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Zwischen Gasbehältereingang und-ausgang angeordnete Sicherheitsvorrichtung.
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Gellrauchsgasleitung oder bei einem Überdruck in der Gaszuflussleitung des Gasbehälters eine Freilegung des Ventildurchganges selbsttätig bewirkt. Dies wird dadurch erzielt, dass die Räume über und unter der das Absperrorgan betätigenden Gasglocke mit der Gasbehältereingangsleitung und-ausgangsleitung unmittelbar, d. h. ohne Zwischenschaltung von Hilfsvorrichtungen verbunden sind, so dass das Öffnen des Absperrorganes durch unmittelbare Wirkung des grosseren Gasdruckes auf die Glocke erfolgt.
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welche von der Gasanstalt G durch die gemeinsame Leitung 7J und die drei Abzweigungen 16. 17, 18 mit Gas gespeist werden, während durch die Leitungen 19, 20, 21, deren Verbindung 22 und die von letzterer abzweigende Leitung 23 das Gas in das Stadtnetz geleitet wird. in welcher der Stadtdruckregler STR eingebaut ist. Zwischen der für alle drei Gasbehälter gemeinsamen Eingangs- leitung 7J und der gemeinsamen Ausgangsleitung 23 ist die Sicherheitsvorrichtung SR (Sicherheits-
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einen Druck von etwa 120 mm und der Behälter B1 einen solchen von etwa 150 mm Wassersäule besitzt.
Gemäss dem Stammpatente besteht die Sicherheitsvorrichtung aus einen) Ventilgehäuse 7.
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Die vorliegende Einrichtung besteht im folgenden : Entgegen der Einrichtung des Stammpatentes ist die hohle Ventilspindel 4 an ihrer Unterseite nicht offen, sondern besitzt eine Verlängerung 26, die in ein unterhalb des Ventilgehäuses 1 angeordnetes Gehäuse 27 reicht. Die Verlängerung 26 tritt durch den Verbindungsstutzen 28 in das Gehäuse ein und trägt am Ende eine ringförmige Schale 29, die mit irgend einer Absperrflüssigkeit, insbesondere Quecksilber, gefüllt ist und in die der untere Rand des Verbindungsstutzens 28 eintaucht. An diese Schale 29 schliesst sich eine oben abgeschlossene und unten offene Kappe 30 an, oberhalb deren Abschlusswand Öffnungen 31 vorgesehen sind, durch welche der Gehäuseraum 32 mit dem Rohr 26 in Verbindung steht.
Die Kappe 30 ragt mit ihrem unteren Ende in eine ringförmige Schale 33, die zweckmässig durch eine in das Gehäuse 27 eingeschraubte Hülse 34 und eine aufwärts bis in den Raum der Kappe 30 reichende Hülse 35 gebildet wird. In dieser Schale 33 ist gleichfalls eine Absperrniissigkeit, insbesondere Quecksilber, enthalten.
Wie bereitserwähnt wurde, ist der Raum vor dem Absperrventil 2 mit dem Gasbehältereingang, also mit der Leitung 24 und der Raum hinter dem Ventil mit dem Gasbehälterausgang, also mit der Leitung 25, verbunden. Überdies ist die Eingangsleitllng des Gasbehälters mit dem kleinsten Druck, d. i. im vorliegenden Falle des Behälters Bz, bezw. dieser Behälter B2 selbst, durch eine Leitung 36 mit dem eben beschriebenen Gehäuse 2 ; verbunden.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende : Vermöge der Verbindung 36 ist bei normalem Betrieb, d. h. für den Fall, als die Sicherheitsvorrichtung nicht zur Wirkung kommt und demzufolge das Ventil 2 geschlossen ist, der Druck des Gasbahälters B2 oberhalb der Gasglocke 5 wirksam, und zwar deshalb, weil das Gas durch die Leitung 36, Hülse 35, zwischen Kappe 30 und der Absperr- Mussigkcit in den Raum 3g und durch die Öffnungen 31 in das hohle Verlängerungsstück 26, weiter in die Inhie Ventilspindel 4 und schliesslich durch Öffnungen 14 derselben in den Raum oberhalb der Gasglocke gelangen kann. Unterhalb der Gasglocke 5 wird, je nachdem der eine oder andere Gasbehälter angeschlossen ist, ein verschiedener Druck wirksam sein.
Wird angenommen, dass der Gasbehälter bu mit dem kleinsten Druck Gas in die Stadtleitung drückt, so wird unterhalb der Gasglocke 5 der gleiche Druck wie oberhalb derselben wirksam sein und bei normalem Betrieb halten die Gewichte 8 das Ventil 2 mit einem gewissen Überdruck geschlossen. Sinkt durch irgend einen Umstand, z. B. durch Absperren der Ausgangsleitung des eingeschalteten Behälters der Druck in der Leitung 23 auf das geringste zulässige Mass, z. B. 30 M. tH Wassersäule, dann überwiegt der oberhalb der Gasglocke 5 herrschende Druck, der die Gasglocke 5 zum Sinken und dadurch des Ventil 2 zum Öffnen bringt, so dass das in der Gas- anstalt erzeugte Gas über die Leitungen 2, 25, 23 direkt in das Stadtnetz gelangen kann.
Steigt der Druck in der Behältereingangsleitung 15, z. B. durch Absperren derselben, über ein gewisses. für die ganze Anlage zulässiges Maximum, dann wird auf die später beschriebene Weise das Ventil 2 gleichfalls geöffnet.
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besitzen die erwähnte Verbindungsleitung 36 nicht und können daher, wenn sie eingeschaltet sind, nur durch die Leitungen 24 und 25 vor und hinter dem Ventil 2 zur Wirkung gelangen.
Wird angenommen, dass der Gasbehälter Bd mit dem grössten Druck in Wirksamkeit ist, dann ist \ur und hinter dem Ventil ; ! der diesem entsprechende Druck (150 mm Wassersäule) wirksam, während unterhalb der Gasglocke 5 der Druck des Gasbehälters BI (150 mm), dagegen oberhalb der Glocke der Druck des Behälters B2 (80 mm) wirksam ist. Der in der Gasbehältereingangsleitung 15 wirksame Druck kann nicht über die Gasglocke 5 gelangen, weil der Stutzen 28 in das Quecksilber der Schale 29 taucht und die Höhe desselben derart bemessen ist, dass sie nur bei Eintritt des für die Anlage zulässigen Maximaldrucks (z. B. 150 + 40 MMM Wassersäule) überwunden werden kann.
Wird bei dieser Schaltungsweise der Druck im Stadtnetz und damit auch in den Leitungen 23 und 25 durch irgend einen Umstand auf das schon erwähnte Minimum erniedrigt, dann überwiegt der auf der Gasglocke 5 wirksame Druck des Gasbehälters B2 und öffnet das Ventil 2. Steigt dagegen der Druck in der Eingangsleitung des Gasbehälters B1 bis zu dem erwähnten Maximum,
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unteren Randes der niedergehenden Kappe 30 in die Absperrflüssigkeit der Schale 33 die Verbindung zur Leitung 36 unterbrochen.
Erreicht der Druck in der Bcbältereingangsleit. ung 15 wieder seine normale Höhe, dann schliesst sich das Ventil 2 und der Weg über die Schale 29 wird
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aus der Schale 29 geschleudert werde, wird deren oberer Rand durch einen Filzring 37 und dergl. leicht abgedeckt, so dass wohl das Herausschleudern des Quecksilbers möglichst verhindert, dagegen dem Durchgang des Gases kein Hindernis entgegengestellt wird.
Ist endlich der Gasbehälter Jl8 mit dem mittleren Druck angeschlossen, dann wird sich wenn der Druck in der Stadtleitung auf eine Minimum sinkt, der bei den Behältern BI und 1P beschriebene Fall wiederholen. Ferner wird beim Steigen des Druckes in der Gasbehältereingangsleitung 15 der für den Gasometer Bu beschriebene Vorgang sich wiederholen, nur muss dabei, da der Behälter B einen geringeren Füllungsdruck wie der Gasbehälter B besitzt, der Druck um ein grösseres Mass, nämlich so weit anwachsen, dass er den Flümigkeitsabschluss in der Schale 29 überwinden kann, d. h.
er muss den gleichen Druck wie der Gasbehälter Bl erlangen, was ohne- weiters möglich ist, da der Behälter BI bei einem für sämtliche Gasleitungen noch zulässigen
Druck das Ventil 2 öffnet.
Es ist von Vorteil, bei der vorliegenden Sicherheitsvorrichtung Einrichtungen zu treffen, welche selbsttätig anzeigen, dass die Vorrichtung in Tätigkeit getreten ist, um sodann Unter- suchungen bezüglich der Ursache der eingetretenen Druckdifferenzen anstellen zu können. Diesem
Zwecke dient eine Alarmvorrichtung, welche in folgendem besteht : In das Gehäuse 27 ist eine
Schraube 38 eingeschraubt, welche den einen Pol eines elektrischen Stromkreises bildet und und im Inneren des Gehäuses ist eine Kontaktfeder 39 vorgesehen, die den zweiten Pol des Strom- kreises bildet, in den eine Batterie und ein elektrisches Läutewerk oder eine Glühlampe und dergl. eingeschaltet sind.
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist derart, dass im Falle einer Öffnung des Ventiles 2 und einer dadurch bewirkten Senkung des Rohres 26 ein wulstartiger Ring 40 oder dergl. die Kontaktfeder 39 gegen den feststehenden Kontakt 38 drückt, wodurch der Strom- kreis geschlossen und das Signal ausgelöst wird. Will man die Bildung eines elektrischen Kontaktes innerhalb des Gases vermeiden, dann können die Kontakte an einem aussen befindlichen Teil, z. B. der eine feststehend und der andere an der Glocke 12 angebracht werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Zwischen Gasbehältereingang und-ausgang angeordnete Sicherheitsvorrichtung nach
Patent Nr 38687, bei welcher mehrere Gasbehälter mit verschiedenen Drücken von der gleichen
Gaserzeugungsstclle gespeist werden und in dieselbe Stadtleitung Gas abgegeben, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Eingangsleitung und Ausgangsleitung nur des Gasbehälters (B2) mit dem geringsten Druck mit dem Raum über bezw.
unter der das Absperrorgan (2) betätigenden Gas- glocke (5) unmittelbar verbunden ist, während bei den Gasbehälter B\ Je3) mit grösserem
Druck nur die Ausgangsleitung (23) derselben mit dem Raum unterhalb der Glocke in Verbindung steht, während zwischen Gasbeh ltereingangsleitung (15) und dem Raum oberhalb der Glocke (5) ein Verschluss (29) angeordnet ist, der erst beim grössten zulässigen Behälterdruck geöffnet wird.