AT163145B - Verfahren zur Erzielung dichter Durchführungen metallischer Teile durch Glas oder glasähnliche Stoffe - Google Patents
Verfahren zur Erzielung dichter Durchführungen metallischer Teile durch Glas oder glasähnliche StoffeInfo
- Publication number
- AT163145B AT163145B AT163145DA AT163145B AT 163145 B AT163145 B AT 163145B AT 163145D A AT163145D A AT 163145DA AT 163145 B AT163145 B AT 163145B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- glass
- enamel
- materials
- metallic parts
- metallic
- Prior art date
Links
- 239000011521 glass Substances 0.000 title claims description 23
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 13
- 239000000463 material Substances 0.000 title claims description 6
- 230000035515 penetration Effects 0.000 title description 3
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 6
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims description 6
- 238000002844 melting Methods 0.000 claims description 6
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 6
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 claims description 6
- 210000003298 dental enamel Anatomy 0.000 claims description 5
- 230000008018 melting Effects 0.000 claims description 4
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims description 4
- VYZAMTAEIAYCRO-UHFFFAOYSA-N Chromium Chemical compound [Cr] VYZAMTAEIAYCRO-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 3
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 claims description 3
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 3
- 239000010453 quartz Substances 0.000 claims description 3
- VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N silicon dioxide Inorganic materials O=[Si]=O VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 3
- 239000000843 powder Substances 0.000 description 5
- 239000000155 melt Substances 0.000 description 4
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 2
- 239000000853 adhesive Substances 0.000 description 1
- 230000001070 adhesive effect Effects 0.000 description 1
- 239000000956 alloy Substances 0.000 description 1
- 229910045601 alloy Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000001680 brushing effect Effects 0.000 description 1
- 238000007598 dipping method Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000004927 fusion Effects 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 238000010422 painting Methods 0.000 description 1
- 239000005401 pressed glass Substances 0.000 description 1
- 239000005394 sealing glass Substances 0.000 description 1
- 238000005507 spraying Methods 0.000 description 1
- 238000003466 welding Methods 0.000 description 1
Landscapes
- Joining Of Glass To Other Materials (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Erzielung dichter Durchführungen metallischer Teile durch Glas oder glasähnliche Stoffe EMI1.1 Durchführungen ohne Ummantelung handelt, die aus einem Metall oder einer Legierung bestehen, deren diffusive Löslichkeitstendenz in Glas nicht vorhanden oder minimal ist. Man hat in diesen oder ähnlichen Fällen schliesslich auch schon vorgeschlagen, die Durch- führungsstrecke mit einer Schicht von Glas-oder Emailpulver zu umhüllen, wobei das Schmelzen dieser Hülle durch die von aussen einwirkenden heissen Glaspartien des durchsetzten Glasteiles oder durch vorhergehendes Erhitzen der Pulver- hülle durch eine Gasflamme od. dgl. von aussen bewirkt wurde, ohne dass aber auf diesem Wege wirklich befriedigende Ergebnisse erzielt werden konnten. Diesen Übelstand beseitigt die Erfindung dadurch, dass der metallische Teil in einer ungefähr der Durchführungsstrecke entsprechenden Länge mit einer Hülle aus fein verteiltem Glas oder glasähnlichem Stoffe versehen und hierauf der metallische Teil einer derartigen Erwärmung unterworfen wird, dass diese Hülle von innen nach aussen fortschreitend niederschmilzt, worauf der Teil der eigentlichen Einschmelzung unterworfen wird. Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens geht man derart vor, dass man die drahtförmigen, bandförmigen oder sonstwie gestalteten Durchführungsstücke, die durch Tauchen, Pinseln, Streichen, Sprühen, Elektrokataphorese oder sonstwie mit einem Mantel von Glaspulver oder frittenartigem Gebilde umhüllt wurden, einer Jouleschen Erwärmung durch Stromdurchfluss unterwirft, wobei es durch entsprechende Bemessung der Dicke der Umhüllung, der Stromgebung und unter Wirkung der kapillaren Adhäsionskräfte leicht gelingt, eine blasen-und rissfreie, homogene, vorzüglich haftende und dichtende Glashaut zu erzielen, so dass die spätere Verbindung mit dem Hauptglaskörper vollkommen einwandfrei durch Verschweissung bzw. Verschmelzung von Glas gegen Glas eintritt. Ohne sich auf eine physikalische Deutung des vorzüglichen praktischen Effektes festlegen zu wollen, mag dessen Erklärung darin gefunden werden, dass bei der thermischen Einwirkung von aussen auf eine derartige Frittenhülle selbst- <Desc/Clms Page number 2> verständlich die äusserste Zone zuerst niederschmilzt und hierauf aufeinanderfolgend sozusagen weitere Partikelchen radial von innen nach aussen in sich hineinzieht, so dass schliesslich ein Spiel, EMI2.1 gemässen Fall, befördert durch die ausgezeichnete und anpassungsfähige Regelbarkeit einer elektrischen Beheizung, die in unmittelbarer Berührung mit dem Durchführungsmetall stehenden Innenzonen der Hülle zuerst schmelzen, sich an die Oberfläche des Metallteiles adhäsiv anschmiegen und weiters, umgekehrt gegenüber früher, Partikeln angrenzender Zone radial von aussen nach innen an sich heran bzw. in die Schmelze ziehen. Dies dürfte auch der Grund für die überaus befriedigenden Ergebnisse sein, welche die erfindungsgemässe Vorgangsweise bei Durchführungsdrähten liefert, die meist nur mit oberflächlichen, die vakuumdichte Durchführung sehr erschwerenden Rillen und Riefen hergestellt werden können, wie dies etwa für Chromeisendrähte der Fall ist. Besonders bewährt hat sich das erfindunggemässe Verfahren bei für Elektronenröhren mit Pressglastellern bekanntgewordenen massiven drahtförmigen Durchführungen aus Chromeisen, die ohne metallische oder oxydische Aussenhülle verwendet werden müssen und die aus drahtmetallurgischen Gründen zu feinen Rissen und Spalten an ihrer Oberfläche neigen. Als Frittensubstanz hat sich eine Glaspulvermischung bewährt, die aus zwei Teilen hochbleihältigen emailartigen Glases und einem Teil desselben Glases besteht, das für die Herstellung der Pressteller Verwendung findet. Das Verfahren ist nicht wesentlich an zu durchsetzende Teile aus Glas bzw. an Frittenpulver aus Glas oder Email gebunden, sondern wirkt sich bei allen metallischen Durchführungen, die unter Erfüllung der eingangs genannten Forderungen ein glasartiges Material durchsetzen, wie z. B. auch Quarz, vorteilhaft aus. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Erzielung dichter Durchführungen metallischer Teile durch Glas oder glasähnliche Stoffe, bei welchem der metallische Teil vor der eigentlichen Einschmelzung in einer ungefähr der Durchführungsstrecke entsprechenden Länge mit einer Hülle aus fein verteiltem Glas oder glasähnlichem Stoff versehen wird, dadurch gekennzeichnet, dass der metallische Teil einer derartigen Erwärmung unterworfen wird, dass diese Hülle von innen nach aussen fortschreitend niederschmilzt, worauf der Teil der eigentlichen Einschmelzung unterworfen wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Erwärmung des metallischen Teiles regelbar auf elektrischem Wege vorgenommen wird.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der den Metallteil umhüllende Stoff aus einem niedrig schmelzenden emailartigen Glas oder Email selbst besteht.4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der umhüllende Stoff aus einem Gemenge eines niedrig schmelzbaren Glases oder Email mit einem höher schmelzenden Glas, z. B. dem zu durchsetzenden Glas, besteht.5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zu durchsetzende Körper aus Quarz und die Umhüllung des durchzuführenden Metallteiles aus Quarz, Glas, Email oder einem Gemenge dieser Stoffe besteht.6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchführungsmetallteile aus Chromeisen bestehen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT163145T | 1946-09-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT163145B true AT163145B (de) | 1949-05-25 |
Family
ID=3652128
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT163145D AT163145B (de) | 1946-09-12 | 1946-09-12 | Verfahren zur Erzielung dichter Durchführungen metallischer Teile durch Glas oder glasähnliche Stoffe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT163145B (de) |
-
1946
- 1946-09-12 AT AT163145D patent/AT163145B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1031433B (de) | Kathodenstrahlroehre mit einem Glaskonus | |
| DE1094939B (de) | Verfahren zum Herstellen einer Mehrfachglasscheibe | |
| AT163145B (de) | Verfahren zur Erzielung dichter Durchführungen metallischer Teile durch Glas oder glasähnliche Stoffe | |
| DE309343C (de) | ||
| DE562911C (de) | Metallischer Manteldraht | |
| DE495005C (de) | Stromeinfuehrungsdraht | |
| DE856488C (de) | Verfahren zur Erzielung dichter Durchfuehrungen metallischer Teile durch Glas oder glasaehnliche Stoffe | |
| DE751194C (de) | Verfahren zum Einschmelzen von pfropfenartigen Glasteilen in Metallringe | |
| AT119228B (de) | Stromzuleitungen für Gefäße aus Glas, insbesondere aus Quarzglas. | |
| DE858762C (de) | Verfahren zur Herstellung einer gasdichten Anschmelzung zwischen einem glaesernen und einem metallenen Gegenstand | |
| DE899085C (de) | Flacher Roehrenfuss fuer elektrische Entladungsroehren | |
| DE414200C (de) | Verfahren zur Herstellung eines gasdichten Verschlusses zwischen einem elektrischen Leiter und dem Gehaeuse eines Quecksilberdampfgleichrichters, einer Kuehlmaschine u. dgl. | |
| DE911307C (de) | Verfahren zur Herstellung von vakuumdichten Stromeinfuehrungen | |
| DE1278807C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum gleichzeitigen Entzundern und Aufbringen von Rostschutzschichten auf metallische Walzprofile und aehnliche Produkte | |
| AT157067B (de) | Vakuumgefäß mit Glaskolben und schwer erweichbarem Verschlußstück. | |
| DE709316C (de) | Gasdichte elektrische Durchfuehrung | |
| DE825287C (de) | Verfahren zur Herstellung einer elektrischen Gas- und/oder Dampfentladungroehre mit Lumineszenzschicht und Zuendbelag und nach diesem Verfahren hergestellte Roehre | |
| AT155409B (de) | Verfahren zur vakuumdichten Einführung von Stromzuführungen usw. in die Wandung eines aus keramischem Werkstoff gefertigten Entladungsgefäßes. | |
| DE817344C (de) | Verfahren zur Herstellung elektrischer Gluehlampen mit lichtstreuendem Innenueberzug | |
| DE866971C (de) | Elektrischer Widerstandsdraht mit verstaerkten Enden und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| AT90733B (de) | Luftdichte Drahteinführung für Glasgefäße. | |
| CH242311A (de) | Verfahren zur Herstellung eines aus mindestens zwei Teilen bestehenden Gegenstandes, dessen einer Teil mindestens teilweise aus Glas besteht, durch Verschmelzen dieses Glases mit einem andern Teil. | |
| AT167209B (de) | Elektrischer Widerstandsdraht mit verstärkten Enden und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE763345C (de) | Elektrisches Entladungsgefaess | |
| AT158189B (de) | Vakuumdichte Verbindung zwischen Metall- und Keramikteilen. |