AT99506B - Einrichtung zur Verbesserung der Kommutierung von Gleichstrommaschinen bei plötzlichen Belastungsänderungen. - Google Patents

Einrichtung zur Verbesserung der Kommutierung von Gleichstrommaschinen bei plötzlichen Belastungsänderungen.

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AT99506B
AT99506B AT99506DA AT99506B AT 99506 B AT99506 B AT 99506B AT 99506D A AT99506D A AT 99506DA AT 99506 B AT99506 B AT 99506B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Bei Gleichstrommaschinen mit Wendepolen muss der nutzbare Kraftfluss der Wendepole stets proportional dem Ankerstrom (Belastungsstrom) sein, was unter den gewöhnlichen Betriebsbedingungen dadurch erreicht wird, dass man die Wendepolwicklung mit dem Ankerstrom erregt und den magnetischen Pfad des   Wendepolkraftflusses möglichst   wenig sättigt. Bei plötzlichen Änderungen der Belastung, insbesondere bei Kurzschlüssen, kann aber das Wendefeld trotzdem nicht in gleichem Masse wie der Ankerstrom ansteigen, weil durch die rasche Zunahme des Wendefeldes Wirbelströme in den massiven Teilen der Wendepole und Joche induziert werden, welche den erregenden   Wendepol-Ampèrewindungen ent-   gegenwirken.

   Die Folge dieser Erscheinung ist, dass bei Kurzschlüssen in Gleichstromnetzen die Kommutierung der Generatoren stets eine sehr schlechte wird, was bei Maschinen für höhere Spannung, besonders bei solchen ohne Kompensationswieklung wegen der gleichzeitig eintretenden Verzerrung des Feldes der Hauptpole das gefürchtete   Rundfeuer   einleitet. 



   Nach der vorliegenden Erfindung soll nun die Kommutierung von Gleichstrommaschinen bei   plötzlichen Belastungsänderungen dadurch   verbessert werden, dass eine oder mehrere in sich geschlossene Wicklungen angebracht werden, welche mit einem vom Ankerstrom abhängigen Kraftfluss verkettet sind und in welchen bei einer Zunahme dieses Kraftflusses Ströme induziert werden, welche das Wendepolfeld verstärken. 



   Die Fig. 1 zeigt eine solche Einrichtung in schematischer   Darstellung. 1   ist die   Ankerwicklung,   
 EMI1.2 
 irgend ein vom Ankerstrom abhängiger Kraftfluss, beispielsweise der nicht mit der Wendepolwicklung verkettete Teil des Ankerfeldes. Die Wicklung Z ist mit dem Kraftfluss    < ta verkettet und durch   eine Zunahme dieses Kraftflusses wird in ihr ein Strom induziert, der diese Zunahme verzögert.

   Nun ist aber die Wicklung Z. ausser mit demFeld l) a auch mit   dem Wendefeld #@ verkettet u.   zw. in entgegengesetztem Sinne wie mit   (Da.   Der die Zunahme von   (Da   verzögernde Strom wird also gleichzeitig die Zunahme von   #w beschleunigen,   also den Wirbelströmen in den massiven Teilen des magnetischen Pfades des Wendepolkraftflusses entgegenwirken. 



   Die in sich geschlossene Wicklung kann in verschiedener Weise angeordnet werden. Die Verstärkung des Wendepolfeldes kann z. B., wie in Fig. 1, einfach dadurch erfolgen, dass die in sich kurz geschlossene Wicklung, welche mit einem von der Belastung abhängigen Kraftfluss, z. B. dem Ankerquerfeld oder einem Teil desselben, verkettet ist, gleichzeitig auch mit dem Wendefeld verkettet ist, jedoch in entgegengesetztem Sinne. In diesem Falle kann die in sich geschlossene Wicklung z. B. nach Art einer Kompensationswicklung in Nuten in den Hauptpolen untergebracht werden. 



   Eine solche Anordnung zeigt Fig.   2. A   ist der Anker einer   Gleichstrommaschine,     P1   und   P2   sind zwei Hauptpole, W der zwischen denselben liegende Wendepol. Die Wicklungen des Ankers und des Wendepoles und die Richtung der in denselben fliessenden Ströme sind in der üblichen Weise durch Kreise mit Punkten und Kreuzen angedeutet. Diese beiden Wicklungen erzeugen die durch die gestrichelten Linien dargestellten Kraftflüsse, nämlich   dasWendepolfeld < t*M'und   das   Ankerfeld     (Querfeld) (Da.   Z ist die in sich geschlossene   zusätzliche Wicklung,   in welcher durch die Zunahme des Ankerfeldes   (ta ein strom   in der eingezeichneten Richtung induziert wird.

   Dieser Strom wirkt, da die zusätzliche Wicklung Z auch mit   dem Wendefeld 'verkettet   ist, auch auf dieses Feld ein u. zw. unterstützt er   dieWendepoI-Ampere-   windungen, wie aus der Betrachtung der in Fig. 2 eingetragenen Stromrichtungen ohne weiteres hervor" 

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 EMI2.1 
 dem ganzen Querfeld verketett sein, also in einer Nut in der Mitte des Hauptpoles liegen. 



   Ein anderes Feld, welches dem Ankerstrom proportional ist und mit welchem die zusätzliche Wicklung verkettet sein kann, ist das Streufeld der Wendepole. Ist die in sich geschlossene Zusatzwicklung mit diesem Feld verkettet, so ist es nicht notwendig, dass sie auch mit dem Hauptfeld der Wendepole verkettet ist. Der durch eine Zunahme des Wendepolstreufeldes in ihr induzierte Strom wird vielmehr schon dadurch die Zunahme des   Wendepolhauptfeldes beschleunigen,   dass er die Zunahme des Streufeldes verzögert und dadurch die magnetische Induktion an allen Stellen des Wendepolkraftflusses, an welchen Hauptfeld und Streufeld der Wendepole in gleichem magnetischen Pfad verlaufen, vermindert. 



   Die Fig. 3 zeigt beispielsweise eine solche Anordnung. Wie in Fig. 2 bedeutet A. den Anker,   Pl   und   P2   zwei Hauptpole,   Tf den dazwischen   liegenden Wendepol, Z die in sich geschlossene   Zusatzwicklung.   Die Wicklungen des Ankers und des Wendepoles und die Richtung der in ihnen fliessenden Ströme sind auch hier in der üblichen Weise durch Kreise mit Punkten oder Kreuze angedeutet. Das Ankerquerfeld ist hier nicht gezeichnet, wohl aber das Wendepolhauptfeld    < P'und   das Wendepolstreufeld   (pus.   Die   zusätzlichen Wicklungen s   sind hier mit dem Wendepolstreufeld verkettet. Eine Zunahme dieses Feldes induziert in ihnen ströme von der in der Fig. 3 angegebenen Richtung, welche die Zunahme des Streufeldes verzögern.

   Dadurch wird die magnetische Induktion im Wendepol W und vor allem in dem am oberen Ende des Wendepoles angeordneten Luftspalt L weniger rasch anwachsen können und die dadurch frei werdenden Ampèrewindungen der Wendepolwicklung können nun zur Überwindung der   Amppre-   windungen der   Wirbelströme   dienen. 
 EMI2.2 
 völlig getrennte. Wicklung vorhanden ist. Sie kann vielmehr auch durch Parallelschalten zweier Teile einer ohnehin vorhandenen Wicklung, z. B. der Wendepolwicklung dargestellt werden, welche in bezug auf das Wendepolhauptfeld parallel geschaltet, in bezug auf das Wendepolstreufeld dagegen in sieh geschlossen sind. 



   Eine solche Anordnung zeigt die Fig. 4. Der Wendepol W trägt hier die beiden Wicklungen W1 und W2, welche beispielsweise so bemessen werden können, dass in   stationärem Zustand   der grösste Teil 
 EMI2.3 
 ausbilden. Die beiden Teile der Wendepolwicklung bilden zusammen (ohne die Zuleitungen vom Anker bzw. vom Netz her) eine in sich geschlossene Wicklung. Der   Wendepolhauptfluss   ist mit den beiden Teilen der Wicklung, deren Windungszahl als gleich vorausgesetzt sei, so verkettet, dass eine Änderung desselben in der in sich geschlossenen, aus   Mi   und W2 bestehenden Wicklung, keinen Strom induzieren, d. h. also die Stromverteilung auf diese beiden Wicklungen nicht verändern kann.

   Eine Änderung des Wendepolstreufeldes dagegen wird einen solchen Strom induzieren, d. h. die Verteilung des Stromes auf die beiden Wicklungen   Wl und 1r2 in dem Sinne   verändern, dass   tf'   einen grösseren Anteil als vorher übernimmt. 
 EMI2.4 
   plötzlichen Belastu@ gsänderung   ist genau dieselbe wie die der Wicklung Z in Fig. 3. 



   In allen bisher erläuterten Fällen ist es natürlich nicht notwendig, dass die in sich geschlossene Wicklung unmittelbar kurzgeschlossen sei, sie kann vielmehr auch über einen Widerstand geschlossen sein, wodurch man den Vorteil erreicht, dass ein Irrtum in der Berechnung der Zusatzwicklung durch die Einstellung dieses Widerstandes ausgeglichen, die Wirkung der zusätzlichen Wicklung also an der fertigen Maschine eingestellt werden kann. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Verbesserung der Kommutierung von Gleichstrommaschinen bei plötzlichen Belastungsänderungen, gekennzeichnet, durch eine oder mehrere in sich geschlossene Wicklungen (Z) welche mit einem   vomAnkerstrom   abhängigen Kraftfluss   ( < tbzw. < ) verkettet   sind und in welchen be 
 EMI2.5 


Claims (1)

  1. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die in sich geschlossene Wicklung zu nach Art einer Kompensationswieklung in Nuten der Hauptpole untergebracht ist.
    4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in sich geschlossene Wicklung mit dem Streufeld < Ps) derWendepole verkettet ist, so dass sie bei einer plötzlichen Belastungsänderung die Zunahme dieses Streufeldes verzögert und dadurch die Zunahme des Wendepolhauptfeldes beschleunigt.
    5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wendepolwicklung aus zwei EMI2.6
AT99506D 1923-08-17 1923-08-17 Einrichtung zur Verbesserung der Kommutierung von Gleichstrommaschinen bei plötzlichen Belastungsänderungen. AT99506B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1057685B (de) * 1952-06-09 1959-05-21 Garbe Lahmeyer & Co A G Einrichtung zur drehzahlabhaengigen Steuerung der Zusatzwendefeld-Erregung eines Gleichstrommotors

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1057685B (de) * 1952-06-09 1959-05-21 Garbe Lahmeyer & Co A G Einrichtung zur drehzahlabhaengigen Steuerung der Zusatzwendefeld-Erregung eines Gleichstrommotors

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