CH123742A - Verfahren zur Herstellung von Folien, Häutchen, Bändern und andern Gebilden aus Zellulose. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Folien, Häutchen, Bändern und andern Gebilden aus Zellulose.

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CH123742A
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Czapek Dr Emil
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Wolff & Co
Czapek Dr Emil
Richard Weingand
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  Verfahren zur Herstellung von Folien, Häutchen, Bändern und andern Gebilden  aus Zellulose.    Zur Herstellung von Folien, Häutchen,  Bändern, Hohlkörpern, Kapseln und andern  nichtfadenförmigen Gebilden aus Zellulose  geht man bekanntlich von     Zelluloselösungen     wie Viskose,     Kupferosydammoniakzellulose     usw. aus und benutzt hierfür als     Fällbäder     bisher nur anorganische wässerige oder saure  Salzlösungen. Am geeignetsten für diesen  Zweck hat sich bisher .ein Bad     erwiesen,    das  aus einer gesättigten     Ammonsalzlösung,    wel  che etwa 201o freie Säure enthält, besteht.

   Es  ist nun von grosser technischer und wirt  schaftlicher Bedeutung für die Herstellung  derartiger Gebilde, welche grössere Quer  schnitte wie     Kunstseidefäden    besitzen, über  ein möglichst schnell wirkendes     Fä.llbad    zu  verfügen. Die Vermutung, dass die für die       Kunstseideerzeugung    verwendeten     Fällbäder,     die einen hohen Säuregehalt aufweisen, sich  auch für die Herstellung von Folien, Bändern.

    Häutchen, Kapseln und andern     nichtfaden-          förmigen    Gebilden eignen und dabei eine  schnellere Fällung herbeiführen, trifft leider  nicht zu,     da    hier der     hei    diesen Bädern üb-         licht-    hohe Säuregehalt bereits eine so starke  Zersetzung der     Zelluloselösung    hervorruft,  dass sich innerhalb der entstehenden Gebilde  Gasblasen bilden, die diese Produkte un  brauchbar machen.

   Schon ein     Fällbad,    wel  ches aus     einer    Lösung von reinem     Natrium-          bisulfat    ohne überschüssige Säure besteht, ist  aus diesem Grunde für die Herstellung sol  cher Gebilde nicht verwendbar.  



  In überraschender Weise hat sich nun  gezeigt, dass sich zur Herstellung von Folien,  Bändern, Kapseln, Häutchen und andern  nichtfadenförmigen Gebilden aus     hlellulose          Fällbäder,    die ausser einem die     Zelluloselösung     koagulierenden Stoff noch organische Flüs  sigkeiten enthalten ganz besonders eignen.  Es     kann    hierfür ein Gemisch organischer  Flüssigkeiten oder eine Lösung anorganischer  Verbindungen in     organischen    Flüssigkeiten  benutzt werden.

   Beispielsweise kann das       Fällbad    aus einem     Gemisch    eines niedrig  siedenden Alkohols mit einer anorganischen  Säure oder aus einer Lösung eines anorgani  schen Salzes in einem solchen Alkohol oder      aus einer Mischung beider bestehen. Beson  ders günstig hat sich Methanol als Lösemittel       bezw.    Mischflüssigkeit erwiesen. Ferner kann  man der Fällung auch eine     Iioagulierung    mit  einer organischen Flüssigkeit vorangehen las  sen, indem man beispielsweise die     Zellulose-          lösung    zunächst in reinem Methanol oder  Äthylalkohol     koaguliert    und dann mit einem  der neuen     Fällbäder    nachbehandelt.

    



  Wie die Praxis     zeigt,    können zum Bei  spiel folgende     Fällbäder    angewendet werden:  1. ein Gemisch von Methanol mit  Schwefelsäure,  ?. eine Lösung von 10%     Magnesiumc:hlo-          rid    und 10% Salzsäure in Methanol,  3. eine Lösung von     10%        Magnesiumchlo-          rid    in Methanol.  



  Die Salzsäure wird zweckmässig in Gas  form in das     Fällbad    geleitet. Die Bäder nach  der Erfindung zeigen vor allem den Vorteil  einer äusserst schnellen     Fällungswirkung.     Man kann auch ohne weiteres mit einer  hohen Säurekonzentration zum Beispiel mit  ein Ein     Fällbad,    welches bis zu     40%    Schwefel  säure enthält, arbeiten, ohne eine zerstörende        <  < 'irkung    befürchten zu müssen.

   Diese starke  Säurekonzentration erhöht ausserdem     -weiter     die     Fä.llgeschwindigkeit.    Ferner ist es     mög-          lieli,    mit den neuen     Fällbädern    infolge ihrer  stark dehydratisierenden     Wirkung    sowohl im  feuchten wie im trocknen Zustande äusserst  feste Produkte herzustellen, die überdies nach  dem Trocknen eine bedeutend höhere     Wasser-          festigkeit    als die mit Hilfe der üblichen wäs  serigen Bäder hergestellten Produkte besitzen.  Weiterhin zeichnen sich die erhaltenen Ge  bilde durch eine leichte     Abwaschbarkeit    aus.

    Die     Fällbätler    nach der Erfindung haben  ausserdem den Vorteil, dass sie nicht wie die  bisher verwendeten Bäder infolge der bei der  Fällung entstehenden Nebenprodukte stark  getrübt werden, sondern vollkommen klar  bleiben. Auch scheiden sich die bei der Fäl  lung sich bildenden Salze infolge ihrer     Un-          löslichkeit    in Methanol ab und können leicht  aus dem Bad entfernt werden. Beispielsweise  entsteht bei einem aus einer Lösung von Mag-         nesiumchlorid    und     Salzsäure    in Methanol be  stehendem Bad     Natriumchlorid,    Glas ausfällt  und sich am Boden des Gefässes ansammelt.  



  An Stelle von Methanol oder andern nied  rig siedenden Alkoholen lassen sich auch alle  übrigen organischen Flüssigkeiten, welche  die Fähigkeit besitzen, sich mit anorgani  schen Säuren zu     mischen    oder anorganische  Salze aufzulösen, benutzen. Man auch auch  Gemische zweier oder mehrere solcher Flüs  sigkeiten verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Folien. Häntchen, Bändern, Kapseln, Hohlkörpern und andern nichtfadenförmigen Gebilden aus Zelluloselösungen, dadurch gekennzeichnet, dass man Fällbä.der verwendet, die ausser ei nem die Zelluloselösung koagulierenden Stoff noch organische Flüssigkeiten enthalten.
    UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Fällbad ein Gemisch organischer Flüssigkeiten be nutzt. ?. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Fällbad eine Lösung anorganischer Verbindungen in organischen Flüssigkeiten verwendet. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Fä.llbad ein Gemisch eines niedrig siedenden Alkohols mit einer anorganischen Säure benutzt.
    :1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Fällbad eine Lösung eines anorganischen Salzes in ei nem niedrig siedenden Alkohol verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch und rIn- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man der Fällung eine lioagulierung mit einer organischen Flüssigkeit voran gehen lässt.
CH123742D 1925-09-01 1926-08-19 Verfahren zur Herstellung von Folien, Häutchen, Bändern und andern Gebilden aus Zellulose. CH123742A (de)

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