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Überwachungs-und Abschalteinrichtung für flüssigkeitsisolierte elektrische Apparate Überwachungs-und Abschalteinrichtungen für flüssigkeitsisolierte elektrische Apparate, die mit von der Ölströmung oder dem Ölstand über Schwimmer und Stauklappe betätigten Quecksilberschalttöhren arbeiten, sind bekanntlich sehr erschütterungsempfindlich. Bei Bodenschwankungen und Stössen, wie sie z. B. bei Erdbeben entstehen, kommt es sehr leicht zu einem Ansprechen der Schutzeinrichtungen, die dann das zu schützende, völlig einwandfreie Gerät in unerwünschter Weise ausser Betrieb setzen. Dieser Nachteil ist in erster Linie auf die in den Schaltröhren enthaltene Quecksilberfüllung zurückzuführen, die In hohem Masse stossempfindlich ist.
Infolge der Erschütterungsempfindlichkeit ist es auch nicht möglich, in elektrischen Zügen oder in Baggern verwendete Transformatoren mittels derartiger Überwachungseinrichtungen zu schützen.
Es wurde bereits vorgeschlagen, die Stossempfindlichkeit derartiger Überwachungs- und Abschaltein- richtungen durch Verwendung eines besonderen Kurbelgetriebes zur Betätigung der Quecksilberschaltröhren herabzusetzen. Nach einem andern Vorschlag wird die Stossempfindlichkeit dadurch weiter gesteigert, dass der von der Schutzeinrichtung betätigte Stromkreis durch mindestens zwei mechanische parallel arbeitende Quecksilberschaltröhren ein-bzw. abgeschaltet wird, die bei Arbeitsstromschaltung elektrisch in Serie, bei Ruhestromschaltung elektrisch parallelgeschaltet sind.
Eine derartige Einrichtung bewährt sich gut bei Stössen, die ein Spritzen der Quecksilberfüllung in den Schaltröhren hervorrufen, da die Wahrscheinlichkeit, dass infolge eines Spritzens der Füllung eine unerwünschte Kontaktgabe bei Arbeitsstromschaltung bzw. eine Unterbrechung bei Ruhestromschaltung der Röhren in mehreren Röhren gleichzeitig erfolgt, sehr gering ist.
Wie sich jedoch gezeigt hat, führen durch Erdbeben oder sonstige Ursachenhervorgerufene Stösse nicht nur zu einem Spritzen der Quecksilberfüllung, sondern in erster Linie zu einer schaukelnden Bewegung derselben, durch die es auch bei mehrfach unterbrochenen Stromkreisen, d. h. bei mechanisch parallel arbeitenden, elektrisch in Serie oder parallelgeschalteten Röhren zu einer nicht erwünschten Kontaktgabe bzw. Kontaktunterbrechung kommen kann.
Diese Nachteile werden bei einer Überwachungs-und Abschalteinrichtung für flüssigkeitsisolierte elektrische Apparate mit von der Ölströmung und bzw. oder dem Ölstand mittels der Schwimmer und Stauklappe betätigten Quecksilberschaltröhren zum Ein- oder Abschalten von Stromkreisen erfindungsgemäss dadurch vermieden, dass die Schalteinrichtung durch mindestens zwei gegensinnig bewegte Schalt-
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und Kontaktöffnung erschütterungssicher gemacht ist.
Bei einer derartig aufgebauten Überwachungs- und Abschalteinrichtung kommen die Kontakte der Quecksilberschaltröhren so zu liegen, dass bei unruhiger Quecksilberfüllung bei Arbeitsstromschaltung der Schaltröhren eine der beiden in Serie geschalteten Röhren zum Schliessen neigt, die zweite jedoch stets den Stromkreis sicher unterbricht. Bei in Ruhestromschaltung arbeitenden, d. h. elektrisch parallelgeschalteten Röhren dagegen, wird bei bewegter Queck- silberfüllung der Stromkreis immer von wenigstens einer Röhre geschlossen gehalten.
Aus dem Signalwesen ist es an sich bekannt, empfindliche Geräte, deren Befestigungsunterlage sich
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die Röhren einwirkenden Erschütterungen eine unzulässig hohe Stärke, und überschreitet die Quecksilberfüllung die mit 13 bezeichnete Endlage, so wird auch bei Ruhestromschaltung ein gewünschtes Abschalten erreicht. Soll bei dieser Schaltung das zu schützende Gerät durch innere Vorgänge, d. h. durch Öl- verlust od. dgl. abgeschaltet werden, so sind die beiden Schaltröhren in Pfeilrichtung gegenläufig in die in Fig. 6 gezeichnete Schaltstellung zu drehen.
Für die Schaltröhren wird bevorzugt die in der Zeichnung dargestellte ringröhrenförmige Form gewählt. Es sind jedoch auch andere Röhrenformen möglich. Wesentlich ist dabei stets, dass das Ein- oder Abschalten über mindestens zwei von einem mechanischen Schaltelement betätigte, gegenläufige Schaltbewegungen erfordernde Quecksilberschaltröhren erfolgt. Auch das zur Betätigung der Röhren verwendete Getriebe oder Gestänge kann eine andere Ausbildung als in der Zeichnung dargestellt aufweisen.
Eine erfindungsgemäss ausgeführte Überwachungs- und Abschalteinrichtung ist gegen Erschütterungen und Stösse dermassen unempfindlich, dass damit ohne weiteres in elektrischen Zügen oder in Baggern eingesetzte Transformatoren geschützt werden können. Selbstverständlich eignet sich die Einrichtung auch für sonstige, andauernden Erschütterungen ausgesetzte Maschinen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Überwachungs-und Abschalteinrichtung für flüssigkeitsisolierte elektrische Apparate mit von der Ölströmung und bzw. oder dem Ölstand mittels Schwimmer und Stauklappe betätigten Quecksilberschaltröhren zum Ein- oder Abschalten von Stromkreisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalteinrichtung durch mindestens zwei gegensinnig bewegte Schaltröhren mit bei bewegter Schaltflüssigkeit ständig in beiden Röhren abwechselnd erfolgender Kontaktgabe und Kontaktöffnung erschütterungssicher gemacht ist.
2. Überwachungs-undAbschalteinrichtungnachAnsprueh l, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltröhren in an sich bekannter Weise ringröhrenförmig ausgebildet sind.
3. Überwachungs-und Abschalteinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakte in den Quecksilberschaltröhren als Kontaktstrecken ausgebildet sind.
4. Überwachungs- und Abschalteinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch Form und bzw. oder Lage der Kontakte in den Schaltröhren bei Erschütterunger bestimmter Stärke ein Ein- oder Abschalten der Einrichtung erzielt wird.
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