<Desc/Clms Page number 1>
Einrichtung zum Schutz elektrischer Apparate z. B. von Transformatoren, Schaften,
Motoren und Generatoren.
Es ist bekannt, dass sieh in Transformatoren. Schaltern, Motoren, Generatoren und ähnlichen elektrischen Apparaten bei nicht normalen Betriebszuständen Dämpfe und gasartige Zersetzungsprodukte der festen und flüssigen Isoliermittel bilden und dass diese gemäss dem Patent Nr. 94896 und den dazugehörigen Patenten dazu benutzt werden können, ein optisches oder akustisches Signal auszulösen oder den zu schützenden elektrischen Apparat abzuschalten oder eine andere geeignete Funktion auszuüben.
Die Betätigung eines Signals. der Abschaltvorrich1ung od. dgl. durch die Dämpfe und Zersetzunggase lässt sich, wie die Einrichtungen nach dem Patent Nr. 94896 und den dazu gehörigen Patenten zeigen. auf verschiedenem Wege erreichen.
Der vorliegenden Erfindung gemäss beeinflussen die Dämpfe und Zersetzungsgase eine in einem elektrischen Stromkreis liegende Selen-oder Photozelle in der Weise, dass eine Widerstandsänderung in der Zelle und damit ein Stromfluss, eine Stromunterbrechung oder eine Stromschwankung in dem Stromkreis entsteht, die dazu benutzt werden, die zum Schutze des elektrischen Apparates gewünschte
EMI1.1
In der Zeichnung sind sechs nach dem neuen Verfahren arbeitende Einrichtungen schematisch dargestellt :
In Fig. 1 und 2 (Längs-und Querschnitt) bedeutet o den Deckel eines mit einem flüssigen Isoliermittel gefüllten Transformatorenbehälters od. dgl. An den Deckel ist ein Standrohr mit den Wänden a, b, c und d angeschlossen.
In der Wand b befindet sich eine Spiegelscheibe g ; die Wand d ist durchsichtig gedacht. In einer gewissen Entfernung von der Scheibe g ist ein Linsensystem s so angeordnet, dass das Bild von g auf eine Selen-oder Photozelle z fällt. Diese Zelle z liegt in einem Stromkreis mit
EMI1.2
Eine beliebige Lichtquelle I mit einem Reflektor p wirft Lichtstrahlen durch die Wand d, ohne dabei die Innenseite der Wand a, die zweckmässig mattschwarz ist, aufzuhellen. Die Linse s wirft daher auf die Zelle z ein tiefschwarzes Bild, so dass der Magnetstromkreis geschwächt bzw. unterbrochen ist.
Entstehen nun in der Isolierflüssigkeit bzw. im Gehäuse Dämpfe und Gase, so steigen sie hoch und ziehen durch das Standrohr. Hier werden sie von der Lichtquelle l beleuchtet, und die Linse s wirft ein helles Bild auf die Zelle s, die nunmehr Strom durchlässt. Dieser bewirkt durch den Magneten m eine Berührung des Kontaktes i mit dem Kontakt n und somit in den an die Kontakte herangeführten Stromkreis einen Stromfluss, der dazu benutzt werden kann, beispielsweise eine Signaleinrichtung oder die Abschaltvorrichtung des Transformators zu betätigen.
An Stelle eine Lichtquelle I anzuordnen, kann man auch eine Lichtquelle q hinter der Wand a, die dann auch durchsichtig sein muss, vorsehen. Das Licht dieser Lichtquelle q scheint, wenn Dämpfe nicht vorhanden sind, wenig geschwächt durch die Wände a und g hindurch und erhellt die Selenzelle, die dann Strom durchlässt. Treten aber Dämpfe auf, so werden die Lichtstrahlen mehr und mehr abgeschwächt und sogar völlig verdunkelt, wenn die Dämpfe dicht genug und der Abstand der Wand a von der Wand g gross genug ist.
Dasselbe Ergebnis lässt sich erreichen, wenn man die Innenseite der Wand a, die dann undurchsichtig angenommen wird, auf irgendeine Weise beleuchtet, oder wenn an d ? r Innenseite der Wand a eine Lichtquelle angebracht ist.
<Desc/Clms Page number 2>
Fig. 3 und 4 (Längsschnitt und Grundriss) zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem die Einrichtung nicht in das Abzugsrohr eingebaut, sondern ausserhalb angeordnet ist. In einem rechteckigen, nach unten offenen Kasten e, der beispielsweise auf dem Deckel eines Schaltergehäuses aufruht, sind die Wände a und g durchsichtig, so dass die mit dem Reflektor p versehene Lichtquelle i ! ihre Strahlen durch die Wände a und g zur Linse s und von hier zur Selenzelle wirft. Die Wirkungsweise ist hier die gleiche wie bei der Einrichtung nach Fig. 1 und 2.
Ein drittes Ausfülfrungsbeispiel ist in Fig. 5 dargestellt.
Das im Grundriss gezeichnete Standrohr besitzt zwei durchsichtige Wände a und g, die prismenartig zueinander angeordnet sind. Bei z befindet sich eine Lichtquelle. Der Gang der von der Lichtquelle ausgehenden Lichtstrahlen durch die Wände a und g ist durch eine punktierte Linie angedeutet. Bei v werden die Lichtstrahlen durch einen Spiegel abgelenkt und gegen den Schirm t geworfen. Treten nun Dämpfe und Gase in das Rohr, so wird der Strahlenweg infolge des von dem Brechungskoeffizienten der Luft verschiedenen Brechungskoeffizienten dieser Dämpfe und Gase geändert, und die Lichtstrahlen fallen durch die Öffnung ? im Schirm t auf die Linse s und die Selenzelle z.
Die Dämpfe und Gase werden hiebei zweckmässig vor Eintritt in das Standrohr durch einen eingebauten Filter von ihren chemischen Bestandteilen gereinigt, damit der Lichtstrahl möglichst wenig geschwächt wird.
EMI2.1
gegeben, und sie gelangen zur Zelle z, die in der oben angegebenen Weise betätigt wird.
Um im Ruhezustand die Zelle z mit Sicherheit völlig abzudunkeln, kann man gemäss Fig. 7 auch auch so vorgehen, dass man im Schauglas/einen Schwimmer anordnet, der beim Entstehen der Zersetzungsgase und deren Ansammeln im Schauglas absinkt und den Lichtstrahlen den Weg zur Zelle s freigibt.
Die Ausführung nach Fig. 7 hat noch den Nachteil, dass die sieh im Schauglas ansammelnden, mehr oder weniger lichtdurchlässigen Gase den Lichtstrahlen ein Hindernis in den Weg setzen.
Dieser Nachteil kann behoben werden, wenn man die Schutzeinrichtung gemäss Fig. 8 ausbildet.
In dieser bedeutet r einen Schwimmer, der sich im Öl befindet und durch seinen Auftrieb nach oben gepresst wird. In dieser Lage stellt er eine mit ihm durch einen doppelarmigen, um den Punkt u drehbaren Hebel x verbundene Blende y so ein, dass der Lichtstrahl abgefangen wird. Beim Auftrieb von Blasen wird der Schwimmer l'absinken, die Blende y hebt sich etwas, und der Lichtstrahl trifft dann ungehindert auf die Zelle z. Wesentlich ist bei dieser Anordnung, dass die Blende y sich dauernd in Luft befindet und dadurch die Zelle entweder völlig verdunkelt oder völlig hell beleuchtet wird. Eine Minderung der Lichtstärke durch Rauchgase oder Öl tritt in diesem Falle nicht ein.
Zur Beleuchtung der Selen-oder Photozelle kann man eine beliebige Lichtquelle verwenden, unter anderem auch eine nicht leuchtende Bunsenflamme, die durch die an ihr vorbeistreichenden Gase oder Dämpfe hell aufleuchtet.
Der Stromfluss bzw. die Stromschwankungen in dem Stromkreis der. Selenzelle können beispielsweise dazu benutzt werden, Einrichtungen zu betätigen, durch die Kohlensäure oder andere neutrale Gase aus besonderen Behältern bzw. Flaschen in die zu schützenden Apparate oder Räume hineingelassen werden, um den Ausbruch von Bränden zu verhüten oder einen bereits begonnenen Brand zu ersticken. Es ist aber auch möglich, eine Umschaltung (Ausschaltung des gefährdeten und Einschaltung eines neuen Transformators od. dgl. ) zu bewirken oder beispielsweise bei Generatoren die Erregung fortzunehmen.