AT106865B - Verfahren zur Herstellung von färbigem Baumwollgarn. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von färbigem Baumwollgarn.

Info

Publication number
AT106865B
AT106865B AT106865DA AT106865B AT 106865 B AT106865 B AT 106865B AT 106865D A AT106865D A AT 106865DA AT 106865 B AT106865 B AT 106865B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
colored
yarn
roving
thread
production
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Eclipse Textile Devices Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Eclipse Textile Devices Inc filed Critical Eclipse Textile Devices Inc
Application granted granted Critical
Publication of AT106865B publication Critical patent/AT106865B/de

Links

Landscapes

  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur   Herstellung von färbigem Baumwollgarn.   



   Die Erfindung bezweckt, ein Garn zum Stücken oder Weben melierter TÜcher aus Baumwolle oder ähnlichem Material zu erhalten, bei welchem verschieden gefärbte oder gefärbte und ungefärbte Teile innig vermischt sind. 



   Es war bisher gebräuchlich,   melierte     Baumwollwarrn   aus Garnen herzustellen, die nach dem Spinnen des Garnes durch Einfärben von in kurzen   Abständen   voneinander   befindliehen     Garnstellen   abwechselnd gefärbt wurden. Das farbige Garn gemäss der Erfindung unterscheidet sich von solchen 
 EMI1.1 
 quer durch den ganzen Querschnitt des Garnes erstrecken. Die aus Garnen gemäss der Erfindung hergestellten Stoffe unterscheiden sich wesentlich in ihrem Aussehen von Stoffen, die aus   gewöhnlichen     gefleckten   Garnen hergestellt sind, indem scharfe   Abgrenzungslinien zwischen   den farbigen und nicht farbigen Teilen oder den verschieden farbigen Teilen vermieden werden. 



   Es war bisher   gebräuchlich,   Vorgespinste in Strähnenform in   Abständen   zu falbe, die aus einem Material aus langen zähen Fasern bestehen, wie z. B. wollene oder kammwollene   Sttähne,   in dem diese während einer   geradlinigem   Bewegung bedruckt oder andeiweitig in Abständen gefärbt wurden. Derartige Verfahren gewährleisten keine völlige   Dnrchtränkung   der Fäden durch das   Färbematerial   und können 
 EMI1.2 
 vei wendet weiden. Solche kurzfaserige Vorgespinste besitzen eine sehr geringe Dehnungsfestigkeit und reissen beim Versuch, die Einfärbung während ihrer Bewegung zu bewirken. 



   Gemäss der Erfindung werden die in kurzen   Abständen   voneinander angeordneten Stellen eines 
 EMI1.3 
 während der Faden zu einer Masse auf seiner Spule oder einem andern Kern aufgewickelt ist. Dies wird dadurch erreicht, dass begrenzte Mengen von Farbflissigkeit auf vorbestimmten, in Abständen voneinander angeordneten Stellen auf die Fadenmasse aufgebracht werden, wobei veranlasst wird, dass diese Farbmengen die ganze   Fadenmasse   zwischen gegenüberliegenden Flächen durchdringen und dazwischen   ungefärbte Stellen freilassen.   Wenn der Faden auf einem Kern während der Einfärbung aufgewunden ist, so erfolgt die Einfärbung in Zwischenräumen ohne Gefahr des Reissens des Garnes.

   Nach diesem Färben wird, um ein Garn oder einen   Zwirnfaden zu   erhalten, der Faden abgewickelt, gezogen und gedreht bzw. mit   andernFäden,   welche in der gleichen Weise mit verschiedenen Farben behandelt   wmden, gezwirnt.   Das Drehen dient zum Zusammenpressen der Fasern, welche mit Farbe imprägniert wurden, und zielt darauf ab, die Farbe darin zulück zu halten ; der Zug und das Zwirnen dient dazu, scharfe Abgrenzllngslinien an den Enden der kurzen Färbestellen der Vorgespinste zu verhindern und diese   Färbestellrn   durch das Garn in einer gebrochenen spiralförmigen Anordnung zu verteilen. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens zur Herstellung gefärbter Garne sowie ein nach diesem Verfahren hergestelltes   Ga. in veranschaulicht. Fig. l   zeigt in einer Seitenansicht einen losen Faden oder ein Vorgespinst, das auf   einer Spuie aufgewickelt ist, wobei   die Stellen der aufgewundenen Fadenmasse, die mit Farbflüssigkeit imprägniert sind, angedeutet erscheinen. Fig. 2 ist ein Querschnitt nach Linie II-II der Fig. 1. Fig. 3 ist eine vergrösserte Ansieht eines Teiles des Garnes, das aus diesem Vorgespinst und einem andein Vorgespinst ei zeugt wurde. Fig. 4 zeigt in einer Ansicht einen Teil eines Stoffes aus diesem Garn. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Das Verfahren zur Herstellung eines Garnes gemäss Fig. 3 ist folgendes : Nachdem Baumwollfasern mittels der für diesen Zweck gewöhnlich verwendeten Maschinen (Krempel, Streckmaschine, Spulmaschinen) zu einem Vorgespinst geformt wurden, werden in kurzen Abständen voneinander stehende Stellen der Vorgespinste mit Farben imprägniert, u. zw. bevor die Vorgespinste in ein Garn gesponnen werden. Die Einfärbung wird ohne Abnahme der Vorgespinste von den Spulen der letzten Spulmaschine durchgeführt, so dass die Vorgespinste durch die Einfärbung weder zerrissen noch beschädigt werden und nach der Einfäbung richtig aufgewunden und direkt auf dem   Anfsteckbrett   der Spinnmaschine angeordnet sind. 



   Die Einfärbung erfolgt durch Anwendung begrenzter Mengen von   Farbflüssigkeit   an vorbestimmten Stellen eines zu einer Masse auf einer Spule B aufgewickelten Vorgespinstes (Fig. 1 und 2), wobei die Farbflüssigkeitsmengen veranlasst werden, in   dieWiekelmasse einzudringen. Mit Rücksicht   auf die lose Beschaffenheit der Baumwollfasern in dem Vorgespinst kann das Durchdringen der   Farbflüssigkeit   sehr leicht bewirkt werden. Die Einfärbung kann nach dem im Patent Nr. 104379 beschriebenen Verfahren und Einrichtungen durchgeführt werden. Die eingefärbten Teile der Wickelmasse sind in den Fig. 1 und 2 durch Schattenlinien angedeutet. Die eingefärbten Teile D sind der Länge nach auf der Spale angeordnet und dem Spulenumfang nach in Abständen voneinander angeordnet.

   Jeder eingefärbte Teil erstreckt sich von der äusseren Fläche der   Fadenll1asse   zur inneren Fläche derselben, die in Berührung mit der Spule ist. Auf diese Weise werden am Vorgespinst entlang seiner ganzen Länge kurze Farbstellen erhalten, die voneinander in Abständen stehen. 



   Ein anderes Vorgespinst, das auf einer Spule derselben Grösse wie die Spule B aufgewickelt ist, wird dann mit einer von der Farbe der ersten Spule unterschiedlichen Farbe teilweise eingefärbt. Die Teile der zweiten eingefärbten Fadenmasse können in derselben Weise angeordnet sein, wie die eingefärbten Teile der ersten Fadenmasse. 



   Die zwei Vorgespinste werden dann gerade ausgespannt oder gestreckt und miteinander fest verzwirnt. Dies wird dadurch erreicht, dass die Spulen mit den auf ihnen auf gewundenen zwei Vorgegespinsten auf dem Aufsteckbrett einer Spinnmaschine angeordnet werden und die Vorgespinste durch Streckrollen der Maschine zur selben Spindel laufen. 



   Ein Teil eines durch Verzwirnung der Vorgespinste erhaltenen Garnes ist in Fig. 3 dargestellt. 



  Hiebei ist die Nebeneinanderanordnung der zwei verschiedenen gefärbten Teilen mit ungefärbten Teilen des Garnes angedeutet, eine Anordnung welche eine Vermischung der Farben untereinander ergibt, wenn das Garn wie in Fig. 4 angedeutet, in einem Stoff gestrickt wird. 



   Es ist klar, dass durch Änderung der Lage und Anordnung der eingefärbten Stellen sowie durch besondere Wahl der einzelnen miteinander zu verzwirnenden, ganz oder teilweise gefärbten Vorgame,
Game erhalten werden können, die zum Stricken eines melierten Tuches in irgendeiner   gewünschten   Farbe sich eignen. Das Aussehen des erzeugten Stoffes kann auf diese Weise jedem persönlichen Geschmack angepasst werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von färbigem Baumwollgarn, dadurch gekennzeichnet, dass ein auf einem Kern auf gewundener Faden aus Baumwollfasern in   Abständen eingefärbt   wird, bevor dem Faden die Endstreckung gegeben und derselbe in ein Garn gesponnen wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine durch Aufwinden des Fadens auf einen Kern erhaltene Vorgarnspule in Form von dem Umfange nach in Abständen voneinander angeordneten Sektoren mit Farbflüssigkeit getränkt wird.
AT106865D 1924-08-06 1925-07-30 Verfahren zur Herstellung von färbigem Baumwollgarn. AT106865B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US106865XA 1924-08-06 1924-08-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT106865B true AT106865B (de) 1927-07-25

Family

ID=21746920

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT106865D AT106865B (de) 1924-08-06 1925-07-30 Verfahren zur Herstellung von färbigem Baumwollgarn.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT106865B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3603952C2 (de)
DE1785707C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Garn aus schlichtstofffreien Stapelfasern
DE763735C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Kunstseidekettenbaumwickeln
AT106865B (de) Verfahren zur Herstellung von färbigem Baumwollgarn.
DE1097400B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Glaetten von Garn in fortlaufendem Arbeitsgang
DE493262C (de) Verfahren zur Herstellung von absatzweise gefaerbtem Garn
DE1944361A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Garnen aus vollstaendig oder teilweise metallisierten Fasern
CH137184A (de) Vorrichtung zur Behandlung von Kunstseiden aller Art.
DE3719280A1 (de) Zweikomponentenfaden
AT94199B (de) Verfahren zum Merzerisieren von Baumwolle.
AT104379B (de) Verfahren und Vorrichtung zum örtlichen Färben.
DE585802C (de) Verfahren zum Vorbereiten von Kreppgarn fuer Strick- und aehnliche Maschinen
DE1660400C3 (de) Verfahren zur Herstellung von kompakten Mehrfadengarnen
DE3046228C2 (de)
DE1137361B (de) Verfahren zum Herstellen drehungsloser Garne
DE1435550A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung gekraeuselter,hochelastischer vollsynthetischer Faeden
DE472113C (de) Verfahren zum Nachbehandeln von Kunstseidenfaeden
DE1510508A1 (de) Verfahren zur Herstellung mehrfarbiger Faeden
DE569881C (de) Nachgiebige Spule fuer die Kunstseidennachbehandlung
DE2126117A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Ausgleich des inneren Spannungszustandes bei einem texturierten synthetischen Textilgarn
DE2214043C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines gefachten Zwirn
DE703021C (de) Vorrichtung zur Herstellung von Papierbahnen fuer Monatsbinden, fuer chirurgische Zwecke o. dgl.
DE2039805A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines mindestens teilweise aus texturierten synthetischen Faeden bestehenden Strickgarns
DE146041C (de)
DE669020C (de) Verfahren und Einrichtung zum Schlichten von Textilfaeden vor dem Kreppdrehen, insbesondere von Kunstseide