CH101708A - Sicherheitsvorrichtung für in einer Isolierflüssigkeit arbeitende elektrische Apparate. - Google Patents
Sicherheitsvorrichtung für in einer Isolierflüssigkeit arbeitende elektrische Apparate.Info
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Description
Sicherheitsvorrichtung für in einer Isolierflüssigkeit arbeitende elektrische Apparate. Die Erfindung soll eine Sicherheitsvor richtung für in einer Isolationsflüssigkeit ar beitende elektrische Apparate, beispielsweise Oltransformatoren, Ölschalter, Erdungsdrossel- spulen, Widerstände schaffen. Die neue Vor richtung soll möglichst einfach sein und in jedem Falle . zuverlässig wirken, ehe beim Auftreten von Überschlägen, Überlastungen oder sonstigen Störungen umfangreiche Be schädigungen der zu schützendem Apparate eintreten.
Sie beruht darauf, dass bei Kurzschlüssen Beschädigungen der Isolation oder ähnliche Störungen sich in der Isolierflüssigkeit Blasen entwickeln, die erfindungsgemäss eine Vor richtung zum Ansprechen bringen, welche eine Abschaltung des zu schützenden Appa rates veranlasst. Die sich bildenden Dämpfe der Isolationsflüssigkeit, z. B. Öldämpfe bezw. Zersetzungs- oder sonstige Gase, können in der verschiedensten Weise auf die Kontakt vorrichtung einwirken.
Man kann beispiels weise ihren Auftrieb benutzen, oder die bei ihrer Entstehung in der Isolierflüssigkeit ent stehenden Druckschwankungen oder die bei ihrem Auftreten entstehenden Erschütterungen innerhalb der Isolierflüssigkeit, ferner die in folge ihrer Entstehung auftretende Flüssig keitsverdrängung, oder die elektrischen Ver änderungen, die sie an den Polen. an der Überschlagsstrecke hervorrufen.
Die Kontakt vorrichtung kann an den verschiedensten Stellen angeordnet werden, entweder inner halb des Hauptölgefässes, das die zu schützen den Apparate umgibt; oder auch bei Appa raten, bei denen das Hauptölgefäss mit einem Ausdehnungsgefäss verbunden ist, wie dies beispielsweise bei Transformatoren der Fall ist, in dem letzteren. Es können auch be sondere Räume, Rohre oder ähnliche Ein richtungen vorgesehen werden, welche zur Aufnahme der Kontaktvorrichtungen dienen. Der Stromschluss selbst kann sowohl inner halb als auch ausserhalb der Flüssigkeit her gestellt werden.
Der durch die Kontakte zu steuernde Stromkreis kann entweder direkt oder unter Vermittlung eines Zwischenrelais die Aus lösespule eines Ölschalters, der den gefähr deten Stromkreis unterbricht, erregen. Bei Apparaten, in deren Stromkreis ein Ölschalter nicht vorgesehen ist, wie diese beispielsweise bei auf weiten Landstrecken aufgestellten Transformatoren häufig der Fall ist, müssen zu diesem Zwecke andere Einrichtungen ge troffen werden.
Beispielsweise kann durch den Kontaktschlüss ein Schalter, eine Klinke oder sonst eine Einrichtung betätigt werden, die einen künstlichen, aber ungefährlichen Kurzschluss ausserhalb des Apparates herbei führen, so dass in Reihe mit dein zu schützen den Apparat eingebaute Schmelzsicherungen auslösen.
Die zur Auslösung der Sicherheitsvorrich tung zu benutzenden Blasen sind entweder Flüssigkeitsdämpfe oder Zersetzungsgase, die sich beispielsweise bei einem Überschlag, ferner beim Auftreten von Koch oder Gärungs prozessen innerhalb des Öls von selbst bilden. Oder es sind in der Flüssigkeit hochsteigende Luftblasen, die aus besonderen, im Ölbade untergebrachten Stoffen oder Hohlkörpern sich bei bestimmten Temperaturen entwickeln.
Diese Temperatur kann so gewählt werden, dass die Sicherheitsvorrichtung schon vor dem Eintreten eines Überschlages inTätigkeit tritt, sobald ein solcher bei steigender Wärmeent- wicklung zu befürchten ist.
Zur Erläuterung der Erfindung sind auf der Zeichnung Ausführungsbeispiele darge stellt. In allen Figuren bezeichnet a ein Trans formatorgehäuse und b den Kern des Transfor mators mit den Wicklungen c.
In der Fig. 1 ist eine Einrichtung darge stellt, welche entweder durch den Auftrieb der sich entwickelnden Gase betätigt werden kann, oder welche auf die hierdurch ent stehenden Flüssigkeitsstösse anspricht. Auf dem Ölspiegel ist schwimmend eine Haube )a mit dem Halse in angeordnet. Die etwa auf steigenden Gase sammeln sich in diesem Halse und werfen die Klappe i so weit nach oben, dass sie den fest an der Haube ange brachten Kontakt<B>1.</B> berührt und auf diese Weise den Stromkreis für die Sicherheitsvor richtung auslöst.
Fig. 2 stellt einen Transformator mit Aus dehnungsgefäss ra dar. Auf dem Transforma- tordeckel ist ein bis über den höchsten Öl- spiegel hochgeführtes Rohr o angebracht.
In diesem Rohr ist ein durch Federn Z) gehalte ner Schwimmer q angeordnet, der durch die dynamische Wirkung der hochsteigenden Gas blasen oder bei durch letztere verursachten plötzlichen Stössen der Flüssigkeit nach oben geworfen wird und über dein fest im Rohre an geordneten Kontakt k den Sicherheitsstromkreis betätigt, während langsame Schwankungen des gesamten Flüssigkeitsinhaltes die Lage des Schwimmers nicht berühren, sondern durch die Federn aufgenommen werden.
Bei der Anordnung nach Fig. 3 ist oben auf dem Transformatorgefäss ein Ansatz s an geordnet, derart, dar bei normalem Betrieb der Schwimmer r- bis zu einer bestimmten Tiefe im<B>01</B> eintaucht. Sammeln sich in dein Ansatz s Dämpfe oder Grase, so wird, solange die Blasen die Oberfläche noch nicht erreicht haben, das spezifische Gewicht des dort be findlichen Öles abnehmen, der Schwimmer wird tiefer eintauchen und wiederum über den Kontakt k die Sicherheitsvorrichtung zum Ansprechen bringen.
Bei der Anordnung nach Fig. 4 ist eben falls ein Ausdehnungsgefäss n und ein über den höchsten Ölspiegel hinausgehendes Rohr o vorgesehen. Die Kontaktvorrichtung ist ausser halb des Transformators angebracht und beispielsweise als Ruhekontakt gezeichnet.
Steigen bei dieser Anordnung Gas- bezw. Dampfblasen in dein Rohr o hoch, so werden Ölmengen verdrängt und zum Teil ausge- sto)cii. Diese strömen in eine unter der Rohr- inündung angeordneten Mulde -t#, die an einer Seite des uni den Punkt lo drehbaren doppel- armigen Hebels u befestigt ist.
Durch das Austreten der Ölmenge wird das Gleichge wicht des Hebels gestört und der Kontakt le betätigt. Das Ausdehnungsgefäss muss hierbei so angeschlossen werden, dass die Gase nicht in dasselbe hineinströmen können. . Sobald durch das austretende Öl der Kontakt 7e ge- öffnet wird, zieht die Feder x den Anker der nun stromlosen Spule f nach links, so dass das Kurzschlussstück -u nach unten fällt. In folge des hierbei auftretenden Kurzschlusses schmelzen die Sicherungen t durch und schalten den Transformator ab.
2 Zur Ausnutzung der im Gefahrfalle auf tretenden Druckschwankungen oder perio dischen Vibrationen der Flüssigkeit kann auch entweder eine beliebig angeordnete Membrane oder ähnliche Einrichtung benutzt werden, die an beliebiger Stelle, beispielsweise in der Gehäusewand, angeordnet ist und die den Kontakt betätigt, sobald sie in Schwingungen versetzt wird, was fast augenblicklich mit der Blasenbildung eintritt; oder man kann einen Schwimmer benutzen, der beispielsweise so, wie es die Fig. 5 im Aufriss und Fig. 6 im Grundriss zeigt.
Derselbe besteht aus einem Teile von verhältnismässig grosser Masse C, der an Scharnieren E an der Wand des Öl kastens oder des Ausdehnungsgefässes ange ordnet ist, und aus einem zweiten Teile D von möglichst kleiner Masse. Bei langsamen, im normalen Betriebe auftretenden Schwan kungen des Ölspiegels werden die beiden Teile relativ zueinander in Ruhe bleiben. Bei den Flüssigkeitsstössen jedoch, die bei Betriebsstörungen durch die aufsteigenden Blasen hervorgerufen werden, wird der Teil C nur verhältnismässig geringe Bewegungen machen, der Teil D aber stark nach oben ausschlagen und den an dem Teil C ange brachten Kontakt 1c betätigen.
Schliesslich können als Kontaktträger auch zwei an der Oberfläche schwimmende Ringe, die nach Art eines Kardangelenkes miteinander ver bunden sind, oder ein in der Flüssigkeit schwebender, ausbalancierter Hebel, dessen Gleichgewicht durch .die Flüssigkeitsströme gestört wird, verwendet werden.
Zur Ausnutzung der Veränderungen an den Polen einer Überschlagsstrecke kann im Innern des Ölbades an geeigneter Stelle eine au Hochspannung; angeschlossene Funken strecke angeordnet sein, die so eingestellt ist, dass ein Überschlag nicht stattfinden kann, solange sie unter 01 liegt. Sobald jedoch die Öldämpfe und Zersetzungsgase die Fun kenstrecke berühren und das 01 zwischen den Polen verdrängen, tritt der Strom über und setzt die Auslösevorrichtung des Transforma- torenschalters oder eine Signaleinrichtung oder beides in Tätigkeit.
Um die Blasen, welche die Sicherheits vorrichtung zum Ansprechen bringen sollen, zu erzeugen, kann man auch im Innern des Apparates einen Hohlkörper aus. Metall, Glas oder einem sonstigen Stoff, gegebenenfalls dicht an den Wicklungen des Transformators unterbringen, der eine oder mehrere durch leicht schmelzbare Metalle, Harze oder sonstige Stoffe dicht verschlossene Öffnungen besitzt. Dieser Hohlkörper kann auch als hohlförmiger Draht ausgebildet und dann direkt als Leiter verwendet werden.
Beim Schmelzen dieser Stoffe verlässt ein Teil der im Innern eingeschlossenen, unter Druck stehenden oder durch die Wärme aus gedehnten Gase die Offnung-und steigt nach oben. Zur Erhöhung der Wirkung kann der Körper mit festen Stoffen oder Flüssigkeiten mit niedrigem Siedepunkt ganz oder teilweise gefüllt werden. Es ist unter Umständen auch zweckmässig; mehrere derartige Hohlkörper anzuordnen, so dass dann die Temperatur der Isolierflüssigkeit an beliebig vielen Stellen überwacht werden kann.
An Stelle der Hohl körper können auch in der Technik bekannte Körper gewählt werden, die sich bei be stimmten Temperaturen verflüchtigen bezie hungsweise Gase oder Dämpfe abgeben, und die sich entweder frei im 01 oder auch in der Isolation der Drähte oder direkt an diesen befinden können.
Ausser den beschriebenen Anordnungen sind noch eine ganze Reihe anderer denkbar, die auf demselben Prinzip beruhen und in gleicher Weise wirken. Insbesondere ist die Art der Beeinflussung zwischen der auf eine Störung ansprechenden- Vorrichtung und der Abschaltvorrichtung für den zii schützenden Apparat für das Wesen der Anfindung völlig belanglos. Die Vorrichtung kann eine elek trische Kontaktvorrichtung sein, bei welcher eire Arbeits- oder Ruhekontakt verwendet wird.
Es ist ferner gleichgültig, ob die Sicherheits vorrichtung den zu schützenden Apparat ver mittelst eines Auslösestromkreises selbsttätig auslöst oder ob die Sicherheitsvorrichtung lediglich eine optische oder akustische Alarm vorrichtung oder eine Fehlermeldevorrichtung irr Tätigkeit setzt, die dann den Maschinen- wzirter veranlasst, den beschädigten Apparat von Hand abzuschalten, gegebenenfalls kann auch die selbsttätige Abschaltvorrichtung mit der Fehlermeldevorrichtung gleichzeitig Ver wendung finden. .
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Sicherheitsvorrichtung für in einer Isolier- flüssigkeit arbeitende elektrische Apparate, dadurch gekennzeichnet, dass au den zu schützenden Apparaten eine Vorrichtung an gebracht ist, die bei Kurzschlüssen, Be schädigungen der Isolation oder ähnlichen Störungen durch sich in der Isolierflüssigkeit entwickelnde Blasen zum Ansprechen ge bracht wird, zum Zwecke, eine Abschaltung des zu schützenden Apparates zu veranlassen. UNTERANSPRÜCHE 1.Sicherheitsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die an den zu schützenden Apparaten ange brachte und durch die sich entwickelnden Blasen betätigte Vorrichtung eine selbst tätige Abschaltvorrichtung für die zu schützenden Apparate auslöst. 2.Sicherheitsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung, welche das Abschalten der zu schützenden, in<B>01</B> getauchten Apparate v eranlasst, aus zwei gegeneinander be weglichen Teilen besteht, von denen der eine eine ziemlich grosse Masse besitzt und der andere von verhältnismässig kleiner Masse derart angeordnet ist, dass er bei den- normalen Schwankungen des Ölspiegels seine Lage gegenüber dem andern Teil nicht ändert, sondern nur bei Betriebsstörungen infolge des Auftriebes der aufsteigenden Blasen eine Relativ bewegung gegenüber diesem Teil ausführt und hierdurch die Abschaltung veranlasst. 3.Sicherheitsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Körper von geringerer Masse so gegen einen Körper von grösserer Masse ange- ordnet ist, dass die Auslösung durch Flüssigkeitsstösse erfolgt, welche durch in der Flüssigkeit hochsteigende Blasen erzeugt werden. 4. Sicherheitsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Körper von geringerer Masse derart gegen einen Körper von grösserer Masse gehrgert ist, dass die Auslösung durch Vibration der Flüssigkeit erfolgt, die bei Betriebs störungen durch das Entstehen der Blasen erzeugt wird.ä. Sicherheitsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass in der Bahn der aufsteigenden Blasen eine an die Hochspannung angeschlossene Überschlagsstrecke angeordnet ist, die so eingestellt ist, dass ein Überschlag beim Auftreffen der Blasen auf die Überschlags stelle eintritt, während bei normalem Be triebe ein Strom die Ü berschlagsstrecke nicht überbrücken kann. 6.Sicherheitsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslösevorrichtung ausserhalb des Öl- gefässes eines elektrischen Apparates der art angeordnet ist, dass sie durch die Flüssigkeit, welche durch die sich ent wickelnden Gase aus dem Ölgefäss aus getrieben wird und auf die Auslösevor- richtung auftrifft, betätigt wird. 7.Sicherheitsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Ölspiegel eines in ein Ölgefäss ein geschlossenen elektrischen Apparates ein Schwimmer angeordnet ist, dessen Ein tauchtiefe durch Veränderung des spezi fischen Gewichtes derisolierflüssigkeit ver ändert wird und der beim Untertauchen die Auslösevorrichtung betätigt. B. Sicherheitsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine auf Druckschwankungen ansprechende Vorrichtung auf dem Ölspiegel angeordnet ist und bei auftretenden Vibrationen die Abschaltvorrichtung steuert. 0 9.Sicherheitsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine auf Druckschwankungen ansprechende Vorrichtung in der Gefässwand angeordnet ist, welche bei auftretenden Vibrationen die Abschaltvorrichtung steuert. 10. Sicherheitsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Gefäss, welches den zu schützenden Apparat enthält, ein besonderes, über den höchsten Flüssigkeitsspiegel hinausragen des Rohr angeordnet ist, in welchem die Abschaltvorrichtung befestigt ist. 11.Sicherheitsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass in der Isolierflüssigkeit ein besonderer Hohl körper angeordnet ist, aus dem sich bei einer bestimmten Grenztemperatur Luft blasen bereits vor dem Auftreten einer Betriebsstörung entwickeln und die Ab schaltung betätigen. 12. Sicherheitsvorrichtung nach Unteran spruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper Öffnungen besitzt, welche durch leicht schmelzbare Stoffe dicht ver schlossen sind. 13.Sicherheitsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass in der Isolierflüssigkeit ein besonderer Stoff angeordnet ist; aus dein sich bei einer bestimmten Grenztemperatur Luftblasen bereits vor dem Auftreten einer Betriebs störung entwickeln und die Abschaltung betätigen. 14. Sicherheitsvorrichtung nach Pn,tentan- spruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein durch die Blasen betätigtes Organ eine Alarmvorrichtung betätigt, um ein Ab schalten des zu schützenden Apparates von Hand zu veranlassen.15. Sicherheitsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die von den Blasen betätigte Einrichtung eine selbsttätige Abschaltvorrichtung für den zu schützenden Apparat und gleichzeitig eine die -Veranlassung des Abschaltens bezweckende Alarmvorrichtung betätigt.
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