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Strommesseinrichümg für Wechselstromailagen.
Beim Einbau von Stromzeigern, die auf elektromagnetischer Wirkung beruhen, in die Leitung entsteht die Schwierigkeit, dass die Apparate den starken, bei Kurzschlüssen auftretenden Strömen im allgemeinen nicht gewachsen sind. Dabei wirkt dann ausserdem die Beschädigung oder gar Zerstörung des Messgerätes zu gleicher Zeit stets als eine Beschädigung der Leitung, was unter Umständen sehr schwere Folgen haben kann. Im allgemeinen ist es daher üblich, die Messgeräte ausserhalb der Leitung aufzustellen und in die Leitungen kurzschlusssichere Zusatzgeräte, je nach der Stromart Nebenschlüsse oder Transformatoren einzubauen. Dabei werden in der Regel di Transf n1Jatc ren zugleich zur Isolation der Messgeräte benutzt und letztere in besonderen Schalttafelanlagen aufgestellt.
Es liegt auf der Hand, dass die gebräuchliche, örtliche Trennung des Messgerätes und der Leitung einen wesentlich grösseren Aufwand an Material und Arbeit bedingt, als die unmittelbare Verbindung des Messgerätes mit der Leitung.
Erfindungsgemäss. werden die Kosten der getrennten Aufstellung und zugleich auch die Gefahr der Beschädigung der Leitung durch Kurzschluss bei der Vereinigung des Messgerätes mit der Leitung für Wechselstromanlagen dadurch vermieden, dass die Messeinrichtung aus. einem kurzschlusssicheren Stromwandler, vorzugsweise Einleiterstromwandler, mit einem unmittelbar mit diesem vereinigten Anzeigegerät zusammengesetzt wird, die in einem gemeinsamen Schutzgehäuse angeordnet sind.
Weitere Vorteile des Erfindungsgegenstandes sind u. a. folgende :
Da der Stromwandler nicht der Isolation eines auf Erdpotential befindlichen Messgerätes gegen die Leitung dient, so genügt eine schwache Isolation zwischen Primär-und Sekundärwicklung. Infolgedessen kann der innere Durchmesser des Eisenringes wesentlich geringer gewählt werden, als wenn zwischen diesem und dem stabförmigen Leiter, der die Primärwicklung darstellt, eine starke Isolation angeordnet wäre.
Infolge des geringeren Innendurchmessers des Eisenkernes wird die Länge der Kraftlinien, also auch der magnetische Widerstand erheblich vermindert und daher ist auch die erforderliche Magneti- sierungsstromstärke eine geringere, d. h. das Verwendungsgebiet des Stromwandlers ist nach der Seite der geringen Stromstärken hin weiter ausgedehnt als unter entsprechenden Bedingungen bei einem bekannten Wandler, an den ein Schalttafelmessgerät angeschlossen'ist.
Weiter sind die Anschlussstellen zwischen Wandler und Messgerät von aussen nicht zugängig und damit ist die Gefahr vermieden, dass der sekundäre Stromkreis unterbrochen wird.
Das Messgerät ist in der genannten Verbindung mit dem Wandler gegen Kurzschlüsse noch dadurch unempfindlicher gemacht, dass die Spannung in der Sekundärwicklung des Wandlers bei Kurzschlüssen infolge zunehmender Sättigung des Eisens langsamer anwächst als der Kurzschlussstrom selbst.
Die Figuren zeigen ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in schematischer Darstellung, u. zw. Fig. 1. in Vorderansicht, Fig. 2 in lotrechtem Schnitt, Fig. 3 in Draufsicht. 1 ist der stabförmige Leiter, der die Primärwicklung des Transformators ersetzt. Bei 2 ist dieser an die freie Leitung angeschlossen, während er bei 3 eine Durchführung passiert. Dies kann z. B. eine Wanddurchführung oder auch eine Durchführung an dem Gehäuse eines Apparates, z. B. Schalters, sein. 4 ist der Eisenkern des Transformators in Form eines axial langgestreckten Ringes, 5 die Sekundärspule, 6 der Rahmen derselben, mit dem das Gehäuse 7 des Messinstrumentes unmittelbar verbunden ist.
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Die Figuren lassen erkennen, wie leicht die Messeinrichtung einzubauen und auszuwechseln ist.
Der Kern des Stromwandlers mit der Sekundärspule und dem Messgerät wird auf das aus der Durch-
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zugleich zur Befestigung des Leitungsanschlusses dienen kann, gesichert.
In ähnlich einfacher Weise lässt sich der Wandler auch mit dem Messgerät auf einem wagerecht liegenden Leitungsstück befestigen. Unter Umständen kann an Stelle des stabförmigen Leiters die
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Schutzgehäuses auf ein Leitungsende aufgeschoben.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Strommesseinrichtung für Wechselstromanlagen, gekennzeichnet durch den Zusammenbau eines kurzschlusssicheren Stromwandlers, vorzugsweise Einleiterstromwandlers mit einem Messgerät, vorzugsweise in einem gemeinsamen Schutzgehäuse.