Elektrische Zeitschalteinrichtung zur Betätigung von Stromverbrauchern zu im voraus festgesetzten Zeiten. Bisher bekannt gewordene elektrische Zeitschalteinrichtungen zur Betätigung von Stromverbrauchern zu im voraus festgesetz ten Zeiten, die auf dem Prinzip beruhen, dass durch Anschliessen eines Stromverbrauchers von Hand an eine Leitung aus einer Gruppe von nach Stunden geschalteten Leitungen, so wie an eine Leitung aus einer Gruppe von nach Minuten geschalteten Leitungen ein Stromkreis gebildet und dieser dann selbst tätig durch Uhrschaltvorgänge zu der ge wählten Stunde vorgeschlossen und dann zu der gewählten Minute ganz geschlossen wird, haftet der Übelstand an,
dass beim Abschlie ssen von drei oder mehr Stromverbrauchern an die Einrichtung Stromkreise durch Schal tung zu ungewollten Zeiten geschlossen wer den können.
Die vorliegende Erfindung hilft diesem Übelstande ab. Bei dieser verbesserten Ein richtung können gewöhnliche Stromverbrau cher in grösserer Anzahl zu der für jeden voll ihnen festgesetzten Zeit betätigt, und ferner kann die Anzahl der Leitungen vermindert werden. ohne dass es nötig ist, die Bauart der Stromverbraucher zu ändern.
Der Erfindungsgedanke beruht darauf, dass für eine kleinere Periode in einer grö sseren Periode (Minute in einer Stunde) für einen Stromverbraucher je :ein Stromkreis von Hand gewählt wird, wodurch die gewünschte Zeit der Betätigung im voraus festgelegt ist. Die Betätigung erfolgt dann selbsttätig unter Kontrolle :durch eine Schaltuhr. Es können für .andere Zeitteilungen, beispielsweise für Tage, Wochen usw., Stromkreise hinzugefügt werden, die ihrerseits für die Zeit der Be tätigung mitbestimmend sind.
In den angefügten Zeichnungen zeigt Fig. 1 ein Beispiel einer einfachen Ausfüh rungsform des Erfindungsgedankens. Der Stundenzeiger 1 ist aus isolierendem Mate rial angefertigt und mit zwei Schleiffedern versehen. die untereinander verbunden sind und von denen die eine beständig auf einem leitenden Ring 2 und die andere auf einem von zwölf Kontaktstücken ss jeweils wäh rend einer Stunde schleift. Mit je einem der Kontaktstücke 3 ist eine Leitung 4 verbun den.
Der ebenfalls aus isolierendem Material hergestellte Minutenzeiger 7 ist mit einer Schleiffeder versehen, die beständig auf dem leitenden hing 8 schleift, sowie mit einer Schleiffeder 11, die alle zehn Minuten wäh rend einer kurzen Dauer mit einem der sechs Metallstücke 12, und einer andern, welche alle zehn Minuten während einer längeren Dauer, etwa während fünf Minuten, mit einem der Kontaktstücke 6 Kontakt bildet. Zwischen den Metallstücken 12 sind lange Isolierstücke taugeordnet.
Die drei Schleiffedern sind unter einander elektrisch verbunden, und mit den Kontaktstücken 6 ist je eine Leitung 5 ver blinden; ferner sind die Stücke 12 unterein ander und mit dem Ring 2 durch die Leitung 13 verbunden; schliesslich ist der Ring 8 mit einem Pol der Stromquelle und die Leitung 14 mit dem andern Pol derselben verbunden.
Jedem der Stromverbraucher ist eine von der Uhrschaltung entfernt gelegene Schalt vorrichtung zugeteilt, die in dem in der Fig. 1 gezeigten Beispiel aus einem Elektromagnet 15, einer Stütze 16, einem Anker 17, einer Stütze 18 und einem Elektromagnet 19 be- en steht. Durch einen Handwähler 9 wird der Stunden- und durch einen Handwähler 10 der Minutenstromkreis eingestellt. Der Strom verbraucher A ist in dem dargestellten Bei spiel auf 6 Uhr 10 eingestellt. Um 6 Uhr 00 war der folgende Stromkreis geschlossen: Stromquelle, Leitung 14, Stütze 16, Mag net 15, Kontakt 9, Linie 4 für 6 Uhr, Kon- taktstiück 3, Zeigerkontaktfedern, Ring 2, Leitung 13, Kontaktstück 12, Schleiffedern 11, Ring 8, Stromquelle.
Der Magnet 15 war erregt und zog seinen Anker an, der mit der Stütze 18 Kontakt bildete; da jedoch die Handkontaktvorrich tung 10 nicht mit der 0-Minutenleitung 5 ver bunden ist, so war der Minutenstromkreis nicht geschlossen und der Stromverbraucher A nicht in Tätigkeit.
Um 6 Uhr 10 ist der selbe Stundenstromkreis wieder geschlossen gewesen, und da dann der gewählte 10-Mi- nutendraht 5 durch den Umschalter mit der Stromquelle verbunden ist, so entsteht 'im 6 Uhr 10 der folgende Minutenstromkreis: Stromquelle, Linie 14, Stütze 16, Anker 17, Stütze 18, Magnet 19, Stromverbraucher A, Handkontakt 10, Linie 5 für zehn Minu ten, Kontaktstück 6, Zeigerkontaktfedern, Ring 8, Stromquelle.
Der Stromverbraucher ist nun in Tätig keit. Der Stundenstromkreis ist bald durch Abgleiten der Feder 11 von dem Kontakt stück 12 geöffnet, der Anker 17 wird jedoch durch den Magnet 19, der mit dem Strom verbraucher in Reihe liebt, weiter angezogen gehalten, und der Minutenstromkreis wird erst geöffnet, wenn der Kontakt 6 von seiner Schleiffeder frei ist.
Dem Minutenstromkreis ist bei A noch ein Druckknopf 20 hinzugefügt, der durch Druck von Hand den Minutenstromkreis un terbricht, so dass er zufolge Aberregung des Magnetes 19 offen bleibt.
In der Fig. 1 ist der Stundenstromkreis B um 6 Uhr 10 ebenfalls geschlossen wor den, da der Minutenstromkreis ,jedoch auf 20 Minuten eingestellt ist, so wird der Strom verbraucher B um 6 Uhr 20 in Tätigkeit treten. Der Stromverbraucher C ist auf 7 Uhr 10 eingestellt; der entsprechende An ker l7 wird erst in der siebenten Stunde an bezogen werden, und der Kontakt 17/18 ist daher offen. Bei mir kurzer Betätigung der Stromverbraucher Bann der Magnet 19 fort fallen.
Die Stromverbraucher A, B, C nebst Kon takten 17, 18 können ebensogut in dem Stun denstromkreis liegen, wenn lange Kontakt- 12 und kurze Kontaktstücke 6 ange ordnet werden. Der Magnet 15 würde dann zum Beispiel in jeder Stunde bei 0, 10, 20 usw. Minuten htirz erregt werden, und der Anker 17 geu,,issc-rinassen bei 18 fühlen, ob die sechste Stunde leerangekommen ist.
Es l@önnten auch. in beiden Zeitstromkreisen (Minuten- und Stundenstromkreis) Magnete 1-5 liegen (je crüeer in jedem Stromkreis), deren Anlier dann zii.in Beisspiel zu seiner Zeit einen dritten Stromkreis schliessen wür den, der der Arbeitsstromkreis wäre (ver- gleiche auch D, Fig. 3). Den beiden Zeit stromkreisen könnten natürlich, bei zweck entsprechender Anordnung der Schalt- und Leitungseinrichtung, auch getrennte Strom quellen zugeteilt werden.
Bei Anwendung von Wechselstrom könn ten die Magnete 15 durch primäre Wicklun gen von Transformatoren ersetzt werden. In Fig. 3 ist die Gruppe der Stundenstromkreise und die Gruppe der Minutenstromkreise mit getrennten Stromquellen versehen. Die Fe der 11 und der Zeiger 1 schalten die Stunden leiter 4, und die Feder 45 mit Ring 46 und Feder 47 schalten die Minutenleiter 5 unter Spannung. Die Leitung 48 auf der Minuten seite entspricht der Leitung 14 auf der Stun denseite.
Bei dem Stromverbraucher A ist die pri märe Wicklung des Transformators 49 für 6 Uhr und der Magnet 15 für zehn Minuten gewählt. Wenn die Erregung der primären Wicklung mit dem Schluss des Kontaktes l7/18 zusammenfällt, was um 6 Uhr 10 der Fall ist, wird der Stromverbraucher A be tätigt; bei ihm ist ferner durch unterbro chene Linien ein halbtätiger Stromkreis ge zeigt. Der Arm 50 springt alle zwölf Stun den von einem Kontaktstück 51 nach dem andern; der Magnet 52a wird während der gewählten Zwölfstundenperiode erregt, und der sekundäre Stromkreis, in dem der Strom verbraucher A liegt, nur während dieser Pe riode bei 52'53 geschlossen. Wenn demnach auch die primäre Wicklung im Stundenstrom kreis erregt und der Kontakt 17/18 geschlos sen ist, so wird der Stromverbraucher A doch nur betätigt, wenn auch der Kontakt 52'53 geschlossen ist.
In Fig. 3 ist bei B sowohl in den gewähl- ten Stundenstromkreis 6 Uhr, wie in den ge wählten Minutenstromkreis 20 Minuten je eine primäre Wicklung eines Transformators ein geschaltet. Jeder der beiden sekundären Stromkreise enthält ein Relais; beide Relais zusammen schliessen einen dritten Stromkreis, dem der Stromverbraucher B zugeteilt ist. Die primäre Wicklung des Stundenstromkrei ses wird im Laufe der sechsten Stunde und diejenige des Minutenstromkreises in jeder Stunde im Laufe der Zehnminutenteilung er regt, und wenn beides zusammenfällt, wird der Stromverbraucher B betätigt.
In Fig. 3 ist bei C der sekundäre Stromkreis über 17/18 kurzgeschlossen, und wenn der Magnet 15 diesen Stromkreis öffnet, wird C betätigt, wenn die primäre Wicklung gleichzeitig Strom induziert. In dieser Anordnung ist also stets ein sekundärer Stromkreis .gesehlos- sen. Es ist ersichtlich, dass nach den Anord nungen bei A und C Stromverbraucher ver schiedener Spannung gemäss den Transfor- m.ationskoeffizienten betätigt werden können.
Bei Anwendung von Gleichstrom, einer Vorrichtung zum Wechseln der Stromrich tung und polarisierten Relais 15, 17 kann in bekannter Weise ein Stundendraht 4 für zwei verschiedene Stunden benutzt werden, und so können mit 12 Drähten 24 Stunden und mit sechs Drähten 12 Stunden bestimmt werden. Die Minutenseite könnte ebenso be handelt werden.
In Fig. 2 ist eine Anordnung gezeigt, in der der Stundenstromkreis, sobald er einmal bei einem eingestellten Stromverbraucher ge schlossen worden ist, sich an einer ihm zuge teilten Schaltvorrichtung selbsttätig öffnet und für die Stunde offen bleibt.
Der Minutenstromkreis, in dem der Strom verbraucher liegt, wird zu Anfang der ge wünschten Stunde an der Schaltvorrichtung, oder, wenn der Stundenhandkontakt erst w5,h- rend der gewünschten Stunde betätigt wird, sofort an der Schaltvorrichtung durch den Stundenstromkreis vorbereitet; zu .der ge wünschten Minute wird dann der Arbeits stromkreis ganz geschlossen.
In der Fig. 2 ist in der Schaltvorrichtung bei B der Stundenkreis offen, wohingegen bei A das Umgekehrte der Fall ist. Ein Stun denstromkreis, wenn geschlossen, verläuft wie folgt: Stromquelle, Ring 2, Zeigerfedern. Kon taktstück 3, Leitung 4, Stöpsel 21, Linie 22, Stütze 23, Anker 23a, Kontaktfeder 23b, Stellschraube 24, Magnet 25, Linie 26, Strom quelle. Der Minutenstromkreis verläuft so: Stromquelle, Ring 2, Zeigerkontaktfedern, Stück 3, Leitung 4, Stöpsel 21, Leitung 22, Stütze 23, Anker 23a, Kontaktfeder 27, Stellschraube 28, Stromverbraucher, Kontakt 10 Leitung 5, Kontaktstück 6, Zeigerkon taktfedern, Ring 8, Stromquelle.
Wenn der Stundenstramkreis durch den Stundenzeiger oder einen sonstigen, stünd lich geregelten Stromschliesser ganz ge schlossen wird, so wird der Magnet 25 sofort erregt, zieht seinen Anker 29 an, und der Anker 23a, der federnd an der Stütze 23 be- festigy ist, kommt auf den isolierten Block 30 zu stehen, wie bei dem Stromverbraucher A ersichtlich ist. Der Kontakt 23b/24 ist ge öffnet, der Kontakt 27/38 geschlossen. Der Stundenstromkreis ist demnach bei 23b/24 geöffnet, und der Magnet 25 ist nicht mehr erregt. Der Minutenstromkreis ist bei 27/28 vorgeschlossen und wird dann durch die Schaltuhr ganz geschlossen.
Es sind zwei Stromkreise für Öffnung vorgesehen. Der eine bringt die Schaltvor richtung in Ruhestellung am Ende der Stunde, und der andere tut es sofort, wenn der Stöpsel 21 während der Arbeitsstunde herausgezogen wird. Für den ersten Öffner stromkreis ist die Linie 31 angelegt, die nach dem Schluss einer Arbeitsstunde und kurz vor dem Beginn der neuen, einmal durch die am Zeiger 8 isoliert befestigte Feder 32 an dun beiden Knöpfen 33 während einer kur zen Zeit geschlossen wird. Der erste Öffner stromkreis verläuft wie folgt: Stromduelle, Leitung 31, Kontakt 32/33, Leitung 31, Knopf 34, Anker 29, Stütze 35, Magnet 36, Leitung 26, Stromquelle.
Wenn die Schaltvorrichtung gearbeitet hat, ist der Kontakt 29/34 geschlossen, und der Manet 36 wird am Ende der Stunde er regt. Der Anker 23a wird angezogen und der Anker 29, der federnd an der Stütze 35 befestigt ist, geht hoch. Der Block 30 hält den Anker in der aus Fig. 2 bei B ersicht lichen Weise.
Der zweite Öffnerstromkreis ist wie folgt: Stromquelle, Stundenschaltuhr, Linie 4, Handkontakt 37, Linie 38, Knopf 39, Feder 40, die isoliert am Anker 29 sitzt, Knopf 4l, Magnet 42, Linie 26, Stromquelle.
Der Stöpsel 21 ist aus Isoliermaterial an gefertigt, jedoch mit dem leitenden Ring 43 versehen. Wenn die Schaltvorrichtung in Tätigkeit gewesen ist, so ist der Kontakt 39/40/4l geschlossen, der Kontakt 3 7 aber geöffnet; wird der Stöpsel 21 herausgezogen, so schliesst der Ring 43 die Kontaktvorrich- tunc 37 während einer kurzen Zeit, der Mag net 42 wird erregt, und der Anker 23a, der die Stellung A einnimmt, geht in die Stel lung B über.
Wenn eine andere Periode hinzugefügt werden soll, so wird durch einen gewählten Stromkreis ans dieser Periode ein Schalt magnet 25 erregt. Der Magnet 25 der nächst kürzeren Periode ist an die Stellschraube 28 der längeren Periode angeschlossen usw., dass die Periodenstromkreise sich stufenweise weiterschalten. Die Schaltvorrichtung einer Periode, welche während einer dieser Perio den schaltete, geht mindestens am Schluss dieser Periode in die Ruhestellung zurück.
Dieselbe Einrichtung, die in Fig. 2 für Stunden und Minuten gezeigt ist, kann vor teilhaft auch für eine Schaltung zwischen zwei Gruppen der Stundenleitungen, bei spielsweise bei einem 24-Stunden betrieb, be nutzt werden, um die Stunde zu bestimmen. In diesem Falle würden 10 Stundenleitun gen beispielsweise in zwei Gruppen geteilt, von denen die eine sechs Vierstundenleitun gen und die andere vier Einstundenleitungen erhalten würden. Ferner wären zwei Leitun gen 26 vorgesehen. Mit den 10 Stunden leitungen könnten für Stromverbrenner A und B, die dann für die Minutenschaltung die Magnete 25 sein würrlen, 6 nial I gleich 24 Stunden bestini.ml= werden.
Würde jede Leitung dieser Gruppen durch Anwen- dung polarisierter Magnete zweimal benutzt: werden, so könnten die 24 Stunden mit etwa wclit Leituno@cn bestimmt werden.
Die Minutenseite könnte ebenso behandelt -erden. Die in den verschiedenen beschriebenen und gezeigten Anordnungen benutzten Re lais könnten natürlich anstatt mit Arbeits strom auch mit, Ruhestrom betätigt werden. Der Minutenstromkreis in Fig. 1 könnte bei spielsweise über 17/18 so geschlossen werden, dass 18 oberhalb von 17 liegt, der Magnet 15 während 11 Stunden erregt und nur wäh rend der gewählten Stunde abgeregt sein würde, wodurch dann der Anker 17 während der gewählten Stunde losgelassen und der Kontakt 17/18 geschlossen sein würde. Die Schaltuhr würde in diesem Falle für die wählbaren Stunden einen Uhrkontakt offen anstatt geschlossen halten.