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Verfahren und Vorrichtung zum Befestigen von Absätzen an Schuhwerk.
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und Absatz verbleiben in der Regel ein bis zwei Tage in dem C-förmigen Klemmglied, damit der Klebstoff gründlich eintrocknet, ehe der Schuh weiteren Nachbearbeitungen unterzogen wird. Die C-förmigen Klemmglieder stehen den Nachbearbeitungen des Schuhes im Wege und ausserdem ist eine grosse Anzahl derartiger Kleml1lglieder erforderlich, die einen beträchtlichen Kostenaufwand bedeutet. Diese Nachteile sollen gemäss der vorliegenden Erfindung vermieden werden.
Ein wichtiges Merkmal der Erfindung besteht darin, dass eine Schraube od. dgl. durch ein Loch des sich in dem Schuh befindlichen Leistens in den Schuh und in den an seiner Rückseite gestützten
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Der dargestellte Leisten besitzt das übliche, senkrecht zum Fersensitz des Leistens stehende Zapfenloch 5 (Fig. 7) und ein zweites, vollends durch den Leisten hindurchgehendesLochss, welches gleich- laufend zu der Mittelachse des Absatzes des auf den Leisten aufgebrachten Schuhes ist. Das Loch 6 mündet in ein Loch der an der Leistenferse befestigten Metallplatte 7. An der Platte 7 ist ferner ein Loch 9 vorgesehen, damit die Sohlenferse durch einen Nagel vorübergehend an dem Fersensitz des Leistens befestigt werden kann. Ein geeignetes Befestigungsmittel (z. B.
Schraube 94, Fig. 5) geht durch die Löcher 6 und 8 und durch den Schuhboden hindurch und wird in den Absatz hineingeschraubt, um den Leisten, den Schuh und den Absatz in zusammengefügter Lage zu halten und ein Fertigmachen des Schuhes zu ermöglichen, während der zwischen dem Schuh und dem Absatz aufgetragene Klebstoff eintrocknet.
Das den Absatz stützende Glied besteht aus einer Platte 14, die drehbar an einer hohlen Säule 16 angebracht ist. Die Säule-Mist durch eine Schraube 18in vertikaler Richtung verstellbar an dem Tisch 10 befestigt. Das rückwärtige Ende des Absatzes liegt an einem Glied 20 an, welches senkrecht verstellt werden kann und durch eine Schraube 22 an der Säule 16 gesichert ist. Die Platte 14 und das Glied 20 sind mit Leder od. dgl. überzogen. Der Spitzenteil des Schuhes ruht auf einer Platte 24 auf, die durch Lenkstücke 26 mit einer Stange 28 verbunden ist. Eine Schraube 30 hält die Stange 28 in mit bezug auf den Tisch 10 eingestellter Lage. In einer Aussparung der Platte 24 findet ein Schieber 32 Aufnahme, der durch eine Schraube 34 in eingestellter Lage festgeklemmt wird.
Ein Stift 36 des Schiebers 32 liegt an einer Seite der Schuhspitze an und verhindert Drehung des Schuhes. Die Einstellung des Schuhes erfolgt durch Kippen der Platten 14 und 24, so dass die Rückseite des Absatzes fest an dem Glied 20, anliegt.
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Muffen 44 in ihren Lagen.
Die Lenkstiicke 46 sind bei 50 mit Armen 52 verzapft, die drehbar an einem verstellbaren Arm. 54 angebracht sind. Die unteren Enden der Lenkstüeke 46 sind an Armen 56 eines U-förmigen Gliedes 58 befestigt, in dem eine an einem Fortsatz 62 der Säule 16 befestigte Spindel 60 lagert. Die Arme 56 sind beträchtlich länger als die Arme 52. Wenn das Klemmglied 40 heraufbewegt wird, so werden die Lenk- stücke 46 durch die Arme J6 heraufgeschoben und auch um ihre Verbindungspunkte mit den Armen. j2 geschwungen. Hiebei wird das Klemmglied 40 über das Spitzenende des Schuhes bewegt, wobei das Klemmglied vollständig aus dem Wege geräumt wird.
Die ausgeschwenkte oder wirkungslose Lage des Elemmgliedes 40 wird durch einen verstellbaren Anschlag 64 vorherbestimmt, der mit einem an dem Fortsatz 62 der Säule 16 ausgebildeten Anschlag 66 zusammentrifft. Die Lage des Klemmgliedes 40 in der Längsrichtung der Vorrichtung wird durch Verstellung des Armes 54 in dem Kopf der Stange 28 bestimmt.
Die Arme 56 sind durch eine zweiteilige Trethebelstange 72 mit einem Trethebel 70 verbunden.
Die beiden Teile der Trethebelstange'1, 73 sind durch ein Klemmglied 74 miteinander verbunden, so dass die wirksame Länge der Trethebelstange verändert werden kann. Eine Schraubenfeder 78 ist einerseits an einem Finger des Gliedes 76 und anderseits an dem Fortsatz 62 angehängt. Die Schraubenfeder sucht den Trethebel und die bewegbaren Teile des Klemmgliedes 40 in angehobener oder unwirksamer Lage zu halten. Der obere Teil der Trethebelstange 72 ist zu einem Auge 80 ausgebildet, das in die hohle
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zwischen dem Auge 80 und einem verstellbaren Anschlag 88 auf der Trethebelstange 72 verschieben. Die Muffe 84 bewegt die Arme 56 durch Vermittlung eines an den Armen 56 befestigten Bügels ?.
Die Abwärtsbewegung der Muffe 84 wird durch den Trethebel 70 und die Trethebelstange 72 herbeigeführt
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Schraubenfeder 88 übertragen. Die Aufwärtsbewegung der Muffe 84 wird dem Bügel 86 durch einen Anschlag 90 übertragen, der verstellbar auf das untere Ende der Muffe aufgesehraubt ist. Die Spannung der Feder 88 kann durch Einstellung des Anschlages 90 verändert werden. Die Hochlage des Klemm- gliedes 40 kann durch Verstellung des Anschlages 83 auf der Stange 72 unabhängig von der Hochlage des Trethebels verändert werden. An einem Fortsatz 79 des Gestelles kann bei 85 eine Klinke 77 angebracht werden, die in Sehaltzähne 75 des Trethebels einfällt und durch eine Feder 93 gegen die Schaltzähne gehalten wird.
Das Auslösen der Klinke 77 erfolgt durch einen Trethebel 91. Damit der Tret- hebel 70 in vorherbestimmter Entfernung von dem Fussboden gehalten wird, wenn die Klemmvorrichtung 40 entsprechend der Höhe des Leistenhalses eingestellt wird, ist in einem Loch des Trethebels 70 ein Bolzen 92 in begrenztem Mass verschiebbar.
Wenn der Leisten, der Schuh und der Absatz in der beschriebenen Weise in der Vorrichtung eingespannt sind, so stellt der Arbeiter unter Zuhilfenahme einer Schraube 94 eine vorübergehende Verbindung zwischen dem Schuh und dem Absatz her. Vor demEinfügen der Sehraube 94 benutzt der Arbeiter einen Bohrer 96 (Fig. 1), um ein Loch durch den Schuhboden in den Absatz vorzubohren, worauf das Ein- schrauben der Schraube 94 durch eineeintreibvorriehtung 98 bewerkstelligt wird. An jeder Schraube 94 ist ein Auge (Fig. 5) ausgebildet, unter dem sich ein oder mehrere Unterlagsringe befinden.
Der Antrieb des Bohrers und der Eintreibvorrichtlmg erfolgt durch einen elektrischen'Motor 100. Auf der Motorwelle sitzt ein Zahnrad, welches mit einem Zahnrad gleicher Übersetzung einer biegsamen Welle MS in Eingriff steht. Die Welle 102 bildet den Antrieb des Bohrers und wird durch einen Träger 104 gestützt und kann bequem zu dem Loch 6 des Leistens bewegt werden, um den Absatz vorzubohren. Wenn der Bohrer nicht in Gebrauch ist, so wird er durch einen Haken 106 in unwirksamer Lage gehalten.
Das auf der Motorwelle sitzende Zahnrad steht auch mit einem Zahnrad in Eingriff, welches
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einer an der Stange 118 festgeklemmten Muffe ist ein Handgriff angebracht, auf den ein Bund 120 aufgesehraubtist. Das Eintreibwerkzeug 122 ist in eine Muffe 124 hineingeschraubt, die durch eine Schraube 126
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hat, kann der Arbeiter die Vorrichtung 98 auf das Auge der Schraube 94 aufdrücken und das seine Umdrehung fortsetzende Kupplungsglied 128 führt dann eine hämmernde Einwirkung des Gliedes 124 auf die Schraube herbei, wobei die letztere fest in den Absatz hineingetrieben wird. Wenn die Vorrichtung 98 ausser Gebrauch ist, so wird sie durch ein Glied 134 in der in der Fig. 1 dargestellten Lage gehalten.
Der sphärische Kopf 136 des Gliedes 134 kann sich ungehindert auf einem Kugellager 138 (Fig. 6) drehen.
Während des Vorbohrens des Loches wird der Bohrer 96 durch einen glatten zylindrischen Teil 137 geführt, der im wesentlichen in das Loch 6 hineinpasst. Die Tiefe, bis zu der der Bohrer in den Absatz eindringt, wird durch Zusammentreffen eines Bundes 139 mit der Oberfläche des Leistenhalses begrenzt.
Nach dem Einschrauben der Schraube 94 wird der mit dem Absatz verbundene Schuh aus der Vorrichtung herausgenommen und die erforderlichen Nachbearbeitungen des Schuhes können ohne weiteren Zeitverlust vorgenommen werden, während der zwischen dem Schuh und Absatz aufgetragene Klebstoff eintrocknet.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Verfahren zum Befestigen von Absätzen von Schuhwerk, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schraube od. dgl. durch ein Loch des sich in den Schuh befindlichen Leistens und in den an seiner Rück- seite gestützten Absatze hineingesehraubt wird, um den Schuh und den Absatz in zusammengefügter Lage zu halten, während der zwischen dem Schuh und dem Absatz aufgetragene Klebstoff eintrocknet.