AT95679B - Verfahren zur elektrolytischen Scheidung von Legierungen des Silbers mit anderen edlen und unedlen Metallen. - Google Patents
Verfahren zur elektrolytischen Scheidung von Legierungen des Silbers mit anderen edlen und unedlen Metallen.Info
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Description
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Verfahren zur elektrolytischen Scheidung von Legierungen des Silbers mit anderen edlen und unedlen Metallen.
Die in der Praxis üblichen Verfahren zur elektrolytischen Scheidung von Edelmetallegierungen, insbesondere der Legierungen des Silbers, die nicht direkt einer elektrolytischen Raffination (z. B. nach Moebius) unterworfen werden können, beruhen darauf, dass in einem sauren Elektrolyten sowohl das
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von der Kathode getrennt gehalten, abgezogen und ausserhalb der elektrolytischen Zelle in einer Silberzementationsanlage entsilbert wird. Die entsilberte Lösung wird hierauf in einem ständigen Kreislauf, den eine Pumpe bewirken muss, den Kathodenräumen wieder zugeführt. Die anodische Stromdichte, die bei diesem Verfahren angewendet werden kann, beträgt nur 2%-3 Ampères pro Q, Jadratdezimeter, wodureh
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Gemäss vorliegender Erfindung ist es nun
1. ohne weiteres möglich, ohne erhöhten Energiebedarf anodische Stromdichten von ü Amperes, ja selbst von 10 Amperes pro Quadratdezimeter anzuwenden, was ein zwei-bis vierfach so schnelles Anbringen der Edelmetalle ermöglicht.
2. Entfällt, im Gegensatze zu den eingangs erwähnten üblichen Verfahren. die umständliche und kostspielige Zementationseinrichtung vollkommen.
3. Entfällt die zur Elektrolytzirkulation erforderliche Pumpe und ihr Kraftbedarf.
4. Werden die Edelmetalle ohne jeden Verlust gewonnen, während sie bei den andern Verfahren stets, wenn auch in geringen Mengen, in das kathodisch gefällte Metall (Kupfer) übergehen.
6. Bleibt der Elektrolyt vollkommen unveränderlich ; es ist also, im Gegensatz il andern Verfahren, seine Regeneration nicht erforderlich.
Die Erfindung beruht auf folgender Tatsache : Werden Silberlegierengen anodisch in einem möglichst nautralen Elektrolyten gelöst, dessen Anionen mit dem Silber und den Unedelmetallen leichtlösliche Salze zu bilden vermögen. während an der Kathode unter normaler Wasserstoffentladung Hydroxylionen entstehen, so bildet sieh bei der Elektrolyse ein Gemenge von Silberoxyd und den Hydroxyden der Unedelmetalle.
Wird nun der Elektrolyt kräftig gerührt, so gelangen alle gebildeten Silberoxydteilchen zur Kathode, wirken dort als Depolarisator und verhindern die Wasserstoffentlad1'ng, wobei
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und filtriert dann ab, so kann man aus dem Gemenge von metallischem Silber, etwa vorhandener anderer Edelmetalle, allfällig vorhandener Unedelmetalle und den Hydroxyden der Unedelmetalle die beiden letzteren mit verdünnter Säure, eventuell durch Einblasen von Luft und Dampf, herauslösen, wobei die Edelmetalle in metallischer Form und hohem Reinheitsgrad zurückbleiben. Die erhaltene Lösung der Unedelmetalle kann entweder auf deren Salze verarbeitet werden oder man gewinnt daraus elektrolyti5ch mit unlöslichen Anoden die Metalle, z. B. Kupfer.
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'Die erhaltenen Edelmetalle können in bekannter Weise weiter raffiniert werden.
Wurde der Elektrolyt nicht kräftig bewegt werden, so würde sich ein grosser Teil des gebildeten Silberoxydes der kathodischen Reduktion entziehen : dies wäre selbst auch dann der Fall. wenn man
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Gründen nicht zweckmässig wäre. Im Falle der Elektrolyt nicht bewegt wird, also auf die Reduktion des Silberoxydes zu metallischem Silber verzichtet wird, wird das bei der Elektrolyse erhaltene Produkt ein Gemenge von wenig Silber neben viel Silberoxyd und den Hydroxyden der Unedelmetalle darstellen.
Die Trennung mittels Säure wäre dann umständlicher, denn entweder müsste das darin gelöste Silber nachträglich zementiert werden oder man müsste vorher das Silberoxyd za metallischem Silber reduzieren. etwa durch Erhitzen oder durch Zugabe von chemischen Reduktionsmitteln während der Elektrolyse oder nach Beendigung derselben.
Die Bewegung des Elektrolyten ist. wie ersichtlich, von grösster Bedeutung, da sie das Maximum der Depolarisation und der damit verbundenen Spannungserniedrig, mg bei geringsten Kosten zu erreichen gestattet und ausserdem eine äusserst einfache Trennung der Edelmetalle von den Unedelmetallen gewährleistet.
Als Elektrolyt kommen unter anderen vorzugsweise in Betracht : Vor allem Natriumperchlorat
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Materialien, z. B. Steinzeugwannen, anwendbar.
In der Praxis wird es sich meist um die Scheidung güldischer Silber-Kupfer-Legierungen handeln : in diesem Falle wird man die erhaltene Lösung der Unedelmetalle, hier also des Kupfers, entweder ant Kupfervitriol verarbeiten oder aus ihr das Kupfer elektrolytisch mit unlöslichen Anoden gewinnen.
Handelt es sieh aber beispielsweise um die Scheidung von Silber-, Gold-, Blei-Legierungen. dann
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Im Gegensatz hiezu ist bei voiliegendem Verfahren der Endzweck nicht die Gewinnung schwer- löslicher Metallsalze, sondern die Gewinnung von metallischem Silber bzw. güldischem Silber. Die dabei
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können also schon a. is diesem Grunde nicht als beabsichtigtes Endprodukt angesprochen werden; sie werden im Gegenteil aus dem entstandenen Gemenge herausgelöst. Abgeschen davon, sind diese Hydroxyde
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des Silberoxydes, die bei keinem der genannten Patente Verwendung findet.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur elektrolytischen Scheidung von Legierungen des Silbers mit anderen edlen und EMI2.6 wodurch das Oxyd des Silbers und die Hydroxyde der Unedelmetalle entstehen. wobei aber das Oxyd des Silbers durch dauernde Rührung des Elektrolyten als kathodiseher Depolariator zur Wirk :) < . EMI2.7 wird, während die Hydroxyde der Unedelmetalle ganz oder teilweise unverändert bleiben, worasf aus diesem Gemenge die Unedelmetalle bzw. deren Oxyde gelöst werden, während das Silber und die ändern Edelmetalle in'hochwertiger metallischer Form zurückbleiben und dann in bekannter Weise weiterbehandelt werden können.
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