DE700812C - Fuellschacht-Feuerung oder-Ofen mit je einem besonderen Brennraum fuer den festen Brennstoff und die aus diesem austretenden Schwelgase - Google Patents
Fuellschacht-Feuerung oder-Ofen mit je einem besonderen Brennraum fuer den festen Brennstoff und die aus diesem austretenden SchwelgaseInfo
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Description
- Fülischacht-Feuerung oder -Ofen mit je einem besonderen Brennraum für den festen Brennstoff und die aus diesem austretenden Schwelgase Es sind bereits Füllschachtöfen für' feste Brennstoffe mit je einer besonderen Brennstelle für den festen Brennstoff und die aus diesem austretenden Schwelgase bekannt, bei welchen die erzeugten Gase unterschiedlicher Temperatur durch gesonderte Kanäle abgeführt und vor dem Austritt aus dem Ofen in einem gemeinsamen ein Regelglied enthaltenden Rauchabzug vereinigt werden.
- Von diesen Füllschachtöfen unterscheidet sich die den Gegenstand der Erfindung bildende Füllschachtfeuerung, die ebenfalls je einen besonderen Brennraum für den festen Brennstoff und die aus diesem austretenden Schwelgase hat, dadurch, daß zwischen - den Feuerraumwänden und einer von dem Strom der verbrannten Schwelgase bestrichenen Wärmespeicherwand ein mit dem Aschenraum verbundener Frischluftkanal vorgesehen ist, und zwar wird dessen obere in den Abgaskanal führende Austrittsöffnung von einem Regelglied derart beherrscht, daß sich ein Strom erwärmter Luft den aus dem festen Brennstoff aufsteigenden Verbrennungsgasen und den mit diesen in den Abgaskanal sich mischenden, ausgebrannten Schwelgasen in regelbarer Menge zuführen läßt.
- Bekanntlich hängt die vollständige Verbrennung von der Menge der dem Brennstoff zugeführten Luft und deren Erwärmung ab. Beide sind tei der neuen Füllschachtfeuerung einstellbar, und damit ist eine vollständige Verbrennung gewährleistet. Dabei sind die Mittel zur Erreichung dieses Zweckes einfach und können von jedermann bedient werden.
- Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt, und zwar zeigt Fig. i einen senkrechten Schnitt nach Linie C-D der Fig. 2 und Fig. 2 einen waagerechten Schnitt nach Linie A-B der Fig. i.
- Der mittels einer Klapptür abschließbare Einfüllschacht i für den Brennstoff führt in den Verbrennungsrauln 2, welcher unten durch einen korbartigen Rost 12 abgeschlossen ist. In den Räumen i und 2 bilden sieh beim Ingangsetzen der Feuerung übereinander fünf durch gestrichelte Linien angedeutete Zonen. In der Zone 1 findet eine Vortrocknung des Brennstoffes statt, welcher in der Zone II durch beginnende Entgasung in Halbkoks übergeführt wird. In der Zone III wird die Entgasung des Brennstoffes beendigt und die Entzündung eingeleitet. Zone IV ist angefüllt mit einer dicken Schicht in Brand befindlichen Kokses, während in der Zone V die dünne, auf dem Rost 1.2 lielgende brennende Koksschicht zum Ausbrenn en kommt. Die Verbrennungsluft tritt durch eine Öffnung 15 in den Aschenraum ein. Von hier verteilt sich die Luft. Ein Teil durchdringt als Erstluft den Rost und die Zone V, ein zweiter Teil strömt durch zwei senk-rechte Wandkanäle ig in den vom Brennstoff freien Teil des Verbrennungsrauines 2 und der dritte Teil gelangt durch Rück- und Seitenkanäle 6 in eine hinter der Rückwand des Abzugrohres 13 gelegene Kammer.
- Die aus der brennenden Koksschicht V aufsteigenden Heizgase, die auch zu einem kleinen Teil die Schichten IV und III durchdrin '-en, treten mit ihrem Hauptstrom in einen bis auf die sich ablöschende Brennstoffschicht hinunterreichenden, senkrechten Steigkanal.1 über, welcher an seinem oberen Ende durch eine Öffnung mit dem im oberen Teil des Ofens waagerecht angeordneten #Rauchabzugrohr 13 in Verbindung steht. Im Innern dieses Rohres befindet sich ein hohlzylindrischer Schieber 7, welcher durch einen Griff 16 drehbar ist und in Übereinstimmung mit den Öffnungen in der Seiten- und Rückwand des Rohres gleichartige Öffnungen 7-1, 75 und 76 aufweist. Der unmittelbare Abzugweg der Verbrennungsgase wird also durch Kanal -1, Schieber 7 und Rohr 13 ge- bildet.
- Die in den Schichten IV, III und teilweise auch in der Schicht II sich entwickelnden Schwelgase mischen sich oberha14der Brennstoff böschung mit der durch die Einlässe 17 der beiden senk-rechten Wandkanäle 18 einströmenden, vorerhitzten Zweitluft und werden dadurch entzündet. Die brennenden Gase gelangen nach oben in die Flammkammer 3, die zur Erzeugung von Wirbeln zum Zwecke des gründlichen 111ischens und Verbrennens der brennbaren Gase mit nicht dargestellten Prallwänden versehen ist. Die heißen Gase treten alsdann durch Seitenöffnungen 14 der Deckenkammer in den das Abzugsrohr 13 umgebenden Ofeninnenraum 8. Das die Verbrennungskammer 2 und den an seiner Außenwand mit senkrechten Wärmeaustauschrippen versehenen Gaskanal -1 einschließende Gehäuse ist, wie Fig. 2 zeigt, auf drei Seiten von einer mit einem Wärmeschutzmittel io abgedeckten Wärmespeicherwand 9 umgeben. Am mittleren Teil der Wärmespeicherwand, in welche eine Rohrschlange ii als Heißwasserbereiter eingebaut sein kann, ist ein bis nahezu auf den Boden reichender senkrechter Kanal 5 vorgesehen, der am oberen Ende eine der Öffnung 75 des Abzugrohrs 13 entsprechende Austrittöffnung besitzt. Die Heizgase können also, nachdem sie den größten Teil ihrer Wärme an den Ofenmantel abgegeben haben, aus dem Raum 8 durch den Kanal 5 und die Öffnung 75 des Abzugrohrs 13 abströmen.
- Der letzte Teil der durch die Öffnung 15 in die Aschkammer eingetretenen Luft, der an den Wärinespeicherwänden 9 entlang durch den Kanal 6 aufsteigt, gelangt als sogenannte Überschußluft in den zwischen der Flammkammer 3 und der Rückwand des Gasabzugrohres 13 vorgesehenen Raum und von dort durch die Öffnung 76 des Drehschiebers hindurch in das Abzugrohr 13. Diese Luft wird an den heißen Wänden sehr hoch erhitzt, so daß sie im Drehschieber7 und Abzugrohr 13 eine kräftige Ansaugwirkung auf die durch die Öffnungen 74 und 75 in den Drelischieber gelangenden Abgase ausübt. Durch entsprechende Einstellung des Drehschiebers und seiner Durchtrittöffnungen kann das Mischungsverhältnis der drei mit verschiedenen Temperaturen in das Abzugrohr 13 gelangenden Gasströme verändert werden.
- Die beschriebene Füllschachtfeuerung kann beim Bau von Zimmeröfen, Heißlufterzeugern, Kochherden, Warrnwasseterzeugem oder sonstigen öfen verwendet werden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Füllschacht-Feuerung oder -Ofen mit je einem besonderen Brennraum für den festen Brennstoff und die aus diesem austretenden Schwelgase, dadurch 'gekennzeichnet, daß zwischen den Feuerraumwänden und einer von dem Strom der verbrannten Schwelgase bestrichenen Wärmespeicherwand (9, io) ein mit dem Aschenraum verbundener Frischluftkanat (6) vorgesehen ist, deren obere in den Abgaskanal führende Austrittöffnung von einem Regelglied (7) derart beherrscht wird, daß sich ein Strom erwärmter Luft den aus dem festen Brennstoff aufsteigenden Verbrennungsgasen und den mit diesen in dem Abgaskanal sich mischenden ausgebrannten Schwelgasen in regelbarer Menge zuführen läßt.
- 2. Füllschacht-Feuerung oder -Ofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Regelglied aus einem im Abgaskanal (13) angeordneten Drehschieber (7) mit im Boden und der Mantelfläche angebrachtenDurchtrittschlitzen (74,75,76) besteht, die je nach der Einstellung des Drehschiebers die Menge der abziehenden Rauchgase und das Mischungsverhältnis derselben zur zusätzlichen Zugluft bestimmen.
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