Anschlag an die tiefliegende Platte 8 mit seinem obern Ende durch die Bewe gung von Hand noch ein Stück weiter be wegt und nimmt dadurch die Schreibplatte 50 mit. Durch die oben geschilderte Über tragung erfolgt ein Zug auf die Zugstange 41 und dadurch das Auslösen des Ankers 40. Auf der Schreibplatte 50 sind bei jeder äussern Ecke des Zickzackausschnittes Buch staben aufgeschrieben (Fig. 1).
Der leich teren Übersichtlichkeit wegen hat die Schreiblatte 50 nicht eben so viele Aus- schnitte wie Buchstaben und Zeichen etc. vorhanden sind, sondern nur einen Bruchteil derselben (im gezeichneten Ausführungsbei spiel 1/4). -Demnach müssen durch auch bei den normalen Schreibmaschinen bekannte Umschaltungen die übrigen Buchstaben und Zeichen geschrieben werden, Lind zwar sind bei dieser Maschine zwei Umschaltungen an geordnet. Die eine Umschaltung wird durch eine Änderung des Druckes des Schreibstif tes 48 auf den Typenwähler 6 hervorgerufen, analog wie man bei der Handschrift durch schwächeren oder stärkeren Druck der Feder die Haar- und Schattenstriche erzielt werden.
Die zweite Umschaltung erfolgt durch Ver schieben des Knopfes 58 auf dem Schreibstift 48. Anstatt ein Knopf kann auch, analog wie bei Standartschreibmaschinen, eine Taste, die bei der Umschaltung niedergedrückt wird, vorgesehen sein. Infolge der beschriebenen Umschaltvorrichtungen können jeder Zacken ecke der Schreibplatte vier verschiedene Zei chen zugeordnet sein, so dass durch Verschie ben des Typenwählers in eine einzige Zacken ecke der Schreibplatte vier verschiedene Ty pen in Schreibstellung gebracht werden kön nen. Das Ganze ist derart ausgebildet, dass durch die Bewegung des Typenwählers ohne Druck das erste Zeichen der bei der betref fenden Zackenecke vorgesehenen Zeichen gruppe gewählt wird.
Das folgende Zeichen der Gruppe wird durch die lotrechte Ver schiebung des Typenwählers, und die darauf folgenden beiden Zeichen der Gruppe werden durch Betätigung des Knopfes 58 mit oder ohne gleichzeitiges lotrechtes Verschieben des Schreibstiftes gewählt.
Die Teile, die zur Umschaltung dienen, sind im folgenden beschrieben: Zwischen den Schlitten 4 und das Typenrad 18 ist die Dop pelzahnstange 10 eingeschaltet, die gegen über der Sehlittenführung 2 eine relative Lagenveränderung einnehmen kann. Dies ge- sehieht, wie schon weiter oben beschrieben. durch Schwenken des Zahnsektors 11. Die Verzahnung 15 entspricht dabei den notwen digen Verschiebungen der Zahnstange 10, um alle drei Zwischentypen in die Schreibstel- lang zu bringen.
Das Schwenken des Sek tors 11 wird erreicht durch entsprechende Verdrehung des auf der Sperrklinke 14 be findlichen prismatischen Ansatzes 66 um den Zapfen 13, wobei gleichzeitig die Verzah nung 1 5 freigegebenen wird. Der Ansatz 66 ist in der geschlitzten Stange 61 geführt, die der Deutlichkeit halber in Fig. 1 in der Mitte gebrochen gezeichnet ist und die sich in Pa- rallelogrammverbindung mit dem Querhebel 60 befindet. Durch Verdrehen des Hebels 62 erfolgt eine seitliche Verschiebung der ge schlitzten Stange 61, und es kann eine sol che Verschiebung auch erreicht werden durch Verdrehung des Hebels 60.
Die Schlitten führung 2 gleitet zu diesem Zweck auf einer glatten Schiene 63 (Fig. 1 und 4), welche um eine horizontale Achse schwenkbar an geordnet ist. Der in dieser Gleitschiene 63 befestigte Bolzen 64 greift in ein Langloch des Querhebels 60 ein. Die Gleitschiene 63 ist durch eine nicht gezeichnete Feder rechts von ihrer Lagerung gegen einen nicht ge zeichneten Anschlag nach oben gepresst. Er folgt demnach ein stärkerer Druck mit dem Schreibstift 48 auf den Schlitten 4, so wird diese Gleitschiene 63 rechts nach unten ge drückt und verursacht dadurch eine Drehung des Querhebels 60.
Diese ruft, wie oben be schrieben, eine Verschiebung der Stange 61 hervor, so dass der Ansatz 66 infolge des Druckes, der von den Schlitzkanten der sieh verschiebenden Stange 61 ausgeübt wird, eine Drehung erfährt. Die Grösse dieser Drehung entspricht der Tiefe der Verzahnung 15. Durch die Verdrehung wird also die Sperr klinke 14 aus der Verzahnung 15 herausgeho ben. Eine weitere Bewegung der Schiene 61. bewirkt ein Schwenken des Zahnsektors 11 und damit eine Verdrehung des Typenrades bei. stillstehendem Schlitten. Dies ist die erste Umschaltung.
Die zweite Umschaltung erfolgt durch Verdrehen des Hebels 62, sei es von Hand, so ähnlich wie bei den Standartschreibmaschi- nen, sei es durch Verschiebung des Knopfes 58 auf dem Schriftstift 48, welcher durch einen Bowdenzug 65 mit dem Hebel 62 in
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Verbindung <SEP> steht. <SEP> In <SEP> gleicher <SEP> Weise, <SEP> wie
<tb> bei <SEP> der <SEP> ersten <SEP> Umschaltung, <SEP> wird <SEP> dann <SEP> durch
<tb> die <SEP> seitliche <SEP> Verschiebung <SEP> der <SEP> Stange <SEP> 61 <SEP> eine
<tb> Verdrehung <SEP> des <SEP> Typenrades <SEP> bei <SEP> stillstehen dem <SEP> Schlitten <SEP> hervorgerufen.
<SEP> Durch <SEP> die <SEP> An ordnung <SEP> der <SEP> Übersetzungsverhältnisse <SEP> bei <SEP> bei den <SEP> Umschaltungen <SEP> und <SEP> deren <SEP> Kombinatioli
<tb> ist <SEP> demnach <SEP> das <SEP> Schreiben <SEP> aller <SEP> Zwischen typen <SEP> ermöglicht.
<tb> In <SEP> die <SEP> Keilverzahnung <SEP> 9 <SEP> greift <SEP> der <SEP> Fein einstellungshebel <SEP> 67 <SEP> kurz <SEP> vor <SEP> dem <SEP> Anschlag
<tb> der <SEP> Type <SEP> auf <SEP> das <SEP> Papier <SEP> ein, <SEP> und <SEP> zwar <SEP> durch
<tb> Vermittlung <SEP> des <SEP> Gelenkstückes <SEP> 5-1 <SEP> und <SEP> der
<tb> Zugstange <SEP> 68.
<SEP> Der <SEP> Zweck <SEP> dieser <SEP> Einriclitmig
<tb> ist, <SEP> die <SEP> Genauigkeit <SEP> der <SEP> Einstellung <SEP> des <SEP> T <SEP> v penrades <SEP> zu <SEP> erhöhen, <SEP> welche <SEP> durch <SEP> das <SEP> ver schiedene <SEP> Zusammenwirken <SEP> der <SEP> Toleranzen
<tb> der <SEP> verschiedenen <SEP> Zwischenglieder <SEP> ungenau
<tb> wird.
<tb> Die <SEP> Kupplung <SEP> <B>32,</B> <SEP> welche <SEP> durch <SEP> den <SEP> von
<tb> aussen <SEP> zugänglichen <SEP> Kupplungshebel <SEP> 69 <SEP> aus schaltbar <SEP> ist, <SEP> hat <SEP> den <SEP> Zweck, <SEP> beim <SEP> Zurück verschieben <SEP> der <SEP> Maschine <SEP> zum <SEP> Zeilenanfang
<tb> das <SEP> Transmissionsrad <SEP> 33 <SEP> auszuschalten.
<SEP> Vor
<tb> Beginn <SEP> des <SEP> Schreibens <SEP> ist <SEP> die <SEP> ganze <SEP> Maschine
<tb> einfach <SEP> auf <SEP> das <SEP> Papier <SEP> aufzustellen, <SEP> wobei
<tb> Sorge <SEP> zu <SEP> tragen <SEP> ist, <SEP> dass <SEP> die <SEP> beiden <SEP> Walzen
<tb> 26 <SEP> und <SEP> 27 <SEP> zum <SEP> Papierrand <SEP> parallel <SEP> sind. <SEP> Wie
<tb> schon <SEP> weiter <SEP> oben <SEP> beschrieben, <SEP> bewegt <SEP> sich
<tb> die <SEP> ganze <SEP> Maschine <SEP> während <SEP> des <SEP> Schreibens
<tb> jedes <SEP> Buchstabens <SEP> um <SEP> eine <SEP> Schrittweite <SEP> wei ter <SEP> nach <SEP> rechts.
<SEP> Ist <SEP> die <SEP> Zeile <SEP> fertig <SEP> geschrie ben, <SEP> so <SEP> muss <SEP> durch <SEP> den <SEP> Kupplungshebel <SEP> 69
<tb> die <SEP> Kupplung <SEP> 32 <SEP> ausgeschaltet <SEP> werden <SEP> und
<tb> gleichzeitig <SEP> erfolgt <SEP> dadurch <SEP> durch <SEP> einfache
<tb> Hebelübertragung <SEP> (nicht <SEP> gezeichnet) <SEP> ein <SEP> Ver schwenken <SEP> der <SEP> linken <SEP> Walze <SEP> 27 <SEP> iin <SEP> entgegen gesetzten <SEP> Sinn <SEP> des <SEP> Uhrzeigers.
<SEP> Die <SEP> Gröle
<tb> des <SEP> Winkels, <SEP> um <SEP> welchen <SEP> sich <SEP> diese <SEP> Walze
<tb> durch <SEP> den <SEP> Druck <SEP> auf <SEP> den <SEP> Kupplungshebel <SEP> 69
<tb> verschwenkt, <SEP> wird <SEP> durch <SEP> eine <SEP> nicht <SEP> ein gezeichnete <SEP> Zahnradiibertragung <SEP> um <SEP> so <SEP> mehr
<tb> verkleinert, <SEP> je <SEP> länger <SEP> die <SEP> geschriebene <SEP> Zeile
<tb> ist. <SEP> Nun <SEP> wird <SEP> die <SEP> ganze <SEP> Naschine <SEP> mit <SEP> cinein
<tb> leichten <SEP> Druck <SEP> nach <SEP> unten <SEP> nach <SEP> links <SEP> ver schoben.
<SEP> Dadurch, <SEP> dass <SEP> jetzt <SEP> die <SEP> beiden <SEP> Wal zen <SEP> nicht <SEP> mehr, <SEP> wie <SEP> während <SEP> des <SEP> Schreiben, zueinander parallel stehen, sondern einen Winkel miteinander bilden, erfolgt die Rück wärtsbewegung nicht in einer Geraden, son dern in einem Kreisbogen, zu dem die ur sprüngliche Zeile eine Tangente am Zeilen ende ist. Durch die weiter oben beschriebene Variierbarkeit des Verdrehungswinkels der Walze 27 und durch entsprechende Überset zungsverhältnisse wird es erreicht, dass, so bald die Maschine wieder am Zeilenanfang steht, der Hammer 24 über dem Anfangs punkt der nächsten Zeile ist.
Soll die Ma schine von oben nach unten um mehrere Zei len weiterbewegt werden, ohne dass geschrie ben wird, so erfolgt dieses durch einen Druck auf einen nicht gezeichneten Hebel, wodurch die ganze Maschine gehoben wird, so dass sich die Walzen 26 und 27 vom Papier abheben und die Maschine durch vier Walzen unter stützt ist, welche in Achsen drehbar sind, die senkrecht zu denen der Walzen 26 und 27 gelagert sind. Ist die gewünschte Stellung der Maschine erreicht, so wird durch Loslas sen dieses Hebels. die Maschine auf die beiden Walzen 26 und 27 gestellt. Alle Walzen haben ein Sperrad und Sperrklinke, so dass alle Bewegungen um ganze Zeilenbreiten bezw. Buchstabenbreiten zwangläufig erfol gen müssen.
Ausserdem enthält die Walze 27 noch einen Anschlag, welcher es unmöglich macht, die Maschine über den einmal einge stellten Zeilenumfang hinauszuverschieben. Ausserdem ist ein Farbband oder eine Farb- bandrolle bei der Maschine angeordnet, die prinzipiell den bekannten Konstruktionen gleicht.