CH110902A - Schwelgas-Feuerungsverfahren. - Google Patents

Schwelgas-Feuerungsverfahren.

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CH110902A
CH110902A CH110902DA CH110902A CH 110902 A CH110902 A CH 110902A CH 110902D A CH110902D A CH 110902DA CH 110902 A CH110902 A CH 110902A
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carbonization
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Caloric Aktiengesellschaft Fuer Rauchlose Feuerung
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Caloric Ag
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  • Gasification And Melting Of Waste (AREA)

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      Schwelgas-Fenerungsverfahren.       Die     Erfindung    betrifft ein     Feuerungs;-          verfahren,    bei dem der Brennstoff in einem  Behälter     verschwelt    wird, dessen Wände  mit Kanälen versehen sind, durch die die       Seliwelgase    vermittelst des     Kaminzuges    ge  saugt und der Glutzone zugeführt werden.  Dabei wird ein äusserst langsamer und gleich  mässiger     Abbrand    erzielt,     Extremtempera-          turen    und massenhafte Schnellverbrennungen  der vorhandenen Brennstoffmenge werden  vermieden.  



  Die Zeichnung zeigt beispielsweise drei  Ausführungsformen einer zur Ausübung  des Verfahrens geeigneten Feuerung und  zwei Vergleichsdiagramme.  



       Fig.    1 stellt einen senkrecht zur Feuer  türe gelegten Vertikalschnitt durch eine nur  einen Brennstoffbehälter besitzende Feue  rung dar;       Fig.    2 zeigt einen parallel zur Feuer  türe gelegten Schnitt durch eine zweite Aus  führungsform einer solchen Feuerung;       Fig.    3 stellt schematisch einen     wagrech-          ten    Schnitt durch eine mit drei Brennstoff  behältern ausgestattete Feuerung dar;         Fig.    4 zeigt einen Vertikalschnitt durch  den untern Teil einer solchen Feuerung;       Fig.    5 ist eine perspektivische Ansicht  eines Teils der zugehörigen Behälterwand;

         Fig.    6 und 7 sind die erwähnten Ver  gleichsdiagramme.  



  Zur Ausführung des Verfahrens mittelst  der durch     Fig.    1 dargestellten Feuerung  bringt man den Brennstoff in einen Behäl  ter 1, der in seinem untern Teil mit einem  Planrost 2 versehen ist. Die Wände 3 des  Behälters 1 sind als Doppelwände ausge  führt. Der Raum zwischen den Wänden  steht bei 4 durch eine Öffnung mit dem Be  hälter 1 in Verbindung. Die als Hohlwände  ausgebildeten Teile des Behälters 1. sind  nicht bis zum Rost geführt, sondern enden  einige Zentimeter über ihm. Die dadurch  entstehende Öffnung 5 ist auf den Rost ge  richtet und bildet die Mündung des durch  die Hohlwand dargestellten Schwelgasbren  ners.  



  Zur Einleitung des Verfahrens wird in  den Behälter 1, den     Schwelraum,    durch die      mit einer Tür versehene     Offnunb        G    etwas  Holz     gebracht    und     dieses    entzündet. Dar  nach wird der     Schwelraum    mit dem Brenn  stoff, z. B.     Braun';olile,        gefiiilt    und die     Off-          nun-    6 verschlossen.

   Der Brennstoff berät  ins Schwelen und gibt alle     abdestillierbaren     Gase ab, die sich oberhalb des Brennstoffes  in der     Schwelhammer        ansammeln.    Von dort       -werden    sie durch den Kaminzug, der bei 7  einsetzt, durch die Doppelwände der     Schwel-          kammer        gesaugt,    zusammen mit     Friselilutt,     die durch eine     Notöffnung    der Tür 6 ein  tritt.  



  Die mit Luft gemischten     Seliwel-ase     treten bei 5 aus, unmittelbar an der Glut  zone, die dadurch entsteht, dass Frischluft  durch den     Aschfall    8 eintritt und     längs    des  Rostes streicht und zum Teil durch diesen  in den unten lagernden Brennstoff tritt. Die       Schwelgase    entzünden sich an der     Cllutzone     und schlagen, geleitet von dem bei 7 einset  zenden Zug in den     Verbrennungsraum    9,  wo sie restlos und     rauchlos    in völlig     bleich-          mässiger    Weise verbrennen.

   Hat der     S#chwel-          prozuss        einbesetzt    und sind die     Schwelbase     entzündet, so läuft der     S@hwe@gasfeuerun;.s-          v        organg    selbsttätig weiter, weil die Wände  der     Schwelhammer        gleichzeitig        Wände    des       Verbrennungsraumes    sind.

   Dadurch     werden     die Wände der     Schwelkammer    und damit       d:e    durch sie     gesaugten        Schwelbase        .stark     erwärmt, auf der     innern    Seite, im Schwel  raum, durch den     langsam        verblühenden     Brennstoff, auf der äussern Seite, im     Ver-          brennunbsraum,    durch die mit hoher Tem  peratur verbrennenden     Schwelgase.     



       Fib.    ?     zeigt    in einem Vertikalschnitt,  von der Seite der Ofentüre her besehen,     eine     zweite     Ausführungsform    eines     Schwelgas-          ofens.    Diese unterscheidet sich von der schon  beschriebenen im wesentlichen dadurch,     da13     die     Mündung    5 der     Schwelgasbrenner    be  deutend höher, z.

   B. 14     ein,    über dem Rost     _i     liebt und dass von dieser Mündung     web    die       ZA'andunb    des     Se_hwelraumes    in der Rich  tung     gegen    die äussere     Ofenwandung    hin       zurückbesetzt,    die     Schwelkammer    also er-  
EMI0002.0069     
  
    weitert <SEP> ist.

   <SEP> So <SEP> entsteht <SEP> unterhalb <SEP> der <SEP> Mün  ilttitg <SEP> des <SEP> Se#hiveIgasl@renners <SEP> zwischen <SEP> dem
<tb>  Brennmaterial <SEP> und <SEP> der <SEP> Wandung <SEP> der
<tb>  Schwclkaninier <SEP> (--in <SEP> leerer <SEP> Raum <SEP> 14, <SEP> der <SEP> sich
<tb>  als <SEP> Kanal <SEP> uin <SEP> dir <SEP> Glutzone <SEP> der <SEP> ganzen
<tb>  Brennmatcrialsä <SEP> ule <SEP> lünzielit <SEP> und <SEP> in <SEP> den <SEP> Ver  brennungsraum <SEP> 9 <SEP> mundet.
<tb>  



  Seliwelbase, <SEP> die <SEP> heim <SEP> austreten <SEP> aus <SEP> dem
<tb>  S_#hwelbasbrenn <SEP> @@r <SEP> auf <SEP> Glul.stellen <SEP> treffen,
<tb>  deren <SEP> Temperatur <SEP> niAit <SEP> hinreicht, <SEP> um <SEP> sie <SEP> zu
<tb>  entzünden, <SEP> werden <SEP> in <SEP> dem <SEP> Kanal <SEP> 14 <SEP> an
<tb>  Stellen <SEP> v <SEP> ni#Leibeführt, <SEP> "in <SEP> denen <SEP> Schwelbase
<tb>  brennen <SEP> und <SEP> liier <SEP> entzündet. <SEP> Durch <SEP> diesen
<tb>  li@tn,i1 <SEP> 1-L <SEP> wird <SEP> also <SEP> verhindert, <SEP> dass <SEP> Schwel  gase <SEP> unver#brannt <SEP> vom <SEP> Schwelbasverbren  nunbsraum <SEP> in <SEP> das <SEP> Kamin <SEP> gelangen.
<tb>  



  Kin <SEP> derartiger <SEP> Kanal <SEP> ermöglicht, <SEP> meh  rere <SEP> Schwelkammern <SEP> über <SEP> einem <SEP> gemein  samen <SEP> Roste, <SEP> anzubringen, <SEP> d. <SEP> 1i. <SEP> auf <SEP> dem
<tb>  nämlichen <SEP> Roste <SEP> erliebli-,lie <SEP> itlengen <SEP> von
<tb>  Brennstoff <SEP> zu <SEP> verwenden <SEP> und <SEP> so <SEP> bedeutende
<tb>  Heizwirlzun"en <SEP> zti <SEP> erzielen, <SEP> wie <SEP> sie <SEP> zum
<tb>  Beispiel <SEP> zum <SEP> Betriebe <SEP> von <SEP> Dampfkesseln
<tb>  notwendi <SEP> -# <SEP> sind.
<tb>  



  Die <SEP> Fig. <SEP> 3 <SEP> und <SEP> -1 <SEP> veranschaulich <SEP> @=n <SEP> einen
<tb>  sol, hen <SEP> als <SEP> Vorfeuerunb <SEP> für <SEP> Corn <SEP> welll;essel
<tb>  benutzten. <SEP> Ofen.
<tb>  



  Dieser <SEP> Ofen <SEP> besitzt <SEP> drei <SEP> über <SEP> dem <SEP> nä <SEP> m  li-#hen <SEP> Rote <SEP> ? <SEP> angenrdnete <SEP> Sohwclhammern
<tb>  P<B>)</B>. <SEP> 11 <SEP> und <SEP> 1?. <SEP> Unter <SEP> den <SEP> Wänden <SEP> dieser
<tb>  Kammern <SEP> bl#@iht <SEP> der <SEP> Kanal <SEP> 11 <SEP> in <SEP> der <SEP> durch
<tb>  Fib. <SEP> 4 <SEP> anbede@uteten <SEP> Weise <SEP> frei. <SEP> Aile <SEP> diese
<tb>  Kanäle <SEP> en-ligen <SEP> im <SEP> gemeinsamen <SEP> Schwelbas  vf-rbrennun,>sranm <SEP> 1'i. <SEP> der <SEP> so <SEP> gewissermassen
<tb>  zum <SEP> Saninicli#nuni <SEP> für <SEP> alle <SEP> in <SEP> sämtlichen
<tb>  Scliwelkaminern <SEP> entstehenden <SEP> Scliv-el- <SEP> und
<tb>  Heizgas:

  - <SEP> wird. <SEP> Es <SEP> wird <SEP> daher <SEP> in <SEP> ihre <SEP> eine
<tb>  ausserortleittlicli <SEP> kr@iftige <SEP> Gasflamme <SEP> erzeugt,
<tb>  mit <SEP> der <SEP> erheblicht- <SEP> Heizwirkungen <SEP> ausgeübt
<tb>  wurden <SEP> l@t;nnen.
<tb>  



  Die <SEP> die <SEP> S <SEP> -li@velgasbreriner <SEP> bildenden
<tb>  Wände <SEP> der <SEP> Schwelkammern <SEP> können <SEP> statt
<tb>  als <SEP> hohle <SEP> Doppelwände <SEP> in <SEP> Form <SEP> von <SEP> mit
<tb>  vertikal <SEP> verlaufenden <SEP> Kanülen <SEP> versehenen
<tb>  Platten <SEP> auspbildet <SEP> sein, <SEP> wie <SEP> dies <SEP> in <SEP> Fig. <SEP> 4
<tb>  und <SEP> 5 <SEP> angedeutet <SEP> ist. <SEP> Das <SEP> Brennmaterial         legt sich an die diese Kanäle     bildenden-Rip-          pen    an, und die     Schwelgase    ziehen,     wie    in       Fig.    5 die Pfeile     andeuten,    durch die Kanäle  von oben nach unten gegen den Rost hin.  



  Ein Bild von der Leistungsfähigkeit des       Schwelgasfeuerungsverfahrens    geben die  Kurven in     Fig.    6 und 7. Sie stellen dar die  Ergebnisse eines Vergleiches zwischen einem  Ofen, der nach dem     Schwelgasfeuerungsver-          fahren    arbeitete und einem irischen     Dauer-          brandofen.    Die Ordinaten     stellen    eine Funk  tion der Zeit dar; die auf der Abszissen  achse aufgetragenen Zahlen bedeuten Stun  den.  



  Der     Schwelgasofen    wog 40 kg, der irische  Ofen 82 kg. Ihre nutzbare Oberfläche war  bleich. Beide Ofen waren nebeneinander auf  gestellt, ihre Verbrennungsprodukte gelang  ten durch den gleichen Abzug ins Freie.  



  Die punktierten     Diagrammlinien    in     Fig.    6  und 7     Belten    für den neuen Schwelgasofen,  die vollausgezogenen für den in Vergleich  gestellten irischen Ofen. In     Fig.    6 sind ver  gleichsweise die     Endtemperaturen    der Ver  brennungsgase angegeben, in     Fig.    7 der  respektive Kohlensäuregehalt (C02) in Vo  lumenprozenten.  



  Zur Verbrennung kamen gleiche Mengen  von Holz zum Anheizen und gleiche Mengen  von Braunkohlenbriketts. Beide Ofen wurden       unter    vollständig gleich bleibenden Betriebs  verhältnissen beobachtet, wobei Temperatur  und     Gaszusammensetzungsmessungen    viertel  stündig durchgeführt wurden. Alle     Mess-          stellen    waren analog angeordnet. Als Inhalt  der Messungen ergab sich, wie viel Wärme  vom Ofen nutzbar an die Raumluft zur Ab  gabe kam und wie viel Abwärme verlust  bringend und damit nutzlos in den Schorn  stein zog.  



  Die auf Grund der erhaltenen Zahlen  aufgestellte mittlere Wärmebilanz ergab:  
EMI0003.0025     
  
    Sehwelgas <SEP> Irisch
<tb>  Aufgespeicherte <SEP> Eigen  wärme <SEP> im <SEP> Ofen <SEP> 4.6% <SEP> <B>21,6%</B>
<tb>  Abwärmeverlust <SEP> durch <SEP> die
<tb>  Verbrennungsgase <SEP> 11,9 <SEP> % <SEP> 30,5 <SEP> %a
<tb>  An <SEP> den <SEP> Raum <SEP> nutzbar <SEP> ab  gegebene <SEP> Wärmemenge
<tb>  als <SEP> Differenz <SEP> <U>83,5 <SEP> % <SEP> 47,9%</U>
<tb>  100,o% <SEP> <B>100,0%</B>       Das heisst, die gleiche Raumheizung  wurde beim     Schwelgasfeuerungsverfahren    mit  57 % weniger Brennstoff erzielt als mit dem  irischen Ofen, oder der irische Ofen hatte  das gleiche Brennstoffquantum     als    der  Schwelgasofen vier Stunden früher ver  braucht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schwelgasfeuerungsverfahren, bei dem der Brennstoff in einem Behälter verschwelt wird, dessen Wände mit Kanälen versehen sind, durch die die Schwelgase vermittelst des Kaminzuges gesäugt und der Glutzone zugeführt werden. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Schwelgasfeuerungsverfahren nach Patent anspruch, bei dem die Schwelgase in einem Raum verbrennen,- dessen Wände gleich zeitig Wände der Schwelkammer sind.
    2. Schwelgasfeuerungsverfahren nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, bei dem die Schwelgase in einen Kanal gesaugt werden, der zwischen einem Schwelgas- brenner und den Verbrennungsraum ge schaltet ist. 3. Schwelgasfeuerungsverfahren nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, bei dem die Schwelgase in mehreren Schwelkam mern erzeugt werden und um die Glut zone jeder Schwelkammer Kanäle laufen, die in einen Verbrennungsraum münden.
CH110902D 1923-12-12 1924-03-25 Schwelgas-Feuerungsverfahren. CH110902A (de)

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