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Phasenregler.
Das österr. Stammpatent Nr. 94080 betrifft einen Phasenschieber, der eines synchronen Antriebes bedarf, um die mechanischen Reibungen zu überwinden. Vorliegende Erfindung ist eine weitere Ausgestaltung des Gegenstandes des Stammpatentes dahingehend, dass der Eisenruckschlussring/mit einer vom Bürstenkurzsehlussstrom durchflossenen Wicklung versehen ist, die in ihrer magnetisierenden Wirkung das Gleiehstromankerfeld unterstützt und den Phasenregler auf diese Weise befähigt, sich selbst, in Synchronismus zu erhalten.
Fig. 1 veranschaulicht die prinzipielle Schaltung für eine Anordnung mit feststehendem Gleichstrombürstensatz a, b und rotierendem Kollektor. Der mit Schleifringen und Mehrphasenanzapfungen versehene Gleichstromanker e ist im Sinne des Pfeiles innerhalb des Ständers f rotierend gedacht, welch letzterer die eingangs erwähnte Erregerwicklung trägt. Letztere ist über einen regelbaren Widerstand r in solchem Sinne an die Gleichstrombürsten a, b angeschlossen, dass das Gleichstromankerfeld verstärkt wird und die eingeschriebenen Pole erzeugt werden.
Die Wirkungsweise erklärt sich an Hand der Fig. 3 und 4 der Stammpatentschrift Nr. 94080 auf folgende Weise : In Fig. 3 der Stammpatentschrift ist eine Bürstenverschiebung im Drehsinne des Ankers aus der strichpunktiert gezeichneten Lage der maximalen Leerlaufdrehfeldzonen dargestellt, welche
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ausüben kann, zu schwach, so bleibt der Anker e im Drehsinne etwas zurück, die Gleichstrombürstenspannung steigt, mit ihr der über die Erregerwicklung geleitete Kurzschlussstrom ; das Aussenfeld wird hiedurch verstärkt, u. zw. so lange, bis das ausgeübte Drehmoment desselben auf den Anker imstande ist, die Bewegungswiderstände zu überwinden.
Läge eine induktive Bürstenstellung nach Fig. 4 der Stammpatentsehrift vor, so würde ein Zurückbleiben des Ankers eine Spannungsverminderung und
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schwächer werden, bis es durch Null hindurch entgegengesetzte Polarität erhielte und so wieder der frühere kapazitive Fall eintriite. Der Anker muss sich also immer auf die kapazitive Lage stabil einstellen.
Die in Fig. 1 der Beschreibung im Anker strichpunktiert eingezeichnete Linie stellt die Achse des Leerlaufdrehfeldes dar. Ein in Reihe zur Feldwicklung geschalteter Regulierwiderstand) erlaubt die für das Aussenfeld notwendige Bürstenspannung, damit die Lage des Leerlaufdrehfeldes, also auch die kapazitive Wirkung zu beeinflussen.
Fig. 2 zeigt eine Ausführung mit feststehendem Anker und Kollektor und synchron rotierenden Kurzschlussbürsten. Der Ständer trägt hier beispielsweise eine sechsphasig angezapfte Gleichstromwicklung, während der Rotor noch mit einer konzentrierten Erregerwicklung gemäss der Erfindung versehen ist, die den Strom direkt von den rotierenden Gleichstrombürsten erhält.
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haft noch mit einem Kurzschlusskäfig ausgestattet werden oder die Feldwicklung nach dem Schaltschema nach Fig. 3 über einen Parallelwiderstand zu den Bürsten in sich kurzgesehlossen werden. Das in Fig. 4 dargestellte Polrad trägt beispielsweise die Gleichstrom-Erregerwicklung nicht konzentriert, sondern in mehreren Nuten verteilt, um eine Synnsformähnlichere Feldkurve zu erzielen. Auch sind zwecks
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werden.
Durch letztere Massnahme lässt sich die notwendige Wendepolerregung wesentlich vermindern.
In Fig. 5 und 6 ist als besonderes Detail eine rotierende Bürste herausgezeiehnet. Der feststehende Kollektor wird von den Lamellen 1 gebildet, an welche die im Halterkästchen h geführte Bürstenkohle @
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kommen, da das gerade bei weehseistromseitigen Anlauf eintretende Bürstenfeuer hiedurch vermieden wird. Sofort nach Aufliegen der rotierenden Bürsten tritt Synchronlauf ein. Die Inbetriebsetzung dieses Phasenreglers ist also ebenso einfach wie die eines KurzscMussankermotors : Man schaltet die Weehsel-
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lieh kurz.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Phasenregler nach Patent Nr. 94080, dadurch gekennzeichnet, dass dessen Gfeiehstrombürsten (a, b) über eine das sekundäre Gleichstromankerfeld unterstützende Erregerwicklung kurzgeschlossen sind.