Verfahren und Maschine zum Vorformen eines der Enden des Oberleders. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Ver fahren zum Vorformen eines der Enden der Oberleders und eine zum Ausüben des neu artigen Verfahrens dienende Maschine.
Es ist eine bekannte Tatsache, dass er folgreiches Durchführen der einzelnen Arbeits stufen der Herstellung von Schuhwerk trotz des hockentwickelten Standes der Technik zum grossen Teil von der Fertigkeit und dem Gutdünken des Arbeiters abhängt. Dies ist besonders zutreffend, wenn es sich um Ein stellung von Schuhwerkteilen mit Bezug auf einander oder mit Bezug auf gewisse Bear beitungswerkzeuge handelt. So hängt bei spielsweise erfolgreiches Vorformen des Fer senendes des Oberleders von der Genauig keit des Einstellens des Oberleders mit Be zug auf die dasselbe gestaltenden Teile ab. Derartiges Einstellen ist bisher meistenteils dem Gutdünken des Arbeiters überlassen worden und selbst durchaus gelernte Arbeiter bewerkstelligen das Einstellen oft in mehr oder weniger ungenauer Weise.
Gemäss der vorliegenden Erfindung soll das Vorformen des Oberleders in verlässlichster Weise be- wirkt werden, ohne besondere Fertigkeit des Arbeiters zu bedingen. In der dargestellten Ausführungsform des Erfindungsgegentandes wird das Oberleder vor dem Vorformen mit Bezug auf eine Pr essform in eine mit Ge nauigkeit vorherbestimmte Lage gebracht.
Gemäss der Erfindung -wird das vorzu formende Ende des Oberleders mit Hilfe von in bestimmter Lage zu einer gegebenen Stelle des Oberleders an dem letzteren vorgesehe nen Einstellorganen mit Bezug auf die Ge staltungswerkzeuge einer Allaschine einge stellt, so dass Verschiebungen des Oberleders, welche die Genauigkeit der dem Oberleder zu erteilenden Gestalt beeinträchtigen könn ten, verhindert werden.
In der Zeichnung ist beispielsweise eine zum Vorformen des Fersenteils der Oberleders dienende Maschine -veranschaulicht. Es ist jedoch klar, dass die Erfindung keineswegs auf das Vorformen des Fersenteils beschränkt Ist.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht der Maschine; gewisse Teile sind klarheitshalber weggelassen; Fig. 2 ist eine Vorderansicht der Maschine; Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 2; Fig. 4 ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, des obern Teils der Maschine; Fig. 5 ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, des untern Teils der Maschine; Fig. 6 ist ein Grundrrss des Fersenbandes und der Überschiebvorrichtung; Fig. 7 ist ein Grundriss, die Trethebelan- ordnung erläuternd; Fig. 8 bis 11 sind Einzelansichten der Trethebelsperrvorrichtung; Fig. 12 und 13 erläutern einen Teil der zum Schablonieren des Oberleders dienenden Vorrichtung;
Fig. 14 ist eine Einzelansicht; ein Scha- blonierkopf ist in unwirksame Lage darge stellt; Fig. 15 ist eine ähnliche Ansicht wie Fig. 14; verschiedene Lagen des Schablonier- kopfes sind durch volle und gestrichelte Linien angedeutet; Fig. 16 ist ein Grundriss des Schablonier- kopfes; Fig. 17 ist ein Schnitt nach der Linie 17-17 der Fig. 16 ; Fig. 18 ist ein Schnitt nach der Linie 18--18 der Fig. 16; Fig. 19 zeigt im Grundriss einzelne Teile;
die Teile sind in derjenigen Lage darge stellt, die sie einnehmen, wenn der Scha- blonierkopf in die durch volle Linien ange deutete Lage der Fig. 15 bewegt worden ist; Fig. 20 ist ein Schaubild der innern Pressform der Ferseneinlage, der Brandsohle, des Oberleders und der Hinterkappe; die Teile sind in auseinandergenommener Lage dargestellt; Fig. 21 ist ein Längsschnitt der in der Fig. 20 dargestellten Teile; die Schuhwerk teile sind vor dem Vorformen zusammenge fügt worden; Fig. 22 ist ein Schaubild; Fig. 23 ist eine Seitenansicht der innern Pressform und ihrer Antriebskurvenscheibe; Fig. 21 bis 29 stellen die Gestaltungs werkzeuge in denjenigen Lagen dar, die sie während der aufeinanderfolgenden Stufen des Arbeitsganges der Maschine einnehmen;
Fig. 30 ist ein Sehnitt nach der Linie 31-3l der Fig. 29; Fig. 31 ist ein Grundriss des Fersenendes eines seitens der Maschine bearbeiteten Schuhes.
Die dargestellte Maschine ist eine Zwil lingsmaschine und dient zur Bearbeitung von für rechte und linke Schuhe bestimmten Schäften, und zwar verbleibt ein vorgeform tes rechtes Oberleder in der Maschine, wäh rend ein linkes Oberleder in die Maschine eingeführt und der Bearbeitung unterzogen wird. Mit Ausnahme der zur Bearbeitung rechter und linker Schuhe erforderlichen Ab weichungen sind die beiden Werkzeuggrup pen der Maschine gleicher Bauart, so dass die Beschreibung einer Maschinenhälfte zum Verständnis des Arbeitsganges der Maschine ausreicht.
In dem eineu fisch 3 tragenden Maschi nengestell 1, 2 lagert die beständig umlau fende Hauptwelle 4; an der ein Zahnrad 5 befestigt ist. Das Zahnrad 5 steht mit einem Zahnrad 6 der bei 8 (Fig. 3) in dein Ma schinengestell gelagerten.
angetriebenen NVelle 7 in Eingriff. Auf der Welle 7 sitzt eine Schnecke 9 (Fig. 3 und 5), die in ein Schneckenrad 10 eingreift. Das Schneckenrad 10 ist mit einem breiten Nabenstück 11 (Fig. 3) versehen, welches lose auf einer feststehenden Welle 12 sitzt und beständig mit dem Schnecken- rad 10 gedreht wird. Der Nabenteil 11 be findet sich zwischen zwei lose auf der fest stehenden Welle 12 sitzenden Muffen 13.
Die Aluffen 13 sind unabhängig voneinander, und zwar kann wahlweise einer derselben mit der Nabe des Schneckenrades 10 durch eine geeignete Kupplung verbunden werden. Jede der Muffen 13 ist mit einem Kupp lungsstift 14 (Fig. 3) versehen, dessen Teil 15 in Eingriff mit einem aus gehärtetem Metall bestehenden Metallring 16 gebracht werden kann. An jedem Kupplungsstift 14 ist ein herausragender Fortsatz 17 ausgebil det, der mit einem an der dazugehörigen Muffe 13 angebrachten Ring 18 zusammen trifft. Jeder der Ringe 18 steht gewöhnlich unter dem Einfluss einer Feder 19 (Fig. 3), welche den Kupplungsstift 14 in einer Rich tung zu drehen sucht, in der er mit dem Ring 16 der Nabe des Schneckenrades 10 zusammentrifft, um Drehbewegungen der Muffe herbeizuführen.
An jedem Ring 16 sind zwei Schultern 20 (Fig. 5) ausgebildet, die mit einem von dem Arbeiter gesteuerten, zum Ausrücken der Kupplung dienenden Glied 21 zusammentreffen. Das Glied 21 kann Schwing bewegungen um einen Zapfen 22 ausführen und besitzt einen herabragenden Teil 23, der gewöhnlich durch eine Feder 24 so beein flusst wird, dass das Glied 21 in einer Lage gehalten wird, in der es mit einer der Schul tern 20 zusammentreffen kann. Nachdem der Arbeiter das Glied 21 ausgelöst hat, soll sich das letztere in eine Lage zurückbewegen, in der es ohne weiteres Zutun des Arbeiters mit der andern Schulter 20 zusammentreffen kann, um die dazugehörige Muffe 13 zum Stillstand zu bringen. An dem Teil 23 ist bei 25 ein Bloch 26 drehbar, der gewöhn lich durch eine Feder 27 in der in der Fig. 5 dargestellten Lage gehalten wird.
Das Ende 30 eines bei 29 drehbaren Trethebels 28 (Fig. 2 und 5) trifft mit dem Ende des Blockes 26 zusammen und gleitet beim Her abdrücken des Trethebels über den Block. Im Falle es der Arbeiter unterlassen haben sollte, seinen Fuss von dem Trethebel zu ent fernen, so wird der Block 26 gekippt, nach dem das Ende 30 des Trethebels 28 sich an dem Ende des Blockes vorbeibewegt hat, und das Glied 21 kann in eine Lage zurück kehren, in der es die Kupplung ausrückt.
Wenn einer der Trethebel 28 zwecks An lassens der dazugehörigen Maschinenhälfte herabgedrückt worden ist, so wird er in seiner Lage gesperrt, damit sowohl beabsichtigtes als auch unbeabsichtigtes Herabdrücken des zu der andern Maschinenhälfte gehörigen Tret- hebels verhindert wird, bis der Arbeitsgang der zuerst angelassenen Maschinenhälfte vol lendet ist.
In dem herabgebogenen Teil 31 des Maschinengestelles sind Schubstangen 32 bewegbar, die unter Überwindung des Wider standes von Federn 33 (Fig. 5) durch einen verstellbarcn Anschlag 34 einwärtsgeschoben werden, wenn der dazugehörige Tretbebel herabgedrückt wird, An Knaggen der Kon solen 36 (Fig. 7) sind bei 35 Winkelhebel 37 angelenkt, deren rückwärtige Enden mit Sperrstangen 38, 39 verbunden sind. Die Sperrstange 38 trägt einen Block 40, der durch einen Bolzen 41 an derselben befestigt ist. Der Bolzen 41 ragt durch einen Schlitz 42 (Fig. 8) der Stange 39 hindurch. Die Stange 39 trägt einen Sperrblock 43, der durch einen Schlitz 44 der Stange 38 hin durchragt uad durch einen zweiten Bolzen 41 an der Stange 39 befestigt ist.
Eine Feder 45 verbindet die Sperrblöcke 40 und 43. Wenn einer der Trethebel 28 herabgedrückt ist, so wird die dazugehörige Sperrstange 38 und 39 durch die Schubstange 32 und den Winkelhebel 37 unter Überwindung der Span nung der Feder 45 längsweise verschoben, so dass die andere Sperrstange und der Sperrblock Bewegungen unter dem<B>Ei</B> influss der Feder 45 ausführen.
In der Nähe jedes Sperrblockes 40 und 43 ist bei 46 (Fig. 5 und 11) ein aus einem Winkelhebel bestehender Sperrfinger vorge sehen. Dieser Winkelhebel wird durch eine Feder 48 beeinflusst, die sein Ende 49 in dem dem Uhrzeiger entgegengesetzten Sinne zu drehen sucht (Fig. 11). Das andere ende des Winkelhebels 47 trägt eine Rolle 50, die durch eine llantelkurvenfläche 51 einer auf der Muffe 13 sitzenden Kurvenscheibe herabgedrückt werden kann. Wenn beide Maschinenhälften im Ruhezustande sind, so wird das Ende 49 jedes Winkelhebels 47 durch die dazugehörige Feder 48 wirkungs los gegen den Sperrblock 40 bezw. 43 ge halten.
Wenn jedoch einer der Trethebel 28 zwecks Anlassen-, der dazugebörigen Maschi nenhälfte herabgedrücht wird, so bewegt sich der Sperrblock des Trethebels der andern Maschinenhälfte in der beschriebenen Weise, bis das Ende 49 des Wiukelhebels vor den Block schnappt. Der Trethebel der wirkungs losen Maschinenhälfte verbleibt gesperrt, bis die Kurvenfläche 51 am Ende des Arbeits ginges der andern Maschinenhälfte die Sper rung auslöst. Die Teile nehmen dann die in der Fig. 9 dargestellte wirkungslose Lage ein. Das wirksame Ende jedes der Winkel heber 47 bewegt sich in einer Führung 53 einer Konsole 52.
Die innere Pressform 54 weist diejenige Gestalt auf, die das Ende des Oberleders in dem fertiggemachten Schuh haben soll. Die Pressform 54 wird von einer Stange 505 (Fig. 4 und 23) getragen, die sich in einem bei 57 an dem Maschinengestell drehbaren Träger 56 längsweise verschieben kann. Das abgesetzte Ende der einen verstellbaren Bund 58 tragenden Stange 55 ragt lose durch eine Mutter 59 hindurch, die in eine in dem Träger 56 gleitbare Muffe 60 eingeschraubt ist. Zwischen dem Bund 58 und der Mutter 59 befindet sich eine Feder 61, so dass die Pressform während der Aufwärtsbewegung der Mutter 59 und der Muffe 60 nachgiebig angehogen wird.
Das untere Ende der um die Stange 55 herumgewundenen Feder 61 ruht auf der Mutter 59 auf, während das obere Ende der Feder an einem Unterkags- ring 62 anliegt.
Zwischen dem untern Ende der Muffe 60 und einer auf das untere Ende der Stange 55 aufgeschraubten Überwurfmutter 63 be findet sich ein zum Anheben der Muffe 60 dienender Bügel 62, der bei 64 mit einem Gelenkglied 65 eines Kniegelenkes verbun den ist. Das andere Glied 66 dieses Knie gelenkes schwingt um den Zapfen 57 des Trägers 56. Eine in einem Lager 67 unter gebrachte, federbelastete Stange 68 ist bei 69 mit dem Kniegelenkglied 66 verbunden und sucht das Kniegelenk zu knicken (F i g. 23). Ein Lenkstück 70 verbindet das Kniegelenk mit einer Rolle 71 eines bei 73 an dem Maschinengestell drehbaren Armes 72. Durch die Einwirkung der Mantelkurvenfläche 74 einer auf der Muffe 13 sitzenden Kurven scheibe 75 auf die Rolle 71 wird das Knie gelenk 65, 663 selbsttätig gestreckt, wobei die innere Pressform 54 angehoben wird.
Während des Anhebens der innern Pressform wird der über den Boden der Pressform ge schobene Oberlederrand fest an die Über schieber angepresst. In Führungen 76 des Tisches 3 (Fig. 4) ist ein Kopf 7 7 verschieb bar, der mit dem Gelenkglied 78 (Fig. 4 und 6) eines Kniegelenkes verbunden ist. Das andere Glied 79 dieses Kniegelenkes ist bei 80 drehbar an einem festen Stift 81 des Maschinengestelles verbunden. Der Mittel zapfen 82 des Kniegelenkes 78, 7 9 ist durch ein Lenkstück 83 bei 84 mit einem Arm 85 verbunden. An dem um eine feststehende Welle 86 bewegbaren Arm 85 ist eine Stange 87 (Fig. 4) angebracht, deren unterem Ende bei 88 an einen Arm 89 (Fig. 3 und 23) angelenkt ist.
Der bei 90 drehbare Arm 89 trägt eine Rolle 91, die in einer Kurven nut 92 der Kurvenscheibe 75 Aufnahme findet. Während der Drehung der Muffe 13 führt das Kniegelenk Hin- und Herbewe gungen des Kopfes 7 7 herbei.
Das Fersenband besteht aus seitlichen Gliedern 93 und aus Eckgliedern 94. Das rückwärtige Ende des Fersenbandes ist mit einem Block 95 (Fig. 6) verbunden. Ein Stift 96 ragt lose durch den Kopf 7 7 hin durch und verbindet den letztere)) mit dem Block 95. Zwischen dein Block 95 und dem Kopf 7 7 befindet sich eine Feder 97, die den Block 95 vorzurücken sucht, wenn der hopf 77 zwecks Schliessens des Fersenbandes be wegt wird.
Die Eckglieder des Fersenbandes sind bei 98 an seitliche Teile des Blockes 95 angelenkt und die seitlichen Glieder 93 des Fersenbandes sind drehbar mit Bli>eken 99 verbunden.
Jeder Block 99 ist mit dem Gelenkglied 100 eines Kniegelenkes verbunden, dessen anderes Gelenkglied 101 hei 102 mit einem nachgiebigen Anschlag 103 verzapft ist. Gin Lenkstück 104 (Fig. 6) verbindet den Mittel zapfen des Kniegelenkes 100, 101 mit dem Kopf 77.Wenn der Kopf 77 nach links be wegt wird (Fig. 6), so wird das Kniegelenk mehr oder weniger gestreckt, wobei die an grenzenden seitlichen Glieder und die Eck- glieder des Fersenbandes einwärtsbewegt werden.
Das äussere Ende des Anschlages 103 liegt an einer Feder 105 an, die in einer Büchse 106 des Tisches 3 untergebracht ist. In die Büchse ist eine Überwurfmutter 107 hineingeschraubt, die das andere Ende der Feder 105 aufnimmt. Durch Einstellung der Mutter 107 kann die Spannung der Feder 105 geregelt werden.
Das Ende jedes Gliedes 93 ist mit einem Gelenkglied 108 eines Kniegelenkes verbun den, dessen anderes Glied 109 mit einem nachgiebigen, in dem Tisch 3 gleitbaren An schlag 110 verbunden ist. Das äussere Ende des Anschlages 110 ist bei 111 abgesetzt und ragt durch eine Öffnung einer Überwurf mutter 112 hindurch. Zwischen der Mutter 112 und einer Schalter des Anschlages 110 befindet sich eine Feder 113, die den An schlag 110. einwärts zu bewegen sucht.
Das Kniegelenk 108, 109 ist durch ein Lenkstück 114 mit dem Kopf 77 verbunden; und wäh rend der Bewegung des letzteren nach links (Fig. 6) werden die seitlichen Glieder 93 und die rückwärtigen Teile 94 des Fersenbandes nachgiebig geschlossen, und das Oberleder wird mit einer Kraft an die Seiten der Press form angepresst, die von den Spannungen der Federn 97, 105, 113 abhängt. Der innere Teil des Fersenbandes wird durch ein ab nehmbares aus Leder, Gummi oder derglei chen bestehendes Kissen 115 (Fig. 4 und 6) gebildet. An einem in dem Maschinengestell bewegbaren Schieber 117 ist ein Stift 116 angebracht, welcher das Kissen 115 mit den düs Metall bestehenden Gliedern 93, 94 des Fersenbandes verbindet.
Eine Schulter 118 des Schiebers 117 trifft mit dem Ende einer bei 120 an dem Maschinengestell drehbaren Klinke 119 zusammen und bestimmt die wir kungslose Lage des Bandes und lässt ein Zurückpressen des Bandes unter Überwindung der Spannung der Feder 97 zu, wenn die Pressform 54 zurückbewegt wird.
Das Überschieben des Oberlederrandes er folgt durch Überschieber 125. An den Trägern 121 (Fig. 6 und 29) der Überschieber sind Führungsschlitze 122 angebracht, die zur Aufnahme von Rollen 123 dienen. Die Rol len 123 sind an Platten 124 befestigt, die die Überschieber verdecken. Die Überschieber 125 sind mit den Trägern 121 durch Bolzen 126 verbunden und können in Führungen der Träger eingestellt werden. An den Über schiebern sind Löcher 127 angebracht, durch die Nägel in den übergeschobenen Oberleder rand eingesetzt werden können.
Jeder der Träger 121 ist durch ein Lenk stück 129 mit einem in dem Tisch 3 hin- und herbewegbaren Schieber 130 (Fig. 6) verbunden. Jede Seite des Schiebers 130 ist mit dem Gelenkglied 131 (Fig. 4 und 6) eines Kniegelenkes verbunden, dessen anderes Gelenkglied 132 bei 133 drehbar mit einem verstellbaren Glied 134 verbunden ist. Der Mittelzapfen 135 des Kniegelenkes ist durch Lenkstücke 136 bei 137 mit einem Schwing rahmen 138 (Fig.4) verbunden. Der um die feststehende Welle 86 bewegbare Rahmen 138 ist durch ein Lenkstück 139 mit einem Arm 140 (Fig. 3 und 23) verbunden, der an dem Zapfen 90 Schwingbewegungen ausführen kann. Der Arm 140 trägt eine Rolle 141. die in einer Kurvennut 142 (Fig. 23) der Kuilvenscheibe 75 Aufnahme findet.
Während der Umdrehung dieser Kurvenscheibe werden die Überschieber geschlossen und geöffnet. Damit der Oberlederrand in verlässlicher@Teise an die Brandsohle angearbeitet wird, ist die Kurvennut 142 (Fig. 23) so ausgebildet, dass die Überschieber eine Mehrzahl aufeinander folgender Überschiebbewegungen ausführen.
Mit jeder der innern Pressformen wirkt ein Schablonierkopf 143 zusammen, dessen untere Fläche eine dein Fersensitz des der Bearbeitung unterzogenen Schuhes entspre chende Gestalt aufweist. Wenn der Kopf 143 seine wirksame Lage einnimmt, so liegt er an dem Fersensitz des Schuhes an. Die Lage des Kopfes 143 mit Bezug auf die Pressform wird durch die Stifte 144 der Press form bestimmt, die in Öffnungen 143' (Fig. 17) der untern Fläche des Kopfes 143 Aufnahme finden.
Die Stifte 144 bilden auch Schablo- nierstifte, die die Lage der Brandsohle mit Bezug auf die Pressform bestimmen. Es ist zu ersehen, dass der Kopf 143 unter allen Umständen eine bestimmte Lage mit Bezug auf die Pressform einnimmt.
An dem Kopf 143 sind vier Schablonier- stifte 145 angebracht, und zwar zwei an dem rückwärtigen Ende und je ein Schablonier- stift an jeder Seite des Kopfes 143. Die Stifte 145 können in an der Rückseite und an den Seiten des Oberlederrandes einge stanzte Schablonierlöcher 146 eintreten (Fig. 2.) Die an der Rückseite des Oberleders vorge sehenen Schablonierlöcher befinden sich zu beiden Seiten der Hinternaht und die seit lichen Schablonierlöcher stehen in bestimm ter Entfernung von der rückwärtigen Mittel linie des Oberleders und von der untern Kante des Oberleders. Die Schablonierstifte 145 werden von in dem Kopf 143 untergebrach ten Schiebern 147 getragen.
An jedem Schie ber ist eine Verzahnung 148 augebildet, die mit einem angrenzenden Zahnbogen 149 in Eingriff steht. In den Kopf 143 ragt ein Block 150 hinein, an dem drei mit den Zahnbogen 149 in Ein griff stehende Zahnstangen 151 ausgebildet sind. Durch Bewegung des Blockes 150 mit Bezug auf den Kopf 143 gelangen die Stifte 145 in Lagen in denen sie den Kopf 143 seitlich überragen oder in den letzteren zu rückgezogen sind. Der Block 150 steht ge wöhnlich unter dem Einfluss einer Feder 152, die ihn aufwärts oder mit Bezug auf den Kopf 143 herauszupressen sucht.
Das untere Ende der Feder 152 (Fig. 18) ruht auf der innern Fläche des untern Teils des Kopfes 143 auf, so dass der Block 150 gewöhnlich in angehobener Lage gehalten wird, wobei die Schieber 147 die Schablonierstifte in zurückgezogener Lage in demn Kopf halten. Der Kopf 143 kann als Ganzes gegen die innere Pressform und von der letzteren hin wegbewegt werden und ist durch ein Kugel- gelenk 157 mit einem Hängelagerbolzen 153 eines Armes 154 verbunden, so dass sich der Kopf 143 entsprechend der Krümmung des Fersensitzes des Schuhes einstellen kann (Fig. 12 bis 15). Die Nabe des Armes 154 ist an einer Schwingwelle 156 befestigt, die in der rechten Nabe (Fig. 12) eines Armes. 158 lagert. Die Nabe 160 des Armes 158 kann sich um eine Stange 159 drehen und wird durch einen Bund 161 von achsialen Bewegungen auf der Stange abgehalten.
Federn suchen die Arme 154 und 158 mit Bezug auf die Form 54 in unwirksamer Lage zu halten (Fig. 2 und 14). Eine die Schwing welle 156 umgebende Feder 162 stützt sich gegen die Arme 154 und 158, und eine die Stange 159 umgebende Feder 163 stützt sich einerseits gegen den Arm 158 und ander seits gegen einen Stift 164 des Bundes 161, und durch die gemeinsame Einwirkung dieser Federn wird der Kopf 143 gewöhnlich in un wirksamer Lage gehalten.
An der Stange 159 ist ein Kurvenstück 165 befestigt, welches mit einer Rolle 166 eines Armes 167 zusammentrifft. Das ge- gabelte Ende des Armnes 167 umfasst die Stange 159 und ist bei 168 mit einem festen Kurbelarm 169 der Schwingwelle 156 ver bunden (Fig. 12, 14, 15). Wenn sich die Rolle 166 an dein Kurvenstück 165 abwälzt, so wird der Kopf 143 gegen die Pressform geschwungen. Hierbei bewegen sich die Arme 154 und 158 aus der in der Nig. 14 darge stellten Lage in die durch volle Linien der Fig. 15 angedeutete Lage.
Der Kopf 1-13 be findet sich dann oberhalb der Form 54, so dass die Stifte 1-14 der Pressform in die Löcher 143' des sich senkenden Kopfes 143 eintreten.
Die Stai)ge 159 ist mittelst Feder und Nut 172 in einer Lagermuffe 170 unterge bracht, die von einer Konsole 171 des Ma- schinengestelles getragen wird (Fig. 13). An der Stange 159 ist unterhalb der Muffe 170 ein Bund 173 befestigt, an dem ein zweiter Bund 17-1 anliegt. Der Bund 174 sitzt lose auf der Stange 159 und steht gewöhnlich unter dem Einflur zweier Federn 175. Die Federn 175 sind einerseits an Stifte 177 der Muffe 170 und anderseits an Stifte 176 des Bundes 174 angehängt.
Nachdem der Kopf 143 in der beschriebenen Weise in wirksame Lage mit Bezug auf die Pressform gebracht worden ist, wird er auf die Brandsohle her abgedrückt und nimmt dann eine durch die Stifte 144 bestimmte Lage ein. Der Bund 174 ist mit einer Trethebelstange 178 ver bunden, deren unteres Ende an einen um den Zapfen 29 des Anlasstrethebels 28 beweg baren Trethebel 179 angelenkt ist (Fig. 1, 2 und 3). Zwischen dem Bund 174 und einem an dem untern Ende der Stange 159 befe stigten Bund 180 befindet sich eine Feder 181 (Fig. 11 und 13), so dass der Kopf 143 nach giebig herabbewegt wird, um der jeweiligen Dicke der sich auf der Pressform befindlichen Teile des Werkstückes Rechnung zu tragen.
Nachdem der Kopf 143 in seine wirk same Lage bewegt worden ist, so wird er in derselben gesichert. An dem Bund 174 ist ein Sperrblock 182 angebracht, der mit einer bei 184 an der Konsole 171 drehbaren Klinke 183 zusammenwirkt (Fig. 13). Ein federbelastetes Glied 185 ist bei 186 mit der Klinke 183 verbunden und sucht das untere Ende der Klinke oberhalb des Sperrblockes 182 zu halten, wenn der letztere herabgedrückt ist. An dem Glied 185 ist eine Feder 187 an gebracht, die einerseits gegen einen Bund 188 des Gliedes 185 und anderseits gegen einen drehbaren Anschlag 189 eines Bügels 190 stützt. Auf das Ende des Gliedes 185 ist eine Auslösemuttcr 191 aufgeschraubt, die durch eine Gegenmutter 192 in eingestellter Lage gesichert wird.
Wenn der Trethebel 179 herabgedrückt wird, so bewegt sich die Klinke 183 nach links (Fig. 13) über den Block 183, und durch Schwingbewegung des Bügels 190 in dem dem Uhrzeiger entgegen gesetzten Sinne (Fig. 13) löst das Glied die Sperrung in noch zu beschreibender Weise aus, worauf der Kopf 143 in seine Ausgangs lage zurückkehrt. Das vorzuformende Oberleder und die Brandsohle sind in dem in der Zeichnung vorausgesetzten Fall zur Herstellung von Rahmenschuhwerk bestimmt. Damit der mit der Brandsohlenferse in Berührung tretende Kopf 143 die Nählippe der Brandsohle nicht beschädigt, sind an dem Kopf 143 Ausspa rungen 192 (Fig. 18) angebracht, in die die Enden der Brandsoblenlippe hineinragen, wenn der Kopf 143 und die Brandsohle ihre vor herbestimmte Lage auf der Pressform ein nehmen.
Die Brandsohle a weist Schablonicrlöcher 194 auf (Fig. 20), die eine bestimmte Lage mit Bezug auf einen gegebenen Punkt der Brandsohle einnehmen. Die Brandsohle wird in der in der Fig. 21 dargestellten Weise auf die Stifte 144 aufgespitzt. Im Falle eine Ferseneinlage 195 verwendet wird, so ist dieselbe mit Schablonierlöchern 196 versehen, die sich in bestimmter Lage zu einem ge gebenen Punkte derselben befinden; die Ferseneinlage 196 wird vor der Brandsohle auf die Stifte 144 atifgespitzt. Das Oberleder b wird dann um die Pressform herumgelegt und die zweckmässig vorgeformte Hinterkappe c wird zwischen das Oberleder und das Futter eingeführt.
Die zusammengefügten Schuhwerkteile nehmen dann im wesent lichen die. in der Fig. 21 dargestellte Lage ein, wobei die Ferseneinlage 195 und die Brandsohle eine bestimmte Lage mit Bezug aufeinander und auf die Pressform einnehmen und in der das Oberleder lose auf der Press- form sitzt.
Der Kopf 143 wird dann durch Herab drücken des Trethebels 170 in eine Lage be wegt, in der er auf den Flansch der Hinter kappe und auf der Ferse der Brandsohle auf liegt. Der Kopf 143 nimmt mit Bezug auf die Pressform und die. sich auf der letzteren befindliche Brandsohle eine bestimmte Lage ein, und durch fortgesetztes Herabdrücken des Trethebels 179 wird der Block 150 mit Be zug auf den Kopf 143 bewegt, so dass die Schablonierstifte 145 in Lagen gelangen, in denen sie zur Aufnahme des Oberleders bereit sind. Durch weiteres Herabdrücken des Tret- hebels 170 wird der Sperrblock 182. so weit gesenkt, dass (las Sperrglied 183 sich ober halb des Blockes 182 in eine Lage bewegen kann, in der es den Kopf 143 sichert.
Der Arbeiter kann dann das Oberleder mit Bezug auf die Pressfom einstellen, und zwar wird die Lage des Oberleders mit Bezug auf die Pressform durch die in die Schablonierlöcher 146 eintretenden Schablonierstifte 145 be stimmt. Das Oberleder hängt dann in der in der Fig. 24 dargestellten Weise an den Stiften 145.
Das Zusammenfügen und Einstellen der Schuhwerkteile mit Bezug aufeinander und mit Bezug auf die Pressform findet statt, wenn die letztere ihre ausgeschwenkte oder wirkungslose Lage einnimmt, in der sie bequem zugänglich ist. Wenn die Pressform in die in der Fig. 25 dargestellte Lage ein wärtsbewegt wird, so nimmt der Kopf 143 und die mit Bezug aufeinander eingestellten Schuhwerkteile an dieser Einwärtsbewegung teil. Die Bewegungen der Pressform in ihre wirksame Lage und aus der wirksamen Lage finden selbsttätig statt.
Uni einen Zapfen des Trägers 56 (Fig. 5) ist eine Muffe 197 bewegbar, durch die eine mit einem Handrad versehene Stange 198 hindurchragt. Das gegenüberliegende . Ende der Stange 198 ist in eine Schwingmuffe 200 hineingeschraubt, die an dem obern Ende eines Armes 201 angebracht ist. Der bei 202 an dem Maschinengestell drehbare Arm 201 trägt eine Rolle 203 (Fig. 1), die in einer seitlichen Kurvennut einer auf der Muffe 13 sitzenden Kurvenscheibe 205 (Feg. 3) Aufnahme findet.
Wenn die Pressform in der beschriebenen Weise bewegt wird, so nimmt der Kopf 143 an der Bewegung derselben teil und hält die Schuhwerkteile in mit Bezug auf die Press form eingestellter Lage, bis das Fersenband das Oberleder um die Schuhferse herum fest klemmt (Feg, 26). Da das Oberleder nach dem Schliessen des Fersenbandes in seiner vorherbestimmten Lage mit Bezug auf die Pressform gesichert worden ist, so ist es wünschenswert, dass der Kopf 143 von dem Fersensitz des Schuhes abgehoben wird, da- mit der Oberlederrand über die Pressform ge schoben werden kann.
Der Bügel 190 ist derart mit denn einen Teil des Antriebes des Fersenbandes bildenden Arme 85 verbunden, dass während der Bewegung des Armes 85 in dem dem Uhrzeiger entgegengesetzten Sinne (Fig. 4 und 13) der von dem Bügel 190 getragene Block 189 mit der Mutter 191 zusammentrifft und das Sperrglied 183 aus der Sperrlage herausbewegt. Hierbei wird die Stange 159 freigegeben und durch die Federn 175 angehoben. Durch die Aufwärts bewegung der Stange 159 bewirkt der Block 150 zunächst das Herausziehen der Scha- blonierstifte aus den Schablonierlöchern des Oberleders, und der Kopf 143 wird. dann durch die Federn 162, 163 in seine wirkungs lose Lage geschwungen.
Während des Überschiebvorganges und während des Fortsetzens des von dem Klemm band auf die Schuhferse ausgeübten Druckes wird die Pressform 54 folgendermassen in ihrer Lage gesichert. Ein Fortsatz der Nabe des Armes 85 ist zu einer Doppelklinke 206 ausgebildet. An dem Träger 56 der Press- form sind zwei Sperrnasen \7.07 (Fig. 2) aus gebildet, die mit der Doppelklinke 206 zusammenwirken.
Wenn die Pressform in ihre wirksame Lage bewegt wird, so ge langen die Sperrnasen 207 unter die Klin- ken, 206, und wenn das Fersenband ge schlossen wird, so werden die Klinken 206 leerabgedreht, wobei sie mit den Sperrnasen 207 in Eingriff treten und eine Zurückbe wegung der Pressform während des Anarbei- tens des Oberleders an dieselbe verhindern.
Wenn das Fersenende des Oberleders in der beabsichtigten \''eise vorgeformt worden äst, so wird das Fersenband geöffnet, und die Klinken 206 bewegen sich dann von den Sperrnasen 207 'hinweg, so dass der Träger 56 der Pressforni in seine unwirksame Lage geschwenkt werden kann.
Der Arbeiter bringt zunächst eine Fersen einlage und eine Brandsohle auf die Press- form einer der Maschinenhälften auf, und zwar bestimmen die in die Schablonierlöcher dieser beiden Teile eintretenden Schablonier- stifte 144 die Lage derselben mit Bezug auf die Pressform. Hierauf bringt der Arbeiter ein Oberleder auf die Pressform auf und fügt eine vorgeformte Hinterkappe zwischen die Oberlederferse und das von der letzteren hinweggebogene Futter ein. Die zusammen gefügten Teile werden dann berabgedrückt, bis der einwärtsgewendete Futterrand und der Flansch der Hinterkappe auf der Boden fläche der Brandsohle aufliegen.
Der Kopf 143 wird dann über die Pressform ge schwungen und durch Herabdrücken des Tret- hebels 179 in eine Lage gesenkt; in der die Schablonierstifte 144 in die betreffenden Löcher 143' des Kopfes 143 eintreten. Durch fortgesetztes Herabdrücken des Trethebels 179 gelangen die Schablonierstifte 145 in Lagen, in denen sie den Kopf 143 seitlich überragen, und der letztere wird dan in seiner wirksamen Lage gesichert. Das Ober leder wird dann unter Zuhilfenahme der Schablonenlöcher 146 auf die Schablonier- stifte 145 aufgespitzt, wobei die Lage des Oberleders sowohl in der Höhenrichtung der Pressform, als auch um den Umfang der letz teren herum bestimmt wird.
Die Schuhwerkteile nehmen zu dieser Zeit eine vorherbestimmte Lage mit Bezug aufeinander und auf die Pressform ein und die in Betracht kommende Maschinenhälfte wird durch Herabdrücken des dazugehörigen Trethebels angelassen. Unmittelbar nach dem Anlassen der Maschine wird die Pressform durch die Kurvenscheibe 205 eingeschwenkt, wobei der Schuh in das unter Überwindung der Spannung der Feder 97 zurückgepresste Fersenband eintritt. Der Kopf 143 nimmt an der Einwärtsbewegung der Pressform teil und behält mit Rücksicht auf seinen Eingriff mit den Stiften 144 seine Lage mit Bezug auf die Pressform bei. Die Kurvennut 92 führt dann das Schliessen des Fersenbandes herbei, wobei das letztere das Oberleder gegen die Pressform klemmt und es dem Umfang der Pressform anschmiegt.
Während des Schliessens des Fersenbandes werden die Sperrglieder 206 in wirksame Lage bewegt und unmittelbar, nachdem das Oberleder durch das Fersenband fest gegen die Press- form geklemmt worden ist, wird der Kopf 143 freigegeben. Die Schablonierstifte 145 treten dann aus den Schablonierlöchern des Oberleders aus, und der Kopf 143 wird von der Pressform abgehoben und durch die er wähnten Federn in seine wirkungslose Lage geschwungen. Die Kurvennut 142 führt dann das Schliessen der Überschieber herbei, und zwar führen die Überschieber eine Mehrzahl von Überschiebbewegungen aus.
Nachdem die Kanten der Überschieber sich das erste 12a1 an der äussern Kante der Brandsohle vorbeibewegt haben, wird der Pressform 54 durch die Einwirkung der Kurvenscheibe 75 auf die Rolle 71 eine begrenzte Aufwärtsbe wegung erteilt, so dass der sich zwischen der Bodenfläche der Brandsohle und den Über schiebern befindliche Oberlederrand zusam mengedrückt wird. Wenn die Überschieber ihre wirksamen Bewegungen vollendet haben, so wird eine Nagelvorrichtung 322 einge= rückt.
Die Ferseneinlage, die Brandsohle und das Oberleder werden darin durch Nägel dauernd miteinander verbunden, und zwar werden die Nägel durch die Löcher<B>127</B> der Überschieber in die Schuhwerkteile hinein getrieben. Die Nagelvorrichtung nimmt ge wöhnlich eine Mittellage ein, aus der sie herausbewegt wird, wenn eine der Maschinen hälften den beschriebenen Arbeitsgang vol lendet hat.