CH106602A - Umsteuervorrichtung für Zahnradgetriebe von Lokomotiven und ähnlichen Fahrzeugen. - Google Patents

Umsteuervorrichtung für Zahnradgetriebe von Lokomotiven und ähnlichen Fahrzeugen.

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CH106602A
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Angturbin Aktienbo Ljungstroms
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Aktienbolaget Ljungstroms Angt
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      Umsteuervorrichtung    für     Zahnradgetriebe    von Lokomotiven und ähnlichen Fahrzeugen.    Es ist bekannt, bei Lokomotiven und ähn  lichen Fahrzeugen, wie Lokomobilen u. s. w.,  die Kraft vom     Antriebmotor    auf die Treib  räder durch Zahnräder zu übertragen und  den Rückwärtsgang durch Ein- und     Auskupp-          lung    zweier oder mehrerer Zahnräder durch  deren Bewegung in radialer Richtung herbei  zuführen, wobei ein Zusatzrad, das bei Vor  wärtsgang     zweckmässigerweise    stillsteht, zwi  schen zwei andere Zahnräder eingekuppelt  wird, die ihrerseits in beliebiger Weise ausser  Eingriff miteinander gebracht werden.

   Die  Einrückung verursacht hierbei Schwierig  keiten, da bei der radialen Einrückung leicht  zwei Zahnköpfe aufeinander     treffen    können,  statt dass ein Zahnkopf des einen Rades sofort       in    eine Zahnlücke des andern eingreift. Meh  rere Vorschläge wurden gemacht, um solche  Stellungen der Zahnräder zu bewirken, dass  ein Zahnkopf immer in eine Zahnlücke ein  greift. Zwar ist vorgeschlagen worden, durch  Handhebel oder dergleichen beide oder eines  der     zusammenzukuppelnden    Räder schrittweise  in die Eingriffsstellung zu drehen, jedoch ist    auch das schwierig, besonders wenn die Zähne  schraubenförmige Gestalt haben und zwei  Zahnköpfe schon aneinander angestossen sind.  



  Die Erfindung hat eine     Umsteuervorrich-          tung        für    Zahnradgetriebe von Lokomotiven  und ähnlichen     Fahrzeugen    zum Gegenstande,  durch die ein schneller und zuverlässiger       Zahneingriff    bei der Umsteuerung bewirkt  wird, und besteht darin, dass neben dem An  triebmotor noch ein Motor angeordnet ist, der  bei der Umsteuerung mindestens eines der mit  einander in     Eingriff    zu bringenden Zahnräder  des Zahnradgetriebes dreht.

   Dieser Umsteuer  motor besteht zweckmässig aus einem nur für  diesen Zweck bestimmten, durch Öl ange  triebenen Motor, der mittelst einer lösbaren       Reibungs-,    Zahn- oder andern Kupplung mit  einer der Wellen des Getriebes verbunden ist.  



  In den Zeichnungen ist ein Ausführungs  beispiel der Erfindung schematisch dargestellt.       Abb.    1, die eine Seitenansicht des Zahn  radgetriebes zeigt, enthält     aüch    Einzelheiten  von Rohrleitungen und Anzeigevorrichtungen,  die die einen Schnitt nach der gebrochenen      Linie     -A-9.    der     Abb.    1 darstellende     Abb.    2  nicht aufweist.  



  Die am schnellsten laufende Welle 1 ist,       beispielsweise'bei    2     (Abb.    2), an eine seitlich       angeordneteDampfturbine    oder dergleichen an  gekuppelt. Durch Zahnräder 3', 3 , 4', 42, 51,  52 und 61 werden in bekannter Weise die  Wellen 3, 4, 5 und 6 angetrieben, von denen  die Welle 5 mit ihren Zahnrädern 51 und 52  mittelst einer     Exzenterstellvorrichtung    nur für  den Rückwärtsgang mit den Wellen 4 und 6  gekuppelt wird, nachdem gleichfalls durch  eine     Exzenterstellvorrichtung    die Welle 4 und  die Welle 6 entkuppelt sind. Die radialen Ver  stellungen der Wellen können von Hand oder  zum Beispiel mit Hilfe von Öldruck, wie     Abb.    l  darstellt, bewirkt werden.

   Das Exzenter der  Welle 4 steht durch Lenkervorrichtung 7 mit  dem Kolben 8 eines Ölmotors in Verbindung.  Durch einlassen von Öl auf der einen oder  andern Seite des     Kolbens    8 in den Zylinder  kann die Welle 4 derart gehoben oder ge  senkt werden, dass entweder das auf dieser  Welle befestigte Rad 42 mit dem auf der  Welle 6 befestigten Rad 61 oder das andere  auf der Welle 4 befestigte Rad 41 mit dem  auf der Welle 5 befestigten Rad 5' in     Eingriff     gebracht wird.

   In derselben Weise kann die  Welle 5 mittelst der Lenkervorrichtung 9  durch Einlassen von<B>01</B> in dem zugehörigen  Zylinder auf der einen oder andern Seite des  Kolbens 19 in eine solche Stellung gebracht  werden, dass die auf dieser Welle befestigten  Zahnräder 51 und 52 mit den     .Bädern    41       bezw.    6' in     Eingriff        gebracht    werden.  



  Ein weiterer     Oldruckkolben,    10, ist mit  einer     Zahnstange    101 versehen, die in einen  auf einem drehbaren Zylinder 11 angebrachten  Zahnkranz 11' eingreift. Dieser Zylinder 11 ist  auf einem andern Teil seiner Länge     unrund,     also abgeflacht oder dergleichen, wie bei 12  dargestellt ist.

   Greift, wie dargestellt, der  runde Teil in eine entsprechende Aussparung  131 einer     segmentförmigen    Scheibe 13 ein,  die mit der Lenkervorrichtung 9 in Verbin  dung steht, so ist diese Lenkervorrichtung  gegen Bewegung gesperrt, wird aber der  Zylinder durch die Zahnstange 101 des Kol-         beiss    10 gedreht, bis der     unrunde    Teil 12 des  Zylinders 11 der Scheibe 13 gegenüberliegt,  so kann eine Umsteuerung stattfinden, da die  Scheibe 13 am Zylinder 11 vorbeigehen kann.  Die     Umsteuerungsvorrichtung    kann auch in  einer der entgegengesetzten Bewegungsrichtung  entsprechenden Stellung gesperrt werden, in  welchem Falle der Zylinder 11 gedreht wird,  bis dessen runder Teil in eine andere Aus  sparung 132 der Scheibe 13 eingreift.  



  Entsprechend der radialen Verstellung der  beiden Wellen 4 und 5 durch die Kolben 8  und 9 kann der Fortschritt der Umsteuerung  auf einer Zeigertafel 14 abgelesen werden,  indem die Zugstangen 15 und 16 mit den  Exzentern der Wellen 5 und 4 in     Verbindung     stehen und deren Bewegungen auf Zeiger  übertragen. Die in     Abb.    1 dargestellte Stel  lung der Zahnräder ergibt Vorwärtsgang der  Welle 6, wobei die Zahnräder 51 und 52 auf  der Welle 5 mit keinem     Rade    in Eingriff  und deshalb stillstehen.

   Soll Rückwärtsgang er  folgen, so wird Öl in die verschiedenen Zy  linder in solcher Reihenfolge eingelassen, dass  zuerst die Sperrvorrichtung freigegeben wird  und dann die     Zahnritzel    42 der Welle 4 ausser       Eingriff    mit den Zahnrädern 61 der Welle 6  gebracht werden, worauf die Zahnräder 51  und 52 auf der Welle 5 einerseits mit dem  Zahnrad 41 auf der Welle 4 und anderseits  mit den Zahnrädern 6' auf der Welle 6 ge  kuppelt werden.  



  Die exzentrische Lagerung der Welle 4  kann derart angeordnet werden, dass das  Zahnrad 41 dieser Welle und dasjenige 32  der Welle 3 miteinander stets in     Eingriff     bleiben. Soll aber das Zahnrad 41 der Welle  4 während der Umsteuerung ausser Eingriff  mit dem     Ritzel    3? der Welle 3 gebracht  werden und dann wieder eingerückt werden,  so kann der Fall eintreten, dass ein Zahnkopf  des Zahnrades 41 der Welle 4 an einen Zahn  kopf des     Zahnritzels    32 der Welle 3 anstösst,  wodurch der Eingriff verhindert werden würde.  



  Um diesen Nachteil zu beseitigen, wird  eine der Zahnradwellen mit ihren Zahnrädern,  in diesem Falle die am schnellsten laufende  Welle 1, durch einen Motor, z. B. durch ein      im Gehäuse 20 angeordnetes, durch 01 ge  triebenes     Peltonrad    21     (Abb.    2) gedreht. Die  Bewegung wird durch     Zahnradgetriebe    22 auf  eine Welle 23 übertragen, die mittelst einer  Zahnkupplung 24 mit der Turbinenwelle  1 gekuppelt werden kann. Da das Über  setzungsverhältnis zwischen dem Motor 21  und der Welle 23     bezw.    1 hoch ist, dreht  sich die Welle 1 nebst ihren Zahnrädern  langsam, und nimmt die Welle 3 nebst deren  Zahnrädern 3' und 3' mit, während die Zahn  räder 4' und 42 der Welle 4 stillstehen.

   In  folge Drehung der Welle 3 bewegen sich also  die Zähne des Rades 32 dieser Welle an den  Zähnen und den Zahnlücken des Zahnrades  41 der Welle 4 vorbei,     sodass    in einem zweck  mässigen Augenblick durch Verstellung der  Welle 4 ein zuverlässiger Eingriff zwischen  diesen Rädern erzielt werden kann. Da der  Motor 21 die Welle 1 weiter antreibt, fangen  nach der Einkupplung auch die Zahnräder  der Welle 4 an sich zu drehen, wodurch das  Zahnrad 51 " der Welle 5 durch Verstellung  der Welle 5 mit dem Zahnrad 4' der Welle  4 in     Eingriff    gebracht wird. Entsprechend  ist der Vorgang, wenn die     Zahnräder        52    und  6' der Wellen 5 und 6 miteinander in Ein  griff gebracht werden sollen.

   Nach dieser       Einrückung    ist dann die Umsteuerung vol  lendet und der Zusatzmotor wird zum Still  stehen gebracht.- Ist die Lagerung der Welle  4 derart, dass deren Zahnrad 41 sich in stetem  Eingriff mit dem     Zahnrade    32 der Welle 3  befindet, so fängt sie gleichzeitig mit den  übrigen Rädern an, sich zu drehen; wobei die  Kupplung mit der Welle 6, oder, wenn  Rückwärtsgang erfolgen soll, mit der Welle  5 und der Welle 6, durch entsprechende Ver  stellungen der Wellen 4 und 5 stattfindet.  



  Das     Peltgnrad    wird     zweckmässigerweise     durch 01 von derselben -     Druckerzeugungs-          stelle    aus angetrieben, von der aus die übrigen       Umsteuerungsvorrichtungen    gespeist werden.  Hierdurch- wird der Vorteil erreicht, dass,  wenn ein Rad eingekuppelt wird, die Ge  schwindigkeit der     Umsteuerungsbewegung    er  höht wird, wobei eine grössere     Olmenge    in  dem entsprechenden Zylinder verbraucht wird,    was zur Folge hat, dass der Druck in den  Rohrleitungen und in der     Druckerzeugungs-          stelle    abnimmt.

   Dadurch wird die Geschwin  digkeit des     Peltonrades    herabgesetzt, was  vorteilhaft ist, weil das Anlassen des einge  kuppelten Rades hierdurch erleichtert wird.  



  Die verschiedenen Zuleitungen können jede  für sich gesteuert werden, jedoch ist es zweck  mässig, sie gruppenweise mit einem gemein  samen Betätigungshebel zu bedienen. In der  auf der Zeichnung dargestellten Ausführungs  form sind alle Rohrleitungen derart ange  ordnet, dass sie mittelst eines Handhebels 26  betätigt werden können, der bei Drehung in den  Richtungen des Doppelpfeiles 27 einen Zy  linder dreht, der in verschiedenen Stellungen,  z. B. durch     achsiale        Bewegungen,    01 der  betreffenden Gebrauchsstelle zuführt. Dieser  Zylinder kann mit     bekannten    Sicherheitsvor  richtungen zwecks     Verhinderung    von falschen  Steuerungen ausgestattet sein.  



  Wenn, wie in     Abb.    2 angenommen, der  Zusatzmotor aus einem     Peltonrad    21 besteht,  kann ihm 01 zugeführt werden, sobald er  von Hand oder durch Öldruck mit dem Zahn  radgetriebe gekuppelt worden ist, ohne, dass  das Zahnradgetriebe durch den Motor un  mittelbar angetrieben zu werden braucht. Die  Welle 6 bildet in der gezeigten Ausführungs  form die     Treibradwelle    der Lokomotive oder  steht mit den Treibrädern in Verbindung,  und deshalb kann der kleine Zusatzmotor 21,  der die Lokomotive nicht allein anzutreiben  vermag, nicht in Betrieb gesetzt werden, ehe  irgendeines der auf den Wellen 4 und 5 be  festigten Räder 42, 52 von dem     Zahnrade    61  auf der Welle 6 abgekuppelt worden ist.

    Das vom     Peltonrade    21 abströmende 01  kann, gleichviel ob das -Rad stillsteht oder  in Betrieb ist, als Schmieröl verwendet und  am Boden des Getriebegehäuses 20 ange  sammelt werden.  



  Durch Drehung des Handhebels 26 kann  die Steuerung in richtiger Reihenfolge statt  finden, wobei der     Umsteuerungsvorgang    auf  der Zeigertafel 14 abgelesen werden kann.  Ist es erwünscht, z. B. bei der Kupplung  der Zahnräder 51 und 41 der Wellen      5 und 4, die Kupplung auszuführen, wenn  die Welle 5 sich dreht, so kann die Um  steuerung durch eine solche Betätigung des  Handhebels 26 stattfinden, dass die Zahnräder  zu- und voneinander bewegt werden, bis der       Eingriff    stattfindet.

   Wenn die Zahnräder zu  einander bewegt werden und ein Zahnkopf  nicht sofort in eine Zahnlücke eingreift, was  auf der Tafel 14 sofort abgelesen worden  kann, wird der Handhebel 26 in eine solche  Stellung bewegt, dass die Zahnräder einen  Augenblick voneinander, und dann durch die  Umsteuerung des Handhebels 26 zueinander  bewegt werden, bis der Eingriff stattfindet.  Der     Eingriff    der Zähne wird dadurch begün  stigt, dass die Zahnräder langsam gegenein  ander gedreht werden.  



  Die als Ausführungsbeispiel beschriebene.  Vorrichtung kann mit bekannten und belie  bigen Sicherungsvorrichtungen versehen wer  den, durch die Beschädigungen der Zähne oder  dergleichen verhütet werden, z. B. mit solchen  Sicherungsvorrichtungen, die eine Steuerung  verhindern, wenn das     Anlassverrtil    des Antrieb  motors der Lokomotive     offen    steht usw.  Die     Erfindung    ist von der Form und der  Lage des Zahnradgetriebes und der Steuer  vorrichtungen unabhängig, und deshalb können  andere Ausführungsformen als hier beschrie  ben, gedacht werden, ohne das Wesen der  Erfindung zu ändern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Umsteuervorrichtung für Zahnradgetriebe von Lokomotiven und ähnlichen Fahrzeugen mit Kraftübertragung durch Zahnräder zwi- sehen dem Antriebmotor und den Treibrädern, bei welchen die Umsteuerung der Bewegungs richtung durch Ein- und Auskupplung mittelst Verstellung in radialer Richtung mindestens zweier Zahnräder erhalten wird, gekennzeich net durch die Anordnung eines Hilfsmotors, der bei der Umsteuerung mindestens eines der miteinander in Eingriff zu bringenden Zahnräder des Zahnradgetriebes dreht.
    UNTERAN SPRtrCHE 1. Umsteuervorrichtung nach.Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfs motor mittelst einer ausrückbaren Kupp lung mit einer Welle des Zahnradgetriebes verbunden ist. 2. Umsteuervorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfs motor mittelst einer ausrückbaren Kupp lung mit der Antriebmotorwelle kuppel- bar ist. 3. Umsteuervorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfs motor aus einem Ölmotor besteht.
    4. Umsteuervorrichtungnach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfs motor durch 01 von einer Druckerzeugungs- stelle aus angetrieben wird; die auch das Öl der Umsteuervorrichtung liefert. 5. Umsteuervorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuer vorrichtung des Hilfsmotors mit der Um steuervorrichtung vereinigt ist.
CH106602D 1922-10-03 1923-10-02 Umsteuervorrichtung für Zahnradgetriebe von Lokomotiven und ähnlichen Fahrzeugen. CH106602A (de)

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