AT96996B - Verfahren zur Herstellung von künstlichen Fäden und Gespinsten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von künstlichen Fäden und Gespinsten.

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  Verfahren zur Herstellung von   Mnstlichen   Fäden und Gespinsten. 



   Die nach den bisherigen Verfahren ans Alkylzellulosen hergestellten Kunstseiden litten an dem grossen Übelstande der so gut wie gar nicht vorhandenen   Zugänglichkeit   für substantive oder saure Farbstoffe und nur einer überaus geringen   Zugänglichkeit   für basische Farbstoffe. Mit substantives oder sauren Farbstoffen behandelt, ergaben die bisherigen Alkylzellulosenseiden zumeist so gut wie gar keine Färbung. Auch bei der Behandlung mit basischen Farbstoffen erzielte man nur zarte Nuancen. Nur durch Einverleibung der Farbstoffe in die Spinnlösung selbst war man bei den bisherigen Alkylzelluloseseiden in der Lage, tiefere Färbungen zu erzielen. 



   Diesem Übelstande hilft die vorliegende Erfindung ab. Es wurde nämlich die Beobachtung gemacht, dass, wenn zur Herstellung von Kunstseide ganz bestimmte Alkylzellulosen verwendet, u. zw. solche Alkylzellulosen, welche in Wasser von 16  C und darüber unlöslich, welche aber unterhalb dieser Temperatur, insbesondere unter 10  C in Wasser quellbar oder sogar löslich sind, Kunstseiden entstehen, welche sich ohne weiteres sowohl mit substantiven (direkt färbenden) als auch mit sauren Farbstoffen zu jeder beliebigen Schattierung färben lassen. Diese Kunstseiden lassen sich auch mit Küpenfarbstoffen bzw. mit Schwefelfarbstoffen färben. 



   Solche Kunstseiden können entweder aus den im Wasser von 16  C und darüber unlöslichen, unterhalb dieser Temperatur, insbesondere unter 10  C in Wasser quellbaren oder löslichen Alkyl- 
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 Kampfer oder Kampferersätze, hochsiedende Estern, Phosphorsäureester der Phenole u.   dgl.)   bestehen. 



   Die Herstellung der Alkylzellulosen, insbesondere Äthylzellulosen, welche in Wasser von   16 c C     und darüber, welche aber unterhalb dieser Temperatur, insbesondere unter 10  C in Wasser quellbar oder löslich sind, kann z. B. nach dem Verfahren der Patentschrift Nr. 96997 geschehen.   



     Zur Herstellung   der Kunstseide wird eine solche bei   16 C   und darüber unlösliche, bei tieferen Temperaturen bzw. unter   100 C   in Wasser quellbare oder sogar lösliche Alkylzellulose, insbesondere Äthylzellulose in geeigneten Lösungsmitteln oder Lösungsmittelgemischen (z.   B.   Benzol, Alkohol, einer   Mischung von Benzol undAlkohol, einerMischung vonTrichloräthylen oderAzetylendichlorid undAlkohol,   Eisessig, einer Mischung von Alkohol und Äther, Chloroform oder einer Mischung von Chloroform und Alkohol od. dgl.) gelöst und dann in bekannter Weise durch feine Düsen oder Öffnungen versponnen. 



  Den Lösungen kann man auch andere Zellulosederivate (wie   z.     B.     AzetylzeIluloEen, FormylzelIulosrl1   oder Nitrozellulosen od. dgl.) oder weichmachende bzw. geschmeidigmachende bzw. plastischmachende Mittel (z. B. Öle, Fette, Phosphorsäureester der Phenole, hochsiedende Kohlenwasserstoffe od. dgl.) zusetzen. Die die feinen Düsen oder kapillaren   Öffnungen   verlassenden Fäden können entweder sofort getrocknet oder durch geeignete Fällbäder (z. B. Wasser, aliphatische   Kohlenwasserstoffe od. dgl.).   in denen die Zelluloseäther unlöslich sind, geleitet werden. 



   Die auf diese Weise hergestellten künstlichen Fäden bzw. Fasern können auch,   entwedernach Fertig-   stellung oder in irgendeinem Stadium ihrer Herstellung gemäss dem Verfahren der Patentschrift Nr. 94837   mit Gerbstoffen behandelt werden, um ihnen ihre Quellbarkeit bzw. Löslichkeit in ganz kaltem Wasser zu benehmen oder herabzusetzen.   



   Die nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten künstlichen Fäden bzw. Fasern sollen verwendet werden, als Ersatz für die natürlichen Fäden bzw. Fasern, wie Seide u. dgl., sie sind aber, entsprechend hergestellt, auch als Ersatz für tierisches Haar geeignet. Die nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Kunstseiden weisen einen schönen Glanz und gute Geschmeidigkeit auf. Sie zeichnen sich gegenüber den bisherigen aus Alkylzellulosen dargestellten Kunstseiden dadurch aus, dass sie sowohl mit substantiven (direkt färbenden) als auch mit sauren Farbstoffen sich zu beliebigen Schattierungen färben lassen und dass sie auch mit basischen Farbstoffen beliebig tiefe Farbnuancen geben. Aber auch mit   Küpen- bzw. Schwefelfarbstoffen u.   dgl. lassen sich diese Spinnfasern färben. 



   Die Färbung dieser Spinnstoffe geschieht z. B. in der Weise, dass dieselben in kaltem Wasser zur Quellung gebracht und dann mit den gewünschten Farbstoffen in üblicher Weise behandelt werden. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von künstlichen Fäden und Gespinsten aus Alkylzellulosen, dadurch gekennzeichnet, dass als Ausgangsmaterial solche Alkyläther der Zellulose oder ihrer Umwandlungsprodukte für sich allein oder im Gemische untereinander oder mit andern Zellulosederivaten oder weich- machenden Mitteln verwendet werden, welche sich in Wasser von 16 C und darüber nicht lösen, welche aber unterhalb dieser Temperatur, insbesondere unter 100 C in Wasser quel] bar oder löslieh sind. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT96996D 1921-06-13 1921-06-13 Verfahren zur Herstellung von künstlichen Fäden und Gespinsten. AT96996B (de)

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