AT120324B - Entladungsgefäß. - Google Patents

Entladungsgefäß.

Info

Publication number
AT120324B
AT120324B AT120324DA AT120324B AT 120324 B AT120324 B AT 120324B AT 120324D A AT120324D A AT 120324DA AT 120324 B AT120324 B AT 120324B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
glass
tube
support wire
discharge vessel
glass tube
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Karl
Original Assignee
Siemens Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Ag filed Critical Siemens Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT120324B publication Critical patent/AT120324B/de

Links

Landscapes

  • Joining Of Glass To Other Materials (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Entladungsgefäss. 



   Es ist bekannt, bei Entladungsgefässen   Elektrodenstützdrähte   mit einem Glasrohr zu umkleiden, welches an seinem unteren Ende am   Glas quetschfuss angeschmolzen   ist. Diese Massnahme hat den Zweck, den Stützdrähten grösserer Länge eine Versteifung und einen Schutz gegen Schwingen zu verleihen. 



  Ausserdem soll aber in Verbindung mit einem darübergeschobenen Quarzrohr, welches die ganze Länge des Stützdrahtes abdeckt, ein Glimmschutz erzielt werden, der   Rüekzündungen   des Gasentladungsgefässes verhindert. Beide Absichten werden aber sehr leicht durch Abbrechen des Glasröhrehens an der Verbindungsstelle mit dem   Quetsehfuss   vereitelt. Das Röhrehen hat dann keinen Halt mehr und 
 EMI1.1 
 vor dem Ansatz von schädlichen Glimmerscheinungen schützen, da die Metallteile unmittelbar am Quetschfuss infolge der zuweilen beim Einschmelzen sich ergebenden Senkungen des Glases nicht mehr vom Quarzrohr bedeckt und abgeschlossen bleiben. 



   Es wäre nun naheliegend, die Stützdrähte aus einem Material herzustellen, welches sich mit Glas verschmelzen lässt, und das Glasröhrehen auf seiner ganzen Länge mit dem Stützdraht zu verbinden. 



  Diese Stoffe sind aber, wie z. B. Platin, sehr teuer und kommen, da es sich gerade um ziemlich lange Drähte handelt, aus diesem Grunde nicht in Betracht. Aus Wirtschaftlichkeitsgründen verwendet man daher in erster Linie Konstantan als Trägerdrahtmaterial, an dessen unterem Ende kurze Platin-oder   PIatinersatzstüeke   zur Einschmelzung in den   Quetschfuss   angebracht sind ; würde man nun versuchen, den Konstantandraht an das Glasröhrehen anzuschmelzen, so entstünden infolge der verschiedenen Ausdehnungskoeffizienten beim Abkühlen kleine Risse, die bei geringster Erschütterung zu Sprüngen auswachsen. 



   Gemäss der Erfindung wird der eingangs erwähnte Mangel unter Beibehaltung des zur Verschmelzung mit Glas nicht geeigneten und billigen Stützmaterials dadurch behoben, dass sich zwischen Glasröhrchen und Stützdraht ein Futter aus einem metallischen Material grösserer Elastizität als Glas und als das Material des Stützdrahtes befindet. 



   Entsteht jetzt ein Riss im Glasröhrehen, so werden die beiden Röhrehenteile durch das Futter zusammengehalten, da der Riss nur bis zum Futter dringen und sieh infolge der Elastizität des Futtermaterials hierin nicht bis zum Stützdraht fortsetzen kann. Es ist einleuchtend, dass nun das   Glasröhrehen   sogar in mehrere Teile zerspringen kann, ohne dass der Spannung führende Stützdraht freigelegt wird und sich Glimmerscheinungen ausbilden können. 



   Ein solches Futter lässt sich z. B. dadurch herstellen, dass das Glasröhrehen auf seiner Innenwandung mit einer dünnen Metallfolie, vorzugsweise aus Kupfer, bekleidet wird, und, nachdem beides auf den Stützdraht aufgeschoben worden ist, durch Erwärmung eine Verbindung der Folie mit dem Glase herbeigeführt wird. Die dem Glase anliegende Fläche der Folie verbindet sich dabei so innig mit dem Glase, dass gewissermassen eine aus Glas und Metall bestehende Legierungsschicht gebildet wird, die allmählich in reines Metall übergeht. Dementsprechend erhöht sich mit dem Abnehmen des Glasgehaltes die Elastizität. der Masse, so dass Risse, die sich noch in der äusseren, aus reinem Glas bestehenden Schichte ausbilden, nur höchstens bis zu der Legierungsschicht vordringen können.

   Zur Herstellung des Futters kann jedes beliebige Metall verwendet werden, welches sich zur Folie verarbeiten lässt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die-Abbildung zeigt ein-Ausführungsbeispiel der Erfindung. 



   Es sei 1 ein Teil eines   Quetschfusses,   beispielsweise eines   Doppelweggleicl1richters   mit Gasfüllung. 



  Eine der vorhandenen Anoden werde an dem Stützdraht 2 befestigt, dessen Hauptter aus Konstantan besteht und dessen unterer Teil mit einem Stückchen Platindraht 3 zur Einschmelzung im   Quetschfuss   1 versehen ist. Das Glasröhrchen 4 besitzt ein Futter 5 aus Kupferfolie und ist mit seinem unteren Teil im Quetschfuss eingeschmolzen. Über den Stützdraht und das Röhrchen kann noch ein weiteres Rohr 
 EMI2.1 
 



   Zur Herstellung des Futters geht man zweckmässig in folgender Weise vor. Man stellt zunächst aus Kupferfolie ein kleines Röhrchen her von der Länge des Glasrohres und von etwas grösserem Durchmesser als der des Stützdrahtes, wobei man den Stützdraht als Wickeldorn verwenden kann. Danach schiebt man das   Glasröhrchen   über das gleich auf dem Stützdraht belassene Kupferrohr und erhitzt beides in einer   Gasbläserflamme,   wobei man den oberen und unteren Rand des Glasrohres etwas umbördelt. Die innige Verbindung des Glases mit dem Kupfer zeigt sich durch eine intensiv rote Farbe des unter dem Glase liegenden Kupfers nach der Abkühlung an. Diese leuchtende Färbung des Kupfers lässt eine gute Kontrolle des Glases auf etwaige Sprünge oder Blasen zu.

   Der so fertiggestellte Stützdraht kann dann in bekannter Weise in den Quetschfuss eingeschmolzen werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
 EMI2.2 
 nisch beanspruchten Elektroden mit einem zu einem Teil seiner Länge im   Quetschfuss   eingeschmolzenen   Glasröhrchen   umgeben sind, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen   Glasrohrehen und Stützdraht   ein Futter aus einem metallischen Material grösserer Elastizität befindet.

Claims (1)

  1. 2. Entladungsgefäss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Futter aus einer dünnen mit der inneren Glaswandung innig verbundenen Metallschicht, vorzugsweise aus Kupfer, besteht.
    3. Verfahren zur Herstellung eines Entladungsgefässes nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekenntzeichnet, dass auf den Stützdraht ein Röhrchen aus Metallfolie gebracht wird, über welche das Glas- röhrchen geschoben und beides einer Erhitzung zwecks inniger Verbindung derFolienoberfläche mit der inneren Glaswandung des Röhrchens unterworfen wird. EMI2.3
AT120324D 1928-10-05 1929-10-05 Entladungsgefäß. AT120324B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE120324X 1928-10-05

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT120324B true AT120324B (de) 1930-12-10

Family

ID=5656465

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT120324D AT120324B (de) 1928-10-05 1929-10-05 Entladungsgefäß.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT120324B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2340859B2 (de)
DE733525C (de) Schmelzsicherung mit einem Tragkoerper fuer den Schmelzleiter
DE677916C (de) Elektrische Hochdruckdampfentladungslampe mit Quarzgefaess und die Zuendung erleichternden Hilfselektroden
AT120324B (de) Entladungsgefäß.
DE516310C (de) Entladungsgefaess
DE764865C (de) Hochspannungssicherung mit Loeschmittelfuellung und Abschmelzkennzeichen
CH142002A (de) Entladungsgefäss.
DE707994C (de) Kathodenstrahlroehre
DE677567C (de) Verfahren zum Verloeten von mehreren Metallteilen mit einer Metallgrundplatte
DE3116682C2 (de) Alkalimetalldampflampe
DE699401C (de) Verfahren zur Herstellung auswechselbarer Verkleidungen
DE839389C (de) Entladungsroehre mit kalten Elektroden und Edelgasfuellung fuer Beleuchtungszwecke
AT101830B (de) Luftdichte Durchführung von Drähten durch eine Glaswand.
DE751194C (de) Verfahren zum Einschmelzen von pfropfenartigen Glasteilen in Metallringe
DE582750C (de) Vakuumdichte und quecksilberbestaendige Elektrodeneinfuehrung in Quecksilberdampf-Glasgleichrichter
DE549550C (de) Grossflaechige Schmelzverbindung von rohr- oder plattenfoermigen Metallteilen mit Glas
DE1596400C (de) Verfahren zur Herstellung von Schei benglas
DE899085C (de) Flacher Roehrenfuss fuer elektrische Entladungsroehren
DE566054C (de) Verfahren zum Verbinden von Metall mit Glas durch Verschmelzen
AT139277B (de) Elektrische Glühlampe, Entladungsröhre oder Blitzlichtlampe.
DE871034C (de) Stromleitereinschmelzung fuer Gefaesse aus Quarzglas oder aehnlichen hochschmelzenden Glaesern, insbesondere fuer hochbelastete elektrische Quecksilberueberdruckdampflampen
DE1596914A1 (de) Verfahren zum Einschmelzen von Metallkoerpern in Glas
AT93022B (de) Einführungsdraht für elektrische Glühlampen u. dgl.
AT163145B (de) Verfahren zur Erzielung dichter Durchführungen metallischer Teile durch Glas oder glasähnliche Stoffe
AT142094B (de) Elektronenröhre.