CH129104A - Verfahren und Einrichtung zum Schutz von elektrischen Apparaten und Maschinen wie Transformatoren, Schaltern, Motoren, Generatoren usw. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Schutz von elektrischen Apparaten und Maschinen wie Transformatoren, Schaltern, Motoren, Generatoren usw.

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CH129104A
CH129104A CH129104DA CH129104A CH 129104 A CH129104 A CH 129104A CH 129104D A CH129104D A CH 129104DA CH 129104 A CH129104 A CH 129104A
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Max Buchholz
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Max Buchholz
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  Verfahren und Einrichtung zum Schutz von elektrischen Apparaten und Maschinen  wie Transformatoren, Schaltern, Motoren, Generatoren usw.    Es ist bekannt, dass .sich in elektrischen       A.pparaten    und Maschinen, wie in Transfor  matoren,     Schaltern,    Motoren, Generatoren,  mit festen oder flüssigen Isoliermitteln bei  nichtnormalen Betriebszuständen Dämpfe  und gasartige     Zersetzungsprodukte    der festen  und flüssigen Isoliermittel bilden und dass  diese gemäss dem Patent 101.708 und den  dazugehörigen Patenten dazu benutzt wer  den können, ein optisches oder akustisches  Signal auszulösen oder den zu schützenden  elektrischen Apparat     bezw.    Maschine abzu  schalten oder eine ändere geeignete Funktion  auszuüben.  



  Die Betätigung eines Signals, der Ab  schaltvorrichtung oder dergleichen durch die  Dämpfe und Zersetzungsgase lässt sich,     wie     die Einrichtungen nach dem Patent 101.708  und den dazugehörigen Patenten zeigen, auf  verschiedenem Wege erreichen.  



  Der vorliegenden Erfindung gemäss be  einflussen die Dämpfe und gasartigen Zer  setzungsprodukte eine in einem elektrischen    Stromkreis liegende Selen- oder Fotozelle in  der Weise, dass eine Widerstandsänderung in  der Zelle und damit eine Änderung des  Stromzustandes     (Stromfluss,    Stromunterbre  chung oder Stromschwankung) in dem  Stromkreis entsteht, die dazu benutzt wer  den, die zum Schutze des elektrischen Ap  parates oder der elektrischen Maschine ge  wünschte und geeignete     Funktion    auszu  üben.  



  Bei der     Einrichtung    zur Ausübung des  Verfahrens ist gemäss der Erfindung eine in  einem elektrischen     .Stromkreis    liegende Se  len- oder Fotozelle mit Bezug auf den zu  schützenden Apparat oder die zu schützende  elektrische Maschine so angeordnet, dass sie  durch die sich bildenden Dämpfe und gas  artigen Zersetzungsprodukte derart beein  flussbar ist, dass eine     Widerstandsänderung     in der Zelle entsteht, und es sind Mittel vor  gesehen, welche geeignet sind, durch die in  folge der Widerstandsänderung im Strom  kreis entstehende Änderung des Stromzu  standes eine zum Schutze des     elektrischen         Apparates oder der elektrischen Maschine  gewünschte und geeignete Funktion auszu  üben.  



  In der Zeichnung ist die Einrichtung  zur     Ausübung    des Verfahrens gemäss der  Erfindung durch sechs Ausführungsbei  spiele schematisch veranschaulicht.  



  In     Fig.    1 und 2     (Längs-    und Quer  schnitt) bedeutet o den Deckel eines ein flüs  siges Isoliermittel enthaltenden Behälters  eines elektrischen Apparates, zum Beispiel  eines Transformators. An den Deckel ist     ein     Standrohr mit den Wänden      ,        G,   <I>c</I> und<I>d</I> an  geschlossen. In der Wand     b    befindet sich  eine Spiegelscheibe     g;    die Wand d besteht  aus durchsichtigem Material. In einer ge  wissen Entfernung von der Scheibe     g    ist ein  Linsensystem s so angeordnet, dass das Bild  von     g    auf eine Selen- oder Fotozelle z fällt.

    Diese Zelle z liegt in einem Stromkreis mit  der Stromquelle     k    und dem Magneten m, der  auf eine Kontaktvorrichtung     i,        7a    wirkt.  



  Eine beliebige Lichtquelle     l    mit einem  Reflektor p wirft Lichtstrahlen durch die  Wand d, ohne dabei die Innenseite der  Wand a, die zweckmässig mattschwarz ist.  aufzuhellen. Die Linse s wirft daher auf die  Zelle z ein tiefschwarzes Bild, so dass der       Magnet-Stromkreis    geschwächt beziehungs  weise unterbrochen ist.    Entstehen nun in der     Isolierungsflüssig-          keit    beziehungsweise im Gehäuse Dämpfe  oder Gase, so steigen sie hoch und ziehen  durch das     ,Standrohr.    Hier werden sie von  der Lichtquelle     l    beleuchtet, und die Linse s  wirft ein helles Bild auf die Zelle     r,    die  nunmehr Strom durchlässt.

   Dieser bewirkt  durch den Magneten     an,    eine Berührung des       Kontaldes   <I>i</I> mit dem     Kontakt        -n    und somit  in :den an die Kontakte herangeführten  Stromkreis einen     Stromfluss,    der dazu be  nutzt werden kann, beispielsweise eine     Sig-          naleinrichtung    oder die     Absehaltvorrichtung     des Transformators zu betätigen.  



  An Stelle einer Lichtquelle     l    kann  man auch eine Lichtquelle     q    hinter der  Wand a, die dann auch durchsichtig sein    muss, vorsehen. Das Licht dieser Lichtquelle       rq    scheint, wenn Dämpfe nicht vorhanden  sind, wenig geschwächt durch die Wände     a     und g hindurch und erhellt die     Selenzelle,     die dann Strom durchlässt. Treten aber  Dämpfe auf, so werden die Lichtstrahlen  mehr und mehr abgeschwächt und sogar völ  lig verdunkelt, wenn die Dämpfe dicht ge  nug und der Abstand der Wand     a    von der  Wand     g    gross genug ist.  



  Dasselbe     Er#Tebnis    lässt sich erreichen, wenn  man die Innenseite der Wand     a.    die dann un  durchsichtig angenommen wird, auf irgend  eine     Weise    beleuchtet, oder wenn an der  Innenseite der Wand     a    eine Lichtquelle an  gebracht ist.  



       Fig.        33    und 4 (Längsschnitt und Grund  ri.ss) zeigen ein weiteres Ausführungsbei  spiel, bei dem die Einrichtung nicht in das       r@bzugrohr    eingebaut, sondern ausserhalb  angeordnet ist. In einem rechteckigen, nach  unten offenen Kasten     e,    der beispielsweise  auf dem Deckel eines Schaltergehäuses auf  ruht, sind die Wände     a    und     g.    durchsichtig,  so dass die mit dem Reflektor p versehene  T     ichtquelle        l    ihre .Strahlen durch die Wände       n    und     g    zur Linse s und von hier zur :Selen  zelle wirft.

   Die Wirkungsweise ist hier die  gleiche wie bei der Einrichtung nach     Fig.    1  und 2.  



  Ein     drittes    Ausführungsbeispiel ist in       Fig.    5 dargestellt.  



  Das im Grundriss gezeichnete Standrohr  besitzt, zwei durchsichtige Wände     a    und     g,     die     prismenartig    zueinander angeordnet  sind. Bei     l    befindet sich eine Lichtquelle.  Der Gang der von der Lichtquelle ausgehen  den Lichtstrahlen durch die Wände     a    und     g     ist durch eine strichpunktierte Linie ange  deutet. Bei a werden die Lichtstrahlen durch  einen .Spiegel abgelenkt und gegen einen  Schirm t geworfen.

   Treten nun Dämpfe und  Gase in das Rohr, so wird der     Strahlenwe\-          infolge    des von dem     Brechungskoeffizienten     der Luft verschiedenen Brechungskoeffizien  ten dieser Dämpfe und! Gase geändert, und  die Lichtstrahlen fallen durch die Öffnung           io    im Schirm t auf die Linse s und die       Selenzelle    r. Die Dämpfe und Gase werden  hierbei zweckmässig vor     Eintritt    in das  Standrohr durch einen eingebauten Filter  von ihren chemischen Bestandteilen     gerei-          ni--,t,    damit der     Lichtstrahl    möglichst wenig       aesehwä,cht    wird.  



       Fig.    G zeigt ein     viertes    Ausführungsbei  spiel, bei dem die Lichtquelle     l    ihre Strahlen  durch eine Linse s auf ein mit<B>01</B> gefülltes  Schauglas f wirft. Hinter dem Schauglas ist  die Selen- oder Fotozelle z angeordnet, die,  solange sich Öl im Schauglas befindet,     un-          beleuchtet    beziehungsweise sehr schwach be  leuchtet ist, so dass die mit der Zelle ver  bundene     Kontakteinrichtung    nicht anspricht.  Entstehen Dämpfe oder Zersetzungsgase in  dem Transformator, so steigen diese im<B>01</B>  auf und sammeln sich im Schauglas f, aus  dem sie das Öl verdrängen.

   Den Lichtstrah  len wird dadurch der Weg durch das     Schau-          mIas    freigegeben, und sie gelangen zur Zelle  z, die in der oben angegebenen Weise     be-          tätiat    wird.  



  Um im Ruhezustand die Zelle     z    mit  Sicherheit völlig abzudunkeln, kann man ge  mäss     Füg.    7 auch so vorgehen, dass man im       Schaumlax   <I>f</I> einen Schwimmer     h    anordnet,  der beim     Entstehen    der Zersetzungsaase und  deren Ansammeln im Schauglas absinkt und  den Lichtstrahlen den Weg zur Zelle     z    frei  gibt.  



  Die Ausführung nach     Fi,g.    7 hat noch  den Nachteil, dass die sich im Schauglas an  sammelnden, mehr oder weniger lichtdurch  lässigen Gase den     Lichtstrahlen    ein Hinder  nis in den     Weg    setzen.  



  Dieser Nachteil kann behoben werden,  wenn man die     Schutzeinrichtung    gemäss     Fig.     8     ausbildet.    In dieser     bedeutet    r einen  Schwimmer, der sich in Öl befindet und  durch seinen Auftrieb nach oben     gepresst     wird.

   In dieser Lage stellt er eine mit ihm  durch einen     doppelarmigen.    um den Punkt     u     drehbaren Hebel x verbundene Blende y so  ein, dass der     Lichtstrahl    abgefangen     wird.     Beim Auftrieb von Blasen wird der Schwim-         mer        r    absinken, die Blende y hebt sich  etwas, und der     Lichtstrahl    trifft dann un  gehindert auf die Zelle z. Wesentlich ist bei  dieser Anordnung, dass die Blende y sich  dauernd in der Luft befindet und dadurch  entweder die Zelle völlig verdunkelt oder  völlig hell beleuchtet wird. Eine     Minderung     der Lichtstärke durch Rauchgase oder Öl  tritt in diesem Falle nicht ein.  



  Zur     Beleuchtung    der Selen- oder Foto  zelle kann man eine beliebige Lichtquelle       verwenden,    unter anderem auch eine nicht       leuchtende        Bunsenflamme,    die durch die an  ihr     vorbeistreichenden    Gase oder Dämpfe  hell aufleuchtet.  



  Der     Stromfluss    beziehungsweise die       Stromschwankungen    in dem Stromkreis der       Selenzelle    können beispielsweise     dazu    be  nutzt werden,     Einrichtungen    zu betätigen,  durch die Kohlensäure oder andere neutrale  Gase aus besonderen Behältern beziehungs  weise Flaschen in die zu schützenden Appa  rate oder Räume     hineingelassen    werden, um  den Ausbruch von Bränden zu verhüten oder  einen bereits begonnenen Brand zu ersticken.

    Es ist aber auch möglich, eine Umschaltung  (Ausschaltung des gefährdeten und Ein  schaltung eines neuen Transformators oder  dergleichen) zu     bewirken    oder beispielsweise  bei Generatoren die     Erregung        fortzunehmen.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: T. Verfahren zum Schutz von elektrischen Apparaten und Maschinen, wie Trans formatoren, Schaltern, Motoren, Genera toren usw., mit festen oder flüssigen Iso liermitteln, dadurch gekennzeichnet, dass die sich bildenden Dämpfe und gas- artigen Zersetzungsprodukte der festen und flüssigen Isoliermittel dazu benutzt werden, eine in einem elektrischen Stromkreis liegende Selen- oder Pol zelle in der Weise zu beeinflussen,
    dass eine Widerstandsänderung in der Zelle und damit eine Stromänderung des Stromzustandes in dem Stromkreis ent steht, durch die eine zum -S'chutze -des elektrischen Wpparates oder der eleldri- sehen Maschine gewünschte und geeig nete Funktion ausgeübt wird.
    II. Einrichtung zur Ausübung des 'Verfah- rens gemäss Patsntanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine in einem elektri- schenStromkreis liegende Selen- oder Foto zelle mit Bezug auf den zu schützenden Apparat oder die zu schützende elektri sche Maschine so angeordnet ist, dass sie durch die sich bildenden Dämpfe und gasartigen Zersetzungsprodukte derart beeinflussbar ist, dass eine Widerstands änderung in der Zelle entsteht, und dass Mittel vorgesehen sind, welche geeignet sind,
    durch die infolge der Widerstands änderung im Stromkreis eintretende Än derung des Stromzustandes eine zum Schutze des elektrischen Apparates oder der elektrischen Maschine gewünschte und geeignete Funktion auszuüben.
CH129104D 1926-12-15 1927-12-14 Verfahren und Einrichtung zum Schutz von elektrischen Apparaten und Maschinen wie Transformatoren, Schaltern, Motoren, Generatoren usw. CH129104A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747062C (de) * 1941-05-11 1944-09-06 Siemens Ag Prismenanordnung zur lichtelektrischen UEberwachung eines Fluessigkeitsstandes
DE759501C (de) * 1939-12-30 1954-02-15 Siemens Schuckertwerke A G Verfahren und Einrichtung zur UEberwachung von Entgasungsvorgaengen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE759501C (de) * 1939-12-30 1954-02-15 Siemens Schuckertwerke A G Verfahren und Einrichtung zur UEberwachung von Entgasungsvorgaengen
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