Vorrichtung zum Löschen und Sperren der Tastatur an Rechen- und Addiermaschinen. Es sind Löschvorrichtungen für die Ta statur von Rechen- und Addiermaschinen be kannt, bei denen Tastensperrschienen da durch ausgelöst werden, dass ein auf der An triebswelle fester Zahn mit einem Hebelge- sperre zusammenarbeitet. Diese Vorrichtungen eignen sich für Maschinen, bei denen die An triebswelle nur in einer Richtung gedreht wird.
Bei Rechen- und Addiermaschinen aber, bei denen die Antriebswelle für die Durch führung der verschiedenen Rechenoperationen in der einen oder andern Richtung gedreht werden muss, ist die Löschung der Tasten sperrschienen durch einen auf der Antriebs welle festen' Zahn nicht möglich, da die Löschung stets während des letzten Teils der Drehbewegung der Weile in dem einen oder andern Sinne erfolgen muss.
Der Zweck der Erfindung ist nun, eine Löschvorrichtung zu schaffen, die zum Löschen der Tastatur sowohl bei der Drehung der Antriebswelle- in der -einen, als auch in jer andern Richtung benutzt werden kann, wo bei gleichzeitig eine Vorrichtung zum Sperren der Tastatur vorgesehen ist, um zu verhin dern, dass die Tasten der Tastatur einge stellt werden können, wenn die Antriebs welle aus ihrer Nullage herausbewegt worden ist, wodurch mit Sicherheit falsche Ergebnisse verhindert werden.
Erreicht wird dies gemäss der Erfindung dadurch, dass beim Drehen der Antriebswelle ein mit dieser verbundener Mitnehmer unter Vermittlung eines um die Welle lose dreh baren Zahnes durch eine Hebelübertragung die Löschung der Tastatur bewirkt und eine auf der Antriebswelle feste, deren Drehung mitmachende Kurvenscheibe eine 'Sperrung der Tastensperrschienen in Abhängigkeit von der Wirkung der Löschorgane und die Auf hebung der Sperrung der Tastensperrschienen herbeiführt.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel der Vorrichtung nach der Erfindung dargestellt, und es ist; Fig. 1 eine teilweise geschnittene An sicht desselben mit der Antriebswelle in der Nullage, Fig. 2 eine der Fig. 1 ähnliche Ansicht, in welcher die Antriebswelle aus der Nullage herausbewegt worden ist.
Auf der Antriebswelle 23, die zu ihrer Drehung beispielsweise mit einer Kurbel 7 versehen ist, sitzt fest eine Kurvenscheibe 24 mit einem Nocken 9. Auf der Nabe der Kurvenscheibe 24 ist lose ein Zahn 15 ge lagert und die Scheibe 24 trägt einen Mit nehmerstift 25. An dem Rahmen 26 der Rechenmaschine ist bei 17 ein Doppelhebel 1.6 drehbar gelagert, der unter Wirkung einer Feder 27 dauernd in Richtung der Welle 23 gezogen wird. Das der Welle abgekehrte Ende des Doppelhebels 16 wirkt mit einem drehbar am Rahmen 26 gelagerten Winkel- hebel 20 zusammen, der in bekannter Weise die Tastensperrschienen 2 bei Beendigung des Rechenvorganges zurückdrückt, um die Tastatur zu löschen.
Hinter den Tastensperr- schienen 2 ist ebenfalls am Rahmen 26 der 31;rschine ein Winkelhebel 11 drehbar gelagert, dessen Arm 28 drehbar mit einer Zugstange 29 verbunden ist. Die Stange 29 ist gleitbar in Lagern 30 angeordnet und wird unter Wirkung einer Feder 31 dauernd gegen die Kurven scheibe 24 gedrückt. Die Stange 21) könnte selbstverständlich auch an ihrem freien Ende einen Ansatz oder eine Rolle tragen, die in einer Kurvennut der Scheibe 24 läuft, wobei alsdann die Feder 31 fortfallen und .die Be wegung des Winkelhebels 11 zwangsläufig er folgen würde.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist kurz wie folgt: Wird die Kurbel 7 gedreht, so dreht sich mit ihr die Scheibe 24. Der Zahn 15 behält seine nach unten gerichtete Lage solange bei, bis der Mitnehmerstift 25 der Scheibe 24 bei deren Umdrehung gegen den Zahn 15 stösst.
Von diesem Augenblick an nimmt der Zahn 15 ebenfalls an der Umdrehung der Scheibe 24 teil und kommt dabei schliesslich gegen das betreffende Ende des Hebels 16, bebt diesen an, s9 dass das andere Ende ab- wärts bewegt wird und hierdurch in bekann ter Weise das Luschen erfolgt.
Sobald die Kurbel 7 aus der Nullage herausbew egt wird, kommt der Nocken 9 der Kurvenscheibe 24 ausser Berührung mit der Stange 29, wodurch diese unter Wirkung der Feder 31 nach links verschoben wird und die in Fig. 2 dargestellte Lage einnimmt. Hierdurch wird der Winkelhebel 11 gedreht, so dass sein freier Arm gegen die Tastensperrschienen 2 sich legt und diese, wie Fig. 2 zeigt, gegen eine Verschiebung gesperrt werden.
Bei der weiteren Umdrehung der Kurbel 7 kommt darin schliesslich der Nocken 9 wieder gegen die Stange 29 zu liegen und drückt diese entgegen der Wirkung der Feder 31 wieder in die in Fig. 1 veranschaulichte Stellung, so dass das freie ende des Winkelhebels 28 aus der Bewegungsbahn der Tastensperr- schienen herausgebracht wird.
Die gleiche Wirkungsweise der Sperrvor- richtung ergibt sich selbstverständlich, wenn, wie oben angedeutet, die Stange 29 zwangs läufig hin und her bewegt wird.
Selbstverständlich ist der Mitnehmerstift 25 mit Bezug auf den Nocken 9 der Scheibe 24 so angebracht, dass vermöge der Scheibe 24 die Sperrung der Tastensperrschienen auf gehoben wird. bevor die Löschung der Ta statur erfolgt.