AT99516B - Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Spinnvorrichtungen für die Kunstfädenherstellung. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Spinnvorrichtungen für die Kunstfädenherstellung.Info
- Publication number
- AT99516B AT99516B AT99516DA AT99516B AT 99516 B AT99516 B AT 99516B AT 99516D A AT99516D A AT 99516DA AT 99516 B AT99516 B AT 99516B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- vessel
- funnel
- cleaning
- spinning
- liquid
- Prior art date
Links
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 title claims description 24
- 238000009987 spinning Methods 0.000 title claims description 23
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 6
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title description 3
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 22
- 230000001376 precipitating effect Effects 0.000 claims description 6
- 238000001556 precipitation Methods 0.000 claims 1
- 239000002253 acid Substances 0.000 description 12
- 239000002244 precipitate Substances 0.000 description 7
- 239000012530 fluid Substances 0.000 description 6
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 3
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 3
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N Sulfuric acid Chemical compound OS(O)(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- PTVDYARBVCBHSL-UHFFFAOYSA-N copper;hydrate Chemical compound O.[Cu] PTVDYARBVCBHSL-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- DBNPDRYVYQWGFW-UHFFFAOYSA-N N.[Cu]=O Chemical compound N.[Cu]=O DBNPDRYVYQWGFW-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229920000297 Rayon Polymers 0.000 description 1
- 229920002678 cellulose Polymers 0.000 description 1
- 239000001913 cellulose Substances 0.000 description 1
- 239000002964 rayon Substances 0.000 description 1
- 238000003860 storage Methods 0.000 description 1
Landscapes
- Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Spinnvorrichtungen fiir die Kunstfäden- herstellung.
Beim Spinnen von Kunstseide aus Kupferoxydammoniakzelluloselösung scheiden sich in der Spinnvorrichtung, u. zw. meist an dem Ausflussrohr des Spinntrichters, Kupferhydratniederschläge ab.
Diese setzen dem durchgezogenen Fadenbündel einen Widerstand entgegen, der leicht zu Fadenbrüchen führt. Bisher musste man daher die Maschine oder wenigstens die einzelnen Spinnvorrichtungen zeitweise stillsetzen, um das R) hr zu reinigen. Nach der Erfindung lässt sich nun diese Reinigung während des Betriebes ausführen, ohne dass der Spinnvorgang und damit der Faden unterbrochen werden müsste.
Die Reinigung erfolgt erfindung gemäss in der Weise, dass man an geeigneter Stelle in den Spinntrichter bzw. dessen verjüngten unteren Ausfluss eine Reinigungsflüssigkeit einfliessen lässt, die den Kupfer-
EMI1.1
säure von 10%. Diese Flüssigkeit tritt mit einem Druck ein, der demjenigen der Fällflüssigkeit in der Spinnvorrichtung etwas übersteigt.
Eine Spinnvorrichtung, die für das beschriebene Reinigungsverfahren geeignet ist, kann in der Weise ausgebildet werden, dass durch eine besondere Zuleitung an geeigneter Stelle der Spinntrichter mit dem Gefäss für die R3inigungsflÜssigkeit verbunden ist. Der nötige Überdruck der Reinigungsflüssigkeit kann durch Hochlage dieses Gefässes erzielt werden, wobei man vorteilhaft das Gcf ss nur zu der Zeit anhebt, während welcher die Reinigungsflüssigkeit durchfliessen soll ; hiedurch werden Hähne in der'Zuleitung erspart. Man kann endlich das Gefäss so tief anordnen, dass nur jeweils so viel Flüssigkeit aus- fliessen kann, als in das Gefäss über ein gewisses Niveau eingegossen wird.
Wenn nur unten am Auslauf des Spinntrichters ein Niederschlag gebildet wird, genügt es, die Reinigungsflüssigkeit unten einzuführen. Geht aber der Niederschlag höher @ inauf, so wird an Reinigungflüssigkeit gespart, wenn man die Zuleitung ebenfalls höher legt, so dass die Reinigungsflüssigkeit nicht erst im Gegenstrom hoch hinauf getrieben werden muss, sondern einfach durch den Trichter nach unten fliessen kann.
Auf der Zeichnung sind fünf Ausführungsformen des Erfindungfgegenstandes dargestellt. T ist die ganze Spinnvorrichtung, e der konische Trichter, t das Ausflussrohr des Trichters, w der Zufluss der Fällflüssigkeit, der mit den einzelnen Spinnvorrichtungen durch Saugrohre S verbunden ist. Die Fällflüssigkeit fliesst durch das Ausflussrohr t mit einer Geschwindigkeit, welche dem Druckunterschied zwischen der Ausflussöffnung von t und dem Flüssigkeitsniveau in dem Gefäss w entspricht. Oberhalb der Stelle der Kupferhydratniederschläge ist erfindungsgemäss ein seitliches Rohr a angebracht, das zu einem Gefäss b mit Reinigungsflüssigkeit, z. B. 10%iger Schwefelsäure, führt.
Man kann nun für die Anwendung des Gefässes b und seine Verbindung mit dem Spinntrichter e bzw. dessen Ausfluss t verschiedene Ausführungsarten wählen :
1. Die Säure befindet sich in einem Gefäss b, Fig. 1, welches etwa in der Höhe der Oberkante des Spinntrichters steht. Bei li, befindet sich ein Hahn, welcher so lange geöffnet wird, bis der Kupferniederschlag abgelöst ist.
2. Das Säuregefäss b, Fig. 2, steht so niedrig, dass sein Flüssigkeitsniveau mit dem im Gefäss w gleichsteht. In diesem Falle fliesst keine Säure durch das Rohr a. Wird nun das Rohr a biegsam gemacht und das Gefäss b aber etwas gehoben, so dass das Niveau der darin enthaltenen Säure über dem in w steht, so fliesst so lange Säure durch a ab, als die Niveaudifferenz anhält. Ist der Kupferniederschlag vorher abgelöst, so senkt man das Gefäss b wieder auf seinen alten Stand und der Säuredurchlauf hört auf. Ein Hahn zum Abstellen der Säure ist in diesem Falle überflüssig.
<Desc/Clms Page number 2>
3, Man ordnet ein feststehendes Gefäss'b an (Fig. 3), bei welchem bei etwa halber Füllung mit Säure das Flüssigkeitsniveau mit dem im Gefäss w gleichsteht. Wird jetzt aus einem Vorratsbehälter weitere Säure in das Gcfäss b gegossen, so fliesst diese sofort durch a ab, weil sich durch Zugiessen neuer Säure das Niveau in b erhöht. Hört man mit dem Zugiessen von Säure auf, so stellt sich das Niveau in b von selbst wieder auf den Stand von w ein und der Säurezufluss hört auf.
4. Die Reinigungsflüssigkeit strömt wie in der Einrichtung nach Fig. 1 durch das Rohr a zu, das
EMI2.1
5. Die in Fig. 5 dargestellte, bekannte Spinnvorrichtung zeigt einen Trichter e in einem zylindrischen Mantel F. Die Fällflüssigkeit strömt durch Rohr a am Boden des zylindrischen Mantels ein, steigt in diesem auf und fällt in dem Trichter e nach unten. Auch hier wird die Reinigungsflüssigkeit durch ein Rohr a mit Hahn h so zugeführt, dass bereits die Mischung beider Flüssigkeiten vor Eintritt in die Spinnvorrichtung stattfindet. Auch hier ist ein anderer Anschluss möglich.
Im Falle der Reinigung des ganzen Trichters muss bei den Vorrichtungen nach Fig. 4 und 5 während der Zeit der Reinigung der Spinnvorgang unterbrochen werden, wodurch die Fäden abreissen. Dies dauert aber höchstens eine Minute und kann ohne Schaden in den Kauf genommen werden. Bei den Ausführungsformen nach Fig. 4und5 wird an Reinigungsflüssigkeit gespart, wenn es sich um die Reinigung des ganzen Trichters handelt. Die Reinigung wird in diesem Falle auch beschleunigt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Reinigen von Spinnvorrichtungen für die Kunstfädenherstellung, dadurch gekennzeichnet, dass in den Strom der Fällflüssigkeit an der Stelle störender Niederschläge von Zeit zu Zeit eine R3inigungsflüssigkeit eingeleitet wird, die die Niederschläge in der Spinnvorrichtung ablöst.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass seit- EMI2.24. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuleitung (a) biegsam und das Gefäss (b) heb-und senkbar angeordnet ist.5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gefäss (b) in gleicher Höhe liegt wie die Zuleitung (w) der Fäjlflüssigkeit, so dass nur so viel Flüssigkeit durch das Rohr (a) in den Trichter eingeführt wird, als über ein bestimmtes Niveau in das Gefäss (b) eingegossen ist.6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuflussleitung (a) für die Reinigungsflüssigkeit über dem oberen Rande des Trichters ansetzt, wobei diese zweckmässig in die Zuflussleitung (S) für die Fällflüssigkeit eingeführt wird.7. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit einem Spinntrichter im zylindrischen Mantel der Spinnvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsflüssigkeit durch ein Rohr (a) am Boden des zylindrischen Mantels zufliesst, wobei das Rohr (a) zweckmässig in die Zuleitung (s) der Fällflüssigkeit eingeführt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT99516T | 1924-01-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT99516B true AT99516B (de) | 1925-03-26 |
Family
ID=3618691
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT99516D AT99516B (de) | 1924-01-07 | 1924-01-07 | Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Spinnvorrichtungen für die Kunstfädenherstellung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT99516B (de) |
-
1924
- 1924-01-07 AT AT99516D patent/AT99516B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1955905A1 (de) | Fuellvorrichtung fuer Fluessigkeiten | |
| AT99516B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Spinnvorrichtungen für die Kunstfädenherstellung. | |
| DE503594C (de) | Vorrichtung zum Auskristallisieren von festen Stoffen aus in eine umlaufende Bewegung versetzten Loesungen | |
| DE821336C (de) | Einrichtung zum Entleeren von Druckfiltern | |
| DE1660188C3 (de) | Verfahren zum Anspinnen von Viskose fäden | |
| DE408889C (de) | Vorrichtung zur Reinigung von Spinnvorrichtungen fuer die Kunstfadenherstellung | |
| DE694967C (de) | Vorrichtung zum Verfluessigen von Pech | |
| DE534084C (de) | Einrichtung zum Absaugen einer zaehen Fluessigkeit aus einem Vorratsbehaelter | |
| CH579939A5 (en) | Liquid petroleum product separator - with visible flow resistance indicator and coalescence filters to collector cowls separately withdrawable | |
| CH109106A (de) | Verfahren und Einrichtung zum Reinigen von Spinnvorrichtungen für die Kunstfädenherstellung. | |
| AT146192B (de) | Verfahren und Einrichtung zum Entfernen von Kesselstein aus mittelbar erhitzten Vorwärmern in Umlaufanlagen der Sulfitzellulosekocher. | |
| DE596646C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Entleeren eines eine viskose Fluessigkeit mit hoher Gefriertemperatur, u. a. paraffinhaltigen Erdoeldestillationsrueckstand, enthaltenden Behaelters | |
| DE64449C (de) | Verwendung von Kork als Filtrirmaterial für zuckerhaltige Flüssigkeiten und Abwässer der Zuckerfabrikation | |
| DE719295C (de) | Klaervorrichtung fuer Fluessigkeiten | |
| DE179127C (de) | ||
| AT97934B (de) | Verfahren zur fortlaufenden Waschung von Trikalziumsaccharat. | |
| DE454822C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Ausscheiden von OEl aus oelhaltigen Stoffen | |
| DE245837C (de) | ||
| AT16241B (de) | Vorrichtung zum Auspressen und Auslaugen der Hopfentreber und ähnlicher Materialien. | |
| DE98315C (de) | ||
| DE408447C (de) | Spinnvorrichtung zur Herstellung von Kunstseide | |
| DE440223C (de) | Schleudermaschine mit Fluessigkeitszuleitungsgefaess | |
| DE395575C (de) | Einrichtung zur Erzielung einer Wasserbewegung in entgegengesetzten Richtungen zwischen zwei Kesseln | |
| AT137926B (de) | Verfahren und Vorrichtungen zum Beseitigen der Verunreinigungen aus Dampfkesseln und zum Verhüten der Bildung von Kesselstein. | |
| DE692630C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Zerstoeren von Schaum |