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Maschine zum Vorformen eines der Enden eines Oberleders. Für diese
Anmeldung ist gemäß dem Lnionsvertrage vom 2. Juni igi i die Priorität auf Grund
der Anmeldung in den Vereinigten Staaten von Amerika vom io.November 192c beansprucht,
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Maschine zum Vorformen eines der Enden
eines Oberleder:, welche derart eingerichtet ist, daß alle Oberleder einer bestimmten
Größe eine genau gleiche Form erhalten, derart, daß sie gegeneinander beliebig ausgetauscht
werden können. Diese Maschine bildet einen Teil des Maschinensatzes, der zur Ausführung
der Schuhwerkherstellung nach bestimmten Normalien geeignet ist und auf der Anwendung
von Einstellflächen, z. B. Paßstiften an denßearbeitungsmaschinen, beruht, die mit
Einstellflächen, z. B. Paßlöchern, zusammenwirken, so claß alle Werkstücke die gleiche
Lage bei der Bearbeitung gegenüber den Bearbeitungsmaschinen erhalten.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung ist mit der Formpresse, die im übrigen,
wie bekannt, all., einer Innenform, einem die Außenform bildenden Fersenband und
eitler Gruppe von den Finsclilag des Oberleders formenden Überschilebern besteht,
eine Mehrzahl von Paßstiften in der Längsrichtung der Form in Abständen voneinander
v ez gesehen, die in entsprechend angeordnete Löcher des Schaftrandes eintreten,
um die Höhen- und Winkellage des Schaftes in der Form zu bestimmen. Die Maschine
ist ferner so eingerichtet, daß gleichzeitig mit dem Formen des Schaftes auch die
Befestigung all der Brandsohle geschiebt, und um auch hier eine gleichmäßige Arbeit
zu sichern, ist auch die Brandsohle mit Paßlöchern versehen, die auf Paßstifte der
Form aufgesteckt werden und eine bestimmte 'Normallage der Brandsohle gegenüber
dem Schaft herbeiführen, in welcher die Teile dann miteinander vereinigt werden.
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In der Zeichnung ist ein zum Bearbeiten des hinteren Schaftrandes
bestimmtes Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
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Abb. z ist eine Seitenansicht der ganzen Maschine: Abb. z zeigt im
senkrechten Schnitt den oberen Teil der Maschine, Abb. 3 im senkrechten Schnitt
den unteren Teil der Maschine: Abb. d.-ist ein wagerechter Schnitt.
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Die übrigen Abbildungen erläutern teilweise Einzelheiten der Maschine
und teilweise die Anwendungsart.
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In dem einen Tisch 3 tragenden Maschinengestell r, 2 lagert die beständig
umlaufende Hauptwelle .I, an der ein Zahnrad 5 befestigt ist. Das Zahnrad 5 steht
mit einem Zahnrad 6 der bei 8 (Abb. 3) in dem Maschinengestell gelagerten angetriebenen
Welle 7 in Eingriff.
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Auf der Welle 7 sitzt eine Schnecke 9 (Abb. 3), die in ein auf der
`Felle 12 lose
drehbares Schneckenrad i o eingreift. Das Schneckenrad
kann durch Niederdrücken eines Trethebels 28, der um Achse 29 (Abb. 3) drehbar ist,
mit der Nabe 13 einer Kurvenscheibe verbunden «-erden, wobei ein tun eine Achse
22 drehbarer Sperrhebel 2i, 23 von einer Nase 2o abgehoben wird, worauf die Kurvenscheibe
eine halbe Drehung ausführt und dann in bekannter Weise sich selbst wieder ausrückt.
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Die innere Preßform 54. weist diejenige Gestalt auf, die das Ende
des Oberleders haben soll. Die Preßform 5.4 wird von einer Stange 55 (Abb. 2 und
16) getragen, die sich in einem bei 57 drehbaren Träger 56 längsweise verschieben
kann. Das abgesetzte Ende der einen verstellbaren Bund 58 tragenden Stange 55 ragt
lose durch eine Mutter 59 hindurch, die auf einer im Träger 56 schiebbaren Muffe
6o aufgeschraubt ist. Zwischen dem Bund 58 und der Mutter 59 befindet sich eine
Feder 61, so daß die Preßform während der Aufwärtsbewegung der Mutter 59. und der
Muffe 6o nachgiebig angehoben wird. Das untere Ende der um die Stange 55 herumgewundenen
Feder 61 ruht auf der Mutter 59 auf, während das obere Ende der Feder an einem L'nterlagsring
62 anliegt.
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Zwischen dem unteren Ende der Muffe 6o und einer auf das untere Ende
der Stange 55 aufgeschraubten :Mutter 63 befindet sich ein zum Anheben der Muffe
6o dienender Bügel 62, der bei 64. mit einem Gelenkglied 65 eines Kniegelenkes verbunden
ist. Das andere Glied 66 dieses Kniegelenkes schwingt um den Zapfen 57. Eine in
einem Lager 67 untergebrachte, federbelastete Stange 68 ist bei 69 mit dem Kniegelenkglied
66 verbunden und sucht das Kniegelenk zu knicken (Abb. 16). Ein Lenkstück
70 verbindet das Kniegelenk mit einer Rolle 71 eines bei 73 drehbaren Armes
27. Durch die Einwirkung einer Kurvenfläche 74 einer auf der Nabe 13 sitzenden Kurvenscheibe
75 auf die Rolle 71 wird das Kniegelenk 65, 66 selbsttätig gestreckt, wobei die
innere Preßform 54 angehoben wird. Während des Anhebens der inneren Preßform wird
der über den Boden der Preßform geschobene Oberlederrand fest an Überschieber angepreßt.
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In Führungen 76 des Tisches 3 (Abb. 2) ist ein Kopf 77 verschiebbar,
der mit dem Gelenkglied 78 eines Kniegelenkes verbunden ist. Das andere Glied 79
dieses Kniegelenkes ist bei 8o drehbar an einem festen Stift 8i. Der Mittelzapfen
82 des Kniegelenkes 78, 79 ist durch Lenkstück 83 und Zapfen 84 mit einem Arm 85
verbunden. An dem um eine feststehende Welle 86 bewegbaren Arm 85 ist eine Stange
87 (Abb. 16) angebracht, deren unteres Ende bei 88 an einem Arm 89 angelenkt ist.
Der bei 9o drehbare Arm 89 trägt eine Rolle 9i, die in einer Kurvennut 92 der Kurvenscheibe
75 Aufnahme findet. Während der Drehung der Nabe 13 führt das Kniegelenk Hin- und
Herbewegungen des Kopfes 77 herbei.
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Ein die Ferse' umschließendes Band (Abb.4) besteht aus biegsam miteinander
verbundenen seitlichen Gliedern 93 und aus Eckgliedern 94.. Das rückwärtige Ende
des Fersenbandes ist mit einem Block 95 verbunden. Ein Stift 96 ragt lose durch
den Kopf 77 hindurch und verbindet den letzteren mit dem Block 95. Zwischen dem
Block 95 und dem Kopf 77 befindet sich eine Feder 97, die den Block 95 vorzurücken
sucht. Die Eckglieder des Fersenbandes sind bei 98 an seitlichen Teilen des Blockes
95 angelenkt, und die seitlichen Glieder des Fersenbandes sind drehbar mit Blöcken
99 verbunden.
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Jeder Block 99 ist mit dem Gelenkglied too eines Kniegelenkes verbunden,
dessen anderes Gelenkglied toi bei 102 mit einem nachgiebigen Anschlag
103 verzapft ist. Ein Lenkstück i o4 verbindet den Mittelzapfen des Kniegelenkes
too, ioi mit dem Kopf 77. Wenn der Kopf 77 nach links bewegt wird (Abb. 4.), so
wird das Kniegelenk gestreckt, wodurch die angrenzenden seitlichen Glieder und die
Eckglieder des Fersenbandes einwärts bewegt werden. Das äußere Ende des Anschlages
103 liegt an einer Feder tos an, die in einer Büchse tob des Tisches 3 untergebracht
ist. In die Büchse ist eine Mutter 107 geschraubt, die das andere Ende der Feder
tos aufnimmt und die Feder tos vorspannt.
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Das Ende jedes Gliedes 93 ist mit einem Gelenkglied tob eines Kniegelenkes
verbunden, dessen anderes Glied tog mit einem nachgiebigen, in dem Tisch 3 geführten
Anschlag i io verbunden ist. Das äußere Ende des Anschlages i i o ist bei i i i
abgesetzt und ragt durch eine öffnung einer Mütter i i 2 hindurch. Zwischen der
Mutter 112 und einer Schulter des Anschlages i to befindet sich eine Feder 113,
die den Anschlag tio einwärts zu bewegen sucht. Das Kniegelenk tob, tog ist durch
ein Lenkstück 114 mit dem Kopf 77 verbunden, und während der Bewegung des letzteren
nach links werden die seitlichen Glieder und rückwärtigen Teile des Fersenbandes
nachgiebig geschlossen, und das Oberleder wird mit einer Kraft an die Seiten der
Preßform angepreßt, die von den Spannungen der Federn 97, 105, 113 abhängt.
Der innere Teil des Fersenbandes wird durch ein abnehmbares aus Leder, Gummi o.
dgl. bestehendes Kissen 115 (Abb. 2) gebildet. An einem im Maschinengestell bewegbaren
Schieber 117 ist ein Stift 116 angebracht,
welcher das Kissen 115
hochhält. Eine Schulter 118 des Schiebers 117 trifft mit dein Ende einer bei 12o
an dem Maschinengestell drehbaren Klinke 119 zusammen und bestimmt die Anfangslage
des Bandes und läßt das Zurückpressen des Bandes unter Überwindung der Spannung
der Feder 97 zu, wenn die Preßform 5d. zurückbewegt wird.
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Das Überschieben des Oberlederrandes über den Formboden erfolgt durch
Überschieber 125. An den Trägern 12r (Abb. d. und 22) der Überschieber sind Führungsschlitze
122 angebracht, die zur Aufnahme von Rollen z23 dienen. Die Rollen 123 sind an Platten
124 befestigt, die die Überschieber verdecken. Die Überschieber 125 sind mit den
Trägern 121 durch Bolzen 126 verbunden und können in Führungen der Träger eingestellt
«-erden. An den flberscliiebern sind Löcher 127 angebracht, durch die Nägel in das
Oberleder eingesetzt werden können.
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Jeder der Träger 121 ist durch ein Lenkstück 129 mit einem in dem
Tisch 3 hin und her bewegbaren Schieber 130 (Abb. ,I) verbunden. Jede Seite des
Schiebers 130 ist mit dem Gelenkglied 131 (Abb. 2 und d.) eines Kniegelenkes verbunden,
dessen anderes Gelenkglied 132 bei 133 drehbar mit einem verstellbaren Widerlager
134 verbunden ist. Der Mittelzapfen 135 des Kniegelenkes ist durch Lenkstücke 136
bei 137 mit einem Schwingrahmen 138 (Abb. 2) verbunden. Der um die feststehende
Welle 86 bewegbare Rahmen 138 ist durch ein Lenkstück 139 mit einem Arm id.o (Abb.
16) verbunden, der um Zapfen 9o Schwingbewegungen ausführen kann. Der Arm 140 trägt
eine Rolle 141, die in einer Kurvennut 142 (Abb. 16) der Kurvenscheibe 75 Aufnahme
findet. Während der Umdrehung dieser Kurvenscheibe werden die Überschieber geschlossen
und geöffnet. Damit der Oberlederrand richtig an die Brandsohle angearbeitet wird,
ist die Kurvennut 142 (Abb. 16) so ausgebildet, daß die Überschieber eine Mehrzahl
aufeinanderfolgender tberschiebbewegungen ausführen.
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Mit jeder der inneren Preßformen wirkt ein Kopf 143 zusammen, dessen
untere Fläche eine dem Fersensitz des Werkstückes entsprechende Gestalt aufweist.
Die Lage des Kopfes 143 mit Bezug auf die Preßform wird durch Stifte 144 (Abb. 13)
der Preßform bestimmt, die in Öffnungen 143' (Abb. io) der unteren Fläche des Kopfes
1d.3 Aufnahme finden. Die Stifte 144 bestimmen auch die Lage der Brandsohle mit
Bezug auf die Preßform.
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An .dem Kopf 143 sind vier Paßstifte 145 angebracht (.1bb.9, 15),
und zwar zwei an dem rückwärtigen Ende und je einer an jeder Seite des Kopfes 143.
Die Stifte 145 können in an der Rückseite und an den Seiten des Oberlederrandes
eingestanzte Paßlöcher 146 eintreten (Abb. 13). Die an der Rückseite des Oberleders
vorgesehenen Löcher befinden sich zu beiden Seiten der Hinternaht, und die seitlichen
Löcher stehen in vorherbestimmter Entfernung von der rückwärtigen Mittellinie des
Oberleders und von der Kante des Oberleders. Die Stifte 145 werden von in dein Kopf
143 untergebrachten Schiebern 147 getragen (Abb. iö). An jedem Schieber ist eine
Verzahnung 14,9 ausgebildet, die mit einem Zahnbogen 149 in Eingriff steht. In den
Kopf 143 ragt ein Block 15o hinein, an dem drei mit den Zahnbögen 149 in Eingriff
stehende Verzahnungen 151 ausgebildet sind. Durch Bewegung des Blockes 15o gegen
den Kopf 143 werden die Stifte 145 seitlich vorgeschobenoder zur ückgezogen. Der
Block 15o steht unter dein Einfluß einer Feder 152 (Abb. i i) , die ihn aufwärts
zu pressen sucht.
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Der Kopf 143 kann also als Ganzes gegen die innere Preßform
und von der letzteren hinwegbewegt werden und ist durch ein Kugelgelenk 157 mit
einem Hängebolzen 153 an einem Arm 154 verbunden, so daß sich der Kopf 143 entsprechend
der Krümmung des Fersensitzes des Schuhes einstellen kann (Abb.5 bis 12). Die Nabe
des Armes 154 ist an einem Zapfen 156 befestigt, der in einem Arm 158 sitzt. Die
Nabe 16o des Armes 158 kann sich um eine Stange 159 drehen und wird durch einen
Bund 161 gestützt. Torsionsfedern 162, 163 suchen die Arme 154 und 158 beiseite
in unwirksamer Lage zu halten.
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An der Stange 159 ist ein Kurvenstück 165 befestigt, der mit einer
Rolle 166 eines Armes 167 zusammentrifft. Das gegabelte Ende des Armes 167 umfaßt
die Stange 159 und ist bei 168 mit einem Arm 169 an der Schwingwelle 156 verbunden
(Abb. 5, 7, 8). Wenn sich die Rolle 166 an dem Kurvenstück 165 abwälzt, so wird
der Kopf 143 gegen die Preßform geschwungen. Hierbei bewegen sich die Arme 154 und
158 aus der in der Abb. 7 dargestellten Lage in die durch volle Linien in Abb. 8
angedeutete Lage. Der Kopf 143 befindet sich dann oberhalb der Form 15d., so claß
die Stifte 1d-. der Preßform in die Löcher 143' des sich senkenden Kopfes 143 eintreten.
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Die Stange 159 ist mittels Feder und Nut 172 in einer Lagermuffe
170 geführt, die von einer Konsole 171 des Maschinengestelles getragen wird
(Abb. 6). An der Stange 159 ist unterhalb der Muffe i7o ein Bund 173 befestigt,
an dem ein zweiter Bund 174 anliegt. Der Bund 174 sitzt lose auf der Stange 159
und steht unter dem Einfluß zweier Federn 175. Die Federn -175 sind einerseits an
Stifte
177 der Muffe 170 und andererseits an Stifte 176 des Bundes 175 angehängt.
-Nachdein der Kopf 143 in der beschriebenen Weise in wirksame Lage gegenüber der
Preßform gebracht worden ist, so wird er auf die Brandsohle herabgedrückt und nimmt
dann eine durch die Stifte 144 bestimmte Lage ein. Der Bund 174 ist mit einer Trethebel-Stange
178 verbunden, deren unteres Ende an einen um den Zapfen 29 des Anlaßtrethebels
28 bewegbaren Trethebel 179 angelenkt ist (Abb. i). Zwischen dem Bund 174 und einem
an dem unteren Ende der Stange 159 befestigten Bund i8o befindet sich eine Feder
181 (Abb. 5 und 6), so daß der Kopf 143 nachgiebig llerabbewegt wird, um der jeweiligen
Dicke der auf der Preßform h,-findlichen Teile des Werkstückes Rechnung zu tragen.
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Nachdem der Kopf 143 in seine wirksame Lage bewegt worden ist, wird
er in derselben gesichert. An (lern Bund 174 ist ein Sperrblock 182 angebracht,
der mit einer bei 184 an der Konsole 171 drehbaren Klinke 183 zusamtnenwirkt (Abb.
6). Eine Stange 185 ist bei 186 mit der Klinke 183 verbunden und trägt eine Feder
187, die sich einerseits gegen einen Bund 188 der Stange 185 und andererseits gegen
einen drehbaren Anschlag 189 eines Bügels igo stützt. Auf das Ende der Stange 185
ist eine Stellmutter igi aufgeschraubt, die durch eine Gegenmutter 192 gesichert
wird. Wenn der Trethebel 179 herabgedrückt wird, so bewegt sich die Klinke 183 nach
links (Abb. 6) über den Block 182, und durch Schwingbewegung des Bügels igo in dem
dem Uhrzeiger entgegengesetzten Sinne löst Stange 185 die Sperrung in noch ztt heschreibender
Weise aus, worauf der Kopf 143 in seine Ausgangslage zurückkehrt.
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In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das vorzuformende Oberleder
und die Brandsohle zur Herstellung von Rahmenschuhwerk bestimmt. Damit der mit der
Brandsohlenferse in Berührung tretende Kopf 143 die Nählippe der Brandsohle nicht
beachädigt, sind an dem Kopf 143 Aussparungen 193 (Abb. i i) angebracht, in die
die Enden der Brandsohlenlippe hineinragen, ;wenn der Kopf 143 und die Brandsohle
ihre vorherbestimmte Lage auf der Preßform einnehmen.
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Die Brandsohle a (Abb. 13) weist Paßlöcher 194 auf, die eine vorherbestimmte
Lage mit Bezug auf einen gegebenen Punkt der Brandsohle einnehmen. Die Brandsohle
wird in der in der Abb.14 dargestellten Weise auf die Stifte 144 aufgesteckt. Im
Falle eine Ferseneinlage 195 verwendet wird, ist dieselbe ebenfalls mit Löchern
196 `ersehen, die in vorherbestimmter Beziehung zu einem ge-,-ebenen Punkte derselben
stehen, und zwar wird die Ferseneinlage 195 vor der Brandsohle auf die Stifte 144
aufgesteckt. Das Oberleder b wird dann um die Preßform herumgelegt, und die zweckmäßig
vorgeformte Hinterkappe c wird zwischen das Oberleder und das Futter eingeführt.
Die zusammengefügten Schuhwerkteile nehmen dann im wesentlichen die in der Abb.
14 dargestellte Lage ein, wobei die Ferseneinlage 195 und die Brandsohle eine vorherbestimmte
Lage mit Bezug aufeinander und auf die Preßfornx einnehmen, und das Oberleder lose
auf der Preßform sitzt.
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Der Kopf 143 wird dann durch Herabdrücken des Trethebels 179 in eine
Lage bewegt, in der auf dem Flansch der Hinterkappe und auf der Ferse der Brandsohle
aufliegt. Die Stifte 144 sind in die Öffnungen 143' des Kopfes 143 eingedrungen.
Durch fortgesetztes Herabdrücken des Trethebels 179 wird der Block i 5o mit Bezug
auf den Kopf 143 bewegt, so daß die Stifte 145 in eine Stellung gelangen, in der
sie zur Aufnahme des Oberleders bereit sind. Durch weiteres Herabdrücken des Trethebels
179 wird der Sperrblock 182 so weit gesenkt, daß das Sperrglied 183 über den Block
182 einfällt und den Kopf 143 sichert. Der Arbeiter kann dann das Oberleder mit
Bezug auf die Preßform einstellen, und zwar durch die in die Löcher 146 eintretenden
Stifte 145. Das Oberleder hängt dann in der in der Abb. 15 dargestellten Weise an
den Stiften 145.
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Das Zuammenfügen und Einstellen der Schuhwerkteile mit Bezug aufeinander
und die Preßform findet statt, wenn die letztere nach außen geschwenkt ist, wo sie
bequem zugänglich ist (Abb. i). Wenn die Preßform einwärts bewegt wird, so nehmen
der Kopf 143 und die Schuhwerkteile an dieser Einwärtsbewegung teil. Die Bewegungen
der Preßform in ihre wirksame Lage und aus der wirksamen Lage finden selbsttätig
statt.
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Mit dem Träger 56 (Abb. 3) ist durch einen Zapfen eine Muffe 197 verbunden,
durch die eine mit einem Handrad versehene Stange 198 hindurchragt. Das gegenüberliegende
Ende der Stange 198 ist in eine Schwingmuffe 200 hineingeschraubt, die an dem oberen
Ende eines Armes toi angelenkt ist. Der bei 2o2 an dem Maschinengestell drehbare
Arm toi trägt eine Rolle 203
(Abb. i), die in einer seitlichen Kurvennut einer
auf der Nabe 13 sitzenden Kurvenscheibe Aufnahme findet.
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Wenn die Preßform in der beschriebenen Weise bewegt wird, so nimmt
der Kopf 143 an der Bewegung derselben teil und hält die Schuhwerkteile, bis das
Fersenband das Oberleder um die Schuhferse herum festklemmt
(Abb.
i9). Nachdem das Oberleder nach dem Schließen des Fersenbandes in seiner vorherbestimmten
Lage mit Bezug auf die Preßform gesichert worden ist, wird der Kopf 143 von dem
Fersensitz des Schuhes abgehoben, damit der Oberlederrand über die Preßform geschoben
werden kann. Der Bügel igo ist derart mit dem einen Teil des Antriebes des Fersenbandes
bildenden Arm 85 verbunden, daß während der Bewegung des Armes 85 in dem dem Uhrzeiger
entgegengesetzten Sinne (Abb. 7 und 6) der von dem Bügel igo getragene Block 189
mit der Mutter igi zusammentrifft und das Sperrglied 183 aus der Sperrlage herausbewegt.
Hierbei wird die Stange 159 freigegeben und durch die Federn 175 angehoben.
Durch die Aufwärtsbewegung der Stange 159 bewirkt der Block i 5o zunächst das Herausziehen
der Stifte aus den Löchern des Oberleders, und der Kopf 143 wird dann durch die
Federn 162, 163 in seine wirkungslose Lage geschwungen.
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Während des Lberschiebvorganges und während des Fortsetzens des von
dem Klemmband auf die Schuhferse ausgeübten Druckes wird die Preßform 54 durch eine
Klinke 2o6 in ihrer Lage gesichert, die über Nasen 207
am Träger 56 einfällt.
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Wenn die Oberschieber ihre wirksamen Bewegungen vollendet haben, so
wird eine Nagelvorrichtung 322 eingerückt. Die Ferseneinlage, die Brandsohle und
das Oberleder werden dann durch Nägel dauernd miteinander verbunden, und zwar werden
die Nägel durch die Löcher 127 der Überschieber in die Schuhwerkteile hineingetrieben.
Die besondere Ausbildung der Nagelvorrichtung bildet keinen Gegenstand der vorliegenden
Erfindung, so daß sich eingehendere Beschreibung der letzteren erübrigt.