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Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Goldchloridlösungell.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, edelmetallhaltige Erze durch den elektrischen Strom in
Salzlösungen, allenfalls unter Anwendung eines Diaphragmas, zu zersetzen, wobei das entwickelte Chlor und die Stickoxydgase die Erze chemisch zerlegen. Dieses Verfahren ist nur auf Materialien mit niedrigerem
Goldgehalt anwendbar. Es hat sich nun gezeigt, dass bei hohen Goldgehalten der Legierungen die Elektrolyse unmöglich wird, da die massenhaft sich bildenden Chloride des Kupfers und des Silbers den Stromdurchgang und damit die Elektrolyse überhaupt zum Stillstand bringen. Die einzige Wirkung. die man erzielt, ist die massenhafte Entwicklung von Chlor. Das Gebiet, in dem dieser Vorgang stattfindet. ist sehr ausgedehnt ; es umfasst alle Legierungen von Gold, Silber, Kupfer und andern Metallen, deren Goldgehalt zwischen 15 und 55% Gold liegt.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wurde die überraschende Tatsache festgestellt. dass Goldlegierungen von mindestens 60% Goldgehalt in einer Lösung von Salzsäure direkt der Elektrolyse bei einer Spannung von mindestens 2 Volt unterworfen werden können, um eine Goldchloridlösung zu erhalten.
Das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung wird in nachstehender Weise durchgeführt :
Beliebig gestaltete Platten aus Goldlegierungen werden als Anoden in überschüssiger Salzsäure gegenüber Kathoden aus beliebigem Material unter einer Spannung von mindestens 2 Volt, am besten etwa 6 Volt, elektrolysiert. Die Abscheidung des Goldes wird dadurch verhindert, dass die Kathode jeweils durch irgend ein halbdurchlässiges Diaphragma getrennt ist. Die Elektrolyse geht unter diesen Umständen glatt vonstatten und man erhält mit fast quantitativer Stromausbeute eine Lösung von Goldehlorid, die zur Gewinnung von chemisch reinen Gold geeignet ist.
Man braucht zu diesem Behufe nur die Lösung durch ein Filter, einen Saugkopf od. dgl. abzuziehen und kann hernach die gewonnene Lösung mit beliebigen chemischen Mitteln fällen. Es ist daher mit Hilfe des Verfahrens möglich, Goldlegierungen mit innerhalb weiter Grenzen
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Wartung bedürfen, so dass sich das vorliegende Verfahren gegenüber den elektrochemischen Verfahren durch seine grosse Anspruehlosigkeit in bezug auf Ausgangsmaterial, Art des Bades und Badwartun ? abhebt und dabei doch die Nachteile der chemischen Verfahren vermeidet.
Ausführungsbeispiele :
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sächlich Kupfer und Silber enthält, werden in Form eines Hohlzylinders von 12 cm Durchmesser gegossen und in einer Glaszelle in ein Salzsäurebad von 15 ? Bé eingehängt. Die Anode wird mit dem positiven Pol der Stromquelle verbunden ; in den Hohlzylinder wird ein Diaphragma aus unglasiertem Ton eingesetzt. Dieses Diaphragma wird mit der gleichen Salzsäure gefüllt und kann nunmehr die Kathode. als welche eine Silberplatte dient, aufnehmen. Man schickt Gleichstrom von 6 Volt durch die Zelle. Sobald der von der Badflüssigkeit bedeckte Metallzylinder gelöst ist, erfolgt automatisch die Strom- unterbrechung. Vermittels eines Hebers wird die Flüssigkeit nunmehr abgezogen und mit Eisenvitriollösung gefällt.
Das abfiltrierte Gold wird ausgewaschen und ist chemisch rein.
2. Etwa 300 g einer Goldlegierung, welche 75 Gold, ferner Silber, Kupfer, Zink, Kadmium und Blei enthält, werden in Plattenform gegossen und diese Platte von 18 Karat in ein Bad, wie im vorigen Beispiel angegeben, mit ihrem unteren Ende eingeführt. Jedoch enthält das Bad in diesem Falle etwas Schwefelsäure. Die Platte wird mit dem Fortschreiten der Elektrolyse allmählich tiefer in das Bad gebracht. In das Diaphragma tropft konstant etwas Salzsäure nach. Nach Beendigung der Elektrolyse wird die Lösung unter Anwendung einer kleinen Pumpe mittels eines Saugkopfes abfiltriert, der aus einer kleinen Glasglocke besteht, welche mit Asbest gefüllt und durch ein Silbernetz abgeschlossen wird. Die klare Lösung wird, wie oben angegeben, gefällt und das Gold abfiltriert.
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