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Wärme-AbsorptionsvorrichtungfürkinematographischeFilmapparate.
Bei den kinematographischen Filmapparaten bildet bekanntlich der leicht entzündbare Filmstreifen insofern stets die grösste Feuersgefahr, als der Film im Apparat in mehr oder weniger dichter Nähe des von den Lichtstrahlen gebildeten Brennpunktes durchläuft und hier bei nicht genügend schnellem Transport einer Erhitzung von zirka 1000 C und mehr ausgesetzt ist. Die hiegegen vorschriftsmässig
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beseitigen zwar eine Feuersgefahr nach aussen hin etwas, doch können sie das Verbrennen des Filmes innerhalb des Filmfensters nicht verhindern, so dass bei Unvorsichtigkeit oder bei Versagen der Schutzvorrichtungen immer noch sehr leicht Brände ausbrechen können.
Die vorliegende Erfindung verfolgt nun den Zweck, die durch den Film verursachte Brandgefahr dadurch vollständig zu beheben, dass die von der Lichtquelle ausgehenden und sieh beim Filmfenster in einem Brennpunkt treffenden Lichtstrahlen vorher von ihrer Wärmeenergie entbunden werden. Dieses geschieht erfindungsgemäss dadurch, dass die Lichtstrahlen, bevor sie in den Projektionskopf des kine- matographisehen Apparates gelangen, durch ein flaches Glasgefäss geleitet werden, welches mit einer Lösung von Aluminiumdoppelsalzen gefüllt ist. Die Lösung aus Aluminiumdoppelsalzen hat dann erfahrungsgemäss die Eigenschaft, die Wärmeenergie der Lichtstrahlen zu absorbieren, d. h. unschädlich zu machen, ohne den elforderlichen Lichteffekt selbst zu beeinträchtigen.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine nach der Erfindung ausgebildete und angeordnete Wärme- rbsorptionsvorrichtung als Ausführungsbeispiel dargestellt, u. zw. zeigen : Fig. 1 die Anordnung der Vorrichtung in einem kinematographisehen Apparat, welcher nur zum Teil und rein schematisch dargestellt ist, Fig. 2 das transparente Aufnahmegefäss für die Aluminiumdoppelsalze, Fig. 3 dasselbe Gefäss im Längsschnitt, und Fig. 4 dasselbe Gefäss im vertikalen Querschnitt.
Bei den kinematographisehen Apparaten befindet sich bekanntlich in einem lichtdichten Kasten a eine starke Lichtquelle b, deren Strahlen s von einem Hohlspiegel c in den Projektionskopf d geworfen werden. An passender Stelle läuft dann das Filmband e durch das Filmfenster t, bzw. den Filmsehlitten des Projektionskopfes, wobei sich im Filmfenster die Lichtstrahlen s in einem Brennpunkt p treffen.
Elfindungsgemäss ist nun an einer bestimmten Stelle zwischen Projektionskopf und Lichtquelle ein beispielsweise aus gutem Jenenser Glas rechteckig hergestelltes, schmales und hohes Gefäss g angeordnet,
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gefäss besitzt an der Stelle, wo die Strahlen s in den Projektionskopf cl eintreten, an beiden gegenüberliegenden Wänden sauber plangeschliffene Kreisflächen k. so dass die Lichtstrahlen s ohne Ablenkung durch die Wandungen und durch die Lösung in den Projektionskopf eintreten können.
Während hiebei die Wärmeenergie der Lichtstrahlen von der genannten Salzlösung vollständig absorbiert wird, nehmen die Lichtstrahlen selbst ihren normalen Weg, nur dass jetzt wegen der fehlenden Wärmeschwingungen nach dem Brennpunkt p hin ausschliesslich eine Lichtkonzentration, jedoch keine Wärmekonzentration mehr stattfindet. Dadurch ist jegliche Zündgefahr für den Film beseitigt, auch wenn ein und dieselbe Stelle des letzteren einmal längere Zeit im Filmfenster stehen bleibt. Je nach der vorhandenen Lichtstärke des Apparates wird dabei die Lösung I stärker oder schwächer genommen.
Die von der Salzlösung l absorbierte Wärmemenge bewirkt nun eine Erwärmung, und somit eine Verdampfung der Flüssigkeit. Damit der sich bildende Dampf leicht kondensieren und zurück in die
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Kühlvorrichtung angeordnet werden.
Das Glasgefäss g wird fest und stabil im Lampengeh äuse a gehaltert, wobei die vordere Kastenwand q sowie eine eventuell noch vorgesehene Zwischenwand r als Sehutzwände dienen. Das Gefäss g kann jedoch auch aus geeignetem, widerstandsfähigem Metall hergestellt werden, wobei dann nur für die transparenten Kreisflächen 7c gute geschliffene Glasscheiben einsetzbar vorzusehen sind.
Diese bei kinematographischen Apparaten eingebaute Wärmeabsorptionsvorrichtung bietet sodann
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weil sich die stets längere Zeit auf der Leinwand bleibenden Reklamebilder auch jetzt gleich filmmässig mittels Filmband vorführen lassen.
Es sei sodann darauf hingewiesen, dass die bauliche Ausführung der neuen Vorrichtung noch verschiedene Änderungen zulässt, durch die jedoch das Wesen der Erfindung nicht berührt wird.