Elektromagnetische Aufspannvorrichtung.
Bekannt sind elektromagnetische Aufspannvorrichtungen, nachfolgend, wie üblieh, mit Magnetspannfutter benannt, die sich dadurch auszeichnen, daB auf der Seite ihrer Arbeitsfläche der Magnetfluss zum Teil innerhalb dünner Brücken (nachfolgend KurzschluBbrücken benannt), welche von Pol zu Pol magnetischen KurzschluB ma chen, verlaufen. Die deutsche Patentschrift Nr. 281883 beschreibt beispielsweise einen solchen Typus.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist il. un ein Magnetspannfutter, bei welchem der Magnetfluss führende Körper aus zwei Teilen besteht, deren Trennflächen zwischen Spann-und Auflagefläehe liegt, und von welchen Teilen jeder magnetische Kurz schlussbrüpken. anifweist.
Die Zeichnung veranschaulicht mehrere Ausffthrungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes.
Es stellt Fig. 1 einen Schnitt von Aus führungsbeispielen mit im Grundriss nach Fig. 2 rechteckigen und nach Fig. 3 runden Magnetspannfuttern dar.
Den Bedürfnissen in der Praxis entsprechend könnten die Magnetspannfutter gemäB vorliegender Erfindung nach Fig. 4 im AufriB und nach Fig. 5 bezw. 6 im GrundriB grosser und komplizierter gemacht werden. Fig. 7,8,9 zeigen eine Variante.
Die beiden den MagnetfluB führenden Teile l und 1' (Fig. l) haben je die an sich bekannte dünne, magnetische Kurz schlussbrücke 2 und Aussparungen 3 zur Aufnahme der Erregerwicklung 3#. Die Trennfläche 4 der beiden Teile ist eben, parallel zu und ungefähr in der Mitte zwi schen der Auflagefläche 5 und der Spannfläche 6 des Magnetspannfutters, konnte aber irgendwo anders zwischen diesen beiden Flächen 5 und 6 liegen oder auch irgendwelche andere Form und Richtung haben.
Vorteilhaft wird man die Trennfläche aber, wie später gezeigt werden wird, eben, pa rallel zu und praktisch in der Mitte zwi schen Spann-und Auflageflache wählen.
Der Weg des von der Erregerspule erzeugten Magnetflusses wird dann zur Haupt- sache im normalen Betriebszustande folgender sein : Innere Trennfläche 4, ein Teil durch Spannfl#chekurzschlu#br#cke 2, der andere Teil durch Werkstück 7 ; #u#ere Trennfläche 4 ein Teil dureh Auflagekurz- sehlussbrücke 2, der andere Teil durch den Werkzeugmaschinentisch 9 und zurück nach der innern Trennfläche.
In Fig. 4 ist strichpunktiert gezeigt, daB vor seiner Bearbeitung der obere Teil genau dem untern Teil gleich war.
Die zwei beidseitigen dünnen Kurzschluss- brücken bieten also folgende Vorteile für dieses beschriebene Spannfutter : 1. Es findet sowohl Anziehung des Werkstückes 7, als auch des ganzen Magnetspannfutters an den Werkzeugmaschinentisch 9 (Fig. 1 und 7) statt, welch letzteres den wichtigen Vorteil hat, daB das Spannfutter nicht extra mit Schrauben, Klauen usw. befestigt werden muB. Höchstens ist gegen eventuelles Rutschen im AuBerbetriebszustand ein Pa#stift 13 nach Fig. 7 nötig.
2. Nach Abnützung der Spannfl#che kann die Auflagefläche des Magnetspann- futters als Arbeitsfläche resp. Spannfläehe benützt werden, so daB die Lebensdauer des Spannfutters erhöht wird.
Zu diesen rein baulichen Vorteilen treten weitere, ebenso wichtige Vorteile ökonomi- scher Natur hinzu, wenn man bei der Fabrikation dieser Spannfutter nach folgenden Gesichtspunkten arbeitet : a) Man wählt die Trennfläche der beiden Teile so, da# letztere schon in rohem Zustande (zum Beispiel als Rohguss) einander gleich sind.
Diese Ausführung verlangt dann beispielsweise zum Giessen nur ein Modell, was ein wichtiger Vorteil ist ; b) Die Aussparung 11 f#r die Strom zuf#hrung 12 (Fig. 7,8 und 9), sowie die Locher 15 (Fig. 8 und 9) fiir die Verbindungsschrauben 16 k#nnen bei beiden Teilen stets an gleicher Stelle und gleich angeordnet werden, so da. auch die zwei fertig bearbeiteten Teile in ihrer Hauptsache einander gleich sind.
Diese Methode der Ausführung hat zur Folge, da# f#r die Bearbeitung beider Teile die gleichen Werkzeuge und Spezialhalte- vorrichtungen, Akkordl#hne etc. benutzt werden können, was die Herstellungskosten des Magnetspannfutters reduziert.
Fig. 7 zeigt ein rundes Magnetspann- futter, wie solche beispielsweise fiu Dreh- bä. nke gebräuchlich sind, welches aus zwei Magnetfluss f#hrenden Teilen (Fig. 8 und 9) besteht, die nach den zwei Gesichtspunkten unter a und b ausgeführt sind.
Es ist nicht immer notwendig, dass beide Teile in jeder Beziehung einander gleichen.
Das runde Spannfutter nach Fig. 7 konnte beispielsweise so ausgeführt sein, dass die Auflagekurzschlussbrücke 2# etwas dicker als die gegenüberliegende Arbeitskurzschlussbrücke 9 wäre, wie dies beispielsweise beim Spannfutter nach Fig. 4 der Fall ist, oder dass bloss die eine H#lfte Tr#ger des Firmaschildes 14 (Fig. 7) des Apparates wäre, wenn nur die beiden St#cke gleichgestaltet sind.