CH106533A - Verfahren zur Herstellung von Strümpfen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Strümpfen.Info
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
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Description
Verfahren zur Herstellung von Strümpfen. Strümpfe aus Kulierwirkware stehen hin sichtlich ihrer Feinheit und Dichtheit der Kettenwirkwaro bedeutend nach, denn die bisher bei Kettenware erreichte, höchste Fein heit und Dichtheit lässt sich im gleichen Masse bei Kulierwirkware nicht :
erreichen, was erfahrungsgemäss auf den unterschied lichen Arbeitsvorgang bei der Maschenbil dung und die unterschiedliche Betätigung der zur Maschenbildung dienenden Organe zurückzuführen ist. Ferner können Strümpfe aus Kulierwirkware nicht gewisse Eigen schaften der Kettenwirkware erhalten, sie können beispielsweise nicht als Wäldle:derimi- tation, Plüsch und: dergleichen gearbeitet ;sein.
Werden Strümpfe aus Kettenwirkware hergestellt, so können dieselben ohne wei teres die grössere Feinheit, Dichtheit und Haltbarkeit, sowie die sonstigen, eben er wähnten, bei Kulierwirware nicht zu erzie lenden Eigenschaften erhalten.
Anderseits ergibt sich aber gegenüber den Strümpfen aus Kulierwirkware :der Nachteil, dass durch das Herausschneiden der Strumpffarm aus dem Stoff im Fuss Quernähte beim nach- träglichen Zusammennähen des Strumpfes ,erforderlich sind, die sich nicht genügend zu dehnen vermögen, wodurch beim Gebrauch, besonders im Fuss, Falten und Ecken ent stehen, welche :den zur Vermeidung .des Drückens iam Fuss erforderlichen, glatten Sitz unmöglich machen.
Man hat schon Strümpfe hergestellt, deren Längen aus fester Ware, beispielsweise aus Kettenware, besteht, während der Fuss aus Kulierwirkware hergestellt ist. Aber da bei hat ,man nur so leicht zu verarbeitende Ware mit weiten Maschen benutzt, Üass jede Nadel :ohne weiteres hemmungslos hindurch stechen kann.
Es musste ;also bei der Wahl der Ware für den Längen immer im Auge behalten werden, dass die Ware nicht so dicht war, :dass ein Aufstossen der einzelnen Rand- mascUen unmöglich wurde.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren, bei welchem, sehr dichte Ket tenware, z. B. selbst Lederimitation, für den Längen der Strümpfe Verwendung findet. Dabei ist nun ein Aufstossen, also ein Auf hängen der Kettenwirkware auf die Nadeln des Kulierwirkstuhles natürlich nicht mög- lieh.
Es ist aber gemäss der Erfindung ein Weg gefunden, der es dennoch ermöglicht, die Ware auf die Nadeln des Kulierwirk- stuh:ls zu bringen und die Kulierwirk- niasehenware anzua.rbeiten.
Das vorerwähnte Aufstossen sehr dichter und feiner Kettenware auf die Nadeln eines Kulierwirkstulils ist der kleinen und äusserst engen Maschen wegen nicht möglich; die vorn abgebogenen Stuhlnadeln könnenden dichten Stoff nicht durchdringen.
Dieses Hindernis wird nach dem Verfahren gemäss der Erfin dung dadurch überwunden, dass in die sehr dichte Kettenware des Längens an dem ge- .#chnittenen Rande, an den die Kulienvare des Fusses angeschlossen werden soll, zur Aufnahme der Nadeln des Kulierstuhls die nende Löcher in der Teilung dieser Nadeln eingestochen werden.
Das Verfahren kann zum Beispiel ausgeführt werden, entweder indem, dem Aufstossen auf den Kulierstuhl vorgängzg, in die sehr dichte Kettenware an dem geschnittenen, zum Anschluss des Fusses dienenden Rande Löcher in der Teilung dar Nadeln des Kulierwirkstuhls, auf dessen Na delreihe das -#Varenstüel-, aufzustossen ist, ein gestochen werden, oder indem die Stuhl nadeln am vordern Ende mit einer Spitze versehen werden, :die den Stoff beim Auf stossen unter Schaffung der Löcher durch dringt.
Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Nadel durch die vorn anzubringende Spitze nicht verlängert werden darf, weil sonst einmal :die Masche zu gross und die ganze Kulierware zu locker werden würde und zum andern der Kulierwirkstuhl auf eine Arbeitsweise mit an der Spitze verlän gerten Nadeln überhaupt nicht eingestellt werden könnte. Wallte man aber .diese Ein stellung erzwingen, dann würde eine voll kommen unbrauchbare Ware erzeugt.
Das Einstechen der Löcher in den Rand der Kettenware kann auf verschiedene Art (yeschehen. Es muss dabei aber immer be obachtet werden, dass die Löcher die genaue Entfernung voneinander haben, wie die Ku- lierstuhInadeln. Man kann die Löcher bei spielsweise erzielen, indem man den Ketten- warenrand auf einer Nähmaschine mit Stich länge, welche der Na d:elte,i:
lung des Kulier- stulils entspricht, mit oder ohne Faden ver- nälit und im Falle der Verwendung eines Fadens diesen vor dem Aufstossen heraus zieht, oder indem man den Stoff auf einen mit spitzen _U)ecl,:na,deln versehenen Rechen bekannter Art aufstösst -und mittelst letzterem auf die Stuhlnadeln überträgt.
Zwei beispielsweise Ausführungsformen eine; auf die geschilderte Art hergestellten Strumpfes sind in Fig. 1 und ? dargestellt. Nach Eig. 1 würde der ganze Fuss aus Kir- lierwirkware bestehen und in der Linie a-b mit dem Beinlängen nahtlos in Verbindung gebracht sein.
Bei dem Strumpf nach Fig. 2' bestehen nur Ferse, Sohle und Spitze aua regulärer Kulierwirkware,während der obere Fussteil und der Beinlängen aus gesclinit_ tener Kettenwirl,:ware hergestellt sein würde.
Es könnten dann, je nachdem die Fussspitze einteilig oder zweiteilig gearbeitet wird, die Stellen<I>c d,</I> und<I>c f</I> der beiden Warenarten nahtlos vereinigt und die Kanten von c1' bis e bezw. von d bis y durch Kettelung mitein ander verbunden sein.
Diese Zusammenset, zung von regulärer Kul.ierware und geschnit tener Kettenwirkware ist auch in a.nde.rer Weise und an anderer Stelle möglich, z. B. könnte auch der Doppelrand lt, und ein an die sem sich anschliessendes Stück des Längens aus regulärer Kulierware bestehen.
Ein Stumpf der beschriebenen Art be sitzt dann im Längen den Vorzug äusserster Feinheit, Dielitheit und Haltbarl#.-cit, im Fuss aber, der wenigstens zum Teil aus regulärer Kulierware besteht., ist diejenige Schmieg- samlzeit vorhanden, die zur Erreichung eures guten Sitzens am mensdiliclien Fuss bedingt wird.
Hierzu kommt ferner, dass das oben er wähnte, bei Kulierwirkware sehr häufig er folgende Herablaufen von Maschen im Strumpf bei Kettenwirkware ausgeschlossen ist. Auch kann mit Leielitigkeit ein Anfussen zerrissener Strümpfe vorgenommen werden, indem der alte Fuss abgeschnitten und an des sen Stelle ein neuer Fuss in der oben be- schriebenen Art, wie bei neuen Strümpfen angearbeitet wird. Dadurch wird dieser Strumpf der billigste.
Fig. 3 bringt in vergrössertem Massstab eine beispielsweise Ausführungsform einer am vordern Ende mit Spitze k versehenen Stuhlnadel i zur Veranschaulichung.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Strümp fen aus Kettenstuhlware im Längen und Kulierwirkware im Fuss, dadurch ge kennzeichnet, dass in die sehr dichte Ket tenware des Längens an dem geschnit tenen, zum Anschluss der Kulierware des Fusses dienenden Rand Löcher in der 'Peilung der Nadeln des zur Herstellung des Fusses dienenden Kulierwirkstuhls zur Aufnahme dieser Nadeln eingestochen werden.1I. Kulierwirkstuhl zur Ausübung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass dessen Nadeln an ihrem Kopfteil eine Spitze besitzen, um das Durchstechen der dichten Kettenware ' beim Aufstossen auf die Nadelreihe zu ermöglichen, die Löcher also mit Hilfe der Nadeln des Kulierwirkstuhls selbst einstechen zu können.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH106533T | 1923-08-15 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH106533A true CH106533A (de) | 1924-09-01 |
Family
ID=4365417
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|---|---|---|---|
| CH106533D CH106533A (de) | 1923-08-15 | 1923-08-15 | Verfahren zur Herstellung von Strümpfen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH106533A (de) |
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1923
- 1923-08-15 CH CH106533D patent/CH106533A/de unknown
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