AT97833B - Strombegrenzungsvorrichtung für drahtlose Empfangssysteme. - Google Patents

Strombegrenzungsvorrichtung für drahtlose Empfangssysteme.

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AT97833B
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    Strombegrenzungsvorrichtung   für drahtlose   Empfangssysteme.   



   Gegenstand der Erfindung ist eine Strombegrenzungsvorrichtung für drahtlose Empfangssysteme.
Die   Strombegrenzungsvorrichtung   gemäss vorliegender Erfindung besteht aus zwei differential geschalteten Vakuumröhren mit gemeinsamer Anodenbatterie, welche ihren Strom über Drosselspule und hohen Widerstand den Röhren zuführt. Bei konstantem Strom der anodenbatterie ist ein Anwachsen des Stromes in der einen Röhre von einem Kleinerwerden des Stromes in der anderen Röhre begleitet. Solange ein bestimmter Betrag zugeführter Energie nicht   überschritten   wird, wirken demnach die   Röl. ren   als empfindliche Verstärker.

   Bei   zugeführter.     unerwünscht go   osser Energie, welche den Anodenstrom in der einen Röhre beispielsweise auf   Nullherunterdrückt. verhindeit Drosselspule   und Widerstand   einAnwachsen   des Anodenstromes in der anderen Röhre und hält so unerwünscht grosse Ströme vom Empfänger ab. 



   Weiterhin wird in Verbindung mit dem Erfindungsgegenstand eine an sich bekannte Potentiometerschaltung benutzt, die es erlaubt, die Verstärkung der ankommenden Signale vor ihrer   Aufdrüekung   auf die Strombegrenzungsvorrichtung und auf den Empfangsapparat in geeigneter Weise einzustellen bzw. zu regeln. Die Potentiometeranordnung besteht in einem Widerstand von der Grösse 500. 000 Ohm, der im   Nebenschluss   zu der Kupplung zwischen der ankommenden Leitung und einem Verstärker geschaltet wird. Die Erfindung zeigt Besonderheiten, die sieh aus dem Ausführungsbeispiel ergeben. 



   Ein   Hochfrequenzverstärker   7 steht vermittels der induktiven Kupplung 5 mit der Antenne 1 in Verbindung. Dieser Verstärker kann eine   Vakuumröhre   sein und sein Gitterkreis kann durch die Elemente 5 und 6 abgestimmt werden. Eine Spule 17, die mit einem Schalter 18 in Verbindung steht, dient dazu, ein Pfeifen der Röhre 7 zu verhindern, indem sie der zwischen Anoden-und Gitterkreis vorhandenen Kupplung entgegenwirkt. Die Anodenseite des Verstärkers 7 ist vermittels der Spulen 13 und 19 mit dem Gitterkreis eines   Detektors 21 verbunden,   Dieser Detektor zeigt einen Gitterkondensator, zu welchem ein hoher Widerstand 23 im   Nebenschluss   liegt. Ferner ist ein abgestimmter Kondensator 20 für die sekundäre Wicklung 19 eingeschaltet. 



   Zwischen dem Detektor 21 und dem Empfänger 66 sind zwei Stufen für Niedrigfrequenzverstärkung und ein gemäss der Erfindung ausgebildeter Strombegrenzungskreis eingeschaltet, welch letzterer auch für eine weitere Verstärkung der Signalströme dienen kann. Das Wesen der Erfindung liegt in der Schaltungsanordnung der Röhren   49   und 50 bzw. der   Spule 57   und des Widerstandes   58.   



   Mit der Sekundärspule des Transformators   3. 3,. 36.   der zwischen der Anodenseite des   Verstälkei   s 31 und dem Gitterkreis des   Vel'stärkers.'J8liegt,   ist der hohe Widerstand 37 verbunden. Die dem Verstälker 38 zugeführten Ströme rühren von der einen Verstärkerstufe her und zeigen grosse Variationen der Amplitude. 



  Infolge des Widerstandes 37 besteht im wesentlichen eine lineare Beziehung zwischen der Gitter impedanz der Röhre   38   und dem zugeführten Strom und die früher bei   Verstärkem   infolge variabler Gitterimpedanz verursachte Verzerrung wird durch die vorliegende Anordnung vermieden. Durch die Impedanzen 46, 47, welche über Wicklungen 44. 45 mit dem Anodenkreis des Verstärkers 38 in Verbindung stehen, werden die Gitterkieise der Röhren 49 und 50 in einander entgegengesetzter Phase gesteuert. 



   Weiterhin sind gemäss der Erfindung   die Röhren 49   und 50 mit   ihren Gitter-undAnodenkreisen   differential verbunden und besitzen eine gemeinsame   Anodenbatterie     65,   welche den Anodenstrom über die Drosselspule 57 und den einstellbaren Widerstand 58 liefert. Infolge dieser Schaltung ist beispielsweise ein Anwachsen des Stromes in Röhre 49, solange nicht eine bestimmte Grenze überschritten wird, 

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 von einem entsprechenden Kleinerwerden des Stromflusses in Röhre 50 begleitet. wobei diese Stromkomponenten zusammen den Stromfluss über Spule 54 darstellen bei konstantem Strom der Batterie   6J.   



  Solange die ankommenden Ströme den Anodenstrom in einer der Röhren 49 oder 50 nicht auf Null herab-   drücken,   wirken diese Röhren als empfindliche Verstärker, wobei sie infolge ihrer ausgleichenden Schaltungsart eine im wesentlichen lineare Verstärkung geben. Wird der Anordnung dagegen eine sehr grosse Energie zugeführt, so wird der Entladungsstrom in einer der Röhren auf Null herabgedrückt. Da aber nunmehr einem weiteren Anwachsen des Stromes in der einen Röhre keine Stromabnahme in der anderen Röhre mehr entsprechen kann, müsste der Batterie eine grössere Stromstärke entzogen werden. Irgendwelchem Anwachsen des Stromes seitens der Stromquelle 65 steht indessen die Drosselspule 57 und der Widerstand M entgegen.

   Macht man den letztgenannten Widerstand genügend gross, so wird die elektromotorische Kraft, hervorgerufen durch eine sehr geringe   Stromfluktuation,   die Anoden-Kathodenspannung in der den grösseren Strom führenden Röhre so weit reduzieren, dass der Stromfluss durch diese Röhre gehemmt wird. Man sieht also, dass man dem Widerstand 58 einen solchen Wert geben kann, dass im 
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 ist diese Wirkung erreicht, ohne dass die Röhren   49, 50 aussergewöhnliche Ströme   zu führen brauchen. Infolgedessen können die Röhren von empfindlichster Konstruktion sein und aufs feinste eingestellt werden. 



   Der Widerstand 58 verschlechtert die   Verstärkerwirkung   der Anordnung für kleine Ströme nicht. da er nicht im Wege dieser Ströme liegt, sondern er erfüllt die wichtige Funktion, die Röhrenstromkreise in Bezug auf kleine Fluktuationen gleicher Richtung in beiden Röhren zu stabilisieren. Ferner werden Batteriefluktuationen,   welche Röhrengeräuscheverursaehenkönnen,   infolge der differentialen Beziehung der zwei Hälften der Spule 54 zu Spule 55 ausgeglichen. Auch irgendein aussergewöhnlicher Strom. welcher durch die eine Röhre des balanzierten Stromkreises gehen könnte, würde infolge des verhältnismässig geringen Grades der Kupplung zwischen beiden Hälften der Spule 54 und Spule 55 geringe Wirkung auf den Empfänger ausüben. 



   Man sieht also, dass diese Strombegrenzungsvorrichtung eine grosse Anzahl von Vorteilen mit sich bringt. Sie bietet den Signalströmen einen freien Weg und gibt ihnen infolge der kompensierenden und balanzierenden Zusammenarbeit der beiden Verstärker eine gleichförmige Verstärkung. Ferner ist eine Stromfluktuation gegebener Grösse durch eine der beiden Röhren von einem doppelten Effekt auf den Empfänger dieser Fluktuation begleitet, da immer eine gleich grosse Fluktuation in der andern Röhre in einer solchen Richtung erfolgt, dass die Fluktuation der ersten Röhre unterstützt wird. Demzufolge wirken die Röhren normalerweise in bester Weise   zusammen. Abnormale Ströme   indessen, wie z.

   B. statische oder andere starke Stromimpulse, werden in ihrer Wirkung auf den Empfänger in allen Teilen der Anordnung geschwächt, da deren   Durchfluss   durch die eine Röhre nicht von einer entsprechenden entgegengesetzten Fluktuation durch die andere Röhre begleitet ist und da ein solcher Impuls nur durch eine Hälfte der Spule   54 fliesst und weiterhin   den Widerstand   58 passieren muss, Letzterer kann   so eingestellt werden, dass er das Anwachsen   e : nes solchen Stromes : n   einer der Röhren so weit verhindert, dass kein Schaden entstehen kann. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1.   Strombegrenzungsvorrichtung   für drahtlose Empfangssysteme, dadurch gekennzeichnet, dass die   Ein-und Ausgangskreise   zweier Röhren differential geschaltet sind (wobei z. B. die Gitterkreise der 
 EMI2.2 
 same Anodenbatterie besitzen, die infolge Zwischenschaltung eines hohen Widerstandes in Reihe mit einer Drosselspule dann konstanten Strom liefert, wenn plötzlich starke Änderungen der Röhrenwiderstände auftreten.

Claims (1)

  1. 2. Schaltungsanordnung für Strombegrenzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass der hohe Widerstand in einem von den Normalsignalströmen nicht durchflossenen Teil des Anodenkreises liegt, aber so geschaltet ist, dass aussergewöhnliche Ströme ihn durchfliessen müssen, so dass die Röhren als empfindliche Verstärker für kleine Ströme wirken, während selbst bei gewöhnlich hoher Gitterspannung der Anodenstrom auf einen Höchstwert beschränkt wird.
    3. Empfangssystem für elektrische Signale, bei welchem verhältnismässig schwache ankommende Impulse vor ihrer Aufdrückung auf eine Strombegrenzungsvorrichtung nach Anspruch 1 verstärkt werden, gekennzeichnet durch einen Verstärker, der über eine induktive Kupplung mit der ankommenden Leitung verbunden ist, wobei ein Widerstand im Nebenschluss zur sekundären Seite der Kupplung liegt, so dass alle Signale im wesentlichen gleichförmig dem Verstärker zugeführt werden.
    4. Empfangssystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Elektroden des Verstärkers mit dem Widerstand einstellbar verbunden ist.
AT97833D 1915-09-03 1920-01-31 Strombegrenzungsvorrichtung für drahtlose Empfangssysteme. AT97833B (de)

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