CH121531A - Verfahren zur Herstellung wasserechter und leicht färbbarer Gebilde. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung wasserechter und leicht färbbarer Gebilde.

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CH121531A
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nitrocellulose
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Gesellschaft Fuer Chemis Basel
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Chem Ind Basel
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    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/24Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from cellulose derivatives
    • D01F2/28Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from cellulose derivatives from organic cellulose esters or ethers, e.g. cellulose acetate

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Description


  Verfahren zur Herstellung wasserechter und leicht     färbbarer    Gebilde.    Es ist bekannt, dass von den künstlichen  Seiden die sogenannte     Azetatseide    die wert  vollsten Eigenschaften besitzt, indem sie be  deutend wasserechter ist als die andern künst  lichen Seiden und ihr Glanz ausserdem am  meisten derjenigen der Naturseide ähnelt.  



  Ein Nachteil der     Azetatseide    ist aber ihre  geringe Aufnahmefähigkeit für die bis anhin  allgemein verwendeten     Farbstoffe,    so dass für  diesen besonderen Zweck neue Produkte auf  den Markt gebracht werden müssen.  



  Es wurde nun die überraschende Beob  achtung gemacht, dass es gelingt, wasserechte  und leicht     färbbare    Gebilde aus     Azetylzellu-          lose    herzustellen, wenn man einer     Zellulose-          azetatlösung    vor dem Verarbeiten zu Gebil  den Nitrozellulose zufügt und hierauf, nach  dem Verarbeiten zu Gebilden, das Erzeugnis       denitriert,    unter Verwendung eines     Denitrie-          rungsbades,

      dessen Temperatur mindestens       500        C        beträgt        und        welches        wenigstens        9%     eines löslichen Sulfhydrates enthält.  



  Dieses Resultat, das durchaus überraschend  ist, bildet einen wesentlichen Fortschritt auf    dem Gebiete der Herstellung     färbbarer    Ge  bilde aus     Azetylzelliilose.     



  In der Regel wird ein     Nitrozellulosezu-          satz        von        5-20        %        des        Zelluloseazetates        voll-          kommen    genügend sein, um den gewünschten       Effekt    zu erreichen.

   Wichtig ist aber, wie  ausdrücklich hervorgehoben sei, dass eine in  tensive     Denitrierung    durchgeführt wird; die  sonst übliche     Denitrierung    durch Behandeln       mit        einer        7-        bis    8     %igen        Natriumsulfhydrat-          lösung    bei 40-50 0 führt nicht zum erstrebten  Ziel.  



  <I>Beispiel</I>  Einer     Zelluloseazetatlösung    werden 5 bis       10        %        Nitrozellulose        (bezogen        auf        den        Gehalt     an     Zelluloseazetat)    zugesetzt, worauf das     Zel-          lulosestergemisch    in bekannter Weise auf  Fäden versponnen wird.

   Das Gespinst wird  sodann während etwa 3 Stunden in einer  wässerigen     Natriumsulfhydratlösung,        enthal-          tend        10-12        %        NaSIi,        welcher        zweckmässig     noch 6-12     gr    Chlormagnesium pro Liter zu  gefügt werden, bei einer Temperatur von  65 0<B>0</B> umgezogen. Hernach wird gespült und      getrocknet.

   Die so erhaltenen Fäden zeigen  eine vorzügliche     Affinität    zu     Farbstoffen,    und  zwar sowohl für saure als für basische, Beizen-,  direkte, Schwefel- und     Küpenfarbstoffe,    so dass  sie sich mit Leichtigkeit in den verschieden  sten Nuancen und Farbtiefen färben lassen.  Die Wasserechtheit, sowie Elastizität und  Festigkeit ist eine ausgezeichnete.  



  An Stelle von     Alkalisulfhydi,aten        können     auch lösliche     Erdalkalisulfhydrate    verwendet  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH h: Verfahren zur Herstellung wasserechter und leicht färbbarer Gebilde aus Azetylzel- lulose, dadurch gekennzeichnet, dass man einer Zelluloseazetatlösung vor dem Verarbeiten zu Gebilden Nitrozellulose zufügt und hierauf, nach dem Verarbeiten zu Gebilden, das Er zeugnis denitriert;
    unter Verwendung eines Denitrierungsbades, dessen Temperatur min destens<B>50"</B> C beträgt und welches wenig- stens 9 % eines löslichen Sulfhydrates enthält. PATENTANSPRUCH I2: Ein nach dem Verfahren des Patentan spruches I hergestelltes Gebilde, welches was- serbeständig und mit sauren, basischen, Bei zen-, direkten, Schwefel- und Küpenfarbstoffen färbbar ist.
    UNTERANSPRUCH l: Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man einer Zelluloseaze- tatlösung vor dem Verarbeiten zu Gebilden Nitrozellulose zufügt, und zwar im Verhält nis von höchstens 25 Teilen Nitrozellulose auf 100 Teile Zelluloseazetat, und hierauf, nach dem Verarbeiten zu Gebilden, das Er zeugnis denitriert, unter Verwendung eines Denitrierungsbades,
    dessen Temperatur min destens 50 0 C beträgt und welches wenig- stens 9 % eines löslichen Sulfhydi#ates enthält. UNTERANSPRUCH 2:
    Gebilde gemäss Patentanspruch II, wel ches wasserbeständig. und mit sauren, basi schen, Beizen-, direkten, Schwefel- und ILüpen- farbstoffen färbbar ist, dadurch gekennzeich- riet, dass es nach dein Verfahren gemäss Unter anspruch 1 hergestellt ist.
CH121531D 1926-03-24 1926-03-24 Verfahren zur Herstellung wasserechter und leicht färbbarer Gebilde. CH121531A (de)

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