CH123712A - Vorrichtung zum Verhüten des Verstopfens von Spinndüsen sowie zum Gleichhalten der Fadenstärke. - Google Patents

Vorrichtung zum Verhüten des Verstopfens von Spinndüsen sowie zum Gleichhalten der Fadenstärke.

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CH123712A
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Haftung Siemens- Beschraenkter
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Siemens Schuckertwerke Gmbh
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Description


  Vorrichtung zum Verhüten des Verstopfens von Spinndüsen     sowie    zum     Gleiehhalten     der Fadenstärke.    Bei der Erzeugung von Kunstseide durch       Spinndüsen        wird    gefordert,     däss    die     Fa@den-          stärk9        unverändert    beibehalten wird und  Verstopfungen     in,den    Spinndüsen selbst ver  mieden werden. Man hat zu diesem Zweck  für jede einzelne Düse eine besondere Pumpe  angeordnet, die den Spinnstoff     unabhängig     vom Widerstand der Düse oder .des davorge  schalteten Filters stets in gleichbleibender  Menge durch die Düsen hindurchdrückt.

    Wenn sich zum Beispiel eine der Düsenöff  nungen verstopft, so steigt der von der Pumpe  gelieferte Druck an und aus den übrigen Öff  nungen wird mehr Flüssigkeit herausge  spritzt, so     da.ss    die     Gesamtfadenstärke    an  nähernd     gleschbleibt.    Durch den Druckan  stieg wird auch häufig das verstopfende Teil  chen durch die verstopfte Öffnung hindurch  gepresst. Die bisher verwendeten Pumpen  und Filter haben aber verschiedene Nachteile.

    Die Pumpen, die in grosser Anzahl, für jede  Spinnstelle eine, verwendet werden, erzeugen  durch den dauernden Hubwechsel keinen    gleichbleibenden Druck, und man hat daher  zu verwickelten und teuren     Mehrkolbenpum-          pen    oder kolbenartig wirkenden Pumpen ge  griffen, um eine möglichst gleichmässige För  derung zu erhalten. Durch die ständige Be  unruhigung der Spinnflüssigkeit infolge des  dauernden Hubwechsels der Pumpen schei  ,den sich leicht Flocken aus, die die Filter  oder auch die Düsenöffnungen verstopfen  können. Die Filter     hatten    zudem einen gro  ssen     Durchlasswiderstand,    so dass sich jede,  auch an sich geringe Verstopfung unange  nehm bemerkbar machte.

   Durch die Verwen  dung von Druckluft, die auf die in einem  Sammelbehälter eingeschlossene Spinnflüs  sigkeit wirkt, gelingt es zwar, die bei  Kolbenpumpen auftretenden Druckschwan  kungen zu vermindern; es zeigt sich jedoch,  dass die Filter wieder     Unregelmässigkeiten    in  die Fadenlieferung bringen. Diese Nachteile  kann man zwar dadurch beseitigen, dass man  ,die Filter gänzlich     .fortlässt    und die Spinn  flüssigkeit unmittelbar aus     einem    an jede           Spinnmaschine    angeschlossenen, unter Druck  stehenden Vorratsbehälter den einzelnen  Spinnstellen zuleitet.

   Durch die sich ändernde  Temperatur der Spinnflüssigkeit oder die ver  schiedenen Leitungswiderstände der     Aufüh-          rungsrohre    treten dann aber immer noch  Schwankungen in der Belieferung der einzel  nen Spinndüsen auf. Diese kann man zwar  durch Einsetzen, zum Beispiel einer Drossel  scheibe von unveränderlichem Querschnitt  vor die einzelne Spinndüse vermindern. Diese  schliesst aber an sich nicht die Verstopfung  der einzelnen     Spinndüsenöffnungen    aus,  wenn nicht noch besondere Vorsichtsmass  regeln getroffen werden.  



  Bei der Vorrichtung nach der Erfindung  wird nun     eine    gleichmässige     Fadenstär1#.e     und     Verhütung    der Verstopfung der Spinn  düsenöffnungen dadurch erreicht, dass die  Spinnflüssigkeit aus einem unter gleichmä  ssigem Druck von höherer Spannung als dem       Ausspritzdruck    stehenden Raum den Spinn  düsen durch eine vor jede Düse geschaltete  Drosselvorrichtung, zum Beispiel eine Stau  scheibe, Düse oder dergleichen, zugeleitet  wird, wobei vor den Drosselvorrichtungen  noch Filter angeordnet sind, deren Durch  lasswiderstand so gering bemessen ist, dass der  Druckabfall auf den     Ausspritzdruck    in der  Hauptsache erst durch die Drosselvorrich  tung hervorgerufen wird.

   Der gleichmässige  Druck lässt sich auf verschiedene Weise er  zeugen,     zum    Beispiel durch einen gewichts  belasteten Kolben, der mittelbar oder unmit  telbar auf die Spinnflüssigkeit in einem     Sam-          melbehälter        wirkt;    man kann aber auch eine  Schleuderpumpe     verwenden,    die es gestattet,  ständig einen bestimmten Höchstdruck ein  zuhalten.  



  Die Zeichnung gibt ein Ausführungsbei  spiel der Erfindung wieder, und zwar stellt  die;     Fig.    1 eine schematische Ansicht der An  lage dar, während die     Fig.    2 eine Einzelheit  an der Drosselvorrichtung zeigt.  



  In der     Fig.    1 befindet sich die Spinn  flüssigkeit 1, zum Beispiel Viskose, im un  tern Teil eines Behälters 2, in dessen oberem  Teil ein gewichtsbelasteter Kolben 3 gleiten    kann. Der über der Flüssigkeit befindliche  Raum 4 ist mit einem     druckübertragenden          .Mittel,    zum Beispiel mit Luft oder einem in  differenten Gas oder auch mit einer     leich-@          teren,    mit der     Spinnflüssigkeit    nicht misch  baren Flüssigkeit, angefüllt, das durch eine       Pumpe    5 ständig oder von Zeit zu Zeit, ent  sprechend der durch die     Undichtigkeit    des  Kolbens entweichenden Menge erneuert wer  den kann.

   Aus dem Behälter strömt die  Spinnflüssigkeit durch ein Rohr 6 zu den ein  zelnen Düsen ? einer Spinnmaschine oder  auch der Spinnmaschinen eines ganzen Spinn  saals und tritt dabei vor jeder Spinndüse  durch einen Filter 8 und die Drosselvorrich  tung 9. Zum Ersatz der verbrauchten Spinn  flüssigkeit dient eine Pampe 10, die ständig  oder in Absätzen die verbrauchte     Spinnflü-          sigkeit    ersetzt.  



  Die beschriebene Einrichtung nach der  Erfindung hat den grossen Vorteil, dass die  Spinnflüssigkeit dem Speicher 2 ohne Be  triebsunterbrechung zugeführt werden kann.  Man kann zum Beispiel auch, anstatt die  Flüssigkeit durch eine     Pumpe    nachzufüllen,  folgendermassen verfahren: Ein Hilfsbehälter,  der vollständig mit der Flüssigkeit angefüllt  und luftdicht abgeschlossen ist und der oben  und unten verschlossene Rohranschlüsse trägt,  wird an ebensolche unterhalb des Kolben  gelegene Anschlüsse des     Sammelbehälters    an  geschlossen und die Verbindungsleitungen  werden daraufhin geöffnet. Auf diese     Weise     entleert sich her Inhalt des Hilfsbehälters in  den Sammelbehälter solange, bis die Flüssig  keit in beiden Behältern gleich hoch steht.  



  Die dargestellte Einrichtung arbeitet so:  Die unter völlig gleichbleibendem Druck  stehende     Spinnflüssigkeit    findet im Filter 8  nur einen geringen Widerstand, der so gering  bemessen ist, dass der Druckabfall auf den       Ausspritzdruck    in der Hauptsache erst durch  die Drosselvorrichtung 9 hervorgerufen wird,  Es könnte also pro Zeiteinheit eine viel grö  ssere Menge Flüssigkeit durch den Filter  dringen, als durch die Drosselvorrichtung und  die Spritzdüse abgeführt werden kann. In  folgedessen herrscht im Raum zwischen dem      Filter und der Drosselvorrichtung ein Druck,  der annähernd dem Druck im Behälter 2 ent  spricht. Durch die Drosselvorrichtung 9 wird  nun dieser Druck auf den zum Durchdrücken  der Flüssigkeit durch die Spritzdüse notwen  digen wesentlich geringeren Druck abgedros  selt.

   Erhöht sich der Widerstand in der       Spritzdüse,    zum Beispiel infolge Verstopfung,  so erhöht sich auch sofort der zwischen der  Drosselvorrichtung und der Spritzdüse vor  handene Druck, und zwar bis zur Höchst  grenze des vor der Drosselvorrichtung beste  henden Höchstdruckes. Dieser Höchstdruck  kann etwa so gross sein, wie der erfahrungs  gemäss bei Kolbenpumpen infolge Verstop  fung auftretende     Höchstdruck.    Hierdurch er  gibt sich bei der Düse die gleiche Betriebs  weise, wie bei den kolbenartigen Pumpen, so  dass die     Gesamtfadenstärke,    annähernd gleich  bleibt.

   Die übrigen an die Leitung 6 ange  schlossenen Düsen werden dabei durch das  Ansteigen des Druckes zwischen     Drosselvor-           richtung    und verstopfter Düse nicht beein  flusst.  



  An Stelle des Behälters 3 kann auch eine       Zentrifugalpumpe    treten, deren     Förderlei-          stung    so gross ist, dass sich beim Höchstbedarf  aller angeschlossenen Düsen keine wesent  lichen Schwankungen des durch sie ständig       erzeugten    Überdruckes     ergeben.     



  Eine     Einstellbarkeit    der Drosselvorrich  tung 9 lässt sich zum Beispiel durch die in  der     Fig.    2     beispielsweise    dargestellte Bauart  erreichen. In einer plangeschliffenen Glas  scheibe 11 ist     ein    feiner Spalt 12 eingeschnit  ten, auf dem ein planer Schieber 13 verscho  ben werden kann. Durch die Verschiebung  des letzteren lässt sich der massgebende  Durchgangsquerschnitt leicht     zuverlässig    ein-    stellen.

   Dem Schlitz 12     kann    zum Beispiel da  durch     gewonnen    werden, dass in die Glas  scheibe 11 ein dünnes Platinblech     einge-          schmölzen    und dann durch Säure wieder ent  fernt wird. Selbstverständlich ist die Aus  bildung der Drosselvorrichtung nicht auf das  Ausführungsbeispiel beschränkt.  



  Die Einrichtung kann ausser bei der       Kunstseideerzeugung    auch noch bei ähnlichen       Fadenherstellungsvorgängen    mit Vorteil ver  wendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Verhüten des Ver stopfens von Spinndüsen, sowie zum Gleich halten der Fadenstärke, dadurch gekenn zeichnet, dass die Spinnflüssigkeit aus einem unter gleichmässigem Druck von höherer Spannung als dem Ausspritzdruck stehenden Raum den Spinndüsen durch eine vor jede Düse. geschaltete Drosselvorrichtung zuge führt wird, wobei vor den Drosselvorrichtun gen noch Filter angeordnet sind, deren Durch lasswiderstand so gering bemessen ist, dass der Druckabfall auf den Ausspritzdruck in der Hauptsache erst durch,die Drosselvorrich tung hervorgerufen wird.
    UNTERANSPRUCH: Vorrichtung nach dem Patentanspruch, gekennzeichnet durch eine Schleuderpumpe zur Erzeugung des Überdruckes.
CH123712D 1924-10-25 1925-10-19 Vorrichtung zum Verhüten des Verstopfens von Spinndüsen sowie zum Gleichhalten der Fadenstärke. CH123712A (de)

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