DE854997C - Keramischer oder eiserner Fuellofen - Google Patents

Keramischer oder eiserner Fuellofen

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DE854997C
DE854997C DES23482A DES0023482A DE854997C DE 854997 C DE854997 C DE 854997C DE S23482 A DES23482 A DE S23482A DE S0023482 A DES0023482 A DE S0023482A DE 854997 C DE854997 C DE 854997C
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Germany
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filling
grate
furnace
ceramic
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DES23482A
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Inventor
Friedrich Springer
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  • Solid-Fuel Combustion (AREA)

Description

  • Keramischer oder eiserner Füllofen Während die Verhetzung von gasarmen Brennstoffen in Koks- oder Anthrazitöfen bereits einen kaum noch zu steigernden Wirkungsgrad erreicht hat, ist dies bei gasreichen Brennstoffen, wie sie dem Hausbrand hauptsächlich zur Verfügung stehen, nicht in gleichem Maße möglich. Selbst bei sorgfältiger Bedienung der Ofen betragen die Verluste an frei gemachter Wärme in Form urverbrannter Schwelgase mehr als ioo/o des aufgeworfenen Brennstoffes, bedeuten also eine beträchtliche Verwirtschaftung unseres Volksvermögens.
  • An Versuchen, diesem Übelstand abzuhelfen, hat es bisher nicht gefehlt. Das Mißliche ist, daß bei den gewöhnlichen Ofen- und Herdfeuerungen der nachgelegte Brennstoff erst über einem Glutbett zum Abbrand kommt, das von unten her durch den Rost mit Luft genährt wird. So entwickeln sich die Schwelgase zumeist in einiger Entfernung oberhalb der Feuerzone und ziehen zum Teil unverbrantit ab, weil sie entweder ihre Zündtemperatur nicht erreicht haben oder weil ihnen der Sauerstoff der Luft sozusagen immer erst hinterher geschickt wird. Besonders nachteilig wirkt sich diese mangelhafte Schwelgasverbrennung in den Füllfeuerungen der Durchbrand- und Unterbrandöfen aus. Die Gasentwicklung zieht sich in Durchbrandöfen gewöhnlich so lange hin, bis die auf dem Rost liegende Glut die ganze Füllschicht erfaBt hat und der oberflächlich austretende Gasschwall endlich auf Zündtemperatur gebracht ist. Bei den Unterbrandöfen findet der Abbrand zwar immer in einer verhältnismäßig niederen Brennstoffschicht statt, wobei die Schwelgase zum Teil durch die Feuerzone abziehen und daher abbrennen müssen; der andere Teil aber füllt indes den Vorratsschacht, und hier wie dort kann es zum Puffen des Ofens kommen, wobei gesundheitsschädliche Gase in die Wohnräume austreten; ja, es kann eine mangelhafte Konstruktion oder unzweckmäßige Bedienung bei solcher Gelegenheit zum Zerknall des Ofens führen. Will man aber, während die Entgasung noch im Gang ist, frischen Brennstoff nachlegen, so schlägt gewöhnlich beim Öffnen der Fülltür der Rauch heraus. Der Einbau von Klappen, die vor dem Öffnen der Fülltür einen raschen Durchzug nach dem Schornstein ermöglichen, oder die Anordnung einer Oberluftführung erweisen sich dann als wenig wirkungsvoll, wenn die Bauabsicht vom Gebrauchsnehmer nicht verstanden wird oder wenn diese Einrichtungen nicht zweckentsprechend bedient werden.
  • Diese Mißstände will die Erfindung durch eine Unt.erbrandfeuerung für gasreiche Brennstoffe beseitigen. Sie kennzeichnet sich dadurch, daß die zur Verbrennung nötige Luft durch einen über der Füllschicht angebrachten Luftregler eingeführt und, vermischt mit den im Füllschacht entwickelten Schwelgasen, durch einen oder mehrere feuerbeständige Schächte nach unten in den Aschenraum geleitet wird, von wo das vorgewärmte Luft-Schwelgas-Gemisch durch den Rost und die im Schüttkegel des Brennstoffes liegende Glut nach dem Brennschacht abgesaugt wird, wo es verbrennt.
  • Die Zeichnung zeigt ein einfaches Ausführungsbeispiel (Schema) des Erfindungsgegenstands, und zwar ist in Abb. r ein Schnitt durch einen keramischen Füllofen nach Linie A-B der Abb. 4 dargestellt; Abb. 2 ist ein Schnitt nach Linie C-D der Abb. 4; Abb, 3 zeigt den Ofen in Ansicht, und Abb. 4 ist ein Grundriß im Schnitt.
  • Die Unterbrandfeuerung nach der Erfindung ist zum Einbau in keramische und eiserne Ofen geeignet. Die Aschentür ist etwas größer als üblich, dicht schließend und ohne Luftregler. Der Luftregler ist über der Füllschicht entweder auf oder über der Fülltür angebracht. Der Innenraum des als Beispiel gezeigten Ofens ist in bekannter Weise durch eine starke Schamottezunge in zwei Schächte geteilt. Der hinter der Fülltür befindliche Schacht nimmt den Brennstoffvorrat auf, während im rückwärtigen Schacht der Abbrand der Schwelgase vor sich geht. Dieser Brennschacht ist besonders geräumig gehalten, damit sich die Flammen bei stark herabgesetzter Strömungsgeschwindigkeit gut entwickeln können und eine kräftige Gasstrahlung ermöglicht wird. Die Weiterleitung der Abgase in Heizzügen hängt von den jeweils anzutreffenden Schornsteinzugverhältnissen ab und ist daher dem Belieben des Ofenbauers anheimgestellt. Wesentlich aber ist, da13 die schamottierte Hängezunge, die den Füllschacht vom Brennschacht trennt, ungefähr in der Mitte des Rostes so angebracht wird, daß der herabrutschende Brennstoff mit seinem Schüttkegel auch die in den Brennschacht ragende Rosthälfte voll bedeckt, was im allgemeinen in einem Winkel von 45° geschieht. Die Schamottesteine der Feuerung umschließen wannenartig den Rost. Dieser ist als Rüttelrost ausgebildet.
  • Die besonders kennzeichnende Einrichtung der Feuerung nach der Erfindung aber sind ein oder mehrere senkrechte Luftschächte aus feuerbeständigem Werkstoff, die in der Nähe der Fülltür, etwas über ihrer Mitte beginnend, den Außenflächen des Ofens anliegen (bei Eisenöfen einen Teil der Außenwände bilden können), bis unter die Rostunterkante in den Aschenraum reichen, oben und unten offen sind und deren Gesamtquerschnitt mindestens der freien Rostfläche entspricht. Bedienung und Wirkungsweise Durch die Fülltür wird Anfeuermaterial auf den gereinigten Rost gegeben und angeheizt, danach die Tagesmenge des Brennstoffes aufgegeben, mindestens aber so viel davon, daß er an der Hängezunge anstößt. Nach dem Anheizen und Auffüllen des Ofens werden Aschentür und Fülltür geschlossen und die Luftzufuhr ausschließlich durch den über der Füllschicht angebrachten Luftregler bewerkstelligt. Das auf dem Rost liegende Anfeuer treibt aus dem Brennstoff die Schwelgase aus, die, in der Wärme spezifisch leichter geworden, durch die Füllschicht nach oben dringen, aber nicht verbrennen können, weil sie ihre Zündtemperatur nicht erreicht haben oder nicht genügend mit Sauerstoff versorgt sind. Durch den Luftregler über der Füllschicht tritt die zur Verbrennung nötige Luft in den Ofen und wird im Zuge des geringsten Widerstandes nach dem Schornstein abgesaugt. Bietet z. B. eine lockere Brennstoffschicht diese Möglichkeit, dann werden die Schwelgase von der einströmenden Luft, mehr und mehr erwärmend, mit nach unten durch die Glutschicht über dem Rost geführt, wo sie sicher ausbrennen. Liegt der Brennstoff aber dicht im Füllschacht, so ziehen die Schwelgase, untermischt mit der einströmenden Luft ohne nennenswerten Widerstand durch die Luftschächte nach unten in den Aschenraum, werden dabei vorgewärmt und müssen wiederum in der Richtung des geringsten Widerstandes, nämlich am auslaufenden Schüttkegel des Brennstoffes hinter der Hängezunge, von unten her durch den Rost und das Glutbett nach dem Brennschacht ziehen, wobei sie auf Zündtemperatur gebracht werden und abbrennen. In beiden Fällen wird erreicht, daß an die Stelle der höchsten Temperaturentwicklung, nämlich in das Glutbett über dem Rost, ein bereits vorgewärmtes zündfähiges Luft-Schwelgas-Gemisch geleitet wird, das sicher ausbrennt und rauch- und rußarm den Ofen verläßt.
  • Bei einem Ofen nach der Erfindung werden folgende technische Vorteile erreicht: r. Es wird ein Ausbrand gasreicher Brennstoffe mit geringsten Abgasverlusten ermöglicht; die Wärmeausbeute wird erhöht; 2. der geräumige Brennschacht begünstigt Flammenbildung und Gasstrahlung, die Wärmeaufnahme des Ofens wird verbessert; 3. die im Füllschacht entwickelten Schwelgase werden dauernd abgesaugt, das Gasen der Ofen beim Offnen der Fülltür und das bedenkliche Puffen wird verliiiidert; .@. die Luftkühlung des Rostes bleibt erhalten; ;. die neue Feuerung ist für keramische und eiserne Ofen verwendbar und gestattet die Nachschaltung von Heizgaszügen in ibeliel>iger Form; 6. gasreiche Brennstoffe können im Dauerbrand verheizt werden.

Claims (3)

  1. P A T E N T A N S P n I. C H E i. Keramischer oder eiserner Füllofen, dessen Ofenraum durch eine oder mehrere Trennzungen in einen Füllschacht und einen geräumigen Brennschacht (oder mehrere Brennschächte) abgeteilt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Verbrennung nötige Luft durch einen über der Füllschicht angebrachten Luftregler eingeführt und, vermischt mit den im Füllschacht entwicke@ten Schwelgasen,durch einen oder mehrere fetierlies-tändige Schächte nach unten in den Aschenraum geleitet wird, von wo das vorgewärmte Luft-Schwelgas-Gemisch durch den Rost und die im Schüttkegel des Brennstoffes liegende Glut nach dem Brennschacht abgesaugt wird, wo es verbrennt.
  2. 2. Keramischer oder eiserner Füllofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennzunge zwischen Füll- und Brennschacht ungefähr über der Mitte des Rostes angebracht ist, und zwar so hoch darüber, daß der Schüttkegel des im Füllschacht nachrutschenden Bremistoffes den Rost völlig bedeckt.
  3. 3. Keramischer oder eiserner Füllofen nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein leicht auswecb@selbarer Rost in einem Rüttelrahmen liegt und daß die zur Bedienung des Rüttelrostes nötigen Konstruktionsteile nicht undicht durch die Ofenwand oder die dicht schließende Aschenraumtür geführt sind.
DES23482A 1951-06-12 1951-06-12 Keramischer oder eiserner Fuellofen Expired DE854997C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT395645B (de) * 1990-08-27 1993-02-25 Sonnek Rudolf Ing Verbrennungseinrichtungen fuer biomasse

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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AT395645B (de) * 1990-08-27 1993-02-25 Sonnek Rudolf Ing Verbrennungseinrichtungen fuer biomasse

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