CH142002A - Entladungsgefäss. - Google Patents

Entladungsgefäss.

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CH142002A
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CH
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glass
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glass tube
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Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
Original Assignee
Siemens Ag
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  • Joining Of Glass To Other Materials (AREA)

Description


  Entladungsgefäss.    Es ist bekannt, bei Entladungsgefässen       Elektrodenstützdrähte    mit einem Glasrohr  zu umkleiden, welches an seinem untern  Ende am     Glasquetschfuss        angeschmolzen    ist.  Diese Massnahme hat den Zweck, den Stütz  drähten grösserer Länge eine Versteifung und  einen Schutz gegen Schwingen zu verleihen.  Ausserdem soll aber in Verbindung mit einem       darübergeschobenen    Quarzrohr, welches die  ganze Länge des Stützdrahtes abdeckt, ein       Glimmschutz    erzielt werden, der Rück  zündungen des     Gasentladungsgefässes    ver  hindert.

   Beide Absichten werden aber sehr  leicht durch Abbrechen des Glasröhrchens  an der Verbindungsstelle mit dem Quetsch  fuss vereitelt. Das Röhrchen hat dann keinen  Halt mehr, und kann weder die Stabilität  des Stützdrahtes erhöhen, noch die am       Quetschfuss    austretenden Metallteile vor dem  Ansatz von schädlichen Glimmerscheinungen  schützen, da die Metallteile unmittelbar am       Quetschfuss    infolge der zuweilen beim Ein-    schmelzen sich ergebenden Senkungen des  Glases nicht mehr vom Quarzrohr bedeckt  und abgeschlossen bleiben.  



  Es wäre nun naheliegend, die Stützdrähte  aus einem Material herzustellen, welches sich  mit Glas verschmelzen lässt und das Glas  röhrchen auf seiner ganzen Länge mit dem  Stützdraht zu verbinden. Diese Stoffe sind  aber, wie zum Beispiel Platin, sehr teuer  und kommen, da es sich gerade um ziemlich  lange Drähte handelt, aus diesem Grunde  nicht in Betracht: - Aus Wirtschaftlichkeits  gründen verwendet man daher in erster Linie       gonstantan    als     Trägerdrahtmaterial,    an des  sen unterem Ende kurze Platin- oder Platin  ersatzstücke zur Einschmelzung in den       Quetschfuss    angebracht sind;

   würde man nun  versuchen, an den     gonstantandraht    das Glas  röhrchen     anzuschmelzen,    so entstehen infolge  der verschiedenen     Ausdehnungskoeffizienten     beim Abkühlen kleine Risse, die bei gering  ster Erschütterung zu Sprüngen auswachsen.      Die Erfindung     betrifft        null    ein Entladungs  gefäss, bei dem die Stützdrähte     voll    Elektro  den mit einem zu einem Teil seiner Länge  im     Quetschfuss    eingeschmolzenen Glasröhrchen  umgeben sind, wobei das Glasröhrchen mit  einem mit seiner     Innenwandung    innig ver  bundenen elastischen Futter     versehen    ist.  



  Die Erfindung betrifft ebenfalls ein Ver  fahren zur Herstellung eines solchen Gefässes.  Entsteht jetzt ein Riss im     Glasröhrchen,     so werden die beiden     Röhrchenteile    durch  das Futter zusammengehalten, da der Riss  nur bis zum Futter dringen und sich infolge  der Elastizität des Futtermaterials hierin nicht  bis zum Stützdraht fortsetzen kann. Es ist  einleuchtend, dass nun das Glasröhrchen sogar  in mehrere Teile zerspringen kann, ohne dass  der Spannung führende Stückdraht freigelegt  wird und sich Glimmerscheinungen ausbilden  können.  



  Ein solches elastisches Futter lässt sich  zum Beispiel dadurch herstellen, dass das  Glasröhrchen auf seiner     Innenwandung    mit  einer dünnen Metallfolie, vorzugsweise aus  Kupfer, bekleidet wird, und, nachdem beides  auf den Stützdraht aufgeschoben     worden_ist,     durch Erwärmung einer Verbindung der Folie  mit dem Glase herbeigeführt wird. Die dem  Glase anliegende Fläche der Folie verbindet  sich dabei so innig mit dem Glase, das ge  wissermassen eine aus Glas und Metall be  stehende Legierungsschicht gebildet wird, die  allmählich in reines Metall übergeht.

   Dem  entsprechend erhöht sich mit dem Abnehmen  des Glasgehaltes die Elastizität der Masse,  so dass Risse, die sich noch in der äussern, aus  reinem Glase bestehenden Schicht ausbilden,  nur höchstens bis zu der Legierungsschicht  vordringen können. Zur Herstellung des  Futters     kann    jedoch beliebiges Metall ver  wendet werden, welches sich zur Folie ver  arbeiten lässt.  



  Die Abbildung zeigt ein Ausführungs  beispiel der Erfindung.  



  Es sei 1 ein Teil eines Quetschfusses,  beispielsweise eines     Doppelweggleichrichters     mit Gasfüllung. Eine der vorhandenen Anoden  werde an dem Stützdraht 2 befestigt, dessen    Hauptteil aus     Konstantan    besteht und dessen  unterer Teil mit     eitlem        Stückchen    Platin  draht 3 zur Einschmelzung im Quetschfuss 1  versehen ist. Das Glasröhrchen 4 besitzt ein  Futter 5 aus     Kupferfolie        lind    ist mit seinem  untern Teil im     Quetschfuss    eingeschmolzen.

    Über den Stützdraht und das Röhrchen     kann     noch ein weiteres Rohr aus Quarz geschoben  sein, welches vom Quetschfuss bis zur eigent  lichen, nicht dargestellten     Elektrode    reicht.  



  Zur Herstellung des Futters geht man       zweckmässig    in folgender Weise vor. Man  stellt zunächst aus Kupferfolie ein kleines  Röhrchen her von der Länge des Glasrohres  und von etwas grösserem Durchmesser als  der des Stützdrahtes, wobei man den Stütz  draht als Wickeldorn verwenden kann.

   Da  nach schiebt man das Glasröhrchen über das  gleich auf dem Stützdraht belassene Kupfer  rohr und erhitzt beides in einer Gasbläser  flamme, wobei man den obern und untern  Rand des Glasrohres etwas     umbördelt.    Die  innige Verbindung des Glases mit dem  Kupfer zeigt sich durch eine intensiv rote  Farbe des     unter    dem Glase liegenden Kupfers  nach der     Abkühlung        all.    Diese leuchtende  Färbung des Kupfers lässt eine gute Kontrolle  des Glases auf etwaige Sprünge oder Blasen  zu. Der so fertiggestellte Stützdraht kann  dann in bekannter Weise in der)     Quetschfuss     eingeschmolzen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Entladungsgefäss, bei dem die Stützdrähte von Elektroden mit einem zu einem Teil seiner Länge im Quetschfuss eingeschmolzenen Glasröhrchen umgeben sind, dadurch gekenn zeichnet, dass das Glasröhrchen mit einem mit seiner Innenwandung innig verbundenen elastischen Futter versehen ist. UNTERANSPRÜCH: Entladungsgefäss nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Futter aus einer dünnen, mit der inneren Glaswandung innig verbundenen Metallschicht besteht.
    PATPNTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung eines Ent ladungsgefässes nach dem Patentanspruch I und Unteranspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Stützdraht ein Röhrchen aus Metallfolie gebracht wird, über welche das Glasröhrchen geschoben und beides einer Erhitzung zwecks inniger Verbindung mit der inneren Glaswandung des Röhrchens unterworfen wird.
CH142002D 1928-10-05 1929-09-30 Entladungsgefäss. CH142002A (de)

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DE142002X 1928-10-05

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CH142002D CH142002A (de) 1928-10-05 1929-09-30 Entladungsgefäss.

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