DE189876C - - Google Patents

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DE189876C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C1/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions
    • C25C1/20Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions of noble metals

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  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 189876 -■ KLASSE 40 c. GRUPPE
E. HARBECK in PARTILLED, Schweden.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. September 1906 ab.
Es sind Verfahren bekannt, galvanisierte Waren von ihrem Metallüberzug durch elektrochemische Zersetzung zu befreien, wobei man sie als Anoden in geeigneten Bädern behandelt. Versilberte oder vergoldete Eisenwaren werden beispielsweise auf diese Weise in einer Cyankaliumlösung entsilbert oder cntgoldet, Kupfer, Nickel oder ihre Legierungen ebenso von einer Eisen- oder Stahl-Unterlage in einer Lösung salpetersauren Natrons oder Ammoniumkarbonats abgelöst.
Das neue Verfahren beruht nun auf der
Tatsache, daß Eisen, Blei, Zinn und Kupfer, sowie deren Legierungen, wie Messing, Neusilber, Bronze, Britannia usw., durch Schwefel-· säure von 50 ° Be. und darüber praktisch nicht angegriffen werden, auch wenn diese als Unterlage für versilberte, vernickelte oder vergoldete Waren dienenden Metalle in Bädern dieser Säure als Anoden verwendet werden. Dagegen wird Silber, Nickel und Gold, letzteres bei einem Zusatz von Salzsäure oder eines Chlorids, in Schwefelsäure unter Einwirkung des elektrischen Stromes gelöst und pulverartig auf hierbei als Kathoden dienenden Eisen-, Kupferblechen o. dgl. ausgeschieden.
Die Entsilberung beispielsweise geschieht hiernach in einem Bade aus konzentrierter Schwefelsäure von 66° Be., welche in eine »--mit gut verschließbarem Deckel versehene
■ Steinzeugwanne gegossen wird. Über die Wanne werden der Länge nach, wie bei einem gewöhnlichen galvanischen Bade, drei Kupferstangen gelegt. Die beiden neben der mittleren liegenden Stangen werden untereinander und mit dem negativen Pole einer elektrischen Stromquelle, die mittlere Stange mit dem positiven Pole verbunden. An den ersteren Stangen werden Eisen- oder Kupferbleche in das Bad eingehängt, an der mittleren Stange die zu entsilbernden Waren.
Mittels dieser Anordnung wird das Silber durch Einwirkung des elektrischen Stromes schnell und geruchlos von der Ware abgelöst und setzt sich pulverförmig an den Eisenoder Kupferblechen ab.
Die Spannung des Stromes ist vorteilhaft
2 bis 6 Volt; die Temperatur des Bades hat zwischen 150 bis ioo° C. zu liegen, sie ist am besten 75 ° bis ioo° C, weil das Bad warm besser leitet.
Anstatt Steinzeugwannen verwendet man vorteilhaft auch Wannen aus Gußeisen, da dann die Wanne selbst als Kathode dient und mit dem negativen Pole verbunden wird. · Die Stange für die Waren muß in diesem Falle natürlich von der Wanne isoliert werden.
Die Entnickelung geschieht in einem Bade aus Schwefelsäure von 530Be. bei der hier- ' für vorteilhaftesten Temperatur von 180C. in gleicher Anordnung, wie beschrieben, durch Einwirkung eines elektrischen Stromes von 1,5 bis 5 Volt, am vorteilhaftesten bei 2 bis
3 Volt.
Die Entgoldung wird vorgenommen in einem Bade aus Schwefelsäure von 550Be.

Claims (1)

  1. mit Zusatz von 3,5 Prozent konzentrierter roher Salzsäure bei einer vorteilhaftesten Temperatur von i8° C. Die Spannung des elektrischen Stromes ist am besten 2 bis 3 Volt. Das beschriebene Verfahren unterscheidet sich von bekannten Verfahren dadurch, daß keine gesundheitsschädlichen Säuredämpfe entwickelt werden. Die unedlen Grundmetalle werden nicht angegriffen, auch wenn sie länger als nötig im Bade bleiben, es ist also weniger Aufmerksamkeit während der Arbeit erforderlich; die Edelmetalle werden in einer einfachen quantitativen Weise wiedergewonnen, ohne Säure zu verbrauchen. Für die verschiedenen Metallunterlagen ist das gleiche Bad verwendbar, so daß es sich erübrigt, mit einer größeren Reihe von Chemikalien zu arbeiten. Mit Ausnahme des Entgoldungsbades sind die Bäder geruchlos; bei richtiger Behandlung sind sie theoretisch auf unbegrenzte Zeit verwendbar.
    Pat ε nt-A ν Spruch:
    Verfahren, versilberte, vernickelte oder vergoldete Waren durch Behandlung· als ,25· Anoden im elektrolytischen Bade zu entsilbern, entnickeln oder entgolden, dadurch gekennzeichnet, daß als Elektrolyt Schwefelsäure mit einem spezifischen Gewicht von über 1,53 (500 Be.), gegebenen- 30 falls unter Zusatz von Salzsäure oder eines Chlorids, angewendet wird.
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