AT125590B - Einrichtung zur Kommutierung von Gleichstrom in einer Mehrphasenwicklung. - Google Patents

Einrichtung zur Kommutierung von Gleichstrom in einer Mehrphasenwicklung.

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AT125590B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Einrichtung zur Kommutierung von Gleichstrom in einer Mehrphasenwicklung. 



   Speist man einen Gleiehstromserienmotor mit einer Stromquelle, die auf konstanten Strom reguliert, so geht dabei die Seriencharakteristik des Sprienmotors verloren, denn einem konstanten Strom entspricht ein konstantes Drehmoment, also auch   eine konstante Beschleunigung   des Motors.   Um     mm   die Seriencharakteristik eines derartigen Motors wieder herbeizuführen, kann man beispielsweise die Achse der   Rotorwicklung gegenüber   der Achse der Feldwicklung in Abhängigkeit von der Spannung des Motors verstellen, sei es durch Anbringen einer zweiten, von der   Rotorspanuung gespeisten Feldwicklung,   die 
 EMI1.1 
 Motors in Abhängigkeit von der Spannung derart verdreht, dass das Drehmoment mit zunehmender Spannung des Motors kleiner wird.

   Im gleichen Masse wie das Drehmoment nimmt dann auch die im Rotor erzeugte Spannung ab, so dass die   Gleichgrwichtstourenzahl   des Motors einem endlichen Wert zustrebt. Wird z.   B.   nach Fig. 1 die   Rotoraehse. 3 aus der 90-Lage gegenüber   der Achse der Arbeits- 
 EMI1.2 
 Im   umgekehrten   Verhältnis des wirksamen Fluxes   muss   die Drehzahl sich ändern, da ja die konstante induzierte Spannung der Drehzahl sowohl als auch dem Flux proportional ist. Dadurch ergibt sich   ähnlich   wie bei Repulsionsmotoren eine sehr bequeme Geschwindigkeitsregulierung, wobei infolge der spezifischen Ventilwirkung der Ventilsteuerung die Kommutierung keineswegs gestört wird.

   Auch die   Umkehrung des Drehsinnes   kann durch blosses Verdrehen des Kommutators bewirkt werden. Ein solcher Motor hat im wesentlichen eine Seriencharakteristik, d. h. sein Drehmoment nimmt mit wachsender Tourenzahl ab. Bei normalen Gleichstrommotoren mit Kommutator ist indessen diese Regulierung praktisch unausführbar, weil mit Rücksicht auf die   Kommutierung   die durch die Bürsten kurzgeschlossenen Rotorwindungen in einer Zone liegen müssen, deren Feldstärke im wesentlichen proportional der Stromstärke ist. Diese Forderung ist mit der oben besprochenen Regulierung nicht erfüllbar.

   Wenn dagegen die Kommutierung der   Arbeitswicklung   nicht durch Bürste und   Kommutator,   sondern durch gesteuerte Ventile gemäss Patent Nr. 115165 und dessen Zusatzpatente erfolgt, so ist infolge der Eigenschaft der Ventile, nur in einer Richtung leitfähig zu sein, eine zu grosse   Feldstärke   in der Wendezone für die Kommutierung bedeutungslos ; vielmehr genügt für die Kommutierung eine mit der Stromstärke zunehmende   Mimmalfeldstärke   in der   Kommutierungszone,   welche aber beliebig überschritten werden darf.

   Dies hat zur Folge, dass bei einem durch Ventile gesteuerten   Gleichstrommotor   die Kommutierungszone innerhalb desjenigen Teiles des Polbogens beliebig verschoben werden kann, dessen Feldstärke grosser ist als die zur Kommutierung notwendige   Minimalfeldstärke.   Diese Tatsache erlaubt somit, einen mit Ventilen gesteuerten Gleichstrommotor beziiglieh Tourenzahl und   Drehmoment   in weiten Grenzen durch blosses Verstellen des Hilfskommutators für die Steuerung der Gitter der steuerbaren Ventile zu regulieren. 



     Erstes Zusatzpatent Nr. 118534,   zweites Zusatzpatent Nr. 118967, drittes Zusatzpatent Nr. 119426, tes Zusatzpatent Nr.   120331,   fünftes Zusatzpatent Nr. 121207. sechstes Zusatzpatent Nr. 123327. 

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   Gegenstand der Erfindung ist somit ein ventilgesteuerter Gleichstrommotor gemäss dem Stammpatent, bei welchem die Achse der Arbeitswieklung willkürlich oder selbsttätig in Abhängigkeit von Strom, Spannung oder Leistung gegenüber der Achse der Feldwicklung verschoben wird. Diese Verschiebung der Wieklungsachse kann durch Verdrehen des die Gitter der Ventile steuernden Hilfskommutators gegenüber den zugehörigen Bürsten herbeigeführt werden. Sie kann auch durch Anbringen einer zweiten   Feldwicklung   erfolgen, die gegenüber der   Hauptfeldwicklung   verschoben und in Abhängigkeit von Strom oder Spannung des Motors gespeist wird. 



   Fig. 2 zeigt das Schema eines ventilgesteuerten Gleichstrommotors gemäss der Erfindung. Der Motor 1 besitzt eine im Stator untergebrachte, mehrphasige   Arbeitswicklung   2. Der Sternpunkt dieser Wicklung ist an den Pluspol der ankommenden Gleichspannung gelegt, während die einzelnen Phasen mit den Anoden des Ventils 9 verbunden sind. Auf dem Rotor befinden sich die   Feldwicklung   3 und die   Hilfswieklung   7, welch letztere über zwei Schleifringe 10 von dem zur Kommutierung des Arbeits- 
 EMI2.1 
 eines kleinen Kommutators   5,   welcher zur Steuerung der Gitter 4 der einzelnen Anoden dient. Durch die Batterie 8 werden die Gitter über die Widerstände 11 dauernd auf einem gegenüber der Kathode negativen Potential gehalten.

   Durch die Rotation der Bürste 6 werden die Gitter abwechslungsweise in bestimmter Reihenfolge positiv aufgeladen, wodurch die betreffenden Anoden jeweils gezündet werden. Das Löschen der Anoden erfolgt beim Anlassen durch die in den zugehörigen Phasen der Arbeitswicklung 2 durch die   Hilfswicklung   7 induzierte Gegenspannung ; im Arbeitszustand aber durch die vom Läufer induzierte Spannung. Durch Verdrehen des Verteilers 5 wird der Zündpunkt der Anoden des Ventils verschoben und damit die Lage der Achse der Arbeitswieklung gegenüber derjenigen der Rotorwieklung geändert. Die Verdrehung des Verteilers 5 kann willkürlich oder selbsttätig in Abhängigkeit von Strom, Spannung oder Leistung erfolgen.

   Eine Veränderung der gegenseitigen Lage der Achsen von Arbeitswieklung und Feldwicklung kann auch dadurch erreicht werden, dass auf dem Rotor noch eine zweite   Feldwicklung   angebracht wird, welche gegenüber der Feldwicklung 3   räumlich   verschoben liegt und in Abhängigkeit von Strom oder Spannung des Motors gespeist wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Gleichstrommotor mit Kommutierung der Arbeitswicklung durch gesteuerte Ventile nach Patent Nr. 115165, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse der Arbeitswicklung gegenüber der Achse der Feldwickllng verschoben wird, zu dem Zweck, Tourenzahl und Drehmoment des Motors in weiten Grenzen regelbar zu machen.

Claims (1)

  1. 2. Gleichstrommotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebung der EMI2.2 Motors erfolgt.
    3. Gleichstrommotor nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebung der Wicklungsachsen durch Verstellen des die Gitter der Ventile steuernden Hilfskommutators gegenüber den zugehörigen Bürsten herbeigeführt wird.
    4. Gleichstrommotor nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Feldwicklung vorgesehen ist, die gegenüber der Hauptfeldwicklung verschoben und in Abhängigkeit von Strom oder Spannung des Motors gespeist wird.
AT125590D 1927-10-15 1930-03-14 Einrichtung zur Kommutierung von Gleichstrom in einer Mehrphasenwicklung. AT125590B (de)

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DE115165X 1927-10-15
DE125590X 1929-05-30

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AT125590B true AT125590B (de) 1931-11-25

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ID=29403273

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AT125590D AT125590B (de) 1927-10-15 1930-03-14 Einrichtung zur Kommutierung von Gleichstrom in einer Mehrphasenwicklung.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750068C (de) * 1937-02-27 1945-01-04 Einankerumformer mit Spannungsregelung durch Verdrehen der Kommutierungszone gegenueber der magnetisch neutralen Zone

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750068C (de) * 1937-02-27 1945-01-04 Einankerumformer mit Spannungsregelung durch Verdrehen der Kommutierungszone gegenueber der magnetisch neutralen Zone

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