CH132867A - Verfahren zur Herstellung von Garn aus einem Gemisch künstlicher und natürlicher Seide. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Garn aus einem Gemisch künstlicher und natürlicher Seide.

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CH132867A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung von Garn aus einem Gemisch künstlicher und  natürlicher Seide.    Die Erfindung bezieht sich auf die Her  stellung eines Garnes aus einem Gemisch  von künstlicher und natürlicher Seide, wo  bei die beiden Faserbestandteile, von denen  die     Kunstseidefasern    die kürzeren sind, vor  dem Spinnen so gemischt werden, dass in dem  Erzeugnis die Wirkung einer Mischfärbung  erzielt werden kann.  



  Dieser Vorteil tritt dann ein, wenn das  aus einem Gemisch beider Faserarten herge  stellte Gewebe oder dergleichen im Stück  gefärbt wird; da nämlich die Farbe auf beide  Faserarten verschieden einwirkt, werden neue  und schöne Effekte erreicht.  



  Das Verfahren nach der Erfindung be  steht darin, dass die Fasern gemeinsam in  einer Streckvorrichtung     verstreckt    werden,  in welcher der Abstand der Klemmpunkte  mindestens eben so gross ist als die Länge  der künstlichen Fasern, so dass nur die na  türlichen, nicht aber die künstlichen Fasern    gerissen werden, worauf das so erhaltene  innige     Faserngemisch    zu Garn versponnen  wird. Infolge der erwähnten Streckung halten  die die     natürlichen    Fasern umgebenden Kunst  seidefasern die     Seidefasern    in Strähne zusam  men und hindern die Seidenfasern, sieh aus  dem Strähn loszulösen. Durch dieses Strecken  wird also eine innige Mischung der beiden  Faserarten erhalten.

   Ausserdem erfolgt die  Streckung ohne dass die Gefahr besteht, die  Kunstfasern zu zerreissen.  



  Während bei einem bekannten Verfahren  das Garn gebildet wird durch Vereinigung  gezwirnter Seidenfasern mit gezwirnten Kunst  seidefasern, wird nach dem vorliegenden  Verfahren die Vermischung beider Faserarten  in einem vor der Garnbildung liegenden  Arbeitsgang vorgenommen.  



  Das Färben des aus dem Mischgarn her  gestellten Stoffes wird auf jede einzelne  Faser dieselbe Wirkung haben, wie es der      Fall sein würde, wenn der     Stoff    daraus ganz  hergestellt wäre. Verschiedene     Schattierungen     und sogar verschiedene Farben können bei  den Faserarten in demselben Bottich erteilt  werden. In dem     Stoff    aber können die ver  schiedenen Schattierungen, beziehungsweise  Farben nicht unterschieden werden.  



  Beispielsweise arbeitet man wie folgt:  Man     bringt    in eine     Karde    eine Mischung  echter Seide zum Beispiel in Form von       Schappe,    mit     geschnittener    Kunstfaser in       beliebigem        Verhältnis,        zum        Beispiel        40        %        echte     Seide und 60 % künstliche Seide, oder einen  Teil echte Seide auf zwei Teile künstliche  Seide.

   Das Produkt wird in gewöhnlicher  Weise zu einem Strähn weiterverarbeitet,  welcher aus zwei innig gemischten Faserarten  besteht und durch und durch ein gleich  mässiges, dem     Mischungsverhältnis    der Faser  arten entsprechendes Aussehen hat.     Klan     verwendet künstliche Seide in Längen von  beispielsweise     1'/2    Zoll, während     Schappseide,     falls sie verwendet wird, Längen von unge  fähr 4 Zoll hat.  



  Da eine derartige Mischung nicht ge  sponnen werden kann, führt man den Strähn  durch eine Streck- beziehungsweise Zerreiss  vorrichtung, welche aus zwei Walzenpaaren  besteht, die in einem Abstand gesondert ge  lagert sind, der entweder der Länge der       Kunstseidenfasern    entspricht oder etwas grösser  ist. Die Walzenpaare haben verschiedene  Umdrehungsgeschwindigkeiten. Im Bedarfs  falle kann ein drittes Walzenpaar eingefügt  werden, welches in demselben Verhältnis zu  dem zweiten Paare steht, wie dieses zu dem  ersten.

   Es wird erreicht, dass die untereinander  gemischten Fasern einem     Ziehprozess    zwischen  den sich berührenden Walzenpaaren unter-         worfen    werden, der aber keine Wirkung auf  die künstlichen Seidenfasern hat, weil sie  nicht lang genug sind, um beide Enden in  der Berührungslinie der beiden Walzenpaare  gleichzeitig zu halten; dagegen sind die  echten Seidenfasern lang genug, um durch  den     Ziehprozess    gerissen zu werden. Während  sie allein gerissen werden, sind sie umgeben  und vermischt mit künstlicher Seide in sol  cher Menge, dass sie sich nicht     aufringeln     und zusammenziehen können.  



  Die so behandelten Fasergebilde geben  dann durch Maschinen, wie sie auch sonst  in der Seidenindustrie oder in der Baumwoll  industrie verwendet werden und endlich durch  eine Spinnmaschine und werden zu einem  gleichmässigen Garn versponnen, aus welchem  entweder     Kett-    oder     Schussgarn    oder beides  hergestellt werden kann. Das so erhaltene  Fasergebilde oder ein daraus hergestellter  Stoff kann dann gefärbt werden, wodurch  neue und schöne     Effekte    erzielt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Garn aus einem Gemisch künstlicher und natürlicher Seide, wobei die natürlichen Fasern die grössere Länge aufweisen, dadurch gekenn zeichnet, dass die Fasern gemeinsam in einer Streckvorrichtung verstreckt werden, in wel cher der Abstand der Klemmstellen mindestens ebensogross ist als die Länge der künstlichen Fasern, so dass nur die natürlichen, nicht aber die künstlichen Fasern gerissen werden, worauf das so erhaltene- innige Fasergemisch fertig gesponnen wird.
CH132867D 1927-03-02 1928-02-29 Verfahren zur Herstellung von Garn aus einem Gemisch künstlicher und natürlicher Seide. CH132867A (de)

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