AT98318B - Verbrennungskraftmaschine für flüssige Brennstoffe. - Google Patents

Verbrennungskraftmaschine für flüssige Brennstoffe.

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AT98318B
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Karl Tacke
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Karl Tacke
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verbrennungskraftmaschine   fÜr flÜssige Brennstoffe.   



   In dem österr.   Patente Nr. 86001 sind Verbrennungskraftmaschinen   für flüssige Brennstoffe beschrieben, deren Wesen darin besteht, dass die Verbrennungsräume zweier Arbeitszylinder, deren Kurbeln um einen Winkel von etwa   500 bis 700 gegeneinander   versetzt stehen, nur durch einen engen Kanal miteinander verbunden sind, durch den infolge der Kurbelversetzung die Luft zunächst vollständig in den einen Zylinder gedrängt wird, worauf die gesamte heisse Luft in den anderen Zylinder, dessen Kurbel voreilt,   übergeschoben   wird, wobei sie den Brennstoff in dem Masse, in dem er in den Kanal gepumpt wird, zerstäubt, vergast und entzündet. 



   Bei Maschinen dieser Art hängt die   Verdichtungsendspannung   naturgemäss von der Grösse des Kurbelwinkels ab, für den im Stammpatent die Grenzen von   500 bis 700 gegeben   sind. 



   Es hat sich nun gezeigt, dass diese Grenzen zu eng gewählt worden sind, weil es in manchen Fällen zur Erzielung der   grössten   Wirkung sowohl notwendig ist, die Kurbeln um kleinere Winkel als   50',   als auch um Winkel aufzukeilen, die grösser als   70 G   sind. 



   Wählt man-um den   ersterwähnten   Fall der Unterschreitung der Grenze von   500 zu behandeln -   beide Zylinderdurehmesser gleich gross, so tritt die höchste Verdiehtungsspannung ein, wenn beide Kurbeln gleich weit von der Mittellage entfernt sind, u. zw. wird, wie dies aus der Betrachtung der schematischen Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, die Grösse der Endspannung bei abnehmendem Kurbelwinkel zunehmen. Tritt also bei Anwendung gleich grosser Zylinder der Fall ein, dass höhere Verdichtungsendspannungen erwünscht sind, als jene, die   dem Kurbelwinkel von 50'entsprechen würden,   so muss notwendig unter diese Grenze hinuntergegangen werden. 



   Wählt man jedoch den Zylinder, zu dem die voreilende Kurbel gehört, grösser als jenen der nach- 
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 der Betrachtung der schematischen Fig. 3 und 4 hervorgeht) einen Meinen Winkel über die Totlage hinaus- gegangen ist, weil die Summe der beiden von der verdichteten Luft eingenommenen   Räume   in der ersten Phase des Abwärtsganges des voreilenden Kolbens noch etwas abnimmt (weil der Raum des Zylinders der voreilenden Kurbel unmittelbar nach der Totlage in geringerem Masse zunimmt, als der Raum des Zylinders des nacheilenden Kolbens abnimmt). Bei diesen Ausführungsformen kann daher der Fall eintreten, dass Kurbelwinkel sich als notwendig erweisen, die grösser als   700 sind.   



   Diese Betrachtung ergibt, dass die im Patente 86001 gezogenen Grenzen für Ausführungsformen, bei denen Zylinder gleicher Grösse gewählt werden, zu hoch und für jene Ausführungsformen, bei denen Zylinder ungleicher Grösse gewählt werden, zu nieder bemessen sind. 



   Weiters ist im Patente   Nr.   86001 ausgeführt, dass bei Rollbelastung die Brennstoffeinführung beginnen soll, wenn der voreilende Kolben im oberen Totpunkte steht und unterbrochen werden muss, wenn der nacheilende Kolben den Totpunkt erreicht hat. Bei dieser Arbeitsweise   fällt   sohin der Beginn der Brennstoffeinführung   (Tot) age   der voreilenden Kurbel) in einen Zeitpunkt, in dem nach dem früher 
 EMI1.2 
 wodurch sich unerwünscht hohe Verbrennungsdrücke ergeben können. 



   Um dies zu vermeiden, lässt man die Brennstoffeinspritzung erst zu einem Zeitpunkt einsetzen, in dem der voreilende Kolben bereits in der Abwärtsbewegung begriffen ist ; hiedurch vermeidet man eben das Einspritzen des Brennstoffes während der Verdichtung und damit auch die hohen unerwünschten 

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   Verbrennungsdrüeke.   Bei dieser Anordnung wird aber anderseits der Nachteil eintreten, dass nicht mehr die gesamte im Zylinder des nacheilenden Kolbens verdichtete Verbrennungsluft zur   Zerstäubung   herangezogen wird, weil ja ein Teil dieser Luftmenge schon in den Zylinder des voreilenden Kolbens übergeströmt ist. 



   Um diesem Nachteil zu begegnen und auch die schon in den voreilenden Zylinder übergetretene Luft mit dem Brennstoff innig zu vermengen, wird der   Überströmkanal   so eng bemessen und ausgebildet, dass im voreilenden Zylinder eine so starke Luftwirbelung entsteht, dass die dort schon bei Beginn des Einspritzens vorhanden gewesene Luft mit dem Brennstoff innig verbunden wird. 



   Die Wahl eines besonders engen   Überströmkanals   ist aber auch vom folgenden Gesichtspunkt aus vorteilhaft : bei der im   Patente Nr.   86001 beschriebenen Maschine wird die Verbrennungsluft   zunächst   in den nacheilenden Zylinder gedrängt und sodann zur Gänze in den voreilenden Zylinder übergeschoben, wobei sie den Brennstoff zerstäubt, vergast und entzündet.

   Um nun die gesamte Luft vom voreilenden Zylinder in den nacheilenden Zylinder zu drücken, wird die Anordnung derart getroffen, dass die Kolben in der Hubwechselstellung bis auf das praktisch notwendige Mass an den Zylinderdeckel reichen ; die Folge dieser Anordnung ist, dass die   Gesssmtluft   zweimal durch den engen und notwendigerweise gekühlten Zerstäubungskana.   strömen   muss, wobei selbstverständlich erhebliche Wärmeverluste eintreten, die, wie Versuche erwiesen haben, das Anlassen der Maschine im kalten Zustand ungemein erschweren. 



   Um diesem Nachteile zu begegnen, wird die Anordnung derart getroffen, dass der Kolben des voreilenden Zylinders in seinem oberen Totpunkte nicht bis an den Zylinderdeckel heranreicht und dass demgemäss in diesem Zylinder ein erheblicher   schädlicher   Raum verbleibt. Hiedurch wird der Vorteil erreicht, 
 EMI2.1 
 wird und daher die ihr durch die Verdichtung verliehene Temperatur   beibehält.   



   Auch andere   Umstände   und Überlegungen können es als zweckmässig und notwendig erscheinen lassen, im voreilenden Zylinder einen beträchtlichen   schädlichen   Raum zu lassen, z. B. bei Vier-   taktmasehinen   die Anordnung beider Ventile im voreilenden Zylinder oder bei Zweitaktmaschinen mit Schlitzspülung die Anordnung eines Ablenkers für die Spülluft auf dem Kolbenboden, oder die Anordnung einer Zündeinrichtung für das Anlassen der kalten Maschine. 



   Diese Anordnung ist selbstverständlich nur wieder in Verbindung mit dem   engen Überströmkanal   möglich, weil dieser das Mittel gibt, die im voreilenden Zylinder verbleibende Luft in inniger Weise mit dem Brennstoff zu vermengen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verbrennungskraftmaschine für flüssige Brennstoffe nach   Patent Nr. 86001, dadurch   gekennzeichnet, dass der Kurbelwinkel der beiden Arbeitszylinder zwecks Erzielung beliebig hoher Verdichtungspannungen grösser als 70"und kleiner als 50  ist. 



   2. Verbrennungskraftmaschine nach Patent Nr. 86001, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennstoff, auch im Falle der Vollbelastung, nur   während   eines Bruchteiles der Überströmzeit der Luft in den   Überströmkanal gespritzt   wird. 

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Claims (1)

  1. 3. Verbrennungskraftmaschine nach Patent 86001, dadurch gekennzeichnet, dass statt der ganzen Luftmenge nur ein Teil derselben in den Zylinder mit nacheilendem Kolben gedrängt und sodann in den Zylinder mit voreilendem Kolben durch den Überström-bzw. Zerstäubungskanal übergeschoben wird. EMI2.2 **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT98318D 1919-09-10 1922-09-06 Verbrennungskraftmaschine für flüssige Brennstoffe. AT98318B (de)

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AT98318B true AT98318B (de) 1924-10-25

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