AT142058B - Zweitaktbrennkraftmaschine mit Selbstzündung des eingespritzten Brennstoffs und drei oder mehr in einem Zylinderstern auf einen gemeinsamen Verbrennungsraum arbeitenden Kolben. - Google Patents

Zweitaktbrennkraftmaschine mit Selbstzündung des eingespritzten Brennstoffs und drei oder mehr in einem Zylinderstern auf einen gemeinsamen Verbrennungsraum arbeitenden Kolben.

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AT142058B
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piston
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Description


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  Zweitaktbrennkraftmaschine mit Selbstziindung des eingespritzten Brennstoffs und drei oder mehr in einem Zylinderstern auf einen gemeinsamen Verbrennungsraum arbeitenden Kolben. 



   Die Erfindung bezieht sich auf eine im Zweitakt arbeitende Brennkraftmasehine, bei der die Verdichtung so hoch getrieben wird, dass eine Selbstzündung des eingespritzten Brennstoffes eintritt. und bei der ein Zylinderstern mit drei oder mehr als Zylinder dienenden Schenkeln vorgesehen ist, deren Kolben auf einen gemeinsamen Verbrennungsraum arbeiten. Um dabei einen hinreichend kleinen Verbrennungsraum zu erhalten, hat man vorgeschlagen, den Kolbenböden die Form eines Daches zu geben. 



  Das Brennstoffventil kann man zur besseren Verteilung des Brennstoffes in dem Zylinderstern zwischen zwei Zylindern mit gleichlaufenden Kolben anordnen. 



   Erhalten die Böden der Kolben die Gestalt eines symmetrischen Daches und wird im Zeitpunkt des   Verdichtungshöchstdruckes   der Verbrennungsraum zwischen der Gesamtheit der Kolbenböden gleichmässig freigelassen, so besteht dieser Raum aus einer Anzahl verhältnismässig enger, von einem Mittelpunkt sternförmig ausgehender Spalten. Es ist schwierig, den Brennstoff auf diesen zerklüfteten Verbrennungsraum so zu verteilen, dass die in den Spalten befindliche verdichtete Verbrennungsluft so mit dem Brennstoff vermischt wird, dass eine vollständige Verbrennung eintritt.

   Dabei soll die Bildung von Luftwirbeln nach Möglichkeit vermieden werden, da erfahrungsgemäss der Brennstoff nur durch einzelne,   schnellfliessende   Fasern des Wirbels mitgerissen wird, so dass der ausserhalb dieser Fasern befindliche Brennstoff mit der Luft nicht in innige Berührung kommt. 



   Nach der Erfindung ist bei Maschinen dieser Art eine rauchlose Verbrennung dadurch erreicht, dass bei Anordnung des Einspritzorgans zwischen zwei Zylindern ein zur Aufnahme der Hauptver- brennungsluftmenge und als Zündraum dienender Raum vorgesehen ist, der zwischen den   Dachflächen   des oder der dem Einspritzorgan gegenüberliegenden Kolben und den diesen   Dachflächen   gegenüber- liegenden   Dachflächen   der dem Einspritzorgan benachbarten Kolben liegt, und dass der Brennstoffstrahl in diesem Raum durch einen in Richtung des Strahles liegenden Kanal hindurch eintritt, der zwischen den seitlich vom   Brennstoffstrahl liegenden Dachflächen   der dem Einspritzorgan benachbarten Kolben gebildet ist.

   Da der Brennstoff zu Beginn der Einspritzung durch den Kanal zwischen den dem Einspritzorgan benachbarten Kolben hindurchschiesst und auf den oder die gegenüberliegenden Kolbenböden trifft, kommt er zuerst in dem Raum zwischen diesen Kolbenböden und den gegenüberliegenden Kolben- böden der dem Einspritzorgan benachbarten Kolben auf die Zündtemperatur. Dieser Raum bildet also den Zündraum. In der Mitte dieses Raumes sind die Vorbedingungen für die Einleitung der   Zündung   besonders günstig, da er nur durch heisse Kolbenböden begrenzt ist und die wärmeabführenden Flächen im Verhältnis zum eingeschlossenen Luftvolumen am kleinsten sind. Da der Brennstoffnebel infolge der flachen Form des Zündraumes gleichmässig über diesen ganzen Raum verteilt wird, findet eine restlose
Verbrennung in diesem Raum selbst statt.

   Die vollständige Verbrennung der zuletzt eingespritzten
Brennstoffmengen ist dadurch gesichert, dass bei der Zündung des im Zündraum befindlichen Gemisches ein Gaskolben aus dem Zündraum in den Kanal zwischen den dem Einspritzorgan benachbarten Kolben eintritt und dem Brennstoffstrahl entgegengetrieben wird. Dadurch werden die zuletzt eintretenden
Brennstoffmengen in den Teil des Kanals, welcher der Einspritzdüse benachbart ist und welcher noch unverbrauchte Luftmengen enthält,   zurückgedrängt   und so zur Verbrennung gebracht. 



   Der auf den oder die Kolbenböden auftreffende Brennstoff soll dabei   möglichst   schon mit Luft gemischt und in Dampfform verwandelt sein. Diese Vorbereitung des Brennstoffes für die Verbrennung 

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 ist dadurch erzielt, dass im Zylinderstern zwischen den dem Einspritzorgan benachbarten Zylindern ein Vorraum vorgesehen ist, der sieh an den von den Böden der zugehörigen Kolben gebildeten   Durehlass-   kanal unmittelbar anschliesst und in den das Einspritzorgan mündet. Während des Einspritzvorganges wird aus dem   Verdiehtungsraum   zwischen den Kolben in den Vorraum ein Luftstrom eingeblasen, der eine dem Brennstoffstrahl entgegengesetzte Richtung hat.

   Dadurch entsteht eine starke Reibung zwischen Ladestoff und Brennstoffstrahl, so dass dieser zum Teil zerstäubt und dabei mit Luft durchsetzt wird. 



  Dadurch, dass bei der Zündung aus dem Zündraum ein Gaskolben dem Brennstoffstrahl entgegengetrieben wird, tritt ferner in dem Vorraum eine Stauung ein, die bewirkt, dass der in diesem Vorraum befindliche Brennstoff verteilt, mit der dort vorhandenen Luft vermischt und zur Entzündung gebracht wird. Eine vorzeitige   Ziindung   des Brennstoffes in diesem Vorraum kann durch Kühlung desselben vermieden werden. 



   Diese Verhältnisse werden   erfindungsgemäss   noch dadurch unterstützt, dass der Druck, mit dem der Brennstoff in den Verbrennungsraum eingespritzt wird, nach dem Ende der Einspritzung hin abnimmt. 



  Beispielsweise ist der den Plunger der Brennstoffpumpe antreibende Nocken der Steuerwelle so gestaltet, dass der Brennstoff zu Beginn der Einspritzung mit hoher Strömungsgeschwindigkeit und gegen Ende bei abfallender Plungergeschwindigkeit mit kleiner   Strömungsgeschwindigkeit   in den Verdichtungsraum eintritt. Die zuletzt eingespritzten Brennstoffteile bleiben dann schon infolge ihrer geringeren   Strömung-   geschwindigkeit in dem der Düse benachbarten Teil des   Durclasskanals   bzw. des Vorraumes, wo sie noch unverbrauchte Verbrennungsluft vorfinden. 



   Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen der Brennkraftmaschine nach der Erfindung dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform der Maschine schematisch im Längsschnitt durch den
Zylinderstern und die Brennstoffpumpe und veranschaulicht den Antrieb der Kolben sowie der Brenn- stoffpumpe ; Fig. 2 ist ein Querschnitt nach der   Linie i-B der Fig. l   ; Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch einen Teil des Zylindersternes bei einer andern Ausführungsform des Verbrennungsraumes ; Fig. 4 ist ein Querschnitt nach der Linie C-D der Fig. 3 ; Fig. 5 ist eine sehaubildliehe Darstellung eines Teiles der Fig. 3 ; die Fig. 6 und 7 zeigen weitere Ausführungsformen im Längsschnitt ;

   Fig. 8 ist ein Längs- schnitt durch den Zylinderstern einer   Ab nderungsform   der Fig. 3 und zeigt ein Sehaubild zur Veran- sehaulichung der Luftverteilung im Verbrennungsraum, und Fig. 9 ist ein Schaubild   zur Veranschaulichung   der Einspritzgesehwindigkeit. 



   Bei der im Zweitakt arbeitenden Dreizylindermaschine nach Fig. 1 und 2 spielen in einem Zylinder- stern 1 mit drei Zylindern   2, 2, 3   die Kolben 4,   4, 5,   von denen die beiden Kolben 4 mittels der in den
Zylindern 2 vorgesehenen Schlitze 6 die Spülluft und der Kolben 5 mittels der Schlitze 7 den Auspuff steuern. Die drei Kolben werden durch Kurbeln   8,     8,   9 angetrieben, deren Bewegung durch Zahn- räder 10, 11 weitergeleitet wird. 



   Die drei gegenläufigen Kolben arbeiten auf einen gemeinsamen Verbrennungsraum, der im inneren
Totpunkt der Kolben zwischen ihren Böden belassen ist. Diese Böden sind dachförmig ausgestaltet. 



   Jeder Boden hat also eine   Dachfläche 12   und eine   Dachfläche   1.'3, die am First zusammenstossen. Zwischen den beiden Zylindern 2 der Spülluftkolben 4 ist in Zylinderstern 1 das   Brennstoffventil-M   angeordnet, u. zw. so, dass sein Düsenkanal in der Achse des Auspuffkolbens 5 liegt. 



   Dem Brennstoffventil 14 wird der Brennstoff durch eine Leitung 15 von dem Druckraum der
Brennstoffpumpe 16 zugeführt, deren Saugraum durch eine Leitung   17   mit dem Brennstoffbehälter in Verbindung steht. Der Plunger 18 der Pumpe wird durch einen Nocken 19 angetrieben, der auf einer von der Steuerwelle der Maschine angetriebenen Welle 20 angebracht ist. 



   Der Zylinder. 3 des Auspuffkolbens 5 ist so verlängert bzw. der Kolben 5 so verkürzt, dass an dem in Fig. 1 dargestellten inneren Totpunkte der drei Kolben 4, 4,   5   die gegenüberliegenden   Dachflächen-M,   der Spülluftkolben nur unter Belassung eines schmalen Kanals 21 einander gegenüberstehen, während der Boden des Auspuffkolbens 5 wesentlich weiter von den ihm gegenüberliegenden Dachflächen 12,   l')'   der beiden Kolben 4 absteht. Es ist daher zwischen den beiden Spülluftkolben und dem Auspuffkolben im inneren Totpunkt ein Raum 22 gebildet. 



   Während des Verdichtungshubes beginnt die Einspritzung des Brennstoffes, wobei dieser durch den Kanal 21 hindurchtritt, welcher zwischen den einander gegenüberliegenden   Kolbenflächen     12,     1 : J   der beiden Spülluftkolben 4 hindurehschiesst und in den Raum 22 eintritt, in welchem sich die verdichtet Luft befindet. Da dieser Raum 22 die Form eines flachen Daches hat, wird der an dem First dieses Raumes eintretende Brennstoffstrahl nach zwei zueinander entgegengesetzten Seiten abgelenkt und auf die in dem Raum befindliche Luft verteilt. Haben die Kolben die in Fig. 1 dargestellte innere Totlage erreicht, so herrscht in dem Raum 22 der höchste Verdichtungsdruck, bei dem das Brennstoffluftgemisch eine Temperatur erreicht hat, die über der Selbstzündungstemperatur des Brennstoffs liegt.

   Das Gemisch wird dadurch entzündet und verbrennt restlos, da es die dazu erforderliche Luftmenge vorfindet. Die Einleitung der Zündung erfolgt dabei in der Mitte des Zündraumes 22, da dieser Raum nur von den heissen Böden der Kolben 4, 4, 5 begrenzt und die Abführung der Wärme durch diese Flächen im Verhältnis zum eingeschlossenen Luftvolumen am kleinsten ist. 



   Bei diesem inneren Totpunkt der Kolben ist auch die Einspritzung beendet. Die zuletzt durch die Düse 14 eingespritzten Brennstoffmengen, die durch den engen Kanal 21 in den Zündraum 22 vor- 

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 dringen wollen, sind daran dadurch gehindert, dass das in dem Raum 22 befindliche Gas sich ausdehnt und dem Brennstoffstrahl in dem Kanal 21 entgegenströmt. Die zuletzt eingespritzten   Brennstoffteilchen   sind dadurch an einem weiteren Vordringen gehemmt und werden sogar in die Teile des Kanals   21,   welche der Düse des Brennstoffventils 14 benachbart sind,   zurückgedrängt.   An diesen Teilen des Kanals befindet sich aber verdichtete Luft, die noch nicht verbraucht ist, da die zuvor eingespritzten Brennstoffmengen sofort tiefer in den Kanal eingedrungen waren.

   Es werden daher auch die zuletzt eingespritzten Brennstoffteilchen restlos verbrannt. Die Maschine hat daher auch bei sehr hohen Drehzahlen eine   rauchlose   Verbrennung. 
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 sehen sein. 



   Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 bis 5 ist der   Durchlasskanal   für den Brennstoff zwischen den beiden Spülluftkolben 4,4 dadurch gebildet, dass in den beiden gegenüberliegenden Dachflächen   M   bzw. 12 dieser Kolben Rinnen   23   vorgesehen sind, die in der Richtung des Brennstoffstrahles liegen und sich nach dem Zündraum hin erweitern. Im inneren Totpunkt ergänzen sich die beiden Rinnen zu dem   Durchlasskanal 24   für den Brennstoff, der infolge der Erweiterung der Düsen nach dem Zündraum hin der Querschnittsgestalt des Brennstoffstralils angepasst ist.

   Dabei können die stehengebliebenen Dachflächen   12, 1. 3 der Kolbenböden dicht aneinandergedrückt   sein, so dass tote Räume, deren Luftinhalt zur Verbrennung nicht herangezogen werden kann, nach Möglichkeit vermieden sind. 



   Der Auspuffkolben 5 ist mit einer Aussparung   2.   versehen, die quer zum First des   dachförmigen   Kolbenbodens liegt und die Gestalt einer flachen Rinne hat. Diese Aussparung bildet den Zündraum zusammen mit den gegenüberliegenden Dachflächen 12 und   13   der Spülluftkolben 4. 



   Bei dem Zündraum 22 nach Fig. 1 und 2 besteht infolge der dachförmigen Ausgestaltung dieses Raumes immerhin die Gefahr, dass infolge der Teilung des Brennstoffstromes in zwei Äste seine Verteilung auf die verdichtete Luft nicht gleichmässig erfolgt, so dass in den Ecken des Zündraumes wegen Luft- 
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 des Firstes des   Zündraumes,'2     : 2   die Gestalt einer flachen Scheibe. Der zuerst eingespritzte Brennstoff schiesst durch den Kanal   24   zwischen den Spülluftkolben 4 hindurch, wobei er sich infolge der kegelförmigen Ausgestaltung dieses Kanals ausbreiten kann, und trifft auf die in dem Raum 25 enthaltene verdichtete Luft auf. Dabei wird schon eine grosse Fläche dieser Luftmenge unmittelbar von dem Strahl getroffen.

   Durch die flache Gestalt des Raumes   2.   wird der Brennstoff über den ganzen Raum bis in seine äussersten Ecken hinein so gleichmässig verteilt, dass bei der Zündung im Zeitpunkt des höchsten Verdichtungsdruckes die restlose Verbrennung des Brennstoffes in diesem Raum besser gesichert ist als bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2. 



   In Fig. 6 ist eine Maschine mit fünf Zylindern dargestellt, wobei auch das Brennstoffventil 14 zwischen zwei Zylindern 2 von Spülluftkolben 4 und gegenüber einem Auspuffkolben 5 angeordnet ist. Die beiden dem Auspuffkolben 5 benachbarten Kolben mögen auch Spülluftkolben 4 sein. Auch hier ist der Auspuffkolben 5 mit einer Rinne 25 versehen, die zusammen mit den ihr gegenüberliegenden Dachflächen 12, 1. 3 der benachbarten Spiilluftkolben   4   den Zündraum bildet. Der   Durchlasskanal 24   für den Brennstoff ist durch die einander gegenüberliegenden Dachflächen   12, 13   der dem Brennstoftventil 14 benachbarten Spülluftkolben 4 gebildet. 



   Fig. 7 zeigt eine Ausführungsform der Maschine mit vier Zylindern. Das Brennstoffventil 14 ist zwischen zwei Spülluftkolben 4 angeordnet gegenüber der Schnittlinie der Zylinder 3 der beiden gegenüberliegenden Auspuffkolben. 5. Bei der dargestellten Ausführungsform ist   der Zündraum durch Aussparungen 23   in den Dachflächen der Auspuffkolben 5, welche den Spülluftkolben 4 gegenüberliegen, und durch die   Dachflächen   12, 13 dieser Kolben gebildet. Der   Durchlasskanal24   ist wieder durch die einander gegenüberliegenden Dachflächen 12, 13 der dem   Brennstoffventil benachbarten Spülluftkolben   4 gebildet. 



   Bei der Ausführungsform nach Fig. 8 mündet das Brennstoffventil14 nicht unmittelbar in den   Durchlasskanal   zwischen den beiden Spülluftkolben 4, es ist vielmehr zwischen diesem Kanal und dem Brennstoffventil in dem Zylinderstern 1 ein Raum   26   vorgesehen, der sich an den   Durchlasskanal   24 unmittelbar anschliesst und in den die Düse des Einspritzventils mündet. Dieser Raum 26 ist von einem Kühlwassermantel 27 umgeben. 



   Der Raum 26 hat die Aufgabe, den Brennstoffstrahl für die Verbrennung vorzubereiten. Zu Beginn der Einspritzung, während die Kolben 4,4, 5 sieh noch auf dem Verdichtungshub befinden, wird ein Luftstrom aus dem Kanal 24 in den Vorraum 26 eingeblasen, also entgegengesetzt zur Richtung des Brennstoffstrahles. Der Strahl wird dadurch schon in dem   Vorraum 26,   insbesondere durch Reibung an der entgegenströmenden Luft, zerstäubt und mit Luft durchsetzt, wodurch er für die spätere Verbrennung gut vorbereitet ist. 



   Die in dem Vorraum 26 gegen Ende der Einspritzung befindliche Brennstoffmenge wird dadurch, dass nach erfolgter Zündung aus dem Zündraum 2. dem Brennstoffstrahl Gas entgegengetrieben wird. in dem Vorraum angestaut, da sich die durch die Zündung im Zündraum   2.   5 verursachte Druckwelle 

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 durch den Kanal 24 auf den Vorraum 26 fortpflanzt. Durch diese Stauung wird die Brennstoffmengein den Vorraum verteilt, mit der dort vorhandenen Luft innig vermischt und zur Entzündung gebracht. 



   Die Verteilung der Luft beim   Verdichtungshöehstdruck   zeigt das bei Fig. 8 dargestellte   Sehau-   bild 28. Als Abszisse ist die Länge des Gesamtverbrennungsraumes vom   Auspuffkolbens   5 bis zur Düse des Brennstoffventils 14 und als Ordinaten sind die Querschnittsfläehen dieses Raumes aufgetragen. 



  Es zeigt sich, dass in dem Raum 25 bei weitem die grösste Luftmenge untergebracht ist, so dass dieser Raum zuerst auf die zur Selbstzündung des Brennstoffes erforderliche Temperatur gelangt. Die Räume 24 und 26 sind im wesentlichen nur Zuführungsräume für den Brennstoff. 



   Um eine vorzeitige Zündung des Brennstoffes in dem Vorraum 26 sicher zu vermeiden, wird dieser Raum durch das Kühlwasser im   Mantel 27   auf einer Temperatur gehalten, die unterhalb der Selbstzündungstemperatur des Brennstoffes liegt. 



   Der Nocken 19 zum Antrieb des Plungers 18 der Brennstoffpumpe 16 ist besonders ausgebildet, um den Einspritzvorgang dem Verbrennungsvorgang bei Zündung des Brennstoffes in dem Zündraum   22   bzw. 25 anzupassen. Der Nocken 19, welcher in Richtung des in Fig. 1 eingezeichneten Pfeiles umläuft, hat eine aus zwei Teilen 29a und 29b bestehende Auflauffläche und eine längere   Ablauffläche     : ; 0.   Der Teilla ist wesentlich steiler als der Teil 29b. Diese Ausgestaltung des Nockens entspricht der in Fig. 9 dargestellten   Kennlinie : 31   der Geschwindigkeit, mit der der Brennstoff eingespritzt wird. In dem Schaubild sind die Geschwindigkeiten des Plungers 18 als Ordinaten und die Zeiten als Abszissen aufgetragen.

   Der Plunger 18 wird zunächst schnell hochgestossen, so dass der Brennstoff bei Beginn der Einspritzung im   Punkte. 32   der   Kennlinie-   mit grosser Energie durch den Kanal 24 hindurch in den Zündraum 25 getrieben wird. Es fällt dann die   Plungergesehwindigkeit   verhältnismässig schnell ab, bis im   Punkte-   der Einspritzvorgang beendet ist. Dadurch ist erreicht, dass die zuletzt eingespritzten Teile nur noch bis in den   Durchlasskanal   24 vordringen können. Dadurch ist die hemmende Wirkung, welche die aus dem Zündraum   25   in dem Kanal 24 dem Brennstoffstrahl entgegengetriebenen Gase auf die zuletzt eingespritzten Teile ausüben, unterstützt.

   Diese Brennstoffteile bleiben in der Nähe der Düse des Brennstoffventils 14 und füllen dort den Kanal 24 aus, in welchem sie noch unverbrauchten Sauerstoff vorfinden. 



   Das Brennstoffventil kann auch zwischen einem Spülluft-und einem Auspuffkolben oder zwei auspuffsteuernden Kolben angeordnet sein. Der Auspuffkolben kann eine Voreilung gegenüber den   Spiüluftkolben   haben. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Zweitaktbrennkraftmaschine mit Selbstzündung des eingespritzten Brennstoffes und drei oder mehr in einem Zylinderstern auf einen gemeinsamen Brennraum arbeitenden Kolben mit dachförmigen Böden, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anordnung des Einspritzorgans   (14)   zwischen zwei Zylindern ein zur Aufnahme der Hauptverbrennungsluftmenge und als Zündraum dienender Raum   (22,     25)   vorgesehen ist, der zwischen den Dachflächen des oder der dem Einspritzorgan gegenüberliegenden Kolben und den diesen   Dachflächen   gegenüberliegenden   Dachflächen   der dem Einspritzorgan benachbarten 
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 der dem Einspritzorgan benachbarten Kolben gebildet ist.

Claims (1)

  1. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden des oder der dem Ein- spritzorgan (14) gegenüberliegenden Kolben (5) an seinem First mit einer Aussparung (25) versehen ist, die mit den Dachflächen (12, der dem Einspritzorgan (14) benachbarten Kolben ,- zusammen den Zündraum bildet.
    3. Maschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung im Boden des Kolbens (5) als eine quer zum First liegende flache Rinne (25) ausgebildet ist.
    4. Maschine nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in den einander gegenüberliegenden Dachflächen (12, der dem Einspritzorgan (14) benachbarten Kolben (4, 4) in der Richtung des Brennstoffstrahls liegende Rinnen (23) vorgesehen sind, die beim Verdichtungshöchstdruck den Kanal (24) bilden.
    5. Maschine nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Rinnen nach dem Zündraum (22, 2, hin erweitern.
    6. Maschine nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichet, dass im Zylinderstern (1) zwischen den dem Einspritzorgan (14) benachbarten Zylindern (2, 2) ein Vorraum (26) vorgesehen ist, der sich an den von den Böden der zugehörigen Kolben (4, 4) gebildeten Raum (21, 24) unmittelbar anschliesst und in den das Einspritzorgan (14) mündet.
    7. Maschine nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der in dem Zylinderstern (1) vorgesehene Vorraum (26) gekühlt ist.
    8. Maschine nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck, mit dem der Brennstoff in den Verbrennungsraum (22, 21 : 25, 24) eingespritzt wird, nach dem Ende der Einspritzung hin abnimmt.
AT142058D 1932-07-27 1933-07-27 Zweitaktbrennkraftmaschine mit Selbstzündung des eingespritzten Brennstoffs und drei oder mehr in einem Zylinderstern auf einen gemeinsamen Verbrennungsraum arbeitenden Kolben. AT142058B (de)

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