CH123767A - Verfahren zur Herstellung mechanisch sehr fester, geformter Körper aus Wolframkarbid für Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände beliebiger Art. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung mechanisch sehr fester, geformter Körper aus Wolframkarbid für Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände beliebiger Art.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung mechanisch sehr fester, geformter Körper aus Wolframkarbid für Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände beliebiger Art.. Es sind Verfahren zur Herstellung me chanisch sehr fester Körper beliebiger Formen aus den Karbiden der hochwertigen Metalle, insbesondere Wolfrainkarbid, bekannt, bei denen diese iVTetallkarbide zunächst im Schmelzprozess hergestellt, alsdann gepulvert und dann mit oder ohne Beimengungen einem zweiten Erhitzungsprozess unterworfen wer den, welcher bis zum Schmelzpunkt oder nahezu bis zum Schmelzpunkt ging.
Dies Verfahren, welches eigentlich aas zwei Teilen besteht, bietet Umständlichkeiten, und die erzielten Produkte lassen häufig zu wünschen übrig. Sie erfordern auch grosse Aufmerk samkeit geschulter Personen.
Gemäss vorliegendem Verfahren wird ein Sauerstoff enthaltendes Derivat des Wolframs, unter Zugabe von bis höchstens 5",/o eines metallischen Körpers, dessen Schmelzpunkt demjenigen des Wolframs wenigstens nahezu gleich kommt, in Gegenwart von Kohlenstoff geschmolzen und sofort in Formen geführt, wobei diese Formen unmittelbar nachdem die Schmelzmasse umgeflossen ist, drr Hitze- einwirkung des Schmelzraumes entzogen wer den, wodurch eine Übersättigung mit Kohlen stoff vermieden und beim Erkalten über schüssiger Kohlenstoff abgeschieden wird.
In der Praxis kann das Verfahren zum Beispiel so durchgeführt werden, dass ein Oxyd des Wolframs, zum Beispiel Wolfram säure oder Anhydride, oder hochreduzierte, pulverförmige Metalloxyde, beziehungsweise reduzierte Metalle, die noch sehr viel Sauer stoff enthalten, unter Zugabe einer geringen Menge zum Beispiel von 0,5 bis höchstens 5% eines Schwermetalles oder Schwermetall- oxydes, wie zum Beispiel Thorium oder Uranoxyd oder Tantal,
beziehungsweise Tan- taloxyd oder Molybdänoxyd, beziehungsweise eines ähnlichen Metalls oder i1ATetalloxydes beigemengt, welche die Eigenschaft besitzen, dass ihr Schmelzpunkt denjenigen des Wolf rams gleich oder nahezu gleich kommt, zu Presslingen geformt wird-.
Diese Presslinge werden vorteilhaft in solchen Kohleschiffchen, denen die Gussform daneben angefügt ist, im schräggestellten Kohlerohrofen bis zur Reaktion"- und Schmelz temperatur erhitzt.
Das Kohlenmaterial des Schiffchens, sowie die Kohleatmosphäre im Innern des Kohlerohres führen bei der ent sprechenden Reaktionstemperatur zunächst die Reduktion der Metalloxyde zri Metallen und hierauf weifer die Kohlung der Metalle herbei.
Die gekohlten Metalle besitzen im Augenblick des Niederschmelzens und kurze Zeit darnach den bis zur gewünschten Sät tigung nötigen Kohlenstoffgehalt. Die Schmelz masse fliesst sofort in die eigentliche Gussform und füllt diese aus.
Die GtiVoM mit dem Inhalt wird unmittelbar, nachdem die Schmelz masse eingeflossen ist, aus dem Ofen leeraus- gestossen. Würde die Masse im Sclirnelzflusse längere Zeit der Kohleeinwirkung ausgesetzt werden, so würde Übersättigung mit Kohlen- stoff stattfinden. Der überschüssige Kohlen- stoff wird im Augenblick des Erstamens als Graphit ausgeschieden.
Die Sättigungsgrenze einer solchen Masse mit Kohlenstoff betrügt 4,5 bis 5 % und ist durch Analysenergebnisse erwiesen. Dieser Kohlenstoffgehalt entspricht bei Anwendung von reinem Wolfram einem Dutektikum von Karbid mit Wolfram be ziehungsweise reinem Wolfranikarbid in der Zusammensetzung WC.
Bis zu diesem Ge halte an Kohlenstoff ist das XLetallgerni@,-cli eutektisch und daher sehr gut.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung mechanisch sehr fester geformter Körper aus Wolfram karbid für Werkzeuge und Gebrauchsgegen stände beliebiger Art, dadurch gekennzeich net, da?) ein Sauerstoff enthaltendes Derivat des Wolframs unter Zugabe von bis höch stens 5 0;o eines metallischen Körpers, dessen Schmelzpunkt demjenigen des Wolframs wenigstens nahezu gleich kommt, in Gegen wart von Kohlenstoff geschmolzen und sofort in Formen geführt wird. wobei diese Formen, unmittelbar nachdem die Schmelzmasse ein geflossen ist, der Hitzeeinwirkung des Schrnelz- raurries entzogen - werden, wodurch eine Über sättigung mit Kohlenstoff vermieden und beirr Erkalten überschüssiger Kohlenstoff abge schieden wird. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet. dass der in Mengen von höchstens 5% hinzugefügte metallische Körper ein Schwermetall ist. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gelzerinzeichnet, dass der in Mengen von höchstens 5 0;'o hinzugefügte metallische Körper ein Schwernietalloxyd ist. 3.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Sauerstoff ent haltende Wolfrainderivat und der hin zugefügte metallische Körper zu Presslin- gen geformt werden, bevor sie geschmol zen werden. 4.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Presslinge in an die Gussform ausgeschlossenen Kohleschiffchen, in ei nem schriig gestellten Kohlerohrofen bis zur Reaktion"- und Schmelztemperatur erhitzt werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Sauerstoff erst haltende M'olfi-amderivat Wolframsä ure ist. 6.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dar) das Sauerstoff erst haltende Wolframderivat Wolfranian- hy drid ist. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Sauerstoff ent haltende Wolframderivat ein hochredu ziertes, pulverförmiges Wolframoxyd ist. S.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der beigefügte me tallische Körper Thorium ist. 9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der beigefügte me tallische Kiirper Uranoxyd ist. 10. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der beigefügte me tallische Körper Tantal ist. 11. Verfahren nach Patentanspruch; dadurch gekennzeichnet, dass der beigefügte me tallische Körper Tantaloxyd ist. 12.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der beigefügte me tallische Körper Molybdänoxyd ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE123767X | 1925-01-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH123767A true CH123767A (de) | 1927-12-16 |
Family
ID=5657938
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH123767D CH123767A (de) | 1925-01-24 | 1926-01-18 | Verfahren zur Herstellung mechanisch sehr fester, geformter Körper aus Wolframkarbid für Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände beliebiger Art. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT134127B (de) |
| CH (1) | CH123767A (de) |
-
1926
- 1926-01-02 AT AT134127D patent/AT134127B/de active
- 1926-01-18 CH CH123767D patent/CH123767A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT134127B (de) | 1933-07-10 |
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